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Wahrer Frieden

Psalm 119,165

"Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und nichts bringt sie zu Fall"

 

Epheser 2,14

"Denn er [Christus] ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung"

 

Kolosser 1,20

"und durch ihn [Jesus] alle Dinge mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln"

 

Johannes 14,27

"Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam"


INHALT

Einleitung

■ Die Bedeutung von Frieden (Schalom)

■ Erlösung von Sünde und Versöhnung mit Gott

  • Versöhnung mit Gott (Sühne)

  • Die Notwendigkeit der Versöhnung - Warum?

  • Die Verwirklichung der Versöhnung - Wie?

  • Der Gegenstand der Versöhnung - Wer?

  • Ermöglichung und Zueignung der Versöhnung

■ Kein Frieden auf Erden?

  • Zwei Arten von Frieden

■ Der Schlüssel zum Frieden

■ Gerechte Regierung und wahrer Friede

■ Kein Frieden ohne den Fürst des Friedens

■ Die Erfüllung des Gesetzes

  • Die Frage nach dem größten Gebot

■ Die Botschaft des Friedens

■ Im Frieden leben - Lass Jesus Christus regieren

■ Bibelstellen zu "Frieden"


In der heutigen Welt tendieren wir dazu, ein höchst unzureichendes und unvollständiges Bild davon zu haben, was Frieden ist. Hinzu kommt eine niedrige Haltung gegenüber dem Frieden. Für uns herrscht überall Frieden, wo es keine Kriege gibt. Solange Nationen nicht mit militärischen Waffen gegeneinander kämpfen, sagen wir: "Es herrscht Frieden". Es mag Bitterkeit, Hass, Angst und Feindseligkeit geben, aber wir sprechen immer noch von Frieden. Diese Sichtweise ist absolut lächerlich. Friede, den die Bibel beschreibt, ist anders, als dass was wir Menschen aus uns selbst heraus produzieren.

 

Es ist überaus bedeutend zu verstehen, dass die Bibel viel höhere Erwartungen an den Frieden hat. Doch was sagt die Bibel über wahren Frieden?

 

Die Bedeutung von Frieden (Schalom)

Das hebräische Wort für "Frieden" ist "Schalom". Es wird im Hebräischen heute als Begrüßung benutzt, bedeutet mehr als nur die Abwesenheit von Streit oder Krieg und es bedeutet weitaus mehr als Frieden.

 

"Schalom" kommt aus einer Wurzel, die Ganzheit und Vollständigkeit bedeutet. Also ist Friede Vollständigkeit und Ganzheit. Weiterhin bedeutet Schalom: Wohlergehen, einwandfreier Zustand sowie Frieden in der Beziehung zu Gott und zu den Menschen, Sicherheit, Gesundheit, Erfolg, Ruhe, Zufriedenheit und Übereinstimmung. Es bedeutet, dass es einem an nichts fehlt. Es bedeutet eine komplette Person zu sein; ein volles Leben zu führen.

 

Frieden ist kein seelisches Gefühl. Es bezeichnet die Wirklichkeit. Alles ist und wird gut, weil Gott gut ist und mit uns ist!

 

Ein Idealbild dessen, was "Frieden" in diesem Sinne heißt, zeichnet Psalm 72, wo das Wort an zentralen Stellen (Ps 72,3.7) mit "Wohlstand" übersetzt vorkommt. Im Neuen Testament ist "Frieden" vor allem die Wiederherstellung des durch in Sünde gestörten Verhältnisses zu Gott (Versöhnung mit Gott) und das daraus erwachsende umfassende Heil.

 

Frieden ist das Geschenk Gottes an uns! Friede ist die Beseitigung des Widerstreits, der Rebellion, gegen Gott und Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott durch die Versöhnungstat Christi am Kreuz, durch Glaubensgehorsam.

 

Erlösung von Sünde und Versöhnung mit Gott

Erlösung bedeutet Befreiung durch ein Lösegeld. Der Begriff "erlösen" bedeutet so viel wie "zurückkaufen". Für Gläubige ist dies besonders wichtig, weil das Lösegeld für die Erlösung eines jeden Einzelnen das Blut des Herrn selbst ist.

 

Die Erlösung umfasst drei Grundgedanken:

1. Wir sind von etwas erlöst, nämlich vom Marktplatz oder von der Sklaverei der Sünde

2. Wir sind durch etwas erlöst, nämlich durch die Bezahlung eines Preises, des Blutes Christi

3. Wir sind für etwas erlöst; nämlich für die Freiheit, um mit unserem Gott in Gemeinschaft sein zu können und unserem Herrn zu dienen, der uns erlöst hat

 

• Versöhnung mit Gott (Sühne)

Versöhnung bedeutet eine erneuerte Beziehung, den Schritt von Feindschaft zu Eintracht und Frieden zwischen zwei Parteien. Menschen können miteinander (Mt 5,24; 1Kor 7,11), und mit Gott versöhnt werden (Röm 5,1-11; 2Kor 5,18-21; Eph 2,16; Kol 1,20).

 

Versöhnung ist Sühne. Sühne ist das Werk, das Jesus durch Seinen Tod an unserer Stelle vollbracht hat. Die ganze Offenbarung der Heiligen Schrift dreht sich eigentlich genau darum: Sühne. Sühne stellt die Gunst Gottes gegenüber dem Sünder wieder her. Sühne ist Versöhnung und durch die Sühne werden Gott und der Sünder, die einander entfremdet waren, wieder eins. Sühne ist völlige Versöhnung und Vereinigung.

 

Durch das Kreuz werden Gott und der Sünder miteinander "versöhnt".

 

• Die Notwendigkeit der Versöhnung - Warum?

Die Versöhnung ist notwendig, weil Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist.

 

Sünde ist eine innerliche, geistliche Haltung des Stolzes und Rebellion gegenüber Gott, die sich in äußerlich sichtbaren Handlungen des Ungehorsams ausdrückt. Sünde ist ein abweichendes Verhalten; eine Abweichung von dem, was Gott sagt, das in Verirrungen führt (sich in Sünde verstricken).

 

Das Wesen der Sünde liegt primär nicht darin, Böses zu tun, sondern es liegt in dem Verlangen, von Gott unabhängig zu sein.

 

Sünde ist Absonderung von Gott und ist sowohl Abfall von dem Treueverhältnis zu Gott, als auch Ungehorsam gegenüber Seiner Gesetze und Gebote, denn jeder der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit (1Joh 3,4). 

 

Gott hat die Initiative ergriffen und die Welt mit sich selbst versöhnt. Das geschah durch den Tod Christi, und dadurch wurde die Welt vor Gott erlösbar. Obwohl die Welt aber versöhnt ist, muss der Mensch sich versöhnen lassen, indem er seine Einstellung zu Christus ändert. Dann und nur dann erneuert sich seine Beziehung zu Gott.

 

Durch die Sünde befinden sich Gott und der Mensch in einem Zustand der Feindschaft (Röm 5,10). Verhielten wir uns feindselig zu Gott, oder war Gott der Feind der Menschen? Die letzte Antwort scheint richtig zu sein, denn Gott betrachtete uns als seine Feinde. Diese Bedeutung nimmt dasselbe Wort in Römer 11,28 an, wo Gott das Volk Israel zu seinen Feinden rechnet. Die Erwähnung des Zornes Gottes in Römer 5,9 bekräftigt diese Auslegung, denn Feinde sind Gegenstand des Zorns. Unsere Entfremdung von Gott hätte nicht schlimmer sein können. Unbedingt brauchen wir eine Erneuerung der Beziehung, eine Versöhnung.

 

• Die Verwirklichung der Versöhnung - Wie?

Die Versöhnung geschah eindeutig durch das Erlösungswerk Christi am Kreuz. Gott machte ihn für uns zur Sünde, damit wir in ihm die Gerechtigkeit Gottes hätten. Das Werk Christi am Kreuz verwandelte die Feindschaft Gottes gegen den Menschen in Gerechtigkeit und tiefen Frieden mit einem gerechten Gott.

 

• Der Gegenstand der Versöhnung - Wer?

Der Mensch wird mit Gott versöhnt. Der Mensch ist Gegenstand der Versöhnung. Und dennoch: Nachdem der Mensch diese Versöhnung persönlich angenommen hat, sind beide, der Mensch und Gott, miteinander versöhnt, indem sie Gemeinschaft miteinander haben. Gott war zornig auf den Menschen, und von ihm ging die Initiative aus, um die Beziehung zu erneuern; er schritt zur Tat, um den Menschen mit sich selbst zu versöhnen.

 

• Ermöglichung und Zueignung der Versöhnung

Gott hat es allen Menschen ermöglicht, versöhnt zu werden. Durch den Tod Christi änderte sich der Zustand dieser Welt, nun ist es den Menschen möglich, errettet zu werden. Damit ist aber noch niemand errettet, denn der Dienst der Versöhnung muss treu ausgeführt werden, indem das Evangelium verkündigt wird. Sobald jemand gläubig wird, nimmt er die Versöhnung an, die Gott ihm durch den Tod Christi anbietet (2Kor 5,18-21). Das ist die Zueignung oder Verwirklichung der Versöhnung; ein Geschenk Gottes. Die Welt ist versöhnt, aber die Menschen müssen sich versöhnen lassen. Die Welt ist nicht mehr unerlösbar, sie ist durch die Versöhnung Christi erlösbar geworden. Durch den Glauben wendet sich der Bekehrte dieser Versöhnung zu, so wird der Unerlöste zum Erlösten. Dann und nur dann sind seine Sünden vergeben, obwohl sie bereits seit langem am Kreuz bezahlt sind. Der Mensch ist mit Gott versöhnt, weil Gott ein für allemal durch Christus die sündige Menschheit für immer mit sich selbst versöhnt hat.

 

Kein Frieden auf Erden?

Auf Grund von Jesaja 9,6 und vielen anderen Stellen im Alten Testament wird der Messias der Friedefürst genannt. Die Botschaft der Engel bei der Geburt Jesu in Bethlehem lautet auch "Frieden". In der Bergpredigt werden die Jünger als die Friedensstifter und Friedensbringer glückselig gepriesen. Auch dem, der sich Jesus anschließt, will der Herr Frieden schenken, wahren, wirklichen Frieden, den die Welt nicht kennt (Joh 14,27). Und so geht es fortwährend durch das ganze Neue Testament hindurch. Das Wort "Friede" steht im Neuen Testament etwa 100mal. Wie kommt es aber, dass Jesus in Matthäus 10 folgende Aussage tätigt:

 

"Denkt nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert" (Mt 10,34).

 

Wie ist dieses Wort zu verstehen? Wenn Jesus vom Schwert spricht, ist es nicht so gemeint, als ob seine Nachfolger nun das Schwert, als eine physische Waffe, ergreifen müssten, vielmehr spricht Er vom Wort Gottes als ein Schwert des Geistes (Eph 6,17).

 

Als die Jünger die folgenden Worte des Herrn Jesus hörten, mussten sie zunächst schockiert gewesen sein. War der Herr nicht der von Gott verheißene Messias der den Frieden bringt? Und nun warnte Derjenige, von dem dies alles vorausgesagt worden war, Seine Jünger vor der falschen Hoffnung, Er sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen! Ja, noch mehr, Er sagt ihnen deutlich, dass das Schwert, mit anderen Worten Auseinandersetzung und Kampf, die Folgen Seines Kommens sein würden!

 

Diese Worte des Herrn Jesus, die in etwas anderer Form auch in Lukas 12,51-53 zu finden sind, bereiten manchen Bibellesern Mühe, weil sie darin einen Widerspruch zu den Weissagungen des Alten Testaments oder den späteren Aussagen der neutestamentlichen Briefe sehen. Doch die Bibel widerspricht sich nicht!

 

• Zwei Arten von Frieden

Zwar war es der Zweck des ersten Kommens des Herrn Jesus, Frieden auf die Erde zu bringen. Jedoch offenbarten viele Menschen ihre Feindschaft gegen Ihn und folglich gegen Gott dadurch, wie sie den Friedefürsten behandelten, den Gott gesandt hatte. Am Kreuz auf Golgatha erreichten Hass und Feindschaft der Welt gegen den Friedefürsten ihren Höhepunkt. Der Sohn Gottes wurde von Seinen eigenen Geschöpfen gekreuzigt. So wurde schon daran, wie Er behandelt wurde, offenbar, dass es noch keinen Frieden unter der Menschheit gab. Unmöglich können Sünder äußeren Frieden von Seiten Gottes erwarten, ehe sie nicht mit Ihm versöhnt sind und dadurch Frieden mit Gott besitzen.

 

Doch auf Golgatha hat Er durch das Blut Seines Kreuzes Frieden zwischen verlorenen Sündern und dem heiligen Gott gemacht, und dieser Frieden wird seitdem durch das Evangelium in der ganzen Welt verkündigt (Kol 1,20; Eph 2,14-17; Röm 5,1). Jeder Mensch, der diese Botschaft des Heils im Glauben annimmt, empfängt jetzt Frieden mit Gott. Er darf dadurch wissen, dass Gott keine Forderungen mehr an ihn hat, sondern dass er gerechtfertigt und mit Gott versöhnt ist.

 

Das Ergebnis des Evangeliums ist zwar Frieden mit Gott (Joh 14,27; Röm 8,6), doch bringt das Evangelium häufig Konflikt (Mi 7,6). Die Bekehrung zu Christus kann zu Spannungen in der Familie führen (Mt 10,35-36), zu Vertreibung und sogar zum Tod. Wer dem Herrn Jesus nachfolgt, muss willig sein, solche Nöte zu erleiden (Mt 10,32-33.37-39). Christus wird zwar "Friedefürst" genannt, doch will er uns nicht der Illusion überlassen, er berufe uns zu einem konfliktfreien Leben.

 

Der Friede, den der Herr Jesus bei Seinem ersten Kommen auf die Erde gebracht hat, ist also ganz anderer Natur, als die alttestamentlichen Propheten vorausgesagt hatten. Er hat nicht den äußeren Frieden auf die Erde gebracht, sondern den Frieden mit Gott für die einzelnen Menschen, die an Ihn glauben. In Wahrheit kam Jesus zuerst, um Frieden zu machen (Eph 2,14-17). Er kam, damit die verlorene Welt durch ihn gerettet würde (Joh 3,17).

 

Die Folge davon ist jedoch, dass jeder, der sich als Jünger oder Nachfolger Christi auf Seine Seite stellt, die Erfahrung machen muss, dass die Feindschaft der Welt sich auch gegen ihn richtet (vgl. Jak 4,4). Innerlich besitzt er zwar Frieden, aber äußerlich gibt es Widerstand, Verfolgung und Prüfung. Das ist die Erklärung für die Äußerung des Herrn: "Ich bin nicht gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen, sondern das Schwert".

 

Die Hingabe an Christus kann sogar Trennung von Freunden und Familienangehörigen bedeuten. Mit dieser Feststellung spricht sich Jesus keineswegs dafür aus, sich Eltern zu widersetzen oder zu Hause Konflikte zu schüren. Er betont nur, dass die Nachfolge eine Entscheidung verlangt. Da manche Menschen Christus nachfolgen werden, andere aber nicht, sind Konflikte unweigerlich die Folge.

 

Wir sehen also, dass wir es in den erwähnten Schriftstellen mit zwei verschiedenen Arten von Frieden zu tun haben. Der äußere Frieden unter den Menschen und den Völkern dieser Erde, von dem die Propheten des Alten Testaments so viel gesprochen hatten, ist noch nicht gekommen. Wohl aber besitzt jetzt jeder, der an den Herrn Jesus glaubt, den inneren Frieden und Versöhnung mit Gott.

 

"Ja, in Christus war Gott selbst am Werk, um die Welt mit sich zu versöhnen. Er hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet. Und uns hat er sein Wort anvertraut, das Versöhnung schenkt. Wir treten also anstelle von Christus auf. Es ist, als ob Gott selbst die Menschen durch uns einlädt. So bitten wir anstelle von Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2Kor 5,19-20)

 

Wir Menschen müssen mit Gott versöhnt werden. Nicht umgekehrt.

 

Die Welt wird erst dann (und nur dann) wahren Frieden erfahren, wenn der messianische König wiederkehrt, um zu herrschen (Jes 2,4). Wenn der Herr Jesus zum zweiten Mal auf die Erde kommt, wird Er als Friedenskönig erscheinen. Dann werden die Weissagungen über Ihn in Erfüllung gehen, für die bei Seinem ersten Kommen wegen Seiner Verwerfung die Voraussetzung nicht bestand, auch hinsichtlich des Friedens. Dann werden die Schwerter zu Pflugmessern geschmiedet werden (Jes 2,4; Mi 4,3) und alle Völker in Frieden miteinander leben. Für die Feinde Gottes wird es auf der Erde keinen dauerhaften, echten Frieden geben können. Niemals.

 

Der Schlüssel zum Frieden

Die Bibel verspricht also nicht nur Frieden, sondern großen Frieden:

 

"Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und nichts bringt sie zu Fall." (Ps 119,165)

 

Friede wird Fülle in unser Leben hineinbringen, wenn wir nach Gottes Geboten leben – Seine geistlichen Gesetze, Seine moralischen Gesetze und Seine physischen Gesetze. Wenn wir in Übereinstimmung mit den Geboten Gottes leben, dann kann uns nichts zum Stolpern bringen; wir sind nicht leicht angreifbar; wir sind nicht entmutigt. Widerstand und Schwierigkeiten werden uns nicht überwältigen, weil etwas Stärkeres in uns ist, als alles andere, dem wir in der Welt begegnen werden, nämlich das Wirken von Gottes ewigem Gesetz.

 

Johannes 16,33

"In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden"

 

Der Zweck dieser Aussage Jesu war, dass Seine Nachfolger Frieden hätten. Wenn wir als Seine Nachfolger gehasst, verfolgt, falsch angeklagt und sogar gefoltert würden, können wir in ihm doch Frieden haben. Er überwand die Welt am Kreuz von Golgatha. Trotz aller Drangsal können wir beruhigt sein, dass wir auf der Seite des Siegers stehen.

 

Gerechte Regierung und wahrer Friede

Das Wort "Fürst" wird in der Bibel immer als Herrscher bezeichnet. Es ist nicht nur ein Familienerbe eines Titels, sondern es repräsentiert jemanden, der ein aktiver Herrscher ist und für die Regierung verantwortlich ist.

 

In Jesaja 9,6 wird Jesus als Friedefürst bezeichnet. In dieser Prophezeiung liegt ein gewisser Schwerpunkt auf der Herrschaft. Der Vers sagt, dass "...die Herrschaft auf seinen Schultern ruhen wird".

 

Es gibt zwei Dinge in unserer Erfahrung und in der Menschheitsgeschichte, die nie voneinander getrennt werden können. Die erste ist eine gerechte Regierung und die zweite ist der Frieden. Das gilt für Einzelpersonen, für Nationen und ganze Zivilisationen. Nur so lange es eine gerechte Regierung gibt, kann es wahren Frieden geben.

 

Kein Frieden ohne den Fürst des Friedens

"Schalom" steht im engen Zusammenhang mit JAHWE als "SCHALOM" zur Zeit von Gideon aber auch mit Jesus Christus, dem Fürst des Friedens (vgl. Ri 6,24; Jes 9,5).

 

Die einzige Hoffnung auf Frieden, die die Menschheit hat, heißt: JESUS CHRISTUS - Der Fürst des Friedens.

 

In Jesaja 57 finden wir Gottes Friedensverheißung für jedermann; damit verbunden ist jedoch auch die Warnung, dass der Frieden nicht für die Gottlosen ist. Frieden ist nicht für jene, die Gottes gerechte Regierung in der Person Jesu ablehnen. Ohne den Fürst des Friedens können wir keinen Frieden haben.

 

Jesaja 57,19

"Friede, Friede den Fernen und den Nahen!, spricht der HERR. Ich will es heilen."

 

Das ist Gottes Friedensangebot. Beachte auch das Frieden und Heilung Hand in Hand gehen.

 

Der Text fährt fort:

 

Jesaja 57,20-21

"20 Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer. Denn es kann nicht ruhig sein, und sein Wasser wühlt Kot und Schlamm auf. 21 Kein Friede den Gottlosen!, spricht mein Gott"

 

Wer Gottes Regierung in der Person Jesu Christi ablehnt, lehnt den Frieden ab. Es gibt keinen Frieden ohne Jesus Christus. Niemals!

 

Jesus ist der Friedensfürst, der einzige Regent, dessen Regierung der Menschheit Frieden bringen kann.

 

Wie trifft das auf unsere heutige Situation zu? Eines der auffälligsten Merkmale der heutigen Weltsituation ist der Tod echter Führung – in der Politik und auch in anderen Bereichen.

 

Es scheint nur zwei Alternativen für die Menschheit zu geben. Die erste ist die diktatorische Unterdrückung, der Totalitarismus. Die zweite ist eine schwache, ineffektive Führung, die nicht wirklich führt, sie folgt lediglich, wohin die Menge gehen will.

 

Also, was ist die Lösung? Die einzige Antwort ist Jesus. Die Menschheit steht vor der Tatsache, dass sie eine gute Regierung braucht, wenn es Frieden geben soll. Die Menschheit wird auch mit der Tatsache konfrontiert, dass der Mensch in seiner eigenen unverbesserlichen, rebellischen Natur keine wirklich gute Regierung anbieten kann. Und so ist Gottes Antwort: Jesus, der Friedefürst.

 

Allein Jesus Christus ist unser Frieden (Eph 2,14; Mi 5,4) weil aufgrund seines Sühnetodes das gestörte Verhältnis des Menschen zu Gott wieder in Ordnung gebracht ist; wenn man denn an seine rettende Botschaft glaubt.

 

Die Erfüllung des Gesetzes

Gottes Gesetze haben sich im Laufe der Menschheitsgeschichte NIE verändert!

 

Matthäus 5,17

"Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen"

 

Jesus zeigt in dieser Schriftstelle Seine Haltung gegenüber dem Gesetz. Der Messias stellt nicht etwa ein "Gegengesetz" zum mosaischen Gesetz und zu den Propheten auf, sondern demonstrierte, wie die wirkliche Erfüllung des Gesetzes und der Propheten aussah. Nämlich wie? Liebe! Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes!

 

Gottes Forderungen sind stets dieselben, denn Gottes Gesetz gründet sich auf Liebe!

 

GOTT LIEBEN und DEN NÄCHSTEN LIEBEN!

 

• Die Frage nach dem größten Gebot

Matthäus 22,34-40

"34 Als aber die Pharisäer hörten, dass er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander. 35 Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach: 36 Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz? 37 Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite aber ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten"

 

AN DIESEN ZWEI GEBOTEN HÄNGT DAS GANZE GESETZ UND DIE PROPHETEN. Also das gesamte Alte Testament.

 

Dies bestätigt selbstverständlich auch das Neue Testament durchgängig:

 

Römer 13,8-10

"8 Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. 9 Denn das: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren", und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." 10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe"

 

1. Timotheus 1,5-7

"5 Das Endziel der Weisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 6 Davon sind einige abgeirrt und haben sich leerem Geschwätz zugewandt. 7 Sie wollen Gesetzeslehrer sein und verstehen nichts, weder was sie sagen noch was sie fest behaupten"

 

Galater 5,14

"Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst"

 

Johannes 13,31-35

"31 Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. 32 Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, so wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und er wird ihn sogleich verherrlichen. 33 Kinder, noch eine kleine Weile bin ich bei euch; ihr werdet mich suchen, und wie ich den Juden sagte: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen, so sage ich jetzt auch euch. 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt"

 

Jakobus 2,8

"Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" nach der Schrift erfüllt, so tut ihr recht"

 

Johannes 14,21

"Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren"

 

Römer 8,4

"damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt wird in uns, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln"

 

Die Botschaft des Friedens

Die gute Nachricht des Evangeliums ist die Ein- bzw. Aufrichtung der gerechten Herrschaft Gottes, die in der Heiligen Schrift "Sein Reich" genannt wird. Das ist es, was die gute Nachricht, das Evangelium des Friedens aussagt, nämlich dass Gott Seine gerechte Regierung durch Jesus Christus aufbauen wird.

 

Es gibt eine gute Nachricht für diese Welt: Jesus wird regieren und den wahren Frieden bringen. Er ist der Friedefürst!

 

Betrachten wir die Verkündigung des Evangeliums, wie sie in verschiedenen Stellen in Matthäus gegeben ist:

 

Matthäus 3,1-2

"In jenen Tagen aber erscheint Johannes der Täufer und verkündigt in der Wüste von Judäa und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!"

 

Johannes der Täufer war der erste, der die Botschaft verkündete. Er sagte, Gottes Königreich, Seine Herrschaft, kommt. In Matthäus 4 lesen wir die ersten Worte, als Jesus tatsächlich öffentlich predigte:

 

Matthäus 4,17

"Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!"

 

Matthäus 4,23

"Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk."

 

Beachte, dass die gute Nachricht das Königreich ist, dass Gottes Herrschaft auf die Erde kommt und wir in der Lage sein können, die Vorzüge dieser Herrschaft zu genießen.

 

Wiederum beschreibt Jesus in Matthäus 24 Sein Vorhaben, dieses Zeitalter zum Abschluss zu bringen, und sagte folgendes:

 

Matthäus 24,14

"Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen"

 

Alle Nationen haben das Recht, mindestens einmal zu hören, dass Gott Sein Reich in der Person des Königs, des Friedensfürsten Jesus, errichten wird, und das ist die einzige Hoffnung auf Frieden für die Menschheit.

 

Im Frieden leben - Lass Jesus Christus regieren

Die Herrschaft Jesu bringt Gerechtigkeit und dauerhaften Frieden. Gott sei Dank müssen wir nicht bis in die Zukunft warten, um den Frieden zu erfahren, den Jesus bringt. Wenn man sich bereitwillig der Herrschaft Jesu in seinem Leben ergibt, kann man diesen Frieden jetzt haben.

 

Lies, was Paulus in Römer 10 Verse 8-9 darüber sagt:

 

"8 Sondern was sagt sie [Gerechtigkeit aus Glauben]? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen!« Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen."

 

Es verlangt eine Antwort des Glaubens, und das ist das Wort in einem Vers:

 

"9 Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet."

 

Gott hat eine Antwort auf dein Problem. Er bietet Erlösung, Befreiung, Heilung und Frieden, aber es gibt zwei Bedingungen: Man muss in seinem Herzen an das Evangelium glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, und man muss auch mit seinem Mund bekennen, dass Jesus Christus Herr ist.

 

Was bedeutet es, Jesus als Herrn zu bekennen? Was es wirklich bedeutet, ist zu sagen: "Herr Jesus, ich akzeptiere Deine Herrschaft in meinem Leben. Ich habe es selbst durcheinander gebracht. Ich bin nicht in der Lage, mein Leben vollständig zu regeln, und ich habe nicht wirklich den Frieden, den Du versprochen hast. Ich will umkehren zu Dir und von meinen bösen Werken ablassen. Jetzt treffe ich diese Entscheidung; bitte sei Herrn meines Lebens, ohne Vorbehalte. Komm in mein Leben und übernimm die volle Kontrolle und regiere in mir und gib mir Deinen Frieden."

 

Lass Jesus, den Friedefürsten, in deinem Leben regieren!

 

Bibelstellen zu "Frieden"

• Trügerisch ist äußerer Friede, wenn kein Friede mit Gott vorhanden ist

Jer 6,14; 1Thes 5,3; Jes 48,22; Röm 3,17; Ps 38,4

 

• Friede durch die Versöhnungstat Christi am Kreuz

Jes 53,5; Joh 14,27; 16,33; Lk 24,36; Eph 2,14; Kol 1,20; Röm 1,7; Eph 6,15

 

• Friede durch Glaubensgehorsam und Beziehung mit Jesus Christus

Ps 85,11; Röm 5,1; Jes 32,17; 48,18; Gal 5,22; Röm 15,13; 8,6; 14,17; Phil 4,9

 

• Christus schafft Frieden

Eph 2,14; Jak 3,18; 2Thes 3,15; Mt 5,9; Röm 12,18; 1Kor 7,15

 

• Durch den Frieden Gottes bewahrt

Phil 4,7; 1Thes 5,23; Hebr 13,20

 

• Durch Frieden oft äußerer Kampf

Joh 16,33; 2Kor 7,5; Lk 12,51; Mt 10,34


Quellen:

  • IBL - Geistlich-Fit 11.06.20
  • bibelkommentare.de
  • Genfer Studienbibel
  • Ryrie-Studienbibel
  • Begriffe der Bibel
  • eigene Anmerkungen

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen