Gott – Offenbart in Jesus Christus


Johannes 1,1

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“


In Johannes 1,1 heißt es: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Diese Aussage macht deutlich, dass Jesus Christus nicht nur ein Lehrer oder Prophet ist, sondern selbst Gott. Die Bibel bezeugt eindeutig seine göttliche Natur, seine ewige Existenz und seine Einheit mit dem Vater. In ihm wird Gott sichtbar, ohne dass er aufhört, Gott zu sein.

 

Im Neuen Testament wird „Gott“ mit dem griechischen Begriff „theos“ bezeichnet, während im Alten Testament vor allem „el“, „elohim“ und der Eigenname „Jahwe“ verwendet werden. Diese Namen beschreiben Gottes Wesen als ewig, souverän und allmächtig. Wenn diese Bezeichnungen auf Jesus angewendet werden, zeigt das seine volle Göttlichkeit und seine Wesenseinheit mit Gott. Der Name „Jahwe“, offenbart in 2. Mose 3,14 als „Ich bin, der ich bin“, weist auf Gottes ewige Existenz hin – ein Anspruch, den Jesus selbst aufgreift (Joh 8,58).

 

Im Alten Testament wird Gott als Schöpfer, Erhalter und Richter beschrieben (Ps 45,7-8), und gleichzeitig wird der kommende Messias mit göttlichen Eigenschaften angekündigt (Jes 7,14; 9,5-6; Mi 5,1). Diese Hinweise bereiten das Verständnis dafür vor, dass der Messias mehr als ein Mensch ist. Auch Erscheinungen Gottes, etwa bei Abraham (1Mo 18) oder Jakob (1Mo 32,31), zeigen, dass Gott sich in sichtbarer Weise offenbaren kann – ein Hinweis auf die spätere Menschwerdung Christi (Joh 1,14; Kol 2,9).

 

Im Neuen Testament wird diese Wahrheit klar bestätigt. Johannes bezeugt, dass das Wort Fleisch wurde und unter den Menschen wohnte (Joh 1,14). Thomas erkennt den auferstandenen Jesus und bekennt: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20,28). Paulus spricht von Christus als dem, der über allem ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit (Röm 9,5), und erklärt, dass in ihm die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt (Kol 2,9). Auch Titus 2,13 und Hebräer 1,8 bezeugen Jesus ausdrücklich als Gott. Diese Aussagen stehen im Einklang mit dem biblischen Monotheismus und zeigen, dass Jesus nicht ein weiterer Gott ist, sondern der eine Gott, der sich offenbart hat.

 

Diese Wahrheit ist zentral für das Verständnis der Erlösung. Kein Mensch kann sich selbst retten (Ps 49,8-9; Mi 6,7), deshalb musste Gott selbst eingreifen. In Jesus wurde Gott Mensch (1Tim 3,16), ohne seine Göttlichkeit zu verlieren. Als wahrer Gott und wahrer Mensch konnte er das vollkommene Opfer bringen (Phil 2,6-8) und als Mittler zwischen Gott und Mensch wirken (1Tim 2,5). Durch seinen Tod und seine Auferstehung wird Erlösung möglich.

 

Jesus besitzt die Eigenschaften, die nur Gott zukommen. Er hat Macht über Leben und Tod (Mt 28,18; Joh 11,43-44), kennt die Herzen der Menschen (Joh 2,24-25), ist gegenwärtig bei den Seinen (Mt 28,20) und bleibt unveränderlich in Ewigkeit (Hebr 13,8). Diese Merkmale bestätigen, dass er nicht nur von Gott gesandt ist, sondern selbst göttlich ist.

 

Die Lehre der Dreieinigkeit beschreibt den einen Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Jesus ist der Sohn und zugleich wahrer Gott, ohne mit dem Vater identisch zu sein (Joh 10,30; Mt 3,16-17). In ihm wird die Einheit Gottes sichtbar, ohne die Unterscheidung der Personen aufzuheben.

 

Auch Jesu eigene Worte bezeugen seine Göttlichkeit. In den „Ich bin“-Aussagen (Joh 6,35; 8,12; 14,6) greift er bewusst den Gottesnamen aus 2. Mose 3,14 auf. Damit macht er deutlich, dass er derselbe ist, der sich Mose offenbart hat. Seine Identität ist nicht die eines bloßen Menschen, sondern die des ewigen Gottes.

 

Als Schöpfer steht Jesus über allem, was existiert. Durch ihn ist alles geworden, und in ihm besteht alles (Joh 1,1-3; Kol 1,16-17). Gleichzeitig nimmt er Anbetung an (Mt 14,33), was nur Gott zusteht (Offb 19,10). Diese Tatsache unterstreicht seine göttliche Würde.

 

So offenbart sich in Jesus Christus die volle Wahrheit dieses Namens: Er ist Gott – von Ewigkeit her, in Macht und Herrlichkeit, als Schöpfer, Retter und Herr über alles.


In unserem Buch „Jesus – Der Name über alle Namen: Die Namen und Titel Jesu Christi in ihrer ewigen Bedeutung“ entfaltet sich eine tiefgehende Gesamtschau der Person Jesu Christi anhand seiner biblischen Bezeichnungen. Jede einzelne davon offenbart eine Facette seines Wesens und seiner Sendung, eingebettet in den gesamten Heilsplan Gottes. Ideal für ein vertieftes Verständnis darüber, wer Jesus ist und was seine Namen und Titel in ewiger Bedeutung wirklich umfassen.

 

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Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!

 

Amen und Amen