Johannes 19,30
„Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.“
Der Ruf Jesu am Kreuz gehört zu den gewaltigsten Worten der gesamten Weltgeschichte: „Es ist vollbracht!“ (Joh 19,30)
Doch was bedeutet das eigentlich?
Das griechische Wort, das hier verwendet wird, lautet „tetelestai“. Es beschreibt nicht einfach ein Ende, sondern die vollständige Ausführung eines Auftrags, etwas ist zu seinem Ziel gekommen, vollständig erfüllt und abgeschlossen.
Als Jesus diese Worte spricht, geschieht das nicht zufällig im Moment des Sterbens. Johannes macht deutlich, dass Jesus wusste, dass nun alles vollendet war (Joh 19,28). Sein Leben, sein Auftrag und sein Leiden laufen genau an diesem Punkt zusammen.
Dabei geht es nicht nur um ein Werk, sondern auch um Liebe. Jesus hatte die Seinen geliebt: „und er liebte sie bis ans Ende“ (Joh 13,1). Dieses Ende ist nicht einfach der Tod, sondern die bewusste Vollendung dessen, was er gekommen war zu tun.
Wie unbegreiflich tief diese Liebe war, zeigte sich selbst noch in den furchtbarsten Qualen der Kreuzigung: Anstatt zu klagen, kam kein liebloses Wort über seine Lippen. Im Gegenteil, Jesus vergab seinen Peinigern bedingungslos und betete für sie: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Sogar in seinen letzten Atemzügen dachte er nicht an sich selbst, sondern sorgte sich liebevoll um seine Mutter und vertraute sie in seiner Todesstunde der Fürsorge seines Jüngers an. Seine Vergebung war absolut vollkommen und nicht an irgendwelche Forderungen geknüpft.
„Es ist vollbracht“ ist deshalb kein Ausdruck von Niederlage, sondern von Vollendung. Kein Aufgeben, sondern ein bewusst ausgesprochener Abschluss.
Genau hier beginnt die eigentliche Frage: Was genau wurde am Kreuz vollbracht?
Die vollständige Sühnung der Sünde
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ erklärt Jesus, dass die Schuld des Menschen vollständig getragen und bezahlt ist.
Nach dem Zeugnis der Schrift gilt: „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“ (Hebr 9,22). Unter dem Alten Bund wurden immer wieder Opfer dargebracht, doch sie konnten die Sünde nie endgültig wegnehmen. Sie waren Hinweise und Vorschattungen auf ein größeres, zukünftiges Opfer.
Ein besonders eindrückliches Bild für eine solche Vorschattung ist das Passahfest. Als die Israeliten vor dem Todesgericht bewahrt werden sollten, mussten sie das rettende Blut des Passahlamms mit einem Büschel Ysop an ihre Türrahmen streichen. Wie perfekt Gottes Erlösungsplan bis ins kleinste Detail erfüllt wurde, zeigt sich am Kreuz: Als Jesus kurz vor seinem Tod „Mich dürstet“ rief, reichte man ihm einen Schwamm mit Essig, befestigt an genau einem solchen Ysop-Zweig. Jesus ist das endgültige Passahlamm, dessen Blut uns vor dem gerechten Gericht rettet.
Am Kreuz geschieht dieses endgültige Opfer. Christus ist nicht in ein von Menschen gemachtes Heiligtum eingegangen, sondern in den Himmel selbst „um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen“ (Hebr 9,24). Und er hat sich nicht mehrfach geopfert, sondern „ein für allemal“ (Hebr 9,26).
Damit wird klar: Die Sühnung ist vollständig. Es fehlt nichts mehr.
Jesus stirbt nicht für seine eigene Schuld, sondern stellvertretend: „Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten“ (1Petr 3,18). Und das geschah nicht, weil der Mensch es verdient hätte, sondern aus reiner Gnade: „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Röm 5,8).
Am Kreuz wird die Schuld nicht relativiert, sondern ernst genommen und zugleich vollständig bezahlt.
„Es ist vollbracht“ bedeutet deshalb: Die Forderung der Sünde ist erfüllt. Die Schuld ist getragen. Die Rechnung ist beglichen.
Es bleibt kein Rest.
Wie wörtlich diese beglichene Rechnung zu nehmen ist, verdeutlicht ein faszinierender archäologischer Fund: Man entdeckte bei Ausgrabungen eines antiken Steuerbüros aus jener Zeit einen Stapel uralter Rechnungen. Quer über diese Dokumente stand groß das Wort geschrieben: TETELESTAI. Im damaligen Alltag bedeutete das ganz praktisch: „Es ist vollständig bezahlt“. Genau das ist am Kreuz geschehen: Jesus hat den Schuldbrief unseres Lebens genommen und die Schuld vollständig bezahlt, womit die Macht der Sünde ein für alle Mal gebrochen ist.
Die Erfüllung des Gesetzes
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ erklärt Jesus auch, dass das Gesetz (das mosaische Gesetz) in allen seinen Forderungen vollständig erfüllt ist.
Er selbst hatte gesagt: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Mt 5,17-18). Genau das geschieht am Kreuz.
Das Gesetz forderte vollkommenen Gehorsam und sprach zugleich das Gericht über jeden aus, der es übertrat. Kein Mensch konnte diesen Maßstab erfüllen. Deshalb stand der Mensch unter dem Fluch des Gesetzes.
Jesus erfüllte beides: Er lebte vollkommen unter dem Gesetz und trug am Kreuz den Fluch, der auf dem Übertreter lag.
Paulus beschreibt das so, dass die „Schuldschrift“ gegen uns ausgelöscht wurde, indem sie ans Kreuz geheftet wurde (Kol 2,14). Damit ist die Anklage des Gesetzes nicht mehr wirksam.
Gleichzeitig wird deutlich: Christus ist „das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt“ (Röm 10,4). Der Weg zur Gerechtigkeit führt nicht über das Gesetz, sondern über ihn.
Auch rückblickend erklärt Jesus, dass sich alles erfüllen musste, „was im Gesetz Mose und in den Propheten und in den Psalmen von mir geschrieben steht“ (Lk 24,44). Sein Werk steht also in vollständiger Übereinstimmung mit der gesamten Schrift.
„Es ist vollbracht“ bedeutet deshalb: Das Gesetz ist erfüllt, seine Forderungen sind erfüllt, und seine Anklage ist beendet.
Der Weg zu Gott führt nicht über das Halten des Gesetzes, sondern über Christus selbst.
Die Grundlage des neuen Bundes
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ wird auch der Neue Bund wirksam, den Gott lange zuvor verheißen hatte.
Schon im Alten Testament kündigt Gott an: „Siehe, es kommen Tage … da werde ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen“ (Jer 31,31-34). Dieser Bund sollte sich grundlegend vom Alten unterscheiden, nicht mehr durch äußere Gebote geprägt, sondern durch Vergebung und ein verändertes Herz.
Am Abend vor seinem Tod greift Jesus diese Verheißung auf und sagt über den Kelch: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut“ (Lk 22,20). Damit macht er deutlich: Sein Tod ist die Grundlage dieses Bundes.
Ein Bund tritt erst durch ein Opfer in Kraft. Genau das erklärt der Hebräerbrief: Christus ist „Mittler eines neuen Bundes“ (Hebr 9,15), weil sein Tod die Voraussetzung dafür geschaffen hat. Dieser Bund ist „besser“ (Hebr 8,6), weil er auf endgültiger Vergebung beruht.
Das bedeutet: Sünden werden nicht mehr nur zugedeckt, sondern wirklich vergeben. Die Beziehung zu Gott steht nicht unter dem Gesetz, sondern unter Gnade.
„Es ist vollbracht“ heißt deshalb: Die Grundlage für den Neuen Bund ist gelegt. Der Zugang zu Gott ist nicht an den Alten Bund gebunden, sondern an das vollendete Werk Christi.
Der Bund ist nicht mehr zukünftig; er ist in Kraft!
Der Sieg über Sünde, Tod und Teufel
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ erklärt Jesus auch den Sieg über die Mächte, die den Menschen gefangen hielten.
Die Sünde brachte den Tod und der Tod hielt den Menschen in Furcht und Knechtschaft. Hier greift das Werk Christi ein. Durch seinen Tod hat Jesus „den zunichtegemacht, der die Macht des Todes hat, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreit, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden“ (Hebr 2,14-15).
Der Tod selbst verliert damit seine entscheidende Macht. Paulus bringt es später auf den Punkt: „Tod, wo ist dein Stachel? … Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus“ (1Kor 15,55-57).
Auch die Verdammnis ist aufgehoben. „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind“ (Röm 8,1-2). Was den Menschen vor Gott schuldig machte, ist am Kreuz endgültig geregelt worden.
Gleichzeitig geschieht etwas, das von außen nicht sichtbar ist: Die geistlichen Mächte werden entmachtet. Christus hat die „Mächte und Gewalten entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt“ (Kol 2,15). Das Kreuz, das wie eine Niederlage aussieht, ist in Wirklichkeit der Ort des Triumphs.
Auch das Ziel seines Kommens wird hier deutlich: „Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre“ (1Joh 3,8).
„Es ist vollbracht“ bedeutet deshalb: Die Macht der Sünde ist gebrochen, der Tod ist entmachtet und der Teufel ist besiegt.
Was den Menschen gefangen hielt, hat seine endgültige Autorität verloren.
Die Versöhnung mit Gott dem Vater
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ erklärt Jesus auch, dass die Trennung zwischen Gott dem Vater und Mensch aufgehoben ist.
Die Sünde hatte Feindschaft geschaffen. Der Mensch stand nicht neutral vor Gott, sondern getrennt von ihm. Doch genau diese Situation wird am Kreuz grundlegend verändert.
Paulus beschreibt es so: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst“ (2Kor 5,19). Versöhnung bedeutet nicht nur Vergebung, sondern die Wiederherstellung einer Beziehung, die zuvor zerbrochen war.
Diese Versöhnung geschieht durch das Blut Jesu. „Er hat Frieden gemacht durch das Blut seines Kreuzes“ (Kol 1,20). Das, was den Menschen von Gott trennte, ist beseitigt worden.
Damit wird aus Feindschaft Nähe und Beziehung. „Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren“ (Röm 5,10).
Gott war nie der Feind des Menschen. Er muss nicht mit Menschen versöhnt werden, sondern der Mensch mit ihm. Christus starb nicht, damit Gott mich lieben kann, sondern dass die Liebe mich erreichen kann.
„Es ist vollbracht“ bedeutet deshalb: Die Trennung ist aufgehoben. Frieden mit Gott ist möglich. Der Zugang zu ihm ist nicht mehr verschlossen.
Der Mensch kann wieder in Beziehung zu seinem Schöpfer treten, nicht auf eigener Grundlage, sondern durch das vollendete Werk Christi.
Was diese Versöhnung tiefgreifend bedeutet, lässt sich eindrücklich mit einem Präriebrand veranschaulichen: Wenn ein tödliches Feuer mit rasender Geschwindigkeit auf einen zukommt, gibt es nur eine sichere Rettung. Man muss sich auf einen Platz flüchten, an dem das Feuer bereits gebrannt hat, denn dort findet es keine Nahrung mehr. Übertragen auf das Kreuz dürfen wir sagen: Auf dem Hügel Golgatha hat das Feuer des gerechten Zornes Gottes über unsere Sünden bereits gebrannt. Wer sich unter das Kreuz flüchtet und sich auf dieses vollbrachte Werk stellt, ist absolut sicher und für immer mit Gott versöhnt.
Der freie Zugang zu Gott
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ wird auch deutlich, dass der Weg in die Gegenwart Gottes geöffnet ist.
Im Moment des Todes Jesu geschieht etwas Entscheidendes: Der Vorhang im Tempel zerreißt „von oben bis unten“ (Mt 27,51). Dieser Vorhang trennte das Allerheiligste, den Ort der Gegenwart Gottes, vom Rest des Tempels. Sein Zerreißen ist ein klares Zeichen: Die Trennung ist aufgehoben.
Der Hebräerbrief erklärt die Bedeutung: „Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum … durch den Vorhang hindurch, das ist durch sein Fleisch“ (Hebr 10,19-20).
Der Zugang zu Gott ist damit nicht mehr auf einen bestimmten Ort, ein Priestertum oder ein System von Opfern beschränkt. Er ist offen, durch das Opfer Jesu.
„Es ist vollbracht“ bedeutet deshalb: Der Weg zu Gott ist frei. Die Barriere ist beseitigt. Der Zugang in seine Gegenwart ist dauerhaft geöffnet.
Was zuvor nur dem Hohepriester einmal im Jahr möglich war, ist nun für alle zugänglich, die durch Christus zu Gott kommen.
Der Abbruch der Trennung zwischen Juden und Heiden
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ wird auch eine tiefgreifende Trennung innerhalb der Menschheit aufgehoben.
Das Gesetz mit seinen Ordnungen und Satzungen hatte Israel von den übrigen Völkern getrennt. Diese Trennung war nicht nur geistlich, sondern führte auch zu Feindschaft.
Am Kreuz wird genau diese Grenze beseitigt. Paulus schreibt, dass Christus „unser Friede ist“, der „aus beiden eins gemacht hat und die Zwischenwand der Umzäunung abgebrochen hat“ (Eph 2,14).
Diese „Zwischenwand“ steht für die Trennung zwischen Juden und Heiden. Durch sein Opfer hat Christus diese Feindschaft aufgehoben und „in sich selbst aus den zweien einen neuen Menschen geschaffen“ (Eph 2,15).
Das Ziel ist klar: eine neue Einheit, die nicht mehr durch Herkunft oder Gesetz bestimmt ist, sondern durch Christus selbst.
„Es ist vollbracht“ bedeutet deshalb: Die trennende Grenze ist gefallen. Aus zwei getrennten Gruppen ist eine neue Einheit entstanden.
Am Kreuz entsteht etwas völlig Neues; die Gemeinde, in der die alte Feindschaft keinen Platz mehr hat.
Der Erwerb der Gemeinde
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ wird auch deutlich, dass Jesus sich ein Eigentumsvolk erkauft hat.
Die Gemeinde ist nicht einfach entstanden, sie ist erkauft worden. Paulus spricht davon, dass Gott die Gemeinde „durch sein eigenes Blut erworben hat“ (Apg 20,28). Der Preis dafür war nicht gering, sondern das Leben Christi selbst.
Gleichzeitig beschreibt er die Beziehung in persönlicher Weise: „Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben“ (Eph 5,25). Der Tod am Kreuz ist also nicht nur ein allgemeines Werk für die Menschheit, sondern auch ein gezieltes Handeln für sein Volk.
Das bedeutet: Die Gemeinde gehört Christus. Sie ist nicht ihr eigener Ursprung, sondern das Ergebnis seines Opfers.
„Es ist vollbracht“ heißt deshalb: Der Kaufpreis ist bezahlt. Die Gemeinde ist erworben. Sie steht auf der Grundlage seines Blutes.
Was hier entsteht, ist nicht menschlich aufgebaut, sondern göttlich erkauft und gehört dem, der sein Leben dafür gegeben hat.
Die Erfüllung der Schrift
Mit den Worten „Es ist vollbracht“ erklärt Jesus auch, dass sich die Schrift erfüllt hat.
Schon kurz vor seinem Tod heißt es, dass Jesus wusste, „dass schon alles vollbracht war, damit die Schrift erfüllt würde“ (Joh 19,28). Sein Handeln geschieht nicht zufällig, sondern in Übereinstimmung mit dem, was zuvor angekündigt war.
Das betrifft nicht nur einzelne Details, sondern das gesamte Leiden des Messias. Der Psalm 22 beschreibt die Kreuzigung in erstaunlicher Genauigkeit (Ps 22,16-18). Jesaja spricht von dem leidenden Knecht, der „um unserer Übertretungen willen durchbohrt“ wird (Jes 53,5). Und Sacharja kündigt an: „Sie werden auf mich sehen, den sie durchbohrt haben“ (Sach 12,10).
Dies sind jedoch nur einige wenige Beispiele. Insgesamt sind durch Jesu Leben, sein Sterben, seine Auferstehung und seine Himmelfahrt über 300 konkrete Prophezeiungen aus dem Alten Testament erfüllt worden. Eine derartige Fülle an exakt eingetroffenen Vorhersagen ist in der gesamten Weltliteratur und Religionsgeschichte absolut einzigartig.
Auch nach der Auferstehung erklärt Jesus selbst, dass sich alles erfüllen musste, „was im Gesetz Mose und in den Propheten und in den Psalmen von mir geschrieben steht“ (Lk 24,44).
Damit wird deutlich: Das Kreuz ist kein unerwartetes Ereignis, sondern die Erfüllung eines lange vorbereiteten Plans Gottes.
„Es ist vollbracht“ bedeutet deshalb: Alles, was angekündigt und prophezeit war, ist erfüllt. Die Schrift hat ihr Ziel erreicht.
Was Gott verheißen hatte, ist am Kreuz Wirklichkeit geworden.
Tetelestai! Es ist vollbracht!
Wie wenden wir „Es ist vollbracht!“ im Alltag an?
Nach all diesen gewaltigen biblischen Wahrheiten stellt sich die Frage, was das für unser tägliches Leben bedeutet. Zuerst einmal müssen wir diese Errettung für uns persönlich annehmen. Wer das getan hat, wendet das vollbrachte Werk im Alltag an, indem er voller Dankbarkeit lebt und sich immer wieder, auch im Mahl des Herrn, an dieses Rettungswerk erinnert.
Diese Dankbarkeit zeigt sich ganz praktisch darin, dass wir Gottes Wort gehorsam sind und wie Jesus darauf bedacht sind, den Willen des Vaters zu erfüllen. Weil die Liebe Jesu uns in unseren tiefsten Nöten Geborgenheit gibt, können wir diese göttliche Liebe auch an unsere Mitmenschen weitergeben. Wer dieses vollbrachte Werk wirklich begriffen hat, kann nicht anders, als auch anderen – der Familie, Freunden und Nachbarn – diese rettende Botschaft zu bezeugen. Und schließlich wenden wir „Es ist vollbracht!“ an, indem wir voller Hoffnung und Erwartung auf die Wiederkehr unseres Herrn warten.
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Gottes Segen Euch allen!
1. Thessalonicher 5,23
„Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!“
Amen und Amen
