· 

Satans Werk in Beziehung zu Israel

Die fünfte Kategorie ist Satans Werk in Beziehung zu Israel. Einfach ausgedrückt ist er der Gegner Israels (1Chr 21,1; Sach 3,1-2).

 

Zu 1. Chronik 21,1:

"Und Satan stand auf gegen Israel und reizte David, Israel zählen zu lassen"

 

Satan versuchte David, indem er ihn dazu veranlasste, eine Volkszählung vorzunehmen. Obwohl dies nichts grundsätzlich Unrechtes war, zeigte diese Handlung, das David mehr auf die Anzahl seiner Krieger vertraute als auf Gott.

 

2. Samuel 24,1 berichtet, dass es Gott war, der David "reizte". Diese offensichtliche Diskrepanz lässt sich dadurch erklären, dass Gott in seiner Souveränität und Duldsamkeit Satan zum Erreichen seiner Absichten benutzte. Gott gebraucht Satan, um Sünder zu richten (vgl. Mk 4,15; 2Kor 4,4), um Gläubige zu läutern (vgl. Hi 1,8; 2,10; Lk 22,31.32), um Gemeindeglieder zu züchtigen (vgl. 1Kor 5,1-5; 1Tim 1,20) und um gehorsame Gläubige weiter zu reinigen (vgl. 2Kor 12,7-10). Weder Gott noch Satan zwangen David zu sündigen (vgl. Jak 1,13-15), aber Gott ließ zu, dass der Satan David versuchte, und David entschloss sich zu sündigen. Aus seinem stolzen Herzen tauchte Sünde auf und Gott strafte ihn dafür.

 

Zu Sacharja 3,1-2:

"1 Und er ließ mich den Hohenpriester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des HERRN stand; der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. 2 Da sprach der HERR zum Satan: Der HERR schelte dich, du Satan; ja, der HERR schelte dich, er, der Jerusalem erwählt hat! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?"

 

Satan (hebr. für "Widersacher, Ankläger") verklagte Israel, es sei nicht würdig, seine priesterlichen Aufgaben zu erfüllen. Gott antwortet dem Satan, dass er das Volk wie einen Brandscheit/ Holzscheit aus dem Feuer gerissen (d.h. aus der Gefangenschaft geführt) hat.

 

Die Szene hat einen gerichtlichen Charakter, da Jeschua, der Hohepriester bei der Wiederherstellung, der mit Serubbabel zu den ersten Rückkehrern gehörte (vgl. Esr 3,2; 5,2; Hag 1,1), von Satan verklagt wird, der an seiner rechten Seite stand, dem Platz der Anklage unter dem Gesetz (vgl. Ps 109,6). Dass Jeschua stellvertretend für das ganze Volk steht, wird ersichtlich durch:

 

1. die Betonung, die in diesen Visionen dem Volk gilt;

2. den Tadel in V. 2, der sich auf Gottes Erwählung Jerusalems bezieht, nicht auf Jeschua;

3. Jeschua und seine Gefährten in V. 8, die als Symbole des zukünftigen Israels dienen, und

4. die Anwendung auf das Land in V. 9.

 

Satan, der arglistige Widersacher und Ankläger steht in der Gegenwart des Herrn, um Israels Sünden sowie ihre Unwürdigkeit in Bezug auf Gottes Gunst zu verkünden. Die Situation ist entscheidend: Wenn Jeschua gerechtfertigt wird, ist Israel angenommen; wenn er aber verworfen wird, wird auch Israel verworfen. Gottes ganzer Plan für das Volk wurde durch das Ergebnis enthüllt. Israels Hoffnungen würden entweder zerstört werden oder bestätigt.


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen