Jesus – König der Juden (König von Israel)


Matthäus 27,37

„Und sie befestigten über seinem Haupt die Inschrift seiner Schuld: »Dies ist Jesus, der König der Juden«.“


Der Titel „König der Juden“ sowie „König von Israel“ gehört zu den zentralen messianischen Bezeichnungen Jesu Christi. Er macht deutlich, dass Jesus der verheißene Nachkomme Davids ist, der über Israel regieren sollte. Gleichzeitig zeigt sich darin eine tiefere Wahrheit: Sein Königtum ist nicht auf ein irdisches Reich begrenzt, sondern umfasst eine geistliche und ewige Herrschaft über alle Völker.

 

Der Ausdruck setzt sich aus „basileus“ (König, Herrscher) und „ioudaios“ (Jude) bzw. „israel“ zusammen. Im Alten Testament entspricht dies dem Begriff „melek“, der einen von Gott eingesetzten König beschreibt. Die Verheißung eines solchen Königs zieht sich durch die gesamte Schrift: Ein Herrscher aus dem Stamm Juda (1Mo 49,10), ein Sohn Davids mit ewigem Königtum (2Sam 7,12-14), ein gerechter König, der Frieden bringt (Jes 9,5-6; Jer 23,5-6). Jesus erfüllt diese Zusagen, da er aus der Linie Davids stammt und als Messias gesandt wurde (Lk 1,32-33).

 

Schon bei seiner Geburt wird dieser Titel sichtbar. Die Weisen aus dem Morgenland fragen: „Wo ist der neugeborene König der Juden?“ (Mt 2,2). Damit wird von Anfang an deutlich, dass seine Identität nicht verborgen ist. Während seines Wirkens wird er ebenfalls als König erkannt, etwa durch Nathanael: „Du bist der König von Israel!“ (Joh 1,49). Beim Einzug in Jerusalem bekennt das Volk ihn öffentlich als König (Joh 12,13-15).

 

Gleichzeitig wird dieser Titel auch im Zusammenhang mit seiner Ablehnung verwendet. Pilatus stellt die Frage: „Bist du der König der Juden?“ (Joh 18,33), und am Kreuz wird die Inschrift „Jesus von Nazareth, der König der Juden“ angebracht (Joh 19,19). Was als Spott gemeint war, wird zur unbeabsichtigten Verkündigung seiner wahren Identität. Die Inschrift wurde in Hebräisch, Latein und Griechisch geschrieben (Joh 19,20) und weist damit darauf hin, dass seine Herrschaft alle Völker betrifft.

 

Zur Zeit Jesu erwarteten viele einen politischen Befreier, der Israel von der römischen Herrschaft erlösen würde. Doch Jesus machte deutlich: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36). Sein Königtum ist geistlich. Es gründet sich nicht auf Machtstrukturen dieser Welt, sondern auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Erlösung. Er kam, um Sünde und Tod zu überwinden und ein Reich aufzurichten, das ewig besteht.

 

Dennoch bleibt seine Verbindung zu Israel zentral. Als „König der Juden“ erfüllt er die Verheißungen Gottes an sein Volk. Als „König von Israel“ offenbart er seine Autorität über das Bundesvolk. Doch seine Herrschaft geht darüber hinaus: In ihm werden alle Nationen einbezogen. Was in Israel beginnt, wird in Christus zur weltweiten Realität.

 

Diese Wahrheit findet ihre Vollendung in der Zukunft. Die Offenbarung beschreibt Jesus als „König der Könige“ (Offb 19,16), der in Herrlichkeit wiederkommen wird, um sein Reich sichtbar aufzurichten. Damit zeigt sich: Der Titel „König der Juden“ ist nicht nur historisch oder symbolisch, sondern prophetisch, er weist auf die endgültige Herrschaft Christi hin.


In unserem Buch „Jesus – Der Name über alle Namen: Die Namen und Titel Jesu Christi in ihrer ewigen Bedeutung“ entfaltet sich eine tiefgehende Gesamtschau der Person Jesu Christi anhand seiner biblischen Bezeichnungen. Jede einzelne davon offenbart eine Facette seines Wesens und seiner Sendung, eingebettet in den gesamten Heilsplan Gottes. Ideal für ein vertieftes Verständnis darüber, wer Jesus ist und was seine Namen und Titel in ewiger Bedeutung wirklich umfassen.

 

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Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!

 

Amen und Amen