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Die Dreieinigkeit (Trinität) - Biblische Offenbarung und Wahrheit!

Dieser Beitrag ist ein Versuch dem Leser, anhand der Bibel, eine klare und allgemeinverständliche biblische Übersicht zum Thema Dreieinigkeit zu geben. Wie kann Einer drei sein? Interessanterweise versucht die Bibel nicht, diese Lehre zu erklären, sondern macht einfach Aussagen, die sie unterstützen. Gott empfindet es nicht als Notwendigkeit, Sein eigenes Wesen zu erklären. Er erwartet von uns, dass wir das annehmen, was Er uns sagt.

 

Außerdem ist es uns eine Herzensangelegenheit, dem Leser näher zu bringen, dass wir uns Gott nicht völlig vorstellen oder Ihn völlig begreifen können. Der Beitrag soll ebenso verdeutlichen, dass Gott UNBEGREIFLICH, UNFASSBAR & UNVORSTELLBAR ist! Gott sollte nicht verstanden, sondern vielmehr GEGLAUBT werden!

 

5. Mose 4,39

"So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, dass der HERR der alleinige Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst!"

 

Obgleich im Alten Testament (vgl. 5Mo 6,4) wie im Neuen Testament (vgl. 1Kor 8,4ff) auf das strengste daran festgehalten wird, dass nur ein Gott ist und anzubeten ist, so wird doch von ihm in dreifacher Weise geredet, nämlich vom Vater vom Sohn und vom Heiligen Geist.

 

Unsere Stellung und Auffassung

Ganz bewusst möchten wir gleich am Anfang klar und deutlich unsere Stellung und Auffassung der Dreieinigkeit aufzeigen, um Missverständnisse zu vermeiden:

 

Wir glauben an EINEN Gott, welcher SICH SELBST in DREI verschiedenen PERSONEN offenbart hat (Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität) – Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist, aber EINS ist im SEIN, im WESEN und in HERRLICHKEIT und DOCH sind diese drei Personen in ihren PERSÖNLICHKEITEN unverwechselbar. Sie sind NIEMALS uneins miteinander und handeln IMMER in vollkommener Übereinstimmung! Sie sind NICHT drei Götter, sondern Sie sind EIN Gott! Drei Personen bilden ein unzertrennbares Wesen!

 

Da die Personen der Gottheit eins sind, haben sie auch nur einen Willen. Sie wirken immer gemeinsam; jede geringste Tat des einen hat die sofortige Zustimmung der anderen, sie wird in der Einheit der Dreieinigkeit vollbracht.

 

Was ist die Dreieinigkeit?

Bei der Dreieinigkeit handelt es sich nicht um einen großen Gott (Vater) und zwei untergeordnete Götter (Sohn und Heiliger Geist). Genauso wenig sind es drei völlig verschiedene getrennte aber gleichberechtigte "Gottheiten". Vater, Sohn und Heiliger Geist sind auch nicht Teile Gottes; jeder von ihnen ist Gott.

 

Es existiert ein einziger wahrer Gott (Monotheismus). Der Gott des Alten sowie Neuen Testaments wirkt und offenbart sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der Heilige Geist ist Gott – wesenseins existierend, und doch in drei Personen offenbar.

 

Die biblische Lehre der Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität ist ein ganz klarer Monotheismus. Hier herrschen einfach viel zu viele Missverständnisse. Der Monotheismus (EIN-Gott-Glaube) (gr. μόνος mónos "allein" und θεός theós "Gott") ist unabdingbare Grundlage für das richtige Verständnis der Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität!

 

Die Dreieinigkeit zeigt uns das Wesen Gottes

Obwohl die Bibel lehrt, dass es nur einen Gott gibt (vgl. 5Mo 6,4; 1Tim 2,5), spricht sie dennoch von drei Personen in der Gottheit: Gott, dem Vater; Gott, dem Sohn; und Gott, dem Heiligen Geist.

 

In dem EINEN Wesen, dass Gott ist, existieren drei Personen, die gleichwertig und gleich ewig sind. Gott ist von Seinem Wesen her einer und doch gleichzeitig mehr als einer.

 

Johannes 16,13-15

"13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit [Anm. Heiliger Geist], gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich [Anm. Jesus] verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, dass er von dem Meinen nimmt und euch verkündigen wird."

 

Warum erscheint der Begriff "Dreieinigkeit" nicht in der Bibel?

Leider ist es so, dass die biblische Lehre der Dreieinigkeit oft vernachlässigt wird. Selbst in bibeltreuen freichristlichen Gemeinden setzt man sich oft nicht oder nicht ausreichend damit auseinander, bezieht nicht klar Stellung oder scheut dieses Thema gänzlich. Zugegeben, dieses Thema ist nicht leicht zu verstehen. Man muss anerkennen, dass die Dreieinheit Gottes in gewisser Weise ein Geheimnis bleibt. Wir müssen sie als Wahrheit anerkennen, obwohl sie unser Verständnis übersteigt. Die Dreieinigkeit ist eine Wahrheit, die mit dem Herzen ergriffen wird. Die Tatsache, dass man sie nicht zufriedenstellend erklären kann, spricht nicht gegen, sondern für sie.

 

Begriffe wie Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität kommen in der Bibel nicht vor. Dennoch haben sich diese Begriffe als nützlich erwiesen, auf ein Wort reduziert, das auszudrücken, was die Bibel über Gott sagt. Das Schwierigste am Begriff der Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität ist, dass man ihn nicht ausreichend erklären kann. Es sind Ausdrücke, die versuchen, den dreieinigen Gott zu beschreiben, um die Tatsache zu umschreiben, dass es drei koexistente, gemeinsam ewige PERSONEN sind, die Gott ausmachen.

 

Dies deutet KEINESWEGS in irgendeiner Weise drei Götter an. Es ist nicht verkehrt, den Ausdruck Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität zu verwenden, obwohl das Wort nicht in der Bibel vorkommt. Es ist kürzer, diese Begriffe zu verwenden, als Aussagen wie "drei koexistente, gemeinsam ewige Personen, die EINEN Gott ausmachen" zu benutzen. Es ist einfach eine sprachlich griffige Form. Sollte dies eine Schwierigkeit darstellen, sollte man bedenken, dass das Wort Großvater ebenfalls nicht in der Bibel vorkommt. Doch wissen wir, dass es Großväter in der Bibel gab. Abraham war Jakobs Großvater. So klammert man sich nicht an die Bezeichnung Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität. Es gibt noch weitere theologische Begriffe, die auf der Bibel basieren, aber so wörtlich nicht in der Schrift vorkommen. Ein Beispiel wäre der Begriff "Sühnetod", den die Evangelien und Briefe des Neuen Testament ausgiebig beschreiben, der aber als Begriff in der Bibel nicht erscheint.

 

Wirklich bedeutsam ist die Tatsache, welche durch das Wort Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität VERANSCHAULICHT wird. Der Grundsatz der Dreieinigkeit lässt sich aus der Schrift ableiten und ist deshalb biblisch.

 

Gott ist kein "Es"

Eine Person ist jemand, der mich kennt, mich lieben, ja sich für mich opfern kann. Wer Gott als ein "Es" bezeichnet, erklärt Ihn damit zu einer anonymen "Kraft", die mich nicht kennt, nicht liebt, mir nicht hilft. Die Bibel stellt allerdings wiederholt klar, dass Gott jeden Menschen kennt. Keine Frage, Gott ist kein "Es", Gott ist persönlich. Ein personaler Gott schuf einen personalen Menschen. Warum? Damit sie Gemeinschaft miteinander haben.

 

Drei Personen – ein Gott

Der Gott des Alten sowie Neuen Testaments ist ein Gott, der in drei Personen von Ewigkeit her existiert. Er ist von Ewigkeit her der, der Er ist. Für manchen ist dies nicht leicht verständlich. Man begreift diese Schwierigkeit vielleicht besser, wenn man sich vor Augen führt, dass Gott in Dimension existiert, die unsere begrenzte raumzeitliche Welt weit übersteigt.

 

Die Ewigkeit – das Reich der Existenz Gottes

Viele Menschen sind verwirrt, wenn sie das Wort "Ewigkeit" hören. Sie neigen zu der Annahme, bei der Ewigkeit handele es sich lediglich um eine unermesslich lange Zeitspanne – so lang, dass man sie mit seinem menschlichen Verstand nicht mehr erfassen kann. Das ist aber nicht richtig. Die Ewigkeit ist nicht bloß eine unendliche Zeit. Die Ewigkeit unterscheidet sich wesensgemäß von der Zeit. Sie ist ein gänzlich anderes Reich, eine andere Form des Daseins. Die Ewigkeit ist die Daseinsform Gottes, das Reich, in dem er selbst wohnt. In 1. Mose 21,33 und in Jesaja 40,28 wird Gott als "der EWIGE Gott" bezeichnet.

 

Mose sagt in Psalm 90,2 zu Gott: "Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von EWIGKEIT zu EWIGKEIT bist du Gott."

 

In Jesaja 57,15 gibt Gott selbst eine Definition seines ewigen Wesens und Reiches ab, wenn er sagt: "Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der IN EWIGKEIT WOHNT und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und im Heiligen wohne ich."

 

Diese Bibelstellen zeigen klar, dass die Ewigkeit ein Aspekt von Gottes ureigenem Wesen ist, die Sphäre, in der Gott lebt.

 

In 2. Mose 3,13-14 lesen wir, wie Mose Gott fragte, unter welchem Namen er sich den Kindern Israel vorzustellen gedenke. Darauf gab Gott Mose folgende Antwort: "Da sprach Gott zu Mose: ICH BIN, DER ICH BIN. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: ICH BIN hat mich zu euch gesandt."

 

Gott gibt Mose hier zwei Formen seines Namens bekannt: ICH BIN und ICH BIN, DER ICH BIN. Daran wird das ewige, unwandelbare Wesen Gottes offenbar. Gott ist immer ICH BIN. Er ist in keiner Weise vom Lauf der Zeit betroffen, die ja nur ein Teil seiner Schöpfung ist. Für Gott sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins – verbunden in dem ewigen ICH BIN.

 

Aus dieser dem Mose geschenkten Gottesoffenbarung ist die heilige Form des Gottesnamens hervorgegangen, die aus vier hebräischen Konsonanten, JHWH, besteht. In manchen Bibelübersetzungen ist daraus "Jehova" geworden. Die Gelehrten meinen jedoch, dass die Form JAHWE eine genauere Wiedergabe dieser hebräischen Buchstaben sei. "Jahwe" bedeutet "ER IST" oder auch "ER WIRD SEIN". Manche Übersetzer haben versucht, die Bedeutung dieses Gottesnamens durch die Bezeichnung "der Ewige" auszudrücken.

 

Im Neuen Testament treten die gleichen Wahrheiten bezüglich des ewig unveränderlichen Wesens Gottes zutage, und zwar in der Offenbarung, die der Apostel Johannes auf Patmos empfing. Wir lesen in Offenbarung 1,8: "Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige."

 

Alpha und Omega sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Das ganze Alphabet der Zeit, von Anfang bis Ende, ist in dem Wesen Gottes enthalten. Die Worte "... der ist und der war und der kommt ..." fassen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen und entsprechen haargenau der Offenbarung, die Mose über das Wesen Gottes empfing: ICH BIN, DER ICH BIN.

 

Die Personen der Dreieinigkeit sind wesensgleich und ewig

Eine korrekte biblische Definition der Dreieinigkeit beinhaltet, dass der Sohn und der Heilige Geist total wesensgleich mit Gott dem Vater sind. Auf den ersten Blick scheint dies ein Widerspruch zur Bibel zu sein. Hat Jesus nicht im Garten Gethsemane zum Vater gebetet: "Doch nicht, was ich will, sondern was du willst" (vgl. Markus 14,36)? Heißt dies nicht, dass der Vater über Jesus steht?

 

Die Antwort darauf hat mit dem Auftrag Jesu auf dieser Erde zu tun. Jesus wurde nicht nur Mensch, um unsere Sünden auf sich zu nehmen, sondern auch, um uns den rechten Umgang mit einem heiligen und allmächtigen Gott zu zeigen. Um dies zu tun, "verzichtete" er für eine begrenzte Zeit darauf, seine ganze göttliche Macht auszuüben (Theologen haben dafür den Fachausdruck "Kenosis" vgl. Phil 2,6). Über Jesus Christus ausgesagt, bedeutet der Begriff Kenosis den Verzicht auf gewisse göttliche Attribute bei der Menschwerdung. Jesus wurde (bis auf die Sünde) ein Mensch wie wir auch und zeigte uns als solcher, wie man zu Gott betet und mit Gott umgeht und eben auch, dass Gottes Wille nicht immer unser Wille ist.

 

Im Neuen Testament wird mehr als 80-mal mit dem messianischen Titel "Sohn des Menschen" oder "Menschensohn" auf Jesus hingewiesen. Diese Betitelung wurde viel öfter als der Titel "Sohn Gottes" gebraucht. Jesus war sowohl der "Sohn Gottes" als auch der "Sohn des Menschen". Er identifizierte sich mit der Menschheit. Dies war einer Seiner wichtigsten Titel und in den Evangelien nannte er sich selbst so. Angesichts des hebräischen Hintergrunds versteht man, dass diese Formulierung auf Hebräisch ben adám (hebr. בן אדם) heißt: ben = "Sohn" und adam = "Adam" (Adam hebr. אָדָם, ādām, "Mensch") – wörtlich also "der Sohn Adams". Jedes Mal, wenn Er sich selbst als "Sohn des Menschen" oder "Menschensohn" bezeichnete, stellte Jesus sich selbst ganz bewusst in den Stammbaum und die Nachkommenschaft Adams hinein. Er identifizierte sich selbst mit dem Geschlecht Adams. Er sagte im Endeffekt: "Ich bin der letzte Adam". Jesus bezeichnete sich also ganz bewusst als "Sohn Adams". Der Apostel Paulus nennt Jesus in 1. Korinther 15,45 den "letzten Adam". Mit anderen Worten: Jesus wurde mit einem ganz spezifischen Mann und dessen Nachkommen identifiziert; das ist eine überaus bemerkenswerte Tatsache.

 

Jesus hat viele Titel in der Schrift, aber den Titel "letzter Adam" trägt Er ganz speziell als der von Gott eingesetzte Repräsentant des gesamten Geschlechts Adams. Und das ist die Funktion, in der Jesus auf diese Erde kam und unter uns lebte. Er lebte wie einer von uns. Jesus wurde ganz bewusst ein Glied des Geschlechts Adams. Er identifizierte sich in jederlei Hinsicht mit unserem Geschlecht.

 

Hat diese vorübergehende Unterordnung die Wesensgleichheit Jesu mit dem himmlischen Vater beeinträchtigt? Keinesfalls. Die Bibel betont diese Wesensgleichheit eindeutig (vgl. Jesus selber in Johannes 10,30: "Ich und der Vater sind eins").

 

Anmerkung:

Johannes 10,30: "Ich und der Vater sind eins", trifft mit ungemeiner Prägnanz sowohl die Mehrheit der Personen als auch die Einheit ihrer Essenz. "Ich und der Vater" bezeichnet eindeutig zwei Personen, und das Zeitwort "sind" steht im Plural. Dennoch, so der Herr, "wir sind eins"‚ und "eins" ist eine Neutrumform. Das heißt, eins im Wesen, in der Essenz, doch nicht in der Person (sonst müsste hier ein Maskulinum stehen, "einer"). So ist der Herr Jesus ein anderer als der Vater und doch eins und gleichwertig mit ihm.

 

In seiner Fleischwerdung verhüllte der Sohn seine Göttlichkeit, machte sie dadurch aber nicht ungültig und hob sie auch nicht auf. Die Einheit der Gottheit machte es ihm unmöglich, etwas von seiner Göttlichkeit aufzugeben. Der Sohn nahm das Menschsein zu seiner Göttlichkeit hinzu. Unvermischt war und ist er Gott und Mensch. Beides.

 

Jesus zeltete unter uns

Johannes 1,14

"Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

 

Das Wort "wohnte" in Johannes 1,14 bedeutet wörtlich "zeltete" oder "schlug sein Zelt auf" (griech.: eskēnōsen / ἐσκήνωσεν). Sein Leib war das Zelt, in dem er in der Zeit seines irdischen Daseins unter uns Menschen lebte.

 

Strong's Konkordanz gibt folgende Definition:

Ich wohne wie in einem Zelt, sich lagern oder das Lager aufschlagen, ich habe eine Hütte.

 

"Das Wort wurde Fleisch", als Jesus als Kind in Bethlehem geboren wurde. Er war schon immer als Sohn Gottes mit dem Vater im Himmel gewesen, aber nun entschied er sich, in einem menschlichen Körper auf diese Welt zu kommen. Er "wohnte unter uns". Es ging hier nicht um eine kurze Erscheinung, über die es eventuell Missverständnisse geben könnte. Gott kam wirklich auf diese Erde und lebte hier als Mensch unter Menschen.

 

Ebenso ließ sich Jesus anbeten und vergab Sünden beides Dinge, die nur Gott zukommen. Und im Missionsbefehl in Matthäus 28,18 erklärte er: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden."

 

Das Neue Testament bezeugt an verschiedenen Stellen, dass Jesus von Ewigkeit her zusammen mit dem Vater existiert (vgl. Joh 1; Offb 22,13). Und auch der Heilige Geist ist wesensgleich mit dem Vater und existiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Vor der Schöpfung schwebt er über der Tiefe (vgl. 1Mo 1,2), und am Ende der Zeiten ist er wieder gegenwärtig (vgl. Offb 22,17).

 

Gott UNBEGREIFLICH, UNFASSBAR & UNVORSTELLBAR

Die Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität sind Begriffe, die von keinem menschlichen Wesen voll verstanden, geschweige denn erklärt werden kann. Gott ist unendlich größer als wir, darum sollten wir nicht erwarten, Ihn vollkommen zu verstehen oder zu erfassen. Dennoch ist es eine Tatsache, dass die Bibel lehrt, dass der Vater Gott ist, dass Jesus Gott ist und dass der Heilige Geist Gott ist.

 

Die Schwierigkeit, das Wesen Gottes komplett zu erfassen, beruht auf dem menschlichen Verstand, welcher begrenzt ist. Gott selbst hat keine Grenze und ist somit für uns Menschen nicht komplett erfassbar oder zu verstehen. Unser Verstand und unsere Verständnismöglichkeiten sind nämlich nicht der Maßstab, an dem sich die Realität Gottes zu orientieren hätte. Wir Menschen neigen dazu, uns Gott so vorzustellen, dass wir ein konkretes Bild von Ihm haben, ein Bild, das Ihn fassbar, begreifbar, ja fast manipulierbar macht. Wir wollen Ihn irgendwo festsetzen, so dass wir uns Seiner jederzeit bedienen können, oder, wenn wir ihn brauchen, wenigstens wissen, wo Er ist. Am liebsten hätten wir einen Gott, den wir in gewisser Weise kontrollieren können, denn wissen, wie Gott ist, gibt uns Sicherheit. Zu diesen Vorstellungen haben wir zusätzlich all die Darstellungen Gottes vor Augen, die wir von Bildern, aus Erzählungen und von unseren eigenen Ideen her kennen.

 

Gott ist NICHT begreifbar, vorstellbar, fassbar. Er ist in seinem Wesen immer nur ANDEUTUNGSWEISE erkennbar. Alles, was wir uns von Ihm vorstellen können, die größte Macht, die gewaltigste Majestät, die beeindruckendste Heiligkeit, die aufopferungsvollste Liebe, all das kann nur eine schattenhafte Andeutung seines Wesens sein.

 

Bei diesem Thema geht es um Gott selbst. Um sein Wesen. Es geht um unseren Schöpfer. Wer diesen Gedanken, diesen Fakt: "Schöpfer – Geschöpf" nicht annimmt und erkennt kann sich unmöglich mit dem Thema "Dreieinheit, Dreieinigkeit oder Trinität" ernsthaft befassen. Der Schöpfer ist höher als seine Geschöpfe. Und selbst die, die in aller Demut, Ehrfurcht und mit der richtigen Herzenshaltung und dem richtigen Motiv an dieses Thema herangehen, müssen erkennen, dass sie zwangsläufig an Grenzen stoßen. Welcher Mensch, welches Geschöpf kann seinen Schöpfer in seiner Größe, Macht und Herrlichkeit beschreiben? Wir sind ja nicht einmal in der Lage, unsere engsten Familienangehörigen zu beschreiben. Je mehr wir sie kennen, desto besser können wir sie beschreiben, doch werden wir nie einen Zustand erreichen können, in dem wir eine uns nahestehende Person (egal ob Ehepartner, Kind, Eltern oder Freund...) völlig beschreiben können. Wir können nicht in das Herz des Anderen schauen und kennen nicht seine Gedanken. Wenn uns dies schon nicht gelingt – wer will da behaupten, Gott in angemessener Weise ganz beschreiben zu können? Also ist dieser Beitrag hier nur ein Wagnis!

 

Jesaja 55,8-9

"8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken."

 

Trotzdem gab und gibt es immer wieder Versuche, in menschlicher Weise Gott beschreiben und/oder "berechnen" zu wollen. Viele Menschen, welche der Dreieinigkeit widersprechen, versuchen anhand eines Zahlenmodells zu erklären, dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist 1+1+1=3 drei Götter sind und nicht wie die Bibel ganz klar aussagt 1×1×1=1 ein Gott ist. Mit dieser Formel will man beweisen, dass es keine Dreieinigkeit geben kann, oder dass es dann eben drei Götter gibt. Der Mensch neigt dazu alles erklären zu wollen - bei Gott wird es niemals gelingen. " ...Ich bin, der ich bin." – 2. Mose 3,14

 

Unseren Verstand richtig gebrauchen

Es geht zuerst darum, dass wir der Bibel mit ihren Aussagen glauben. Unser Verstand und unsere Logik sind nicht das letzte Maß, um Gott erfassen zu können. Dennoch wurde uns unser Verstand von Gott gegeben. Wozu?

 

Sprüche 3,5

"Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!"

 

Sprüche 28,26

"Wer auf seinen Verstand vertraut, der ist ein Tor; wer aber in Weisheit lebt, der wird entkommen."

 

Philipper 4,7

"und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus"

 

Das Wort aus Sprüche 3,5 was einigen oft Probleme macht ist wohl "Verstand". Hierzu ist es wichtig ein korrektes Verständnis des Begriffs zu bekommen, und zwar im Licht des Wortes Gottes.

 

Das Wort "Verstand", welches in Sprüche 3,5 geschrieben steht heisst im Grundtext "binah / בִּינָה (Verständnis)" von "biyn" Wissen, Bedeutung, perfektes Verständnis, Weisheit und bezeichnet in der Regel das menschliche Verstehen oder Beherrschen einer Sache. Obwohl es wichtig ist, zu lernen und Einsicht zu gewinnen (vgl. Spr 4,116,1623,23), warnt die Bibel vor dem Hochmut/Stolz (was übrigens die große zentrale Sünde/Zielverfehlung des Menschen ist; beachte hierzu den Sündenfall), sich auf eigene Einsicht zu verlassen. Höre ich auf meinen Verstand/mein menschliches Verständnis, mache ich meinen Verstand zur höchsten Instanz und stelle ihn über Gott, wie damals Eva.

 

Gott hat uns nie den Auftrag gegeben, seine Gottheit voll und ganz zu verstehen. Die Unbegreiflichkeit Gottes wird in der Bibel immer wieder betont.

 

Römer 11,33-34

"33 O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie UNBEGREIFLICH sind seine Gerichte und UNERFORSCHLICH seine Wege! 34 Denn »WER hat des Herrn SINN erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«?"

 

Jeremia 33,3

"Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir KUNDTUN GROßE und UNFASSBARE Dinge, von denen du NICHTS weißt."

 

Die Lösung – drei ganz einfache Wahrheiten

Was bei Menschen, welche nicht an die Dreieinigkeit glauben fehlt, ist ein gewisses Verständnis. Es gibt einen wichtigen Unterschied zu erkennen. Man verpasst es hier eine Unterscheidung zu treffen. Man nimmt zwei Sachen, wirft sie in einen Topf und vermischt sie und bringt sie somit durcheinander. Man unterscheidet nicht ganz klar von zwei verschiedenen Tatsachen. Worum es bei diesen beiden Sachen geht ist "Wesen" und "Person" und die damit verbundene "Aufgaben-", "Funktionen-" oder "Rollenverteilungen" dieser Personen.

 

Wir müssen zwischen drei Personen unterscheiden, die weder drei separate Götter noch drei Teile oder Aspekte Gottes sind, sondern wesensgleich und ewig Gott.

 

Eine von vielen wunderbaren Stellen in der Bibel, welche diese Tatsache veranschaulicht, möchte ich als Beispiel dafür nutzen. Eine bestimmte Textpassage im Epheserbrief ist ein einziger Lobpreis auf den dreieinigen Gott.

 

Epheser 1,3-14 – Lobpreis Gottes

"3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus, 4 wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe, 5 und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. 7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 die er uns reichlich gegeben hat in aller Weisheit und Einsicht. 9 Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens zu erkennen gegeben nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in ihm 10 für die Verwaltung bei der Erfüllung der Zeiten; alles zusammenzufassen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist - in ihm. 11 Und in ihm haben wir auch ein Erbteil erlangt, die wir vorherbestimmt waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir vorher schon auf den Christus gehofft haben. 13 In ihm seid auch ihr, als ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. 14 Der ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit."

 

• Die Verse 3 bis 6 sprechen vom Vater, der die Erlösung der Menschen von Ewigkeit her geplant hat.

• Die Verse 7 bis Vers 12 sprechen vom Sohn, der die Erlösung ausgeführt hat.

• Die Verse 13 bis 14 sprechen vom Heiligen Geist, der die Erlösung an den Gläubigen anwendet.

 

Man kann auch sagen, dass der Vater plant/entwirft, der Sohn ausführt und der Heilige Geist anwendet.

 

Innertrinitarische Rangordnung

Viele Gläubige haben die Vorstellung, das Wirken Gottes sei komplett unter den drei Personen aufgeteilt, wobei sie jeder Person eine bestimmte Aufgabe zuordnen. So zum Beispiel dem Vater die Schöpfung, dem Sohn die Erlösung und dem Heiligen Geist die Wiedergeburt. Das trifft jedoch nur zum Teil zu, denn Gott teilt sich selbst nicht so, dass die eine göttliche Person wirkt, während die anderen untätig sind. Die Heilige Schrift zeigt uns, dass alle drei Personen gemeinsam in harmonischer Einheit all ihre Werke im Universum vollbringen. An jeder entscheidenden Phase der Erlösung waren alle drei Personen des dreieinigen Gottes beteiligt:

  • Fleischwerdung: Der Vater ließ den Sohn durch den Geist Fleisch werden.
  • Zurüstung zum Dienst: Der Vater salbte den Sohn mit dem Geist.
  • Das Opfer auf Golgatha: Der Sohn brachte sich selbst durch den Geist dem Vater dar.
  • Auferstehung: Der Vater weckte den Sohn durch den Geist auf.
  • Pfingsten: Der Vater sandte durch den Sohn den Geist.

Apostelgeschichte 2,32-33

"32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt, wovon wir alle Zeugen sind. 33 Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr seht und hört"

 

Hier finden wir alle drei Personen der Gottheit in einem Vers. Jesus, der Sohn, empfängt den Heiligen Geist vom Vater und gießt diesen auf die wartenden Jünger im Obergemach in Jerusalem aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Verheißung des Kommens des Heiligen Geistes endgültig erfüllt. Der Heilige Geist selbst wurde vom Himmel her durch den Vater und den Sohn gemeinsam freigesetzt und fiel auf die wartenden Jünger im Obergemach in Jerusalem.

 

Anhand der Textpassage im Epheserbrief 1,3-14 mag man eine Art "Rangordnung", oder wie auch immer man dies nennen mag (vielleicht innertrinitarische Ordnung) erkennen. Hier wird zuerst der Vater genannt, von dem alles ausgeht, dann der Sohn welcher ausführt und der Heilige Geist welcher anwendet. Es gibt hier eine "Aufgaben-", "Funktionen-" oder "Rollenverteilungen" oder wie auch immer man dies nennen mag.

 

Vom Wesen her sind alle drei Personen Gott und absolut gleichwertig. Man darf nicht den Fehler machen, dass man eine der drei göttlichen Personen höher oder niedriger in seiner Gottheit ansieht und sie in "Ränge" einteilt. Denn alle drei, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind ewig, ebenbürtig und gleich Gott!

 

Wiederum sehen wir in der Bibel auch andere Schriftstellen, welche eine andere "Reihenfolge, Anordnung oder Abfolge" der drei Personen, in der Nennung der Namen, darstellen:

 

1. Korinther 12,4-6

"4 Es gibt aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber es ist derselbe Geist; 5 und es gibt Verschiedenheiten von Diensten, und es ist derselbe Herr; 6 und es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt."

 

2. Korinther 13,13

"Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!"

 

1. Petrus 1,2

"nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, in der Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil!"

 

Judas 20-21

"20 Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist, 21 erhaltet euch in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben."

 

Bei diesen vier "trinitarischen Formeln" fällt auf, dass die "Reihenfolge, Anordnung oder Abfolge" jeweils anders ist:

 

• 1. Korinther 12,4-6: 1. Geist - 2. Sohn - 3. Vater

• 2. Korinther 13,13: 1. Sohn - 2. Vater - 3. Geist

• 1. Petrus 1,2: 1. Vater - 2. Geist - 3. Sohn

• Judas 20-21: 1. Geist - 2. Vater - 3. Sohn

 

Die "Reihenfolge, Anordnung oder Abfolge" ist verschieden. Dies zeigt, dass es Gott ist, der handelt und um den es geht. Von daher gibt es keine "Rangliste" - Alle drei sind Gott! Dennoch besteht eine "Aufgaben-", "Funktionen-" oder "Rollenverteilungen" oder wie auch immer man dies nennen mag.

 

Die obigen Beispiele zeigen noch einmal deutlich, dass wir unseren dreieinigen Gott nicht in menschlicher Weise auseinanderdividieren dürfen und auch nicht können.

 

Eine biblisch fundierte Erklärung dazu ist ganz einfach. Es handelt sich einfach um drei ganz einfache Wahrheiten, die mit dem Begriff der Dreieinigkeit verstanden werden. Wenn man folgende drei einfache Wahrheiten der Dreieinigkeit beherzigt, kann man alle Bibelverse richtig einordnen:

  1. Ein-Gott-Glaube (Monotheismus):
    Es gibt nur ein einziges unteilbares WESEN Gottes (JHWH).
  2. Dreipersonalität (Dreieinheit/Dreieinigkeit/Trinität):
    In diesem einen WESEN koexistieren von Ewigkeit her drei göttliche PERSONEN (Vater, Sohn, Heiliger Geist).
  3. Ebenbürtigkeit (Egalität):
    Alle drei Personen sind gleich ewig und gleichwertig.

Zu 1:

Dieses Wesen Gottes ist EINS. Gott ist Geist. Er übersteigt Raum, Zeit und Materie. Er unterliegt nicht irgendwelchen Beschränkungen. Zu jeder Zeit ist er allgegenwärtig.

 

Zu 2:

Das Wesen Gottes hat sich seit Ewigkeit her in drei verschiedenen Personen offenbart. Dies geht ganz klar aus seinem Wort, der Bibel, hervor. Nun ist es sehr wichtig den Unterschied zwischen "Wesen" und "Person" zu verinnerlichen. Am besten tut man dies indem man mit "wer" oder "was" nach dem "Wesen" und der "Person" fragt.

 

Nach dem Wesen fragt man mit "was": Was ist das? Ein Tier, ein Mensch, Gott usw.

Nach der Person fragt man mit "wer": Wer ist das? - Das ist der Abraham, Josef oder eben auch der Vater, der Sohn oder der Heilige Geist.

 

Bei "Wesen" und "Person" handelt es sich um zwei unterschiedliche Daseinskategorien. Vom Wesen her gibt es EINEN unteilbaren Gott, aber in diesem koexistieren von Ewigkeit her drei göttliche Personen - Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Gläubige welche die biblische Tatsache Dreieinigkeit erkannt haben, sagen also nicht das 1+1+1=1 ist sondern immer 3, nämlich 3 göttliche Personen. Da aber alle drei Personen ein und dasselbe Wesen haben, sagen wir, dass 1×1×1=1 ist.

 

Zu 3:

Dies ist vielleicht der Punkt, an dem sich viele stoßen. Sie sind niemals uneins miteinander und handeln immer in vollkommener Übereinstimmung!

 

An vielen verschiedenen Stellen der Bibel ist von dem UNBEGREIFLICHEN, UNFASSBAREN & UNVORSTELLBAREN Wesen Gottes die Rede. Ich denke da an Psalm 139:

 

Psalm 139,1-6

"1 HERR, du hast mich erforscht und erkannt. 2 Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst mein Trachten von fern. 3 Mein Wandeln und mein Liegen - du prüfst es. Mit allen meinen Wegen bist du vertraut. 4 Denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge - siehe, HERR, du weißt es genau. 5 Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, du hast deine Hand auf mich gelegt. 6 Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich, zu hoch: Ich vermag sie nicht zu erfassen."

 

Die Dreieinigkeit Gottes ist ein Thema, welches leider zu viel Verwirrung und vielen Irrlehren Anlass gegeben hat. Umso wichtiger ist es, an diesem Punkt Klarheit darüber zu haben, was eigentlich genau die Bibel über die Dreieinigkeit aussagt. Viel zu viele Leute verlassen sich auf ihren Verstand, anstatt einfach aufrichtig nach der Wahrheit zu suchen und statt der Logik - dem Geheimnis - eine Chance zu geben! Wer aufrichtig nach der Wahrheit sucht, wird sie in der Bibel finden.

 

Johannes 8,32

"und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen."

 

Matthäus 7,7

"Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!"

 

Die Bibel sagt:

  1. Es gibt nur EINEN Gott
  2. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind GEMEINSAM dieser Gott
  3. Der Vater ist nicht der Sohn. Der Sohn ist nicht der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist nicht der Vater. Aber alle drei sind derselbe Gott.

Hier eine schematische Darstellung:

 

ALLE ILLUSTRATIONEN DER TRINITÄT SIND MANGELHAFT

Es ist wichtig zu erwähnen, dass alle bekannten Illustrationen, die versuchen die Dreieinigkeit darzustellen, unzureichend sind. DIE Illustration, die die Dreieinigkeit bildlich darstellen könnte, die gibt es nicht.

 

Was Illustrationen können, sind immer nur Teilaspekte der Dreieinigkeit darzustellen.

 

Mit den nachfolgenden "Erklärungsversuchen" kann und soll die Dreieinigkeit nicht bewiesen werden. Schon gar nicht wird sie dieser Tatsache gerecht. Diese Beispiele mögen uns ein Bild der Dreieinigkeit liefern, aber das Bild stimmt nicht genau. Ein unendlicher Gott kann nicht durch endliche Beispiele vollkommen beschrieben werden. Dennoch sollen die Beispiele als Anregung zum Nachdenken dienen.

 

H₂O (Wasser):

Das Molekül H₂O (Wasser) tritt uns in drei völlig unterschiedlichen Erscheinungsformen gegenüber: nämlich als Flüssigkeit, Dampf und Eis. Alle drei sind dasselbe Element – IMMER H₂O und doch sind sie untereinander nicht identisch. Flüssigkeit, Dampf und Eis sind Erscheinungen des Wassers, aber Vater, Sohn und Heiliger Geist sind nicht Erscheinungen Gottes; jeder von ihnen ist Gott.

 

Dreieck:

Zeichne ein Dreieck und zeichne alle drei Seiten mit derselben Farbe und in derselben Stärke und Länge. Alle drei Seiten sind völlig identisch und bilden gemeinsam das Dreieck. Die erste Seite des Dreiecks ist nicht die zweite Seite des Dreiecks, die Zweite Seite ist nicht die dritte Seite des Dreiecks, und trotzdem ist es immer eine Seite des Dreiecks.

 

Ehe:

Hier geht es zwar um die Zahl zwei, aber das Prinzip ist dasselbe. Zwei werden ein Fleisch, so sagt es schon die Bibel. Der Ehemann kann sagen: Wir haben ein Auto gekauft – obwohl die Ehefrau überhaupt nicht dabei war und im Augenblick der Aussage des Ehemannes vielleicht noch nicht einmal weiß, dass ihr Ehemann ein Auto gekauft hat. Ehemann und Ehefrau bilden so eine enge, tiefe Gemeinschaft, so dass jeder Teil von wir sprechen kann!

 

Sonne:

1. Substanz der Sonne = Gott der Vater

2. Der sichtbare Glanz = Christus der Sohn

3. Die Strahlen, die uns den Glanz vor Augen führen = der Heilige Geist

 

Zusammenfassend ist noch einmal kurz gesagt:

Es handelt sich also um einen absoluten Monotheismus. Es gibt ein einziges unteilbares Wesen Gottes (JHWH). Es gibt in diesem einen Wesen aber drei ewige und ebenbürtige göttliche voneinander unterschiedene Personen. Es ist nicht eine Person die drei Personen spielen würde. Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott und der Heilige Geist ist Gott.

 

Jeremia 33,3

"Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir KUNDTUN GROßE und UNFASSBARE Dinge, von denen du NICHTS weißt."

 

Matthäus 22,29

"Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes"

 

Jeder der mit dem richtigen Motiv an die Bibel herangeht, ernsthaft und aufmerksam liest und nach der Wahrheit sucht wird dies alles offenbart bekommen.

 

2. Korinther 13,13

"Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!"

 

Es ist sehr wichtig, dass wir Gott als drei in einem sehen und weder die Personen durcheinanderbringen noch sein Wesen zerteilen. Nur so denken wir richtig von Gott und in einer Weise, die seiner würdig ist.

 

Nach allen Diskussionen und Abgrenzungen in Bezug auf die Dreieinigkeit muss man anerkennen, dass die Dreieinheit Gottes in gewisser Weise ein Geheimnis bleibt. Wir müssen sie als Wahrheit anerkennen, obwohl sie unser Verständnis übersteigt. Die Lehre von der Dreieinigkeit ist eine Wahrheit, die mit dem Herzen ergriffen werden muss. Die Tatsache, dass man sie nicht zufriedenstellend erklären kann, spricht nicht gegen, sondern für sie.

 

Es geht also in der Lehre von der Dreieinigkeit, die sich aus der nachdenkenden Auslegung der Aussagen der ganzen Bibel ergeben hat, um ein Bekenntnis des Glaubens mit den bruchstückhaften und im Grunde immer unzureichenden Mitteln menschlichen Denkens und Ausdrucks. Wir bleiben hier immer vor einem letzten, dem menschlichen Verstande nicht fassbaren Geheimnis, das kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz je gekommen ist (1Kor 2,9).


Quellen:

  • Ralph O. Muncaster - Was ist die Trinität
  • Ernst-Martin Borst - Dreieinigkeit - Vater, Sohn und Heiliger Geist
  • apologetik-absolut - Definition der Trinität
  • eigene Anmerkungen

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen

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