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Satans unheilvoller Plan

Jesus wird zu seiner Braut, der Gemeinde, auf die Erde zurückkehren. Aber er ist nicht der Einzige, der Pläne für das Ende dieses Zeitalters hat. Satan hat einige Strategien vorbereitet, um Gottes Absichten zu vereiteln. Um ihm widerstehen zu können, müssen wir seine Strategien kennen und wissen, welche Ziele er für das Ende des Zeitalters verfolgt.

Satan herrscht über alle, die nicht wiedergeboren sind, doch in Epheser 2,1-3 schreibt Paulus an bekehrte Christen und erinnert sie daran, dass sie frei gemacht worden sind:

"Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen."

Satan beherrscht jenen Bereich, den Gott ursprünglich Adams Autorität unterstellt hatte. Als Adam sündigte und fiel, gab er seine Herrschaft über die Welt preis und lieferte sie Satan aus. Satans Herrschaft erstreckt sich allerdings nur auf jene, die Gott gegenüber ungehorsam sind; sobald Männer und Frauen durch wahre Buße, Glauben und Unterordnung zu Gott umkehren, lösen sie sich von den Ansprüchen, die Satan gegen sie geltend macht.

Die bändigende Macht
Darüber hinaus ist zu sagen, dass Satan keine uneingeschränkte Kontrolle über die Menschheit hat. Während sich die ihm untergebenen Engel, die sich seiner Rebellion angeschlossen haben, völlig seiner Kontrolle unterwerfen, ist diese Unterwerfung seitens der Menschheit – die sich in Ungehorsam gegenüber Gott ausdrückt – nicht allumfassend. Der Heilige Geist wirkt hier wie eine bändigende Macht: Indem er in den Herzen von Männern und Frauen wirkt und Buße und Glauben an Jesus Christus bewirkt, verhindert er, dass Satan die vollständige Kontrolle über die Menschheit übernimmt.

Ich glaube, dass der Heilige Geist durch menschliche Kanäle wirkt, um Satans Macht einzudämmen. Ein Beispiel für so einen "Kanal" war Noah und seine Familie, die Gott von allen Menschen, die damals auf Erden waren, als Einzige vor der Flut bewahrte.

Satan verfolgt zwei primäre Ziele: Er will die politische Kontrolle auf Erden erlangen und er möchte von der ganzen Welt angebetet werden. Je näher die Erfüllung der Ziele Gottes auf Erden rückt, desto näher rückt auch die Erfüllung der Ziele Satans. Seine Ziele werden jedoch in letzter Konsequenz vereitelt werden.

Im Lauf der Jahrhunderte sind Satans Pläne durch die Wirkung des Geistes Gottes zunichte gemacht worden, der die Menschen durch Buße und Unterordnung zu Gott zurückholt. Überall dort, wo der Geist Erfolg hat, wird Satans Herrschaft geschwächt. Sich selbst überlassen, würde die Menschheit – die ja von Natur aus einen starken Hang zu Sünde und Rebellion hat – Satan unbedingte Treue schwören und sich komplett von Gott abwenden. Doch durch den Heiligen Geist wirken Gottes Gnade und Barmherzigkeit in den Herzen der Menschen und veranlassen sie dazu, Buße zu tun und Gottes Angesicht zu suchen.

Die übernatürlichen Zeichen und Wunder Satans
Wir erwähnten es schon: Satan hat übernatürliche Kräfte. Am Ende dieses Zeitalters wird ein Konfl ikt um übernatürliche Macht entbrennen – Gott gegen Satan. In 2. Timotheus 3,8-9 ist zu lesen, dass Pharaos Zauberer Moses Wunder nachmachten:

"Auf die Weise aber wie Jannes und Jambres [Zauberer in Ägypten zur Zeit Moses] Mose widerstanden, so widerstehen auch sie der Wahrheit, Menschen, verdorben in der Gesinnung, im Blick auf den Glauben unbewährt. Sie werden aber nicht weiter vorwärts kommen, denn ihr Unverstand wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war."

Am Ende des Zeitalters wird es einen Zusammenprall geben: die übernatürliche Macht des Heiligen Geistes und der Diener Gottes im Kampf gegen die übernatürliche Macht Satans und seiner Diener – Zauberer, Hexer, Beschwörer, Hellseher, Medien und andere, die Okkultismus praktizieren. Satans Diener werden zuschanden werden, so wie die ägyptischen Zauberer, die nur die ersten drei Wunder Moses nachmachen konnten.

Es heißt in 2. Mose 7,10: "Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und machten es so, wie der HERR geboten hatte: Aaron warf seinen Stab vor dem Pharao und vor seinen Hofbeamten hin, und er wurde zur Schlange." Der Pharao ließ seine Zauberer holen, denen es auch gelang, ihre Stäbe in Schlangen zu verwandeln – entscheidend ist jedoch, was am Ende dabei herauskam: Aarons Stab verschlang die Stäbe der Zauberer (vgl. V.11-12).

Das beunruhigte den Pharao jedoch nicht im Geringsten und so geht der Konfl ikt in 2. Mose 7,19-22 weiter:

"Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Gewässer Ägyptens, über seine Flüsse, Nilarme, Sümpfe und all seine Wasserstellen, so dass sie zu Blut werden! Und im ganzen Land Ägypten wird Blut sein, selbst in Gefäßen aus Holz und Stein. Da taten Mose und Aaron, wie der HERR geboten hatte; und er erhob den Stab und schlug vor den Augen des Pharao und vor den Augen seiner Hofbeamten auf das Wasser im Nil. Da wurde alles Wasser, das im Nil war, in Blut verwandelt. Die Fische im Nil starben… Aber die Wahrsagepriester Ägyptens machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten."

Die Zauberer des Pharao verwandelten Wasser in Blut. Aus diesem Grund stellte der Pharao in Frage, warum er Mose überhaupt zuhören solle.

Nach demselben Muster ging es weiter mit der Froschplage in 2. Mose 8,1-2:

"Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deine Hand mit deinem Stab aus über die Flüsse, die Nilarme und die Sümpfe, und lass die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen! Da streckte Aaron seine Hand aus über die Gewässer in Ägypten, und die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land Ägypten."

Die Zauberer taten dasselbe und der Pharao sagte sinngemäß zu Mose: "Ich brauche nicht auf dich zu hören, denn meine Zauberer haben ganz genau dasselbe getan wie du!" Das Herz des Pharao verhärtete sich und er weigerte sich, auf Moses Bitte einzugehen.

Doch mit dem nächsten Zeichen machte Mose wirklich Eindruck:

"Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub auf der Erde! Dann wird er im ganzen Land Ägypten zu Mücken werden. Sie machten es so: Aaron streckte seine Hand mit seinem Stab aus und schlug den Staub auf der Erde. Da kamen die Mücken über die Menschen und über das Vieh; aller Staub der Erde wurde zu Mücken im ganzen Land Ägypten. Die Wahrsagepriester aber machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten, um die Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken kamen über die Menschen und über das Vieh. Da sagten die Wahrsagepriester zum Pharao: Das ist der Finger Gottes!" (2. Mose 8,12-15)

Wie zur Zeit Moses wird die letzte Schlacht auf Erden nicht auf der Ebene menschlicher Vernunft und Argumentation toben, sondern auf der übernatürlichen Ebene.

Wir müssen uns entscheiden
Satan möchte die Aufmerksamkeit des Menschen auf sich lenken und angebetet werden. Um diese Ziele zu erreichen, wählt er sich eine Person aus, die ihm die politische Kontrolle über die Welt gibt. Mit diesem Ziel vor Augen versuchte er auch Jesus und bot ihm Macht im Tausch gegen Anbetung an.

Es war Satans Absicht, Jesus Macht zu verleihen, auf dass all jene, die Jesus preisen würden, damit im Endeffekt den anbeten würden, der Jesus verehrungswürdig gemacht hätte, nämlich Satan (vgl. Lk 4). Auf dieses Angebot erwiderte Jesus: "Geh hinter mich, Satan" (Lk 4,8)!

Die meisten Leute verstehen diese Worte als eine nachdrückliche Absage an Satan, doch so, wie Jesus es formuliert, bedeutet es wohl eher: "Folge hinter mir nach." Jesus sagte zu Satan: "Ich werde als Erster gehen und du kannst dann nachkommen." Wo auch immer Christus gepredigt und verkündet wird, ist es dem Teufel gestattet, hinter ihm zu gehen und mit seiner Alternative – dem falschen Christus, dem Antichrist – hausieren zu gehen.

Somit steht die Menschheit vor der Wahl: Christus oder der Antichrist. Dies ist auch eine Vorwegnahme jener Szene, in der Pontius Pilatus die Menschenmenge entscheiden lässt, wer aus dem Gefängnis freikommen soll. "Wen wollt ihr, dass ich euch losgeben soll, Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird?" (Mt 27,17) Sie entschieden sich für den Verbrecher Barabbas und ermöglichten dadurch die erste Manifestation des Geists des Antichrists in der Menschheitsgeschichte. Die Menschen gaben Satans Plan nach, lehnten den wahren Christus ab und erwählten sich einen gottlosen, gewalttätigen Mann.

Am Ende dieses Zeitalters werden wir unheimliche Parallelen dazu vorfi nden: Der Mensch wird sich zwischen dem wahren Christus und dem falschen Christus entscheiden. Zuerst wird der wahre Christus in allen Nationen gepredigt werden, begleitet von Zeichen und Manifestationen des Heiligen Geistes; darauf wird Satan folgen und den Antichrist anbieten. Als Nächstes kommt dann die Entscheidung: Jesus oder Barabbas? Jesus Christus oder Satan?

Satans Strategien
Weil Jesus sich weigerte, auf den eben angesprochenen Handel mit Satan einzugehen, sucht dieser sich einen anderen Mann mit bemerkenswerten Fähigkeiten und einer charismatischen Persönlichkeit, um die Herzen der Menschen zu erobern. In der Zwischenzeit verlegt er sich auf zwei Strategien: übernatürliche Aktivitäten satanischer Geister und der fortschreitende Verfall menschlicher Moral und Ethik. Den Verfall der Moral erkennt man besonders deutlich an brutalen Machthabern wie Adolf Hitler und Josef Stalin. Weniger offensichtlich, aber dafür nicht weniger widerwärtig ist das übernatürliche Eingreifen satanischer Geister. Satan wird auch falsche Propheten gebrauchen und falsche Christusse schicken, um Nachfolger Christi zu täuschen und zu vernichten.

AKTIVITÄTEN SATANISCHER GEISTER
Das Alte Testament bestätigt, dass satanische Geister hier auf Erden aktiv werden. In 1. Mose 6,1-2 heißt es über die Zeit Noahs:

"Und es geschah, als die Menschen begannen, sich zu vermehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Söhne Gottes die Töchter der Menschen, dass sie gut waren, und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten."

Ich glaube, dass hier mit "Söhne Gottes" Engel gemeint sind, Engel, die gegen Gott rebellierten, ihren Bereich verließen und sich mit Menschenfrauen vereinigten. Mythen der Antike und historische Berichte aus vielen Kulturen bestätigen dies.

Es heißt weiter in Vers 4:

"In jenen Tagen waren die Riesen [hebräisch nephilim oder "Gefallene"] auf der Erde, und auch danach, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die in der Vorzeit waren, die berühmten Männer."

Diese "berühmten Männer" werden in der griechischen Sprache und Mythologie als "Helden" bezeichnet; die meisten dieser Helden entsprangen der Vereinigung eines Gottes mit einer Menschenfrau (z.B. Zeus und Leda). Dieses Eingreifen Satans und seiner Günstlinge brachte ein dauerhaftes Erbe der Sünde und des Verfalls innerhalb der Menschheit hervor. Ich kenne mindestens drei Frauen, die mir erzählten, dass Dämonen versucht hätten, mit ihnen Geschlechtsverkehr zu haben.

In 1. Petrus 3,19-20 lesen wir, dass Jesus den Geistern im Hades predigte: "[Im Geist] ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete…" Der Judasbrief berichtet etwas Ähnliches:

"Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben [d.h. die nicht auf der himmlischen Ebene blieben], hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter Finsternis verwahrt, wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden." (Judas 6-7)

Zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung stieg Jesus hinab in den Hades, wo Gott aus ganz bestimmten Gründen Geister eingekerkert hatte. In der griechischen Mythologie ist häufi g von einem Ort namens "Tartarus" die Rede; im Neuen Testament trägt der Ort, an dem diese gefangenen Engel verwahrt werden, denselben Namen. Das griechische Standardlexikon erklärt, dass "Tartarus" ein Ort der Gefangenschaft ist – für spezielle Missetaten –, der so weit unterhalb des Hades liegt wie der Hades unterhalb der Erdoberfl äche. In diesem Punkt stimmen die Bibel und die griechische Mythologie überein.

NIEDERGANG UND VERFALL VON ETHIK UND MORAL
Hand in Hand mit den übernatürlichen Aktivitäten satanischer Engel ging der moralische Verfall. Wir lesen in 1. Mose 6,5: "Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken [i.d. engl. King James Bibel "jede Idee und Phantasie"] seines Herzens nur böse den ganzen Tag." In seiner Phantasie brütete der Mensch böse Ideen aus.

Der Text fährt fort in Vers 11: "Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat." Gewalt und Blutvergießen wohin man sah!

Das Fazit in Vers 12 lautet: "Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf Erden." Vor der Flut hatte die Menschheit einen Niedergang erlebt; ihre Degenerierung erkannte man in erster Linie an bösen Gedanken, Gewalt und sexueller Perversion.

Das früheste Gericht Gottes, das über die Welt kam – die Sintflut –, schenkt auch einen Ausblick auf das letzte Gericht. Wiederum ist es so, dass der Heilige Geist durch einen Kanal wirken muss; im Falle der Sintfl ut wirkte er durch Noah und dessen Familie.
In 1. Mose 7,1 erklärt Gott Noah, warum er ihn ausgesucht hatte: "Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in dieser Generation." Noahs Gerechtigkeit reichte für seine ganze Familie aus – ein Paradebeispiel für das in Apostelgeschichte 16,31 verkündete Statement: "Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus." Sobald Noah und seine Familie in Sicherheit waren, wich der Geist Gottes vom Rest der Menschheit und gab Satan sieben Tage lang freie Hand auf Erden; für diese Zeit waren Noah und seine Familie in der Arche regelrecht versiegelt worden, noch bevor es zu regnen begonnen hatte. Das Gericht kam und in den letzten Tagen dürfte sich eine ähnliche Abfolge von Ereignissen abspielen. Jesus sagt ja in Lukas 17,26: "Und wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen."

EIN WEITERER RUCHLOSER HERRSCHER
Ein weiteres alttestamentliches Szenario, das das Ende dieses Zeitalters vorwegnimmt, stammt aus den Tagen Ahabs, eines ruchlosen Königs über das Nordreich Israel. An seiner Herrschaft sieht man einerseits, wie der menschliche Charakter degeneriert und andererseits, wie satanische Mächte übernatürlich ins Weltgeschehen eingreifen.

"Und Ahab, der Sohn Omris, wurde König über Israel im 38. Jahr Asas, des Königs von Juda; und Ahab, der Sohn Omris, regierte über Israel in Samaria 22 Jahre. Und Ahab, der Sohn Omris, tat, was böse war in den Augen des HERRN, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. Und es geschah – war es zu wenig, dass er in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, lebte? –, dass er Isebel, die Tochter Etbaals, des Königs der Sidonier, zur Frau nahm. Und er ging hin und diente dem Baal und warf sich vor ihm nieder. Und er errichtete dem Baal einen Altar im Haus des Baal, das er in Samaria gebaut hatte. Auch machte Ahab die Aschera. Und Ahab fuhr fort, den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn zu reizen, mehr als alle Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren." (1Kö 16,29-33)

In 1. Könige 21,25 wird Ahabs gottloses Treiben noch prägnanter beschrieben: "Es hat in der Tat keinen wie Ahab gegeben, der sich so verkauft hätte, um zu tun, was in den Augen des HERRN böse ist. Ihn hatte seine Frau Isebel verführt." An wen hatte Ahab sich verkauft? An Satan, den Ursprung aller Ruchlosigkeit und Bosheit; er war mit dem Teufel einen Handel eingegangen. Ahabs Frau Isebel ist eine Vorwegnahme der Hure, der falschen Gemeinde. Sie verfolgte und tötete die Propheten des Herrn und förderte falsche Propheten (vgl. 1Kö 18,4). Ihre Taktiken zeigen, was wir von der falschen Gemeinde am Ende dieses Zeitalters erwarten können.

FALSCHE PROPHETEN
Wir müssen davon ausgehen, dass mit der falschen Gemeinde auch falsche Propheten und falsche Christusse erscheinen werden. Wer nicht fest in Christus verwurzelt ist und die Kraft und Wahrheit Gottes nicht kennt, wird der Täuschung und Verführung erliegen und in sein Verderben laufen.

In 1. Timotheus 4,1 finden wir eine eindringliche Warnung: "Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten."

Und in 2. Timotheus 3,13 wird vorausgesagt:

"Böse Menschen und Betrüger aber werden zu Schlimmerem fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden."

In Jeremia 23,16-17 finden wir eine Warnung, die besagt, dass falsche Propheten von Frieden sprechen, während wahre Propheten vor Zerstörung warnen würden:

"So spricht der HERR der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie täuschen euch, die Vision ihres Herzens reden sie, nichts aber aus dem Mund des HERRN. Sie sagen stets zu denen, die mich verworfen haben: ‚Der HERR hat geredet: Ihr werdet Frieden haben’, und zu jedem, der in der Verstocktheit seines Herzens lebt, sagen sie: ‚Kein Unglück wird über euch kommen.’"

Ein Prophet kann Worte des Trostes sprechen, doch wenn wir nicht gemäß der Wahrheit Gottes leben, sind diese Worte auch nicht anwendbar. Der Prophet wiegt seine Zuhörer in einer falschen Sicherheit.

Jeremia fährt fort: "Denn wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat auf sein Wort gelauscht und gehört?" Ein wahrer Prophet steht im Rat Gottes und führt die Menschen weg vom bösen Weg.

Falsche Propheten werden Menschen, die auf die Propheten sehen und sich von ihnen erwarten, dass sie Gottes Willen und Gottes Wege auslegen, viele Probleme bereiten und in die Irre führen. Eine falsche oder lügenhaft konstruierte Auslegung wird jene in die Irre führen, die ihr Glauben schenken. Ein sehr anschauliches Beispiel hierfür finden wir in Hesekiel 22,25-27:

"[Die Verschwörung der Propheten in seiner Mitte ist wie ein brüllender Löwe, der Beute reißt.]… Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine heiligen Dinge; zwischen heilig und nicht heilig unterscheiden sie nicht, und den Unterschied zwischen unrein und rein lassen sie nicht erkennen… Seine Obersten sind in seiner Mitte wie Wölfe, die Beute reißen, um Blut zu vergießen, Seelen zugrunde zu richten, damit sie unrechten Gewinn erlangen."

Gott richtet Propheten, Priester, Oberste, Fürsten und das Volk, aber er fängt bei den Propheten an, die ihn und seinen Willen repräsentieren.

GEHEN SIE DAVON AUS, DASS ES MEHR WERDEN WIRD
In Zeiten des geistlichen Niedergangs nimmt auch die Zahl der falschen Propheten zu. In den Tagen Elias, in der Spätphase von König Ahabs Herrschaft, gab es 450 Baalspropheten und 400 Propheten der unmoralischen heidnischen Gottheit Aschera, also insgesamt 850 falsche Propheten – ein enormer Kontrast zu dem einen wahren Propheten Elia!

Ahab machte sich während seiner Regentschaft auch das Zeugnis von 400 anderen falschen Propheten zunutze, um Joschafat, den König von Juda, von der Notwendigkeit eines Kriegs gegen Ramot in Gilead zu überzeugen. Auch in diesem Fall gab es nur einen wahren Propheten, nämlich Micha. In jener Epoche gab es 1250 falsche und nur zwei wahre Propheten.

Meinen Sie, dass es in unserer heutigen Zeit kein solches Ungleichgewicht gibt? Ich glaube, dass sich am Missverhältnis zwischen falschen und wahren Propheten in der Zwischenzeit nicht viel verändert hat.

Was Gott tut
In Hesekiel 22,23 verkündet Gott Gericht über Israel:

"Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Menschensohn, sprich zu ihm [dem Land Israel]: Du bist ein Land, das nicht [gereinigt], nicht beregnet ist am Tag des Zorns."

Nur der Regen des Heiligen Geistes kann ein Land reinigen. Ohne den Regen des Heiligen Geistes blieb Israel unrein.

Als Nächstes beschreibt Hesekiel, was Gott mit vier verschiedenen Personengruppen tun wird – mit den Propheten, den Priestern, den Fürsten und dem Volk. Er befasst sich mit ihnen in genau dieser Reihenfolge und beginnt beim Propheten, der dem Volk Gottes den Willen und die Wege Gottes auslegt. Und so heißt es in Hesekiel 22,25-28:

"[Die Verschwörung der Propheten in seiner Mitte ist wie ein brüllender Löwe, der Beute reißt.]… Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine heiligen Dinge; zwischen heilig und nicht heilig unterscheiden sie nicht, und den Unterschied zwischen unrein und rein lassen sie nicht erkennen… Seine Obersten sind in seiner Mitte wie Wölfe, die Beute reißen… Und seine Propheten streichen ihnen Tünche darüber, indem sie Nichtiges schauen und ihnen Lügen wahrsagen …."

Das Gericht Gottes beginnt bei der Gemeinde – bei den Propheten. Und leider gibt es falsche Propheten in Hülle und Fülle.

"Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem er sagte: ‚Lass uns anderen Göttern – die du nicht gekannt hast – nachlaufen und ihnen dienen!’, dann sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören oder auf den, der die Träume hat. Denn der HERR, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr den HERRN, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt. Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen, und ihn sollt ihr fürchten. Seine Gebote sollt ihr halten und seiner Stimme gehorchen; ihm sollt ihr dienen und ihm anhängen." (5Mo 13,2-5)

Der eben zitierten Passage können wir entnehmen, dass falsche Propheten Dinge voraussagen, die möglicherweise sogar eintreffen; aber sie sind nicht von Gott, weil die Voraussagen dem Willen Gottes, so wie er in der Schrift offenbart ist, widersprechen. Es heißt in 5. Mose 18,20-22:

"Doch der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht befohlen habe zu reden, oder der im Namen anderer Götter reden wird: dieser Prophet muss sterben. Und wenn du in deinem Herzen sagst: ‚Wie sollen wir das Wort erkennen, das nicht der HERR geredet hat?’, wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht der HERR geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu fürchten."

Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht von falschen Propheten verführen lassen, die Voraussagen treffen, die sich nicht bewahrheiten, weil sie nicht von Gott sind, oder die Voraussagen treffen, die sich bewahrheiten, aber der Schrift widersprechen. Es ist unbiblisch, jemandem zu erlauben, die Gabe der Prophetie auszuüben, ohne zu prüfen, was er prophezeit. Was er sagt, muss mit der Schrift übereinstimmen.

Okkultismus auf dem Vormarsch
Am Ende des Zeitalters wird der Okkultismus auf dem Vormarsch sein. Leute, die Magie, Hexerei und Zauberei betreiben, werden sich selbst und andere täuschen und verführen und so Wegbereiter des Antichrists sein. Zauberer, Hellseher und andere Menschen, die übernatürliche, satanische Kräfte ausüben, werden zu immer Schlimmerem voranschreiten. Wir hielten bereits fest, dass drei der Wunder, die Mose im Namen Gottes wirkte, um den Pharao dazu zu bewegen, die Israeliten aus Ägypten freizulassen, von den Zauberern des Pharao nachgemacht wurden, die auf diese Weise die Macht Satans im übernatürlichen Bereich demonstrierten.

Leute, die Böses tun, werden immer Schlimmeres vollbringen, wie auch die Gerechten immer gerechter werden. Und so lautet auch die Anweisung in Offenbarung 22,10-12:

"Versiegle nicht die Worte der Weissagung dieses Buches! Denn die Zeit ist nahe. Wer Unrecht tut, tue noch Unrecht, und der Unreine verunreinige sich noch, und der Gerechte übe noch Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich noch!"

Wo diese Freiheit herrscht, werden die Menschen ihren natürlichen Neigungen bis zu ihrem logischen Ende nachgehen. Dem Bösen und Gottlosen sagt Gott: "Greif in die Vollen, denn du hast nicht mehr lange!" Dem Gerechten trägt er hingegen auf, stets der Gerechtigkeit nachzujagen, ohne selbstzufrieden zu werden.

Gott wird die Zielscheibe auf Satan richten
"Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?" (1Petr 4,17)

In Hesekiel 8,10-14 berichtet der Prophet, was er im Heiligtum des Tempels Jahwes in Jerusalem gesehen hatte:

"Und ich ging hinein und sah, und siehe, da waren allerlei Abbilder von Kriechtieren und Vieh: Abscheuliches und allerlei Götzen des Hauses Israel ringsherum auf der Wand als Ritzzeichnung zu sehen. Und siebzig Männer von den Ältesten des Hauses Israel standen davor, und Jaasanja, der Sohn Schafans, stand mitten unter ihnen; und jeder hatte seine Räucherpfanne in seiner Hand; und der Duft einer Weihrauchwolke stieg empor. Und er sprach zu mir: Hast du gesehen, Menschensohn, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, jeder in seinen Bilderkammern? Denn sie sagen: ‚Der HERR sieht uns nicht, der HERR hat das Land verlassen.’ Und er sprach zu mir: Du sollst noch größere Gräuel sehen, die sie verüben. Und er brachte mich an den Eingang des Tores am Haus des HERRN, das nach Norden weist; und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammus beweinten."

Gottes Volk betete im Tempel Gottes entsetzliche dämonische Götzenbilder an. Frauen beweinten den Tammus, einen heidnischen Fruchtbarkeitsgott, der, wie man glaubte, zu bestimmten Jahreszeiten "stirbt" und im Frühling wiederaufersteht.

Der Text fährt fort:

"Und er brachte mich in den inneren Vorhof des Hauses des HERRN; und siehe, am Eingang des Tempels des HERRN, zwischen der Vorhalle und dem Altar, standen etwa 25 Männer, ihre Rücken gegen den Tempel des HERRN und ihre Gesichter nach Osten gerichtet; und sie warfen sich nach Osten hin anbetend vor der Sonne nieder." (V.16)

Wegen dieser abscheulichen Praktiken bringt Gott das Gericht über Jerusalem. Er versah all jene, die über diese Gräuel seufzten und klagten, mit einem Kennzeichen, um sie zu verschonen. Alle anderen, die kein Kennzeichen hatten, wurden vernichtet (vgl. Hes 9,4-6).

Satans Verbündete sind schon von vornherein Verlierer, weil Satan selbst ein Verlierer ist. Seine Niederlage ist unausweichlich. Falls wir uns ihm angeschlossen haben, wäre es klug, die Seiten zu wechseln, solange wir noch können. Er wird uns für unsere Anstrengungen weder gerecht behandeln noch entlohnen; wenn er mit uns fertig ist, wird er uns verstoßen. Es heißt in Offenbarung 17,16:

"Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihr Fleisch fressen und sie mit Feuer verbrennen. Denn Gott hat in ihre Herzen gegeben, seinen Sinn zu tun und in einem Sinn zu handeln und ihr Königreich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes vollendet sein werden."

Die zehn Hörner, Untergebene des Antichrists, werden die Hure letztendlich vernichten. Die falsche Gemeinde wird sich also selbst zerstören und von derselben politischen Macht ruiniert werden, die sie selbst manipulativ einsetzte, um ihre Position zu erlangen.

Die Gemeinde heute
Es ist nicht so, dass diese Situation keinen Bezug zur heutigen Gemeinde Jesu hätte! Ja, wir glauben, dass derselbe geistliche Schmutz und dieselben Gräuel, die zur Zeit Hesekiels in den Tempel Einlass gefunden hatten, auch in die heutige bekennende Gemeinde Jesu einsickern.

Die auffälligsten Gräuel – insbesondere unter jenen, die Autoritätspositionen bekleiden, also Priester, Bischöfe und andere geistliche Führungspersonen – sind Feminismus und Homosexualität. Kritiker der wahren Gemeinde Jesu nennen diese "patriarchalisch" oder "hierarchisch" und versuchen so, ihre Struktur und Praxis aus den Angeln zu heben.

Wiederum ist es so, dass – wie Amos 6,3-6 sehr klar aufzeigt – Gott all jene verschonen wird, die über diese Gräuel weinen und wehklagen:

"Ihr, die ihr den Tag des Unglücks hinausschiebt und die Herrschaft der Gewalt herbeiführt. Sie liegen auf Elfenbeinlagern und räkeln sich auf ihren Ruhebetten. Sie essen Fettschafe von der Herde und Kälber aus dem Maststall. Sie faseln zum Klang der Harfe, denken sich wie David Musikinstrumente aus. Sie trinken Wein aus Schalen und salben sich mit den besten Ölen, aber über den Zusammenbruch Josefs sind sie nicht bekümmert."

Wenn wir auf unser eigenes Wohlergehen achten anstatt daran zu arbeiten, dass uns das Leid der Menschen in unserer Umgebung ein Anliegen ist, ist unser Geist weit vom Geist Christi entfernt.

Ein noch umfassenderes Bild des moralischen und ethischen Niedergangs am Ende dieses Zeitalters finden wir in 2. Timotheus 3,1-5:

"Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen."

Je näher das Ende heranrückt, desto mehr müssen wir darauf achten, uns von allem Bösen zu trennen und zu distanzieren. Über jene, die die eben zitierten Charaktereigenschaften aufweisen, heißt es dann am Ende von Vers 5: "Und von diesen wende dich weg!"

Wir müssen uns entscheiden, mit wem wir gemeinsame Sache machen, denn das gibt den Ausschlag über unsere ewige Bestimmung. Satan möchte uns in seine Falle locken. Widerstehen wir seinen Ränken und Plänen und bleiben wir bei jenen, die dem Herrn nachfolgen!


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen