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Wie Jesus das Pessachfest erfüllt hat

Alle biblischen Feste sind Vorausschattungen. Sie sind prophetischer Natur und jedes weist auf eine einzigartige Weise auf einen Aspekt des Lebens und Werkes des Messias hin. Dieser Beitrag beleuchtet den zeitlichen Aspekt des Pessachfestes, der durch Jesus Christus perfekt erfüllt wurde.

Lukas 24,27
"Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf"

Markus 10,45
"Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele."

Das vorgeschattete wahre Pessachlamm
Das Pessachfest soll uns den Erlösertod Jesu am Kreuz verdeutlichen; wie Jesus für unsere Sünden gestorben ist und uns vor dem kommenden Gericht, was über die Welt kommt, errettet.

In der ersten Pessachnacht in Ägypten musste jede jüdische Familie in Ägypten das Blut eines Lammes vergießen. Aber das alleine hätte nicht zur Rettung der Erstgeborenen Israels ausgereicht. Dazu war eine zweite Sache notwendig, nämlich die glaubensvolle Anwendung des Blutes, also das Streichen des Blutes an die beiden Türpfosten und die Oberschwelle des Hauses. Nur wenn der Verderber das Blut dort sah, war das Haus geschützt und er ging vorüber.

Das Βlut musste also im ersten Schritt vergossen und im zweiten Schritt glaubensvoll angewendet, um gerettet zu werden.

Für uns ist es heutzutage so: Das Vergießen des Blutes auf Golgatha an sich rettet keinen Menschen. Die Rettung liegt in der glaubensvollen Anwendung dieses Opfers für den Sünder persönlich, der gewissermaßen das Blut an die Türpfosten seines Herzens gestrichen hat.

Johannes 3,16
"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab (Vergießen des Blutes), damit jeder, der an Ihn glaubt (Anwendung des Blutes auf den Sünder persönlich), nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe"

Johannes 10,9
"Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden"

Pessach selbst heißt "vorüberschreiten". So ist das Strafgericht an denen vorübergeschritten, die das Blut des Pessachlammes an ihre Türpfosten und die Oberschwelle gestrichen hatten (2Mo 12,12). So errettet uns auch Jesus als das Lamm Gottes vor dem kommenden Zorn (1Thes 1,10). Aber jeden im Land Ägypten, was ein Bild auf diese Welt ist, für den das Blut des Pessachlammes nicht vergossen wurde, wird Gottes Gericht treffen (2Mo 11,7). Jeder Mensch unterliegt sogar schon dem Gericht Gottes da er ein Sünder ist (Joh 3,18; 16,9; Röm 4,23). Der Pharao ist ein Bild auf Satan. Er hält die Menschen unter der Sklaverei der Sünde und will nicht, dass jemand seinen Herrschaftsbereich verlässt. Satan tut alles, damit jeden am Ende das Strafgericht trifft.

Die letzte Woche Jesu - Der Zeitplan des Pessachs
Es ist interessant, den Zeitplan von Jesu Kreuzigung mit der Pessachfeier zu vergleichen. Gemäß der Tora musste zur Zeit des Pessachs eine Reihe von Maßnahmen in einer besonderen Reihenfolge und zu spezifischen Zeitpunkten ausgeführt werden.

Die letzte Woche Jesu, oft auch Passionswoche genannt, begann an einem Sonntag, als Jesus auf einem Eselfohlen in Jerusalem eingezogen ist (Joh 12,1.12) und endete am Freitagnachmittag mit seiner Kreuzigung und Grablegung. Zwischen den Tagen dieser Woche bestehen auffallende Unterschiede.

In den ersten drei Tagen von Sonntag bis Dienstag diente Jesus die meiste Zeit den Volksmengen, die sich in Umgebung des Tempels versammelten (Lk 21,37-38). Es waren Tage voller Aktivität, denn in den letzten verbalen Auseinandersetzungen mit den Religionsführen proklamierte Jesus seine Autorität.

Die nächsten zwei Tage, Mittwoch und Donnerstag waren stille Tage, in denen Jesus seine Zeit hauptsächlich mit seinen engsten Jüngern und Freunden verbrachte, ihnen diente und sie auf das schreckliche bevorstehende Ereignis vorbereitete. Hier steht Jesu mitfühlendes Herz im Vordergrund.

Freitag war der entscheidende Tag für die Feinde Jesu. An diesem Tag wurde Jesus festgenommen, verurteilt und getötet. Dieser Tag war anders als die vorhergehenden. Es war ein Tag der Gewalt und der Macht der Finsternis, an dem sie Jesus, das sanftmütige Lamm, ergriffen und umbrachten und gleichzeitig der größte Triumph, der jemals erreicht wurde.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag schlief Jesus nicht. Die Stunden um Mitternacht verbrachte er im Gebet. Dann in jener finsteren Stunde rückten seine Feinde heran und nahmen ihn fest, ohne dass die Volksmengen es bemerkten.


Übrigens:

In 2. Mose 12,42 befiehlt der Herr dem Volk Israel, in der Nacht des Auszuges eine Wache zu halten.


In Vorbereitung auf das Pessachlamm hielt Jesus eine heilige Mahnwache in Gethsemane (Lk 22,39).


Wie Jesus das Pessachfest zeitlich erfüllt hat

• Zeitspanne vom 10. - 14. Nissan
Wenn man sich die Zeit zwischen dem 10. - 14. Nissan anschaut, die Jesus in Jerusalem war, ist folgendes zu beobachten:

• Die Absonderung
Vorschattung: Das Pessachlamm musste an einem bestimmten Tag ausgewählt werden. In 2.Mose 12 steht die Anweisung, dass das Pessachlamm am 10. Nissan (Abib) ausgewählt werden soll. So verhielt es sich auch mit Jesus, dem wahren Pessachlamm. Zu Zeiten Jesu kamen nur Lämmer aus Bethlehem als Pessachlämmer in Betracht. Also wurde das in Bethlehem geborene Lamm ausgewählt, von Osten (den Ölberg herab) nach Jerusalem gebracht und gelangte durch das Schaf-Tor in die Stadt.

Erfüllung: Am zehnten Tag des ersten Monats (10. Nissan) ging Jesus, das Lamm, geboren in Bethlehem, den Ölberg herab und betrat Jerusalem durch das Schaf-Tor (dies wird als Sein "triumphaler Einzug" bezeichnet). Als er einzog, winkten die Menschen mit Palmenzweigen und riefen: "Gesegnet ist, der da kommt im Namen des HERRN! Rette uns, Sohn Davids!" Durch die Beifallsbekundungen der Menschenmasse wird Jesus als Israels Messias bezeichnet! Die Volksmenge hatte ihr Pessachlamm gewählt!

• Die Prüfung
Vorschattung: Dann musste das Lamm begutachtet werden. Die Tora wies an, das dass Lamm nach seiner Auswahl sorgfältig auf Makel untersucht werden musste. Nur ein vollkommenes, makelloses Lamm würde für das Pessach genügen.

Erfüllung: Nachdem Jesus in Jerusalem ankam, ging er in den Tempel um zu lehren. Dort wurde er von verschiedenen Abordnungen der Juden, den Sadduzäern, Pharisäern, Schriftgelehrten und Herodianern geprüft und versucht. Im Grunde suchten sie nach einem Makel, der ihn als Messias disqualifizieren könnte. Aber niemand konnte einen Fehler an ihm finden. Er war ohne Fehler.

Fast alle Parteien waren zeitweilig erbitterte Feinde, die jedoch durch ihren gemeinsamen Hass gegen den Heiland zu Freunden wurden (Lk 23,12). Letzten Endes haben sie sich alle gegen Jesus versammelt um ihn zu versuchen (Mt 22,34). Jedes Mal hat Jesus nicht nur bewiesen dass er ohne Makel ist, sondern hat alle Versucher bloßgestellt und die Schrift erfüllt. Selbst der außenstehende Statthalter Pilatus musste am Ende bekennen, dass er keine Schuld an Jesus fand (Joh 19,4).

• Die Reinigung
Vorschattung: Der Sauerteig (die Verunreinigung) muss entfernt werden. Die Tora weist an, dass jeder Sauerteig (jede Verunreinigung) vor dem Fest aus jedem israelitischen Haus entfernt werden muss. Der Haushaltsvorstand, meistens der Vater, suchte nach Sauerteig und entfernte diesen aus dem Haus. Dies wird auch noch heute befolgt. Das Pessach ist eine Zeit, zu der jedes Haus gereinigt wird. Jede das Gesetz (Anm.: Tora) achtende jüdische Familie reinigt ihr Haus gründlich vor dem Pessachfest. Jede Spur von Verunreinigung wird entfernt.

Erfüllung: Nachdem Jesus in Jerusalem ankam, betrat er den Tempel und warf die Geldwechsler hinaus. Er folgte der biblischen Anweisung zur Vorbereitung auf das Pessach, indem er das Haus seines Vaters reinigte.

• Die Zurschaustellung
Vorschattung: Das Lamm wird zum Altar gebracht, um dort öffentlich zur Schau gestellt zu werden.
Am Morgen des vierzehnten Tages des ersten Monats, als alles soweit vollzogen war, wurde das Lamm zum Altar geführt. Um 09:00 Uhr an jenem Morgen wurde das Lamm am Altar festgebunden und für alle sichtbar zur Schau gestellt!

Erfüllung: So auch bei Jesus; Am Morgen des vierzehnten Tages des ersten Monats, als alles erfüllt war, wurde der Messias nach Golgatha geführt, um 09:00 Uhr morgens, genau zu dem Zeitpunkt, als das Lamm an den Altar gebunden wurde. Jesus wurde ans Kreuz genagelt und auf Golgatha öffentlich zur Schau gestellt!

• Die Schlachtung
Vorschattung: Das Lamm wurde zu einem spezifischen Zeitpunkt geschlachtet. Um genau 15:00 Uhr ging der Hohepriester zum Altar hinauf. Als ein weiterer Priester an der Tempelmauer das Schofar blies, durchtrennte der Hohepriester die Kehle des Opferlammes und sagte: "ES IST VOLLBRACHT!"

In 2. Mose 12,8-9 erfahren wir, dass das Lamm vor Sonnenuntergang gebraten werden musste. Gemäß dem Traktat Pesahim in der Mischna geschah dies an einem aufrechten Granatapfelspiess, wobei hier unübersehbar das Symbol des Kreuzes erkennbar ist. Das Lamm musste ausgeweidet und seine Eingeweide mussten auf dessen Kopf gelegt werden. Daher spricht man bezugnehmend auf das Lamm auch von dem "gekrönten Opfer". Dies ist ein Bild auf Jesus in Psalm 22,13-18.

Erfüllung: Um 15:00 Uhr an diesem hochheiligen Feiertag, in dem Moment, in dem das Pessachlamm getötet wurde, rief Jesus mit lauter Stimme: "ES IST VOLLBRACHT!", und verschied am Kreuz! "Es ist vollbracht" heißt im Griechischen "tetelistai", was "die Schuld ist komplett bezahlt!" bedeutet.

5. Mose 16,16 sagt, dass das gesamte Volk Israel zu den Festen Pessach, Schawuot und Sukkot anwesend sein musste. Das erklärt, warum alle versammelt waren, um Zeugen des Todes des Messias am Kreuz zu sein (Mt 27,1-26).

Das geschlachtete Pessachlamm, das die Sünde der Welt wegnimmt
Wenn wir uns den Tag näher anschauen, an dem Jesus gekreuzigt wurde, sehen wir dass Jesus am gleichen Tag, am Tag des Pessachs, zugleich das Abendmahl eingesetzt hat (Mt 26,20; 2Mo 12,18). Damit wurde das Pessachfest mit dem Abendmahl verbunden. Jesus sagte dabei, dass sein Blut für viele ausgegossen wird, zur Vergebung der Sünden (Mt 26,28).

Nachts ist Jesus mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane gegangen, wo er von Judas verraten und vor den Hohen Rat der Juden, sowie vor Pontius Pilatus und Herodes gebracht wurde, vorauf Jesus verurteilt und um 09:00 Uhr morgens (dritte Stunde) gekreuzigt wurde (Mk 15,25). Ab 12:00 Uhr (sechste Stunde) trat eine Finsternis bis 15:00 Uhr (neunte Stunde) ein (Mt 27,45-46; Joh 19,28; Ps 69,22). Um 15:00 Uhr (neunte Stunde) ist Jesus gestorben und noch am selben Tag, zwischen 15-18:00 Uhr begraben worden (Mt 27,46).

So erfüllte sich das Zeugnis des Täufers Johannes aus Johannes 1,29b.36:

"... Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!"

"Und indem er auf Jesus blickte, der vorüberwandelte, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes!"

1. Johannes 4,9-10
"9 Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 10 Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden"

Befreit aus der Knechtschaft der Sünde - Nachfolge und Gemeinschaft Jesu
Durch das Pessachfest loben und preisen wir Gott, der seinen Sohn gesandt hat, um uns von der Knechtschaft der Sünde zu befreien.

Johannes 8,34
"Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Jeder, der tut, was die Sünde will, ist ein Sklave der Sünde."

Hebräer 2,15
"und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren"

2. Mose 6,6
"Darum sage den Kindern Israels: Ich bin der HERR, und ich will euch aus den Lasten Ägyptens herausführen und will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und will euch erlösen durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte"

2. Mose 12,8-11
"8 Das Fleisch aber sollen sie noch in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und dazu ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. 9 Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten sollt ihr es essen: seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und Eingeweiden. 10 Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übrig lassen! Was aber davon bis zum Morgen übrig bleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen. 11 So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Hast. Ein Passah für den HERRN ist es."

So wie das Pessachlamm in Ägypten vollständig aufgegessen werden sollte müssen wir auch Jesus vollständig aufnehmen; ohne Kompromisse. Wir lesen gerne die guten Verse in der Bibel, aber die Verse, die uns nicht gefallen lassen wir weg weil sie uns nicht schmecken oder nicht in unsere Vorstellungen passen. Aber nein, wir sollen Christus ganz aufnehmen.

Diejenigen, die an Jesus glauben, müssen sich mit der Gesinnung Jesu annähern (Phil 2,5; 1Kor 2,16; Röm 12,2; Eph 4,21-23; Hebr 8,10).

Gläubige müssen Ägypten (den Einfluss der Welt) schnell verlassen und sich nach dem Leben, das in Jesus ist, ausstrecken.


- Den Kopf, weil unser Denken erneuert werden muss (Röm 12,2; Eph 4,23).

- Die Schenkel, weil sie die Kraft Jesu symbolisieren (Lk 8,46; Apg 10,38, 1Tim 1,12).

- Die Eingeweide, die ein Bild auf unser Innerstes sind (Eph 3,19; Kol 1,27).

- Man soll um die Lenden gegürtet sein, während das Lamm gegessen wird. Dies spricht davon, dass das Verlangen unserer Herzen sein sollte, eifrig Gott zu dienen und Ihm zu gehorchen. Unsere geistlichen Lenden sind die Wahrheit des Wortes Gottes (Eph 6,14), wie es an zahlreichen Stellen in der Schrift konkretisiert wird (1Kö 18,46; 2Kö 4,29; 9,1; Jer 1,17; Lk 12,35; Eph 6,14; 1Petr 1,13).

- Wir müssen Schuhe an unseren Füßen haben. Die Schuhe an unseren Füßen sprechen von unserem Wandel mit Gott (Jes 52,7; Nah 1,15; Röm 10,15; Eph 6,15).

- Ein Stab muss in unserer Hand sein. Dieser spricht über unsere Autorität als Gläubige im Königreich Gottes in Namen Jesu (Mt 28,18-20, 1Mo 38,17-18; 2Mo 14,16; Ri 6,21; 1Sam 17,39-40; 2Sam 3,29; 2Kön 4,29; 18,21; Ps 23,4; Jes 10,24; 14,5; Mk 6,7-8).


Jesus das wahre Brot des Lebens und der wahre Weinstock
Beim Pessachmahl gibt es zwei grundlegende Elemente. Das eine ist das Brot und das andere der Wein. Beides sind wichtige Symbole und beide bezieht Jesus direkt auf sich:

Johannes 6,35
"Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten."

Johannes 6,48
"Ich bin das Brot des Lebens"

Während des Pessachfestes sagte Jesus:

Johannes 15,1
"Ich bin der wahre Weinstock"

Während der Pessachfeier wird über beides, Brot und Wein ein separater Segen gesprochen:

Der Hamozi-Segen (Segen über das Brot)
"Baruch ata Ado-naj, Elohenu Melech ha’Olam, Hamozi lechem min haarez" (Gesegnet seist Du, Gott, unser Gott, König des Universums, der das Brot aus der Erde hervorbringt).

Der Wein-Segen
"Baruch ata Ado-naj, Elohenu Melech ha’Olam, borej pri hagafen" (Gesegnet seist Du, Gott, unser Gott, König des Universums, Schöpfer der Frucht des Weinstocks).

Brot ist geopfertes Leben und Ertrag der Mühsal aller Arbeit: "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen!" (1Mo 3,19). Der Wein dagegen ist ein Zeichen der Freude: "Der Wein erfreut des Menschen Herz." (Ps 104,15).

In der Abrahamsgeschichte begegnet uns Melchisedek, der Priester Gottes, des Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat (1Mo 14,1-24). Melchisedek ist zusammengesetzt aus "Melech" & "Zedek" und bedeutet "König der Gerechtigkeit" oder "König der Gerechten". Er wird auch König von Salem genannt. Im Hebräerbrief wird Salem mit Frieden (Schalom) übersetzt, also König des Friedens. Melchisedek segnet Abraham und überreicht ihm Brot und Wein als Zeichen des Segens, der ihm bei seiner Berufung verheißen wurde: "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein." (1Mo 12,2). Da dieser Segen auch für Abrahams Nachkommen gelten soll, wurden Brot und Wein zu unverzichtbaren Segenszeichen.

So sind wir durch den wahren Weinstock (der Sohn) und den wahren Weingärter (der Vater) mit allen geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus gesegnet (Eph 1,3).

Zusammenfassend wird ersichtlich, dass Gott Seinem Volk das Pessach gab, damit wir den Tod von Jesus am Kreuz während Seines ersten Kommens, wie auch unsere persönliche, geistliche Errettung in Jesus vom Pharao und von Ägypten (welche dem Satan und dem Königreich der Sünde und Dunkelheit entsprechen) verstehen können. Darüber hinaus wurde die historische Befreiung aus Ägypten von Gott gegeben, damit wir die künftige Befreiung Seines Volkes (der beiden Häuser Israels, welche heute noch mit den Sammelbegriffen Christen und Juden benannt werden) am Ende der Tage verstehen können, wenn sie in das Land Israel zurückkehren werden. Diese Erlösung wird am Ende der Tage vor dem Kommen des Messias geschehen. Wegen der historischen Befreiung aus der Gebundenheit Ägyptens, unserer persönlichen Erlösung in Jesus Christus und unserer künftigen Befreiung aus dem Exil unter den Nationen der Welt, verbunden mit der Rückkehr ins Land Israel am Ende der Tage, wurde dem Pessachfest von den Rabbis der angemessene Titel "die Zeit unserer Freiheit" verliehen!


Quellen:

Mein besonderer Dank geht an Daniel Glimm für die Bereitstellung der entsprechenden Botschaft.

 

Gottes Segen Euch allen!

 

 1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen und Amen