Jesus – Heilige (Heilige Gottes)


Markus 1,24

„... Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“

 

Apostelgeschichte 3,14
„Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, dass euch ein Mörder geschenkt werde;“


Der Titel „der Heilige Gottes“ hebt Jesus als den vollkommen abgesonderten und einzigartig heiligen Sohn Gottes hervor. Gott selbst wird in der Schrift als „heilig, heilig, heilig“ beschrieben, und dieser Titel zeigt, dass Jesus in dieser göttlichen Heiligkeit steht. Er ist ohne Sünde und vollkommen im Willen des Vaters. Auffällig ist, dass sowohl Dämonen als auch Jünger diese Wahrheit erkennen (Mk 1,24; Lk 4,34; Joh 6,69). Damit wird deutlich: Jesus ist nicht nur ein Lehrer oder Prophet, sondern der wahrhaft Heilige Gottes (Apg 2,27; 3,14; 13,35; Hebr 7,26; Offb 3,7; 4,8).

 

Das griechische Wort „hagios“ bedeutet „heilig“, „abgesondert“ oder „rein“. Es wird für Gott, den Heiligen Geist und geheiligte Menschen verwendet. In der Verbindung „hagios tou theou“ wird jedoch eine einzigartige Stellung beschrieben: Jesus ist der von Gott selbst abgesonderte und gesandte Heilige. Im Hebräischen entspricht dies Begriffen wie „kadosch“ und „kodesch“, die Gottes Heiligkeit und Absonderung ausdrücken. Während Menschen zur Heiligkeit berufen sind, besitzt Jesus diese Heiligkeit in vollkommener und ursprünglicher Weise.

 

Im Alten Testament ist Heiligkeit ein zentrales Wesensmerkmal Gottes. „Seid heilig, denn ich bin heilig“ (3Mo 11,44-45; 19,2) zeigt, dass Gott selbst der Maßstab ist. In Jesaja 6,3 wird seine Heiligkeit dreifach bezeugt. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Mensch diese Heiligkeit nicht aus sich selbst erreichen kann (Ps 16,10; Jes 6,1-5; Hab 1,12-13). Die Erwartung eines Heiligen, der in vollkommener Reinheit vor Gott steht, zieht sich durch das Alte Testament (Hes 39,7; Hos 11,9).

 

Im Neuen Testament erfüllt sich diese Erwartung in Jesus Christus. Er ist der fleischgewordene Heilige Gottes, der Gottes Wesen vollkommen offenbart (Joh 1,14). Petrus bekennt: „Du bist der Heilige Gottes“ (Joh 6,69), und in Apostelgeschichte 3,14 wird betont, dass gerade dieser Heilige von seinem eigenen Volk verworfen wurde. Gleichzeitig nennt sich Jesus selbst „der Heilige, der Wahrhaftige“ (Offb 3,7). Diese Aussagen zeigen, dass seine Heiligkeit nicht nur erkannt, sondern auch als göttlich bestätigt wird.

 

Diese Heiligkeit ist untrennbar mit seiner Person und seinem Werk verbunden. Jesus ist ohne Sünde (2Kor 5,21), offenbart Gott sichtbar (Joh 1,14) und wirkt als Mittler zwischen Gott und Mensch. Als der Heilige Gottes bringt er die sündigen Menschen mit dem heiligen Gott in Verbindung. Im Gegensatz zu den Opfern des Alten Bundes, die keine endgültige Reinigung bewirken konnten, schafft Jesus durch sein Opfer eine vollkommene Heiligung (Hebr 10,10; 13,12).

 

Damit wird deutlich: Der Heilige macht heilig. Durch das Blut Jesu werden Menschen gereinigt und für Gott abgesondert. Diese Heiligung ist nicht das Ergebnis menschlicher Leistung, sondern ein Werk Gottes. Gleichzeitig werden Gläubige im Neuen Testament selbst als „Heilige“ bezeichnet. Sie sind durch Christus geheiligt und dazu berufen, in dieser Heiligkeit zu leben (1Kor 6,11; 1Petr 1,15-16; Hebr 10,29). Heiligkeit bedeutet hier, Gott zu gehören, für ihn abgesondert zu sein und in seinem Willen zu leben.

 

Der Titel „Heiliger Gottes“ zeigt somit sowohl die absolute Reinheit und Göttlichkeit Jesu als auch seine rettende Aufgabe. In ihm begegnet der Mensch nicht nur der Heiligkeit Gottes, sondern auch der Gnade, die diese Heiligkeit zugänglich macht.


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Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!

 

Amen und Amen