Vom Abgrund zum Felsen: Wie der Messias Jesus Christus mein Leben rettete
Thessalonicher 5,23
„Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!“
Hallo und herzlich willkommen, ich bin Benjamin Strube, Leiter des Dienstes Geistlicher Felsen. Meine nachfolgende Geschichte soll kein Rückblick auf meine eigene Kraft sein, sondern ein Zeugnis für die unverdiente Gnade Jesu Christi in meinem Leben. Ich teile es, um zu zeigen, dass kein Abgrund zu tief ist, als dass Gott einen Menschen dort nicht finden und retten könnte. Ihm allein gebührt alle Ehre.
Der Name „Geistlicher Felsen“ spiegelt heute die Botschaft meiner Dienstseite wider, doch der Weg dorthin führte durch tiefe Täler, dunkle Abgründe und eine Gnade, die ich mir niemals hätte verdienen können. Mein Zeugnis ist kein Bericht über meine Stärke, sondern über die Treue Jesu Christi.
Dabei gab es in meiner Familie, soweit mir bekannt ist, keinerlei christlich-biblische Prägung. Ich wuchs ohne christliche Vorbilder auf, die mir den Weg zu Gott hätten zeigen und vorleben können.
Das schwarze Buch und der schleichende Zerfall
Alles begann 1988. Ich war sieben Jahre alt und schlief oft bei meinen Großeltern. Im Gästezimmer stand ein Bücherregal, doch mein Blick blieb immer an einem bestimmten Buch hängen: schwarzes Leder, goldene Schrift – „Die Heilige Schrift“. Ich rührte sie nie an, aber wenn ich sie ansah, veränderte sich die Atmosphäre spürbar für mich im Raum. Heute weiß ich: Es war die Gegenwart des Heiligen Geistes, der bereits damals sanft an mein Herz klopfte.
Kurz darauf zerbrach meine kindliche Welt: Meine Eltern trennten sich nach über 20 Jahren Ehe und wir sechs leiblichen Geschwister standen plötzlich mitten in diesem Bruch. Mein Vater hatte bald eine neue Partnerin, und auch meine Mutter war schnell wieder in einer Beziehung, doch was folgte, war kein Neuanfang, sondern ein absoluter Albtraum. Über mehr als sechs Jahre hinweg war ich schwersten Übergriffen und sexuellem Missbrauch durch meinen Stiefvater ausgesetzt. Mein Zuhause, das eigentlich Schutz und Geborgenheit geben sollte, wurde zu einem Ort von Gewalt, Angst und exzessivem Alkoholkonsum, an dem keine Ordnung oder Sicherheit existierte. Meine Mutter und mein Stiefvater tranken so gut wie jeden Tag, feierten Partys, gingen regelmäßig weg zum Trinken und kümmerten sich nicht um mich. Die Zustände waren von Chaos, Vernachlässigung und dauerhafter Belastung geprägt. Selbst wenn ich morgens zur Schule musste, wurde noch getrunken und gefeiert. Die Nächte waren geprägt von Schlaflosigkeit durch lauter Musik, heftigen Streitigkeiten sowie völliger Unruhe und Angst. 1992 verloren wir schließlich unser Haus in Berlin durch eine Zwangsversteigerung, nur kurze Zeit nach der Scheidung meiner leiblichen Eltern. Meine Mutter hatte nie gearbeitet, und mein Stiefvater kam über gelegentliche kleine Hilfsjobs nicht hinaus, sodass die Situation zunehmend ausweglos wurde.
Wir mussten nun zu fünft in eine beengte 1,5-Zimmer-Wohnung mit nur 52 Quadratmetern ziehen. Sexueller Missbrauch, Alkoholismus, Schläge, Erniedrigungen und tägliche Eskalationen waren meine Normalität als Kind und Heranwachsender. Um diesen Schmerz zu betäuben, flüchtete ich mich mit 12 Jahren in die Drogen.
Der Weg in die Kriminalität
Mein Leben entglitt mir als Jugendlicher völlig. Schulabbruch, Drogen und erste schwere Straftaten bestimmten meinen Alltag. Mit 14 stand ich das erste Mal wegen schwerer gemeinschaftlicher räuberischer Erpressung vor Gericht. Es folgten Einbrüche und Diebstähle sowie weitere Straftaten. Ich tat fast alles, nur um meine Sucht zu finanzieren.
1997 eskalierte die Situation zu Hause endgültig: Mein Stiefvater versuchte in seinem Rausch, uns alle umzubringen. Ich floh, lebte auf der Straße, mal hier, mal dort, und landete schließlich 1999 in meiner ersten eigenen Wohnung außerhalb Berlins. Ich war am Ende meiner Kräfte.
Ein Gebet in der Dunkelheit
Im Jahr 2000 saß ich in dieser kalten Wohnung ohne Heizung. Ich war tief verletzt, früh hoch verschuldet und allein. In dieser völligen Hoffnungslosigkeit geschah etwas: Ich fing an zu weinen und stieß ein einfaches Gebet aus: „Gott, falls es dich wirklich gibt, hol mich hier raus.“
Gott antwortete prompt. Wenige Tage später kehrte ich nach Berlin zurück und traf einen alten Schulfreund wieder, dessen Eltern Gläubig waren. Doch das eindrücklichste Erlebnis damals war eine Begegnung im Regen: Eine ältere Dame kam auf mich zu und fragte mich direkt: „Kennst du Jesus Christus?“ Als ich verblüfft verneinte und sie fragend anschaute, sagte die Dame: „Du wirst ihn bald kennenlernen.“ In dem Moment, als sie ging, riss der Himmel auf, die Sonne brach durch und schien auf mich.
Wenige Tage später hielt ich eine Broschüre mit dem Titel „Jesus – unsere einzige Chance“ in den Händen, die mir die Familie meines alten Schulfreundes gegeben hatte. Ich betete das Übergabegebet auf der letzten Seite, sicherheitshalber gleich bestimmt fünfmal, weil ich sichergehen wollte, dass Jesus mich wirklich hört. In diesem Moment begriff ich die Wahrheit aus Römer 3,23: „Denn alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes.“
Ich erkannte, dass mein bisheriges Leben mich von Gott getrennt hatte, aber dass Jesus die Brücke war.
Der Umweg und die endgültige Umkehr
Obwohl ich danach eine wunderbare Zeit der Lehre und Gemeinschaft bei der Familie meines Schulfreundes erleben durfte, ließ ich mich danach wieder von Lügen wegziehen. Ich verirrte mich viele Jahre lang in der Welt, landete sogar in esoterischen Abwegen und Verschwörungstheorien. Doch Gottes Gnade ist manchmal „hartnäckiger“ als unsere Rebellion. Er ließ mich nicht los.
Im Dezember 2014 rief er mich endgültig zurück. Ich tat Buße, kehrte um und ließ mich taufen. Damit wollte ich vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt bezeugen: Jesus allein ist Herr. Er hat mich nicht nur gerettet, sondern mein ganzes Leben neu geordnet.
Gott sagt in 1. Petrus 1,16: „Seid heilig, denn ich bin heilig!“
Heute darf ich Gott seit vielen Jahren dienen.
Warum ich das erzähle
Mein Zeugnis soll nicht mich ehren. Ich bin aus eigener Kraft nichts weiter als ein Sünder. Aber ich möchte sagen: Jesus kann und will jeden Menschen erreichen. Egal wie tief man gefallen ist, egal wie dunkel die eigene Vergangenheit ist; man ist nur ein Gebet von ihm entfernt.
Die Bibel sagt klar in Römer 6,23: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“
Gott hat seinen Sohn gesandt, um den Preis für deine und meine Schuld zu bezahlen (Römer 5,8). Alles, was du tun musst, ist, dieses Geschenk anzunehmen und ihm zu vertrauen (Apostelgeschichte 16,31).
Er ist der Fels, auf dem man sicher steht. Er hat mich gerettet und er möchte dasselbe für dich tun.
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