Hesekiel 48,35
„Der ganze Umfang beträgt 18.000 [Ruten]. Und der Name der Stadt soll künftig lauten: »Der HERR ist hier!«“
Matthäus 1,23
„23 »Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: »Gott mit uns«.“
Matthäus 28,20
„... und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“
In Hesekiel 48,35 wird die zukünftige Stadt Gottes mit dem Namen bezeichnet: „Der HERR ist hier!“. Diese Aussage beschreibt die bleibende Gegenwart Gottes unter seinem Volk. Im Neuen Testament wird diese Verheißung aufgenommen, wenn Jesus als Immanuel angekündigt wird – „Gott mit uns“ (Mt 1,23) – und selbst zusagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit!“ (Mt 28,20). Damit wird deutlich, dass sich Jahwe Schammah in Jesus Christus erfüllt.
Der Name „Jahwe Schammah“ bedeutet „Der HERR ist dort“ oder „Der HERR ist gegenwärtig“ und geht auf das hebräische Wort „schammah“ zurück, das „an diesem Ort“ oder „dorthin“ bedeutet. Es betont, dass Gottes Gegenwart nicht abstrakt ist, sondern konkret und erfahrbar. Im Griechischen wird dieser Gedanke durch Begriffe wie „ekei“ ausgedrückt, die ebenfalls einen bestimmten Ort und eine reale Gegenwart bezeichnen. Gottes Nähe ist somit keine Idee, sondern eine Wirklichkeit, die sich offenbart.
Im Alten Testament wird Gott als der gegenwärtige Herr dargestellt, der sein Volk begleitet und nicht verlässt. Er verheißt Jakob seine Nähe (1Mo 28,15), geht mit seinem Volk durch die Wüste (2Mo 33,14) und versichert, dass er immer bei ihnen ist (5Mo 31,8). Psalm 46,2 beschreibt ihn als Zuflucht und Stärke, und Jesaja 41,10 ruft dazu auf, sich nicht zu fürchten, weil Gott gegenwärtig ist. Diese Aussagen zeigen, dass Gottes Gegenwart von Schutz, Führung und Trost geprägt ist.
Im Neuen Testament erreicht diese Verheißung ihre sichtbare Erfüllung in Jesus Christus. Als Immanuel ist er Gott selbst, der unter den Menschen wohnt (Mt 1,23). In Johannes 14,23 wird deutlich, dass Gott durch ihn bei den Gläubigen bleibt, und in Johannes 17,24 wird die Gemeinschaft mit ihm als Ziel beschrieben. Selbst außerhalb Israels ist Gott nicht fern, sondern jedem nahe (Apg 17,27). In Jesus wird die Gegenwart Gottes persönlich erfahrbar.
Diese Wahrheit wird besonders deutlich darin, dass das Wort Fleisch wurde und unter den Menschen wohnte (Joh 1,14). Das verwendete Bild erinnert an die Stiftshütte, in der Gott mitten unter seinem Volk wohnte. In Jesus wird diese Gegenwart sichtbar: Er ist der lebendige Tempel, in dem Gottes Herrlichkeit nicht verborgen, sondern offenbart ist. Damit wird Jahwe Schammah konkret – Gott ist nicht nur bei seinem Volk, sondern mitten unter ihnen in einer persönlichen Gestalt.
Nach seiner Auferstehung lässt Jesus seine Jünger nicht allein zurück. Seine Verheißung, bei ihnen zu sein bis an das Ende der Weltzeit (Mt 28,20), erfüllt sich durch den Heiligen Geist. Seit Pfingsten (Apg 2,1-4) ist Gottes Gegenwart dauerhaft in den Gläubigen wirksam. So wird die Gemeinde zum Ort seiner Gegenwart auf der Erde, in der sich Jahwe Schammah fortsetzt.
Die endgültige Erfüllung dieser Verheißung wird in Offenbarung 21,3 sichtbar: Gott wird bei den Menschen wohnen, und es wird keine Trennung mehr geben. Diese vollkommene Gemeinschaft ist das Ziel der Erlösung, die durch Jesus Christus möglich geworden ist. Er hat den Zugang zu Gottes Gegenwart wiederhergestellt und führt die Seinen in diese ewige Gemeinschaft.
In Jesus Christus wird Jahwe Schammah vollständig verständlich: Gott ist nicht fern, sondern gegenwärtig – im Leben der Gläubigen, in ihrer Gemeinschaft und in der kommenden Ewigkeit.
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Gottes Segen Euch allen!
1. Thessalonicher 5,23
„Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!“
Amen und Amen
