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Koscher für Pessach? - Der ultimative Frühjahrsputz

Bei der Einsetzung des Pessachfestes bestimmte Gott, dass jeder Sauerteig aus den Häusern der Israeliten entfernt werden musste und sieben Tage lang nur ungesäuertes Brot gegessen werden durfte.

2. Mose 12,15
"Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; ja, gleich am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese Seele soll aus Israel ausgerottet werden - das gilt vom ersten Tag bis zum siebten Tag"

3. Mose 23,6
"Am fünfzehnten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem HERRN; sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen"

Mit dem bald beginnenden Pessachfest (dem Fest der ungesäuerten Brote) wird in ganz Israel demnächst jeder Mann, jede Frau und jedes Kind damit beschäftigt sein, Schränke, Regale, Schubladen und Fahrzeuge vom Sauerteig zu reinigen, um für die kommenden bedeutungsvollen Feiertage bereit zu sein.

Die Vorbereitung auf Pessach ist der ultimative Frühjahrsputz!
Im Gehorsam gegenüber dem ewigen Gebot, das Gott den Kindern Israels gegeben hat, um Sauerteig aus ihren Häusern zu entfernen, müssen alle Ecken und Winkel gesäubert werden, um sicherzustellen, dass alles frei von "Chametz" ist, bevor das Pessachfest beginnt.

Chametz wird jede Speise genannt, die Weizen, Gerste, Roggen, Hafer oder Dinkel gemischt mit Wasser enthält und länger als 18 Minuten gebacken wurde (und somit "aufgegangen" ist). Dazu gehören beispielsweise Kuchen, Kekse, Nudeln, Cerealien, Bier usw. Mazzot, ungesäuertes Brot, besteht aus denselben Getreidesorten, wird aber ohne Treibmittel und weniger als 18 Minuten gebacken.

Die Juden haben dieses Gebot in ein System verwandelt, das die fleißigsten Frauen ermüden würde. Alles Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen, selbst die während des Festes verwendeten Geschirrtücher, müssen "koscher für Pessach" sein und gereinigt werden. Viele Frauen säubern ihre Küchen so sehr, dass sie so funkeln, als wären sie neu.

Ebenso beginnen kurz vor dem Pessachfest die Lebensmittelgeschäfte in Israel damit, nur noch Lebensmittel anzubieten, die garantiert sauerteigfrei sind. Die hebräischen Schilder in den Regalen haben eine Sonderkennzeichnung: "Koscher für Pessach". Als Koscher bezeichnet man Speisen und Gegenstände, die nach den jüdischen Gesetzen tauglich sind.

Warum so viel Aufregung wegen ein bisschen Sauerteig?
Sauerteig ist eine kraftvolle Metapher für das Lernen über Gott und ein Leben in Heiligkeit.

Hefe ist ein einzelliger Pilz, das heißt, dass jede einzelne Hefezelle ein selbständiger Mikroorganismus ist. Dies führt dazu, dass der Teig treibt (aufgeht), indem er Zucker aufzehrt und Kohlensäure als Nebenprodukt ausscheidet, um diese in den Teig einzulagern. Es braucht nicht viel Hefe, um diesen Prozess zu starten. Es ist ein Prozess, der den ganzen Teig durchdringt und sogar seine Identität ausmacht. Wenn man einen “normalen” Teig mit etwas Sauerteig vermischt, dann wird der ganze Teig zum Sauerteig!

Galater 5,9
"Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig"

Bringt man Hefezellen in eine Nährlösung unter gleichzeitiger Zufuhr von Luft, beginnen die Hefezellen zu sprossen. Es bildet sich an der Hefezelle eine knospenartige Verdickung, die so lange wächst, bis sie die Größe der Mutterzellen erreicht hat. Die nun entstandene Zelle kann dann ebenfalls sprossen. Es findet also eine laufende Verdoppelung statt.

In der Bibel steht Sauerteig für Sünde und für Irrlehren und repräsentiert immer einen schlechten, bösen Einfluss. Sauerteig ist immer eine Art geistlicher Tumor. Wenn er nicht entfernt wird, wird er wachsen, bis er den ganzen Leib durchsetzt hat. Das ist die Natur der Sünde – zu gären, sich auszubreiten und zu vernichten. Gott diagnostiziert geistliche Gesundheit nur anhand seines eigenen Maßstabs für Rechtschaffenheit.

So wie Hefe (Sauerteig) den Zucker im Teig auffrisst, frisst die Sünde uns und bewirkt, dass wir von Gott getrennt werden.

Jesaja 59,2
"sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört"

Jesus benutzte in seinen Reden öfter den Begriff Sauerteig um das Böse zu charakterisieren. In Matthäus 16,5-12 spricht Er vom Sauerteig der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer, in Markus 8,15 außerdem vom Sauerteig des Politikers Herodes und in Lukas 12,1 vom Sauerteig der Heuchelei. Bei der Erklärung der geistlichen Bedeutung des Pessachfestes in 1. Korinther 5,6-8 wird der Sauerteig mit Bosheit und Schlechtigkeit gleichgesetzt, und in Galater 5,8 mit der gefährlichen Wirkung falscher Lehre. Immer ist die oft schleichende Wirksamkeit des geduldeten Bösen gemeint, die der natürliche Mensch nicht nur schwer oder gar nicht erkennt, sondern im Gegenteil noch als angenehm empfinden kann.

Sauerteig und die Sünde des Stolzes
Wenn die Bibel Sauerteig als Metapher benutzt, bezieht sie sich meistens auf die Sünde der Arroganz, des Rühmens, der Einbildung und des Stolzes.

1. Korinther 5,6
"Nicht gut ist, worauf ihr stolz seid. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?"

Auf die gleiche Weise, wie ein wenig Sauerteig den ganzen Teig beeinflusst, was dazu führt, dass dieser aufgebläht wird, bewirkt ein bisschen Stolz und Arroganz in unserem Herzen, dass wir uns selbst höher einschätzen als wir sind. Im Talmud heißt es, dass Sauerteig den bösen Trieb des Herzens verkörpert. So bewirkt Sauerteig eine Fermentierung des Herzens; (lat. "fermentum" für "Gärung" oder "Sauerteig").

Wir müssen mit dem Sauerteig in unserem eigenen Herzen korrekt umgehen, da wir wissen, dass Arroganz dem Herrn nicht gefällt und Stolz unserem eigenen Fall vorausgeht.

Sprüche 16,18
"Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall"

Die Titanic - Tödliche Auswirkungen von Arroganz und Stolz
Die Sünde der Arroganz und des Stolzes kann tödliche Folgen haben. Für ein Beispiel von Arroganz und Stolz brauchen wir nicht weiter als bis zum Unglück der Titanic zu blicken, die am 14. April 1912 gesunken ist.

Die Titanic und ihre Geschwisterschiffe, die Olympic und die Britannic, waren die größten Schiffe, die jemals gebaut wurden. Mit fast 270 Metern Länge, stellten sie die höchsten Wolkenkratzer jener Zeit in den Schatten. Da diese Schiffe für die Herausforderungen des Atlantiks gerüstet waren, sollten sie zu den sichersten Schiffen der Welt gehören.

In ihrer Arroganz und in ihrem Stolz hielten die Experten die Titanic für unsinkbar. Trotzdem zerbrach das Schiff im Wesentlichen wie ein Zahnstocher, nachdem es einen Eisberg gerammt hatte und viele Leben gingen verloren.

Der jüdische Brauch "Bedikat Chametz" - Die Suche nach Sauerteig
Der Vorgang der Schaffung einer sauerteigfreien Umgebung erreicht seinen Höhepunkt in der Nacht vor dem Pessachfest (Erev-Pessach-Zeremonie). Hier praktiziert das jüdische Volk einen Brauch namens "Bedikat Chametz". Dies ist eine Zeremonie, mit der das Haus vom Sauerteig gereinigt wird. Ein Bild auf unsere Heiligung in und durch Jesus Christus.

2. Mose 13,7-8
"7 Du sollst sieben Tage ungesäuertes Brot essen, dass bei dir weder gesäuertes Brot noch Sauerteig gesehen werde an allen deinen Orten. 8 Du sollst deinem Sohn sagen an demselben Tage: Das halte ich um dessentwillen, was mir der HERR getan hat, als ich aus Ägypten zog"

Die Suche findet nach Einbruch der Dunkelheit am Abend vor Pessach statt. Das Chametz wird am nächsten Morgen im Rahmen der Zeremonie von "Bi'ur Chametz" verbrannt.

Nachdem das Haus vollständig gereinigt ist, beendet der Familienvater am Vorabend des vierzehnten Nissans nach Einbruch der Dunkelheit, die Zeremonie der Reinigung von allem sichtbaren oder nicht sichtbaren Gesäuerten, indem er eine zeremonielle Feier abhält, bei der er symbolisch in jedem Zimmer des Hauses nach dem letzten Krümel Sauerteig sucht. Dieser Ritus verläuft gewöhnlich so, dass vorher ein anderes Familienmitglied an wichtigen Stellen in jedem Zimmer des Hauses Brotkrümel auslegt, meistens auf einem Fensterbrett. Es gibt eine Sitte, nach der genau zehn Brotkrümel ausgelegt werden müssen. Diese Zahl bezieht sich wahrscheinlich auf die zehn bösen Söhne von Haman.

Die Lichter rund um das und im Haus sind ausgeschaltet. Der Familienvater geht nun mitsamt allen anwesenden Kindern von Zimmer zu Zimmer und sucht im Licht einer Kerze nach Überbleibsel von Chametz. Die Kinder suchen in jedem Winkel nach Brotkrumen, welche mit einer Feder auf einen Holzlöffel gefegt werden. Jeder Krümel Brot, der gefunden wurde, wird mit einem Ausruf der Freude gefeiert: "Oh! Da ist es! Ich habe einen gefunden!". Diese aussagekräftige Suche wird fortgesetzt, bis der letzte Sauerteigkrümel entfernt ist. Alles, der Löffel, das Brot und die Feder, wird zusammen in einen Beutel eingewickelt und an einem sicheren Ort bis zum nächsten Morgen aufbewahrt.

Am nächsten Morgen, werden in ganz Israel kleine Feuer brennen, da jede Familie, in einer weiteren Zeremonie namens "Bi'ur Chametz" (Zerstörung des Chametz), ihren Chametz verbrennt; genau an dem Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Dabei wird ein spezielles Gebet rezitiert, falls etwas Chametz übersehen wurde.

Geistlich gesehen sollen wir den Sauerteig (Sünde) aus unserem Haus (Leben) entfernen, indem wir dem Heiligen Geist erlauben, uns durch die Kenntnis von Jesus und der Schrift zu offenbaren, wo Sünde in unserem Leben ist. Bedikat Chametz zeigt, wie das Licht des Wortes Gottes, symbolisiert durch die Kerze, unser Herz nach Stolz oder Arroganz durchsucht, was in der Dunkelheit verborgen ist. Die Feder symbolisiert dabei die Arbeit des Heiligen Geistes, der die Sünde wegfegt. Der Löffel steht für das Kreuz, an dem Jesus starb (5Mo 21,22-23). Der Sauerteig (Sünde) wurde als Teil der Zeremonie auf den Löffel (Kreuz) gefegt. Genau so wurde unsere Sünde auf Jesus gefegt/geworfen (2Kor 5,21) als er am Kreuz starb. Der Sauerteig (Jesus am Kreuz) wurde dann in Leinen gewickelt und Jesus (sein Leib) aus dem Haus des Vaters entfernt. Das Feuer von Bi'ur Chametz zeigt, wie Gott diesen Sauerteig zerstört, da Gott ein verzehrendes Feuer ist!

Der Sauerteig der falschen Lehren
Im Neuen Testament stellt Sauerteig auch falsche Lehren (Irrlehren) dar.

Jesus warnte die Menschen, sich vor dem Sauerteig der Pharisäer zu hüten. Damit bezog sich Jesus nicht auf Brot, sondern auf ihre Lehren, die nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmten (Mt 16,11-12).

Der Apostel Paulus warnt auch die Heidenchristen vor der Sünde des Stolzes und der Arroganz, besonders in ihrer Beziehung zum jüdischen Volk.

Darüber hinaus erinnert Paulus im Römerbrief an diejenigen, die durch die Barmherzigkeit und Gnade Gottes übernatürlich in den natürlichen Ölbaum (Israel) eingepfropft wurden, sich nicht über die anderen Zweige zu rühmen:

Römer 11,17-18
"17 Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist, 18 so rühme dich nicht gegen die Zweige! Wenn du dich aber gegen sie rühmst - du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich"

Eine Möglichkeit, mit der sich viele Gläubige rühmen, ist die falsche Lehre der Ersatztheologie. Diese irrige Doktrin lehrt, dass Gott das jüdische Volk (die Nation Israel) verworfen hätte und dass die Gemeinde das "neue Israel" sei. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt als diese Irrlehre. Die Schrift ist klar, dass Gott sein Volk Israel niemals verwerfen und immer den Bund mit ihnen halten wird.

Psalm 94,14
"Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen, er wird sein Eigentum nicht verlassen"

Pessach, Sauerteig und Gottes Plan für Israel und die Gemeinde
Arroganz und Stolz können uns daran hindern, Gottes Pläne und Ziele für das jüdische Volk Israel und die Rolle der Gemeinde zu verstehen.

Wenn sich das Pessachfest nähert, denken wir daran, dass das jüdische Volk nur vorübergehend blind geworden ist, so dass die Erlösung für die Heiden und danach für die Nation Israel kommen würde. Die Bibel sagt im Hinblick auf das Heil für Israel und die Nationen:

Römer 11,11
"Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Auf keinen Fall! Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen."

Gott kann und wird den Schleier von den Augen des jüdischen Volkes wegnehmen, um ihren Messias Jesus zu erkennen, und wenn das jüdische Volk Jesus als ihren Messias akzeptiert, bedeutet dies gleichzeitig Auferstehung und Leben für die ganze Welt!

Römer 11,15
"Denn wenn schon die Verstoßung Israels der Welt die Versöhnung mit Gott brachte, was wird dann erst Israels Wiederannahme bringen? Nicht weniger, als dass Tote lebendig werden."

In dieser Zeit, in der das jüdische Volk seine Häuser vom Sauerteig reinigt, betet bitte, dass es erkennen wird, dass Jesus tatsächlich der verheißene Messias Israels ist.

Schutz vor dem Sauerteig - Pessach im Neuen Bund
So wie ein übermäßiges Wachstum von Hefe im Körper zu einer systemischen Infektion führen kann und behandelt werden muss, bevor schwere körperliche Probleme auftreten, muss auch der Sauerteig oder die Sünde im Leib Christi (der Gemeinde) entsprechend behandelt werden.

1. Korinther 5,7
"Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid! Denn auch unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet"

"Fegt aus" ist ein zusammengesetztes Verb (ekkathairo, "gründlich reinigen oder säubern"). Es betont die Sorgfalt der Reinigungsmaßnahmen. Wie beim ersten Pessach in Ägypten schon bildlich dargestellt, befreit uns der Opfertod Jesu Christi, der das vollkommene Pessachlamm Gottes war und dessen Blut uns rein wäscht, von der Macht der Sünde und dem ewigen Gericht. Auch wir sollen alles aus unserem alten Leben entfernen, das unser neues Leben beschmutzen und durchdringen könnte. Wie Israel nach dem Pessach aus Ägypten befreit wurde und mit den alten Unterdrückern nichts mehr zu tun haben sollte, so soll auch der Gläubige sich ganz von seinem alten Leben trennen, also von sündigen Einstellungen, Werten und Gewohnheiten. Christus starb, um uns aus den Fesseln der Sünde zu befreien, jedoch auch, um uns an seinen Maßstab von Gerechtigkeit zu binden (Röm 6,19), was die einzig wahre Freiheit ist.

In der Bibel nutzt der Apostel Paulus die Bilder des Pessachs und die Reinigung des Chametz, um die Gläubigen in Korinth zu ermahnen, die Sünde der Schlechtigkeit und Boshaftigkeit zu beseitigen und das heilige Leben zu leben, zu dem sie berufen sind, frei von der Knechtschaft zur Sünde.

1. Korinther 5,8
"Darum lasst uns das Fest feiern, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit!"

An verschiedenen Stellen in der Bibel wird das Leben der Heiligen mit der Errichtung eines Gebäudes verglichen (vgl. Jud 20; 1Kor 3,9-10; Eph 2,22; Apg 20,32). Die Zeit vor Pessach, wo es darum geht, die Häuser von Sauerteig zu reinigen, soll uns besonders auch auf unsere inneren Krümmel aufmerksam machen. Wir dürfen unser Herz nach dem Sauerteig der Sünde durchsuchen um es "koscher für Pessach" zu machen, damit wir in Demut mit dem ungesäuerten Brot der Aufrichtigkeit und der Wahrheit wandeln können.

Das perfekte ungesäuerte Brot, das Gott uns zur Speise vorsetzen will, ist das der Lauterkeit und Wahrheit. Lauterkeit ist eine Einstellung, die Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit zum höchsten Gut erklärt und damit nur die Wahrheit propagieren will. In diesem Kontext stehen die beiden Begriffe als Synonyme für die Reinheit des geläuterten Lebens in Jesus Christus. In diesem Leben gibt es keinen Platz für den Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit. Bosheit bezeichnet eine böse Natur oder Gesinnung. Schlechtigkeit ist die Handlung, die diese boshafte Gesinnung auslöst. Wir sollen unser Pessachfest in Christus nicht nur mit einer jährlichen Gedenkfeier begehen, sondern mit einem Leben in Hingabe, Reinheit und Abkehr von Sünde.

Als Volk Gottes können wir uns am besten vor Sünde schützen, wenn wir uns einfach auf den Herrn und auf das Opfer, das er für uns gebracht hat, fokussieren. Sofern wir verstanden haben, dass sein Tod für die Sünde auch auf uns persönlich anwendbar ist, wird uns das von weiteren Verfehlungen abhalten und uns zu einem klaren Bruch mit alten Wegen veranlassen. So wendet man die am Kreuz erkaufte Heiligung richtig an (vgl. Tit 2,11-14). Man kann diese Wahrheit nicht vor Augen haben und dabei absichtlich in Sünde verharren.


Gottes Segen Euch allen!

 1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen