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Jesus Christus, der Fels - Das Fundament eines Christen

Jesus Christus selbst ist das von Gott vorgesehene Fundament für das Leben eines Christen.

 

1. Korinther 3,11

"Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus"


Anmerkung (klick) Das griechische Wort, welches in 1Kor 3,11 für "Grund" genutzt wird, ist themelios / θεμέλιος und meint eine Grundlage, einen Grundstock, einen Grundstein, eine Basis, einen Sockel, ein Fundament (ein Unterbau eines Gebäudes). Der Begriff ist verwandt mit tithémi, was setzen, stellen, legen meint und wird in Lk 6,48f; 14,29; Röm 15,20; lKor 3,10-12; Eph 2,20; lTim 6,19; 2Tim 2,19; Hebr 6,1; 11,10 und Off 21,14.19 verwendet. Themelios ist ein Ausdruck für die unentbehrliche Grundlage, für das Fundament, ohne welches jemand oder etwas keinen Bestand hat. Der einzige feste Grund für Zeit und Ewigkeit ist Jesus Christus, die Botschaft von Ihm und ein Leben mit Ihm.

 

Der Apostel Petrus bestätigt dies in wo er in Bezug auf Jesus Christus sagt:

 

1. Petrus 2,6

"Denn es ist in der Schrift (Jesaja 28,16) enthalten: "Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden."


Anmerkung (klick) Der Begriff, der in 1Petr 2,6 für "Eckstein" verwendet wird ist akrogóniaios / ἀκρογωνιαῖος und meint »zum Haupt der Ecke« oder »zur Spitze des Winkels«, was im Zusammenhang soviel wie Eck- oder Schlussstein (im Gewölbe) bedeutet, also der wichtigste Stein des Bauwerks.

 

Die Bibelstelle, auf die sich Petrus hier bezieht, ist Jesaja 28,16, wo es heißt: "Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht."

 

Das Alte und das Neue Testament stimmen also in dieser wichtigen Tatsache völlig überein: Das wahre Fundament des Christenlebens ist Jesus Christus selber – nichts und niemand anderes. Kein Glaubensbekenntnis, keine Kirche, keine Denomination, kein Ritus und keine religiöse Zeremonie. Es ist Jesus Christus selber – „einen anderen Grund kann niemand legen.

 

In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, wenn wir uns die Worte Jesu selbst vor Augen führen. In Matthäus finden wir die folgende Unterhaltung zwischen dem Herrn und Seinen Jüngern:

 

Matthäus 16,13-18 

"13 Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? 14 Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten. 15 Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? 16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn! 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen."

 

Manche glauben, Jesus habe damit gemeint, dass der Apostel Petrus der Felsen sei, auf dem die christliche Gemeinde gebaut werden sollte, dass also Petrus gewissermaßen das Fundament des Christentums sei und nicht Christus. Die Frage nach dem wahren Fundament ist aber so wichtig und von solch großer Tragweite, dass wir die Worte Jesu unbedingt ganz genau untersuchen müssen, um ihre wirkliche Bedeutung herauszufinden.

 

In der griechischen Originalfassung des Neuen Testaments enthält diese Antwort, die Jesus dem Petrus gab, ein wohlüberlegtes Wortspiel. Auf Griechisch heißt „Petrus“ PETROS, und das Wort für „Felsen“ ist PETRA. Jesus macht ein Wortspiel aus der Ähnlichkeit zwischen diesen beiden Begriffen und sagt: „... du bist Petrus (PETROS), und auf diesem Felsen (PETRA) werde ich meine Gemeinde bauen ...“.

 

Obwohl die beiden Worte durchaus einen ähnlichen Klang haben, ist ihre Bedeutung doch sehr verschieden. PETROS heißt Stein, so etwas wie ein Kieselstein. PETRA bezeichnet einen großen Felsen. Der Gedanke, eine Gemeinde oder Kirche auf einem Kieselstein aufbauen zu wollen, ist so absurd, dass Christus das gar nicht gemeint haben kann.

Interlinearübersetzung zu Matthäus 16,18
Interlinearübersetzung zu Matthäus 16,18

Jesus benutzt vielmehr dieses Wortspiel, um die Wahrheit, die Er vermitteln möchte, besonders deutlich zum Ausdruck zu bringen. Er identifiziert Petrus nicht mit dem Felsen, sondern stellt vielmehr den GEGENSATZ heraus. Er weist darauf hin, wie klein und unbedeutend der Stein, Petrus, ist, verglichen mit dem riesigen Felsen, auf dem die Gemeinde gebaut werden soll. Diese Tatsache wird, sowohl von der Logik, als auch von der Bibel her, bestätigt. Wenn die Gemeinde Jesu wirklich auf dem Apostel Petrus gegründet worden wäre, wäre sie das schwächste und unsicherste Gebäude, das man sich vorstellen kann. Einige Verse weiter lesen wir nämlich in demselben Kapitel des Matthäusevangeliums, wie Jesus anfing, Seine Jünger darauf vorzubereiten, dass Er in Kürze von den Menschen verworfen und gekreuzigt werden würde. Dann heißt es in dem Bericht weiter: "22 Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln, indem er sagte: Gott behüte dich, Herr! Dies wird dir keinesfalls widerfahren. 23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist." - Matthäus 16,22-23

 

Hier wirft Jesus Petrus direkt vor, von einer menschlichen Denkweise, ja, sogar von den Einflüsterungen des Satans persönlich beeinflusst zu sein. Wie könnte solch ein Mann das Fundament für die gesamte Gemeinde Christi sein?

 

Später lesen wir dann in den Evangelien, dass Petrus, anstatt Christus vor einer Dienstmagd zu bekennen, seinen Herrn dreimal öffentlich verleugnete.

 

Sogar nach der Auferstehung Jesu und nach Pfingsten ließ sich Petrus, wie Paulus in Galater 2,11-14 schreibt, von seinen Landsleuten derart Angst machen, dass er an einem gewissen Punkt in Bezug auf die Wahrheit des Evangeliums zu Kompromissen bereit war.

 

Es steht also fest, dass Petrus kein Fels war. Er war ein liebenswerter, impulsiver Mann, ein geborener Führer, aber eben ein Mensch wie du und ich, mit allen Schwächen und Fehlern der menschlichen Natur behaftet. Der einzige Fels, auf dem sich echter, stabiler christlicher Glaube gründen kann, ist Jesus Christus selber.

 

Auch im Alten Testament finden wir diese wichtige Tatsache bezüglich des Fundaments für jeden wahren, schriftgemäßen Glauben bestätigt: Der Psalmist David sagt prophetisch vom Heiligen Geist inspiriert, Folgendes:

 

Psalm 18,3

"Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Retter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste."

 

In einem anderen Psalm spricht David ein ähnliches Glaubensbekenntnis aus:

 

Psalm 62,2-3

"2 Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Hilfe. 3 Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung; ich werde kaum wanken."

 

Weiter sagt David im Gleichen Psalm:

 

Psalm 62,6-8

"6 Nur auf Gott vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung. 7 Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung; ich werde nicht wanken. 8 Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meines Schutzes, meine Zuflucht ist in Gott."

 

Noch klarer kann man es gar nicht ausdrücken. Das Wort „Fels“ kommt in diesen Versen dreimal vor und das Wort „Hilfe“ oder „Heil“ viermal.

 

Das bedeutet, dass die Worte „Fels“ und „Heil“ in der Heiligen Schrift fest und untrennbar miteinander verknüpft sind. Beides liegt in einer Person, und zwar in dem Herrn selber. Das wird durch die Wiederholung des Wortes „nur“ besonders deutlich unterstrichen.

 

Sollte jemand noch eine weitere Bestätigung für das soeben Gesagte wünschen, dann sollte er aufschlagen, was Petrus selbst gesagt hat. In Apostelgeschichte spricht er zum Volk Israel und sagt im Hinblick auf Jesus Christus von Nazareth:

 

Apostelgeschichte 4,12

"Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.

 

Also ist der Herr Jesus Christus, und nur Er allein, der wahre Fels, in dem das Heil ist. Er ist der Eckstein eines Gebäudes, welches die Kirche (die Gemeinde Jesu, der Leib Christi) ist. Er hält alle Heiligen aus allen Zeiten und Orten in einem Bauwerk zusammen, welches aufgebaut aus Glauben an Ihn ist. Wer auf diesem Fundament baut, kann mit David sagen: „Nur er ist mein Fels und meine Rettung, meine hohe Feste; ich werde nicht wanken.“


Quellen:

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen

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