· 

Der Plan Gottes für uns Menschen

Bevor die Bibel den Akt der Schöpfung beschreibt, legt sie den Willen Gottes für die Menschheit dar. In 1. Mose 1,26 lesen wir:

"Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen!"

In dieser Bibelstelle sehen wir, dass die Absichten Gottes für den Menschen durch zwei besondere Merkmale widergespiegelt werden.

  1. Erstens sollte der Mensch Gott wie keine andere Kreatur auf Erden visuell repräsentieren. Er sollte das Bild des Schöpfers darstellen.
  2. Zweitens sollte der Mensch an der Stelle Gottes dessen Autorität ausüben - Autorität über die ganze Erde.

Solange der Mensch von Gott abhängig blieb, herrschte er über die Erde. Das klingt insbesondere für die Ohren moderner Menschen ziemlich paradox. Heutzutage denken die meisten Menschen, dass Unabhängigkeit die Grundlage dafür ist zu herrschen. Doch nach der ewigen Bestimmung Gottes musste der Mensch abhängig bleiben um zu herrschen. In dem Augenblick, in dem er sich für unabhängig erklärte, verlor er die Herrschaft.

Satan - Der Feind des Menschen

Satan hegt gegenüber dem Menschen eine ganz besondere Feindschaft. Denken Sie daran, dass Satan nicht sein ursprünglicher Name war ursprünglich war sein Name Luzifer, der „Lichtbringer“. Als er die Grenzen seiner Herrschaft überschritt, verwirkte er damit seine ursprüngliche Identität und wurde zu Satan. Das Wort Satan bedeutet so viel wie „der Widersacher“, „der Widerstandleistende“ oder „der Gegner“. Er ist derjenige, der stets und unermüdlich den Absichten und dem Volk Gottes widersteht. Aus diesem Grunde ist er unser Feind.

Satan hegt aus zwei Gründen Feindschaft gegen den Menschen. Zum einen, weil der Mensch das Bild Gottes in sich trägt. Satan ist nicht in der Lage, Gott selbst anzugreifen, doch das Abbild Gottes im Menschen kann er sehr wohl angreifen, es besudeln, darauf herumtrampeln, und Gott seine Faust entgegenstrecken. Wenn Sie jemanden sehen, der seine menschliche Würde verloren hat, dann denken Sie immer daran, dass dies das Werk Satans ist, der seine Feindschaft Gott gegenüber an den Wesen auslässt, die nach dessen Ebenbild geschaffen wurden.

Der zweite Grund für die Feindschaft Satans gegenüber den Menschen liegt darin begründet, dass dem Menschen der Platz zugedacht wurde, den Satan verspielt hat. In bestimmter Hinsicht ist der Mensch somit also ein Rivale Satans. In 1. Mose 3 lesen wir, dass Satan den Menschen auf hinterlistige Weise den Niedergang des Menschen initiiert hat:

"1 Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen? 2 Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; 3 aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt! 4 Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses. 6 Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. 1. Mose 3,1-6

Beachten Sie an dieser Stelle drei Erkennungsmerkmale für die Verführung des Menschen durch Satan. Im ersten Schritt zweifelte er das Wort Gottes an. Er fragte: „Hat Gott wirklich gesagt....” (Vers 1). Ich glaube, Eva hat in dem Augenblick die Schlacht verloren, in dem sie sich auf diese Frage einließ. Die Vorgehensweise Satans hat sich seitdem nicht geändert. Oftmals werden auch heute Gläubige von Leuten mit der Frage konfrontiert: „Hat Gott wirklich gesagt...?“ Wenn wir dieser Frage Raum geben, begeben wir uns in dieselbe gefährliche Lage, in der sich Eva befunden hat. Wir können es uns nicht leisten, dem Hinterfragen des Wortes Gottes Raum zu geben.

Das zweite Erkennungsmerkmal für die Verführung Satans war das Anzweifeln der Güte Gottes. Er sagte: „Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses“ (Vers 5). Er deutet damit an, dass Gott ein ungerechter und diktatorischer Despot ist, der Seine Geschöpfe bewusst auf einer niedrigeren Stufe niederhält als diejenige, die ihnen eigentlich zustehen würde.

Das dritte Erkennungsmerkmal schließlich ist die eigentliche Verführung selbst sozusagen der Köder, den Satan auslegt. Hierbei handelt es sich um genau dieselbe Motivation, die seinen eigenen Sturz verursacht hat. Er sagte: „Dass ihr sein werdet wie Gott“ (Vers 5 ). Man könnte auch sagen: „Dass ihr gleich sein werdet wie Gott“. Für sich selbst hatte er dies bereits in Anspruch genommen „Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen“ – Jesaja 14,14.


Wie sich der Fall Adams auswirkte

Im ersten Buch Mose lernen wir, dass der Fall sieben Konsequenzen hatte:

  1. Die direkte Gemeinschaft Adams mit Gott wurde unterbrochen

  2. Adams Quelle des Lebens wurde abgetrennt. Er war wie ein Akku, der nie mehr aufgeladen werden würde. In ihm fand sich eine gewaltige Menge göttlichen Lebens, das jedoch irgendwann aufgebraucht sein würde.

  3. Adam unterlag von nun dem Verfall Krankheit, Alter, Falten, steife Gelenke und Dergleichen.

  4. Adam unterlag von nun an den Angriffen und Schikanen Satans. Ich glaube, dass er von diesem Moment an zum Opferwurde und sich den dämonischen Aggressionen Satans ausgesetzt sah.

  5. Adam wurde zum Sklaven anstatt zum König. Er hätte ein König sein können, wenn er von Gott abhängig geblieben wäre, doch er wählte die Unabhängigkeit und wurde so zum Sklaven. Dies trifft auch sehr viele Menschen zu, denen wir heutzutage begegnen. Ihre Einstellung ist: „Ich will niemandem dienen müssen. Mir sagt niemand, was ich zu tun habe. Ich will unabhängig sein.“ Und was ist das Ergebnis? Diese Menschen werden zu Sklaven der Sünde.

  6. Adams Reich versank in Nichtigkeit und Nutzlosigkeit. Dies ist ein weiteres Beispiel für die furchteinflößenden Auswirkungen von Autoritätsmissbrauch. Als Luzifer rebellierte, kamen ein Drittel der Engel mit ihm zu Fall und wurden in sein sündhaftes Verhalten verwickelt. Dasselbe traf auch auf den Fall Adams zu. Die Konsequenzen seines Ungehorsams bekam die gesamte Erde zu spüren. Alles, was heutzutage beschwerlich, unangenehm oder belastend ist; alles, was mit Arbeit verbunden ist und Frustration verursacht, kam durch den Ungehorsam Adams in diese Welt.

  7. Adam wurde in Bezug auf Schuld und Rebellion mit Satan gleichgesetzt er wurde wie dieser zum Rebellen. Dies ist eine wesentliche Tatsache, weil die Weisheit Gottes erforderlich war, um diesbezüglich eine Lösung zu finden und diese Verbindung mit ihren verhängnisvollen Konsequenzen zu lösen.


Der erlöste Mensch

Wie wir im vorangegangenen Kapitel gesehen haben, beugte sich Gott erstaunlich tief nieder, um die gefallene menschliche Rasse zu erlösen. In der Person Jesu Christi identifizierte Er sich selbst mitder gefallenen Rasse und bezahlte für ihre Sünde. Sobald die Sünde der Menschheit ausgelöscht war, schickte Er Satan verdientermaßen an den Ort, an den er hingehörte, während Er zur selben Zeit der Menschheit ermöglichte, demselben Schicksal zu entfliehen.

In Römer 3 schrieb Paulus, dass Gott Seinen Sohn Jesus Christus gesandt hat, um unserer Sünden willen zu sterben, „dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist“ – Römer 3,26bDas Problem lautete: Wie würde Gott vergeben können, ohne Seine eigene Gerechtigkeit zu kompromittieren? Wie würde Er den Menschen verschonen können und doch gleichzeitig Satan seinem wohlverdienten Ende zuführen? Die Antwort lautet: durch Jesus.


"14 Weil nun die Kinder (leiblich) am Blut und Fleisch Anteil haben, hat auch er gleichermaßen Anteil an ihnen erhalten, um durch seinen Tod den zu vernichten, der die Macht des Todes (oder: Gewalt über den Tod) hat, nämlich den Teufel, 15 und um alle die in Freiheit zu setzen, die durch Furcht vor dem Tode während ihres ganzen Lebens in Knechtschaft gehalten wurden. Hebräer 2,14.15

Jesus hat nicht nur Adam erschaffen, sondern Er identifizierte sich durch Seine Erlösungstat auch persönlich mit diesem sowie der gefallenen Menschheit. Indem Er dies tat, wurde Er zur Sühne für unsere Sünden.

"1,24 Er [Christus] hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien für die Sünden und für die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt... 3,18 Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, er, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen. 1. Petrus 1,24 u. 3,18


Hier erkennen wir den Kernpunkt des Kreuzes: Der sündlose Sohn Gottes identifizierte sich voll und ganz mit der sündhaften, gefallenen menschlichen Rasse. Als unser Stellvertreter nahm Er unsere Schuld auf sich, bezahlte unsere Strafe in vollem Umfang, wurde von den Toten auferweckt und ermöglichte es Gott dadurch, uns zu vergeben als auch gleichzeitig Satan zu verurteilen, ohne Seine eigene Gerechtigkeit zu kompromittieren.

Unsere Identifikation mit Jesu

Der Erlösungsplan geht jedoch noch einen erstaunlichen Schritt weiter. Jesus hat sich nicht nur mit uns identifiziert, sondern durch unseren Glauben werden wir auch mit Ihm identifiziert. Gott hat nicht nur ein aus Staub gemachtes, sondern ein verderbtes, verwahrlostes und gefallenes Wesen genommen, und ihm den höchsten Platz im Universum angeboten. Wir, die Niedrigsten, wurden von Gott zum Höchsten zum höchsten Platz hin erhoben.

"Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, bat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht durch Gnade seid ihr gerettet! Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus.– Epheser 2,4-6


Diese Bibelstelle beschreibt unsere Identifikation mit Jesus. Wir sind dazu eingeladen, durch all die Dinge hindurchzugehen, durch die Jesus hindurchgegangen ist. Zunächst müssen wir uns mit Ihm in Seinem Tod identifizieren. Wir betrachten uns selbst als tot. Durch unsere Taufe sind wir mit Ihm in Seiner Grablegung identifiziert. Nachdem wir mit Ihm in Seinem Tod und Seiner Auferstehung identifiziert wurden, werden wird dies auch in drei weiteren Phasen: Wir werden mit Ihm lebendig gemacht, wir auferstehen mit Ihm und wir besteigen mit Ihm den Thron.

 

Gottes Absicht mit Uns

Gott hat wortwörtlich ausdrücklich das absolut Niedrigste genommen, und es durch das, was Jesus für uns getan hat, an die höchste Stelle gerückt. Er hat uns gemeinsam mit Jesus Christus auf den Thron des Universums gesetzt. Darüber hinaus möchte Gott uns jene gefallenen, aber erlösten Wesen benutzen, um für alle Zeit dem Universum gegenüber dieses Gesetz zu veranschaulichen.

Paulus offenbart diese ultimative Absicht in Epheser 1:

"4 Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe; 5 er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. 7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit. 9 Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, 10 um die Fülle der Zeiten heraufzuführen, auf dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist, durch ihn.– Epheser 1,4-10


Es ist Gottes Ratschluss nach Seinem Wohlgefallen (Epheser 1,9), alles, was im Himmel und auf Erden ist, unter ein Haupt, Jesus Christus, zusammenzufassen. An dieser Stelle kommen nun wir ins Spiel. Denken Sie an den glorreichen Plan, der sich von Ewigkeit zu Ewigkeit entfaltet. Paulus fährt fort:

"11 Und in ihm haben wir auch ein Erbteil erlangt, die wir vor herbestimmt waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir vorher schon auf den Christus gehofft haben. Epheser 1,11-12


Wir Sie und ich, sowie die gesamte Menschheit sind die maßgebende Bekundung des Prinzips, dass wir gedemütigt werden, wenn wir uns selbst erhöhen, und dass wir andererseits erhoben werden, wenn wir uns selbst demütigen.

Paulus hat diese Tatsache in Epheser erneut verdeutlicht:

"6 Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus, 7 damit er in den kommenden Zeitaltern den überragenden Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in Christus Jesus. Epheser 2,6-7


Wir sind in erster Linie ein Anschauungsstück für die Gnade Gottes.

"10 Seine Absicht war es, jetzt den Gewalten und Mächten in der Himmelswelt durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes zu erkennen zu geben, 11 nach dem ewigen Vorsatz, den er verwirklicht hat in Christus Jesus, unserem Herrn.– Epheser 3,10-11

Dabei ist es besonders bemerkenswert zu wissen, dass wir für alle Ewigkeit die hervorragendste Zurschaustellung der Weisheit Gottes im gesamten Universum sein sollen. Gott hat uns auf der Müllhalde aufgesammelt und uns in Sein Meisterwerk verwandelt.


Quellen:


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0