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Was ist Errettung – Rettender Glaube

 

1. Korinther 15,1-4

Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe — es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften.


Inhalt

■ Die vier grundlegenden Fakten des Evangeliums

■ Es ist einfach, das Evangelium anzunehmen

■ Eine Einladung an die Menschheit – Jesus sagt: „Komm!“

■ Jesus, der Erretter

■ Das Heil liegt in einer Person

■ SoZo – Gottes totale Versorgung in Zeit und Ewigkeit

■ Das Heil liegt in einer Person

■ Christus aufnehmen – Wie man errettet wird

■ Könntest du das Evangelium weitergeben?

■ Die Verkündigung des Evangeliums ist die Hauptaufgabe der Gemeinde


 

Die Errettung ist das wichtigste Thema der gesamten Bibel und wird auch Soteriologie – die Lehre von der Errettung – genannt. Sie umfasst alle Zeitalter und darüber hinaus die Ewigkeit und betrifft ausnahmslos jeden Menschen.

 

Errettung findet ihren Mittelpunkt in der größten Person des Universums, unserem Herrn Jesus Christus. Aus Gottes Sicht umfasst die sie das gesamte Werk Gottes, um Menschen von der Verdammnis zur Rechtfertigung zu führen, vom Tod zum ewigen Leben, von der Entfremdung zur Sohnschaft. Aus menschlicher Sicht gehören zur Errettung alle Segnungen, die wir in Christus haben, sowohl in diesem Leben als auch im kommenden.

 

Es gibt viele Aussagen und Verheißungen Gottes in der Bibel. Jedoch gibt es einen Teil der biblischen Botschaft, der von größter Bedeutung ist, weil er über das ewige Schicksal einer jeden menschlichen Seele entscheidet. Dieser Teil wird „das Evangelium“ genannt, und er offenbart den Weg der Erlösung von der Sünde und ihren Folgen.

 

Die vier grundlegenden Fakten des Evangeliums

Sehr oft denken die Menschen über „das Evangelium“ als etwas von vager und emotionaler Natur, das unmöglich auf rationale Weise zu erklären ist. Selbst in der Verkündigung des „Evangeliums“ wird oft so viel Wert auf eine emotionale Reaktion gelegt, dass der Eindruck entsteht, dass die gesamte Erlösung aus einer emotionalen Erfahrung besteht.

 

Doch das ist falsch und irreführend. Die eigentliche Botschaft des Evangeliums, wie sie in der Bibel steht, beruht auf bestimmten Tatsachen, und die Errettung besteht darin, diese Tatsachen zu kennen, zu glauben und danach zu handeln.

 

Was sind diese Tatsachen, die das Evangelium ausmachen? Für eine Antwort auf diese Frage können wir uns an zwei Stellen in den Briefen des Paulus wenden: Römer 4,24-25 und 1. Korinther 15,1-4.

 

In Römer 4 analysiert Paulus die wichtigsten Merkmale des Glaubens Abrahams und stellt Abrahams Glauben als ein Beispiel dar, dem alle christlichen Gläubigen folgen sollen. Er weist darauf hin, dass Abraham nach den alttestamentlichen Schriften nicht durch seine Werke vor Gott gerechtfertigt wurde, sondern dass ihm sein Glaube zur Gerechtigkeit angerechnet wurde. In den Versen 23-25 wendet Paulus dieses Beispiel Abrahams dann direkt auf uns als Gläubige in Christus an, denn er sagt:

 

Römer 4,23-25

Es steht aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, dass es ihm angerechnet worden ist, sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, wenn wir an den glauben, der unseren Herrn Jesus aus den Toten auferweckt hat, ihn, der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.

 

Das Evangelium, wie es hier von Paulus dargelegt wird, enthält drei eindeutige Tatsachen:

 

1. Jesus wurde um unserer Übertretungen oder Vergehen willen der Todesstrafe ausgeliefert;

 

2. Gott hat Jesus von den Toten auferweckt;

 

3. wenn wir diesem Bericht über den Tod und die Auferstehung Jesu für uns glauben, werden wir vor Gott gerechtfertigt oder als gerecht angesehen.

 

In 1. Korinther 15,1-4 erinnert Paulus die Christen in Korinth an die Botschaft des Evangeliums, die er ihnen gepredigt hatte und durch die sie gerettet worden waren, und er legt ihnen erneut die grundlegenden Fakten der Botschaft dar.

 

1. Korinther 15,1-4

Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe — es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften.

 

Wieder sehen wir, dass das Evangelium aus drei definitiven Tatsachen besteht:

 

1. Christus starb für unsere Sünden;

2. Er wurde begraben;

3. Er ist am dritten Tag auferstanden.

 

Paulus betont auch, dass das erste und maßgeblichste aller Zeugnisse für die Wahrheit dieser Tatsachen nicht das Zeugnis der Menschen ist, die Augenzeugen von Christi Tod und Auferstehung waren, sondern das Zeugnis der alttestamentlichen Schriften, die diese Ereignisse Hunderte von Jahren, bevor sie tatsächlich stattfanden, prophetisch vorausgesagt hatten. Das Zeugnis der Zeitzeugen wird erst später als Unterstützung für das der alttestamentlichen Schriften erwähnt.

 

Wenn wir die Lehre dieser beiden Abschnitte aus den Paulusbriefen – Römer 4,24-25 und 1. Korinther 15,1-4 – gegenüberstellen, ist es möglich, die grundlegenden Fakten zu bestimmen, die das Evangelium ausmachen.

Diese Tatsachen konzentrieren sich alle ausschließlich auf die Person Christi selbst – nicht auf Sein irdisches Leben und Seine Lehre, sondern auf Seinen Tod und Seine Auferstehung.

 

Hier sind die vier Grundtatsachen:

 

1. Christus wurde von Gott, dem Vater, wegen unserer Sünden dem Tod hingegeben;

2. Christus wurde begraben;

3. Gott hat Ihn am dritten Tag von den Toten auferweckt;

4. durch den Glauben an diese Tatsachen wird die Gerechtigkeit von Gott empfangen.

 

Es ist einfach, das Evangelium anzunehmen

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Glauben im Verstand (Kopfglaube), der nichts anderes ist als die intellektuelle Annahme der Tatsachen des Evangeliums, und dem Glauben im Herzen, der immer zu einer positiven Reaktion auf die Tatsachen führt. Das ganze Neue Testament macht deutlich, dass die Erfahrung der Errettung zu jeder Seele nur als Ergebnis dieser persönlichen Antwort auf das Evangelium erfolgt.

 

Im Neuen Testament werden verschiedene Worte verwendet, um diese persönliche Antwort auf das Evangelium zu beschreiben. Alle so verwendeten Worte haben einen entscheidenden Punkt gemeinsam: Sie bezeichnen alle einfachen, vertrauten Handlungen, die jeder verstehen und ausführen kann.

 

Zum Beispiel erklärt Paulus in seinem Brief an die Römer, dass der Glaube mit dem Herzen und das Bekennen mit dem Mund der Wahrheit des Evangeliums zur Errettung führt:

 

Römer 10,8-9

Sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen!« Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

 

Er schließt seine Erklärung des Weges der Erlösung mit folgenden Worten ab:

»Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.“ (Römer 10,13)

 

Die einfache Handlung, die zum Heilserlebnis führt, ist hier das ANRUFEN des namens des Herrn – d .h ., dass jemand Gott laut um Errettung bittet im Namen des Herrn Jesus Christus.

 

Eine Einladung an die Menschheit – Jesus sagt: „Komm!“

Jesus Christus hat eine Einladung ausgesprochen, die an die gesamte Menschheit gerichtet ist. In Matthäus 11 verwendet Christus das einfache Wort „kommt“, um die Antwort zu beschreiben, die Er auf die Einladung des Evangeliums verlangt, denn Er sagt:

 

Matthäus 11,28

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

 

Christus fügt dieser Einladung ein sehr gnädiges und sicheres Versprechen hinzu:

 

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Joh 6,37)

 

So wird die Einladung durch das Versprechen bekräftigt, und das Versprechen (dass Gott einen nicht hinausstoßen wird) schafft den erforderlichen Glauben in denen, die die Einladung annehmen wollen.

 

Als Christus zu der Samariterin am Jakobsbrunnen spricht, benutzt Er die einfache Handlung des Trinkens, die für diese besondere Situation angemessen war, um die notwendige Antwort auf das Evangelium auszudrücken. Er sagt:

 

Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“ (Joh 4,14)

 

Hier wird der Akt des Empfangens der Errettung mit dem Trinken von Wasser verglichen. In diesem Fall wird zuerst das Versprechen oder die Verheißung gegeben – er wird niemals Durst haben – dann wird später im Neuen Testament die Verheißung durch eine Einladung bekräftigt. Christus sagt: „Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!“ (Joh 7,37)

 

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ (Offb 22,17)

 

Jesus, der Erretter

Die Bibel verleiht Jesus viele wunderbare Titel. Jeder von ihnen erzählt uns etwas Besonderes und Wichtiges über ihn. Der Titel, welcher für uns im Kontext dieses Beitrages wichtig ist, ist vielleicht der einfachste und doch der wunderbarste. Es ist der Erretter.

 

Dieser Titel wurde Joseph durch einen Engel offenbart, als er noch nicht mit Maria verheiratet, sondern verlobt war. Der Engel sagte folgendes über Jesus:

 

Matthäus 1,21

Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden

 

Das zeigt also, was wir auch aus dem Sprachstudium kennen, dass der Name Jesus „Erretter“ bedeutet. Es ist wichtig zu sehen, dass dieser Name von Gott selbst direkt durch den Engel gegeben wurde, und zwar vor der Geburt. Dadurch wurde offenbart, warum Gott Jesus gesandt hat. Er hat Ihn gesandt, um Sein Volk von ihren Sünden zu erretten.

 

Im Hebräischen ist der Name Jesus "Jeschua" (Yeshua), eine weitere Form eines aus dem Alten Testament bekannten Namens, "Jehoschua" (Yehoshua), den wir als Josua kennen. Der Name "Jeschua" oder "Jehoschua" bedeutet "Errettung des Herrn".

 

Es ist interessant, einen Moment lang auf die Rolle Josuas im Alten Testament zu schauen. Gott führte Israel unter ihrem großen Anführer Mose aus Ägypten heraus, aber Mose war nicht in der Lage, Israel in das verheißene Land zu bringen. Es erforderte den Aufstieg eines neuen Anführers, Josua, dessen Name Errettung bedeutet.

 

Das ist ein Bild davon, was Jesus im neuen Bund für uns tut. Er ist der Anführer, der uns als einziger in das Land der Verheißungen Gottes, das Land der Errettung, führen kann. Nehmen wir uns etwas Zeit, um darüber nachzudenken: Jesus ist unser Erretter.

 

Das Heil liegt in einer Person

Jesus wird der Heiland genannt. Es ist sehr wichtig, bei der Vergabe dieses Namens und Seiner Anwendung zu sehen, dass das Heil in einer Person liegt. Es geht nicht nur um Religion oder Gebote oder Rituale. All das hat seinen Platz, aber an sich reicht das nicht aus, um Heil zu bringen. Das Heil erfordert eine Person.

 

Dies wird später in der Geschichte des Jesuskindes noch einmal deutlich. In Lukas, Kapitel 2, als Seine Eltern Ihn in den Tempel brachten, um die vom Gesetz geforderten Opfer darzubringen, nahm der alte Mann, Simeon, vom Heiligen Geist geleitet, das Jesuskind in seine Arme und betete ein wundervolles Gebet, in dem er diese Worte zu Gott sprach:

 

Lukas 2,30

Denn meine Augen haben dein Heil gesehen

 

Auf welches Heil Gottes bezog sich Simeon? Es war nur das kleine Kind in seinen Armen. Aber in diesem kleinen Kind, in dieser Person, war Jesus die Errettung Gottes.

 

Später, im öffentlichen Dienst Jesu, kam eine Zeit, in der Er sich in das Haus eines Steuereintreibers namens Zachäus einlud. Jeder dachte, dass Zachäus nicht gut genug sei, um Jesus in sein Haus kommen zu lassen, und sie begannen zu murren. Aber nachdem Jesus das Haus betreten hatte, sagte Er zu Zachäus:

 

Lukas 19,9-10

Und Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist; denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

 

Wie kam das Heil in das Haus des Zachäus? Das Heil kam in der Person Jesu. Gottes Heil ist nicht nur im Gesetz oder in der Religion, es ist in einer Person, und wir müssen die Person kennen, um das Heil zu kennen.

 

Tatsächlich wird das gleiche Prinzip bereits im Alten Testament prophetisch angedeutet. Es wird zum Beispiel prophetisch dargestellt in Jesaja:

 

Jesaja 12,1-2

Und an jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, Herr; denn du warst gegen mich erzürnt; [doch] dein Zorn hat sich gewendet, und du hast mich getröstet! Siehe, Gott ist mein Heil; ich will vertrauen und lasse mir nicht grauen; denn Jah, der Herr, ist meine Kraft und mein Lied, und er wurde mir zur Rettung!

 

Dies stellt Gottes Person, Gottes Kind oder das Volk Gottes dar, wie es sich unter dem Zorn Gottes befindet. Doch dann wird Gottes Zorn abgewendet und Er tröstet sie. In dieser Offenbarung ist ihre Erklärung: Gott ist zu meinem Heil geworden.

 

Nichts anderes als Gott selbst ist ausreichend für das Heil, und Gott hat das Heil in der Person Jesu gegeben.

 

SoZo – Gottes totale Versorgung in Zeit und Ewigkeit

Um den vollen Umfang der Errettung zu verstehen, die Gott uns in Jesus gegeben hat, müssen wir uns die Bedeutung eines bestimmten griechischen Verbs ansehen, das im Neuen Testament oft verwendet wird, nämlich "sozo". Es wird normalerweise übersetzt mit "zu retten", aber es wird auch auf viele andere Arten übersetzt, wie "zu heilen", "gesund zu machen" und so weiter. Jedes Mal, wenn es verwendet wird, bedeutet es, dass es ein Teil dessen ist, was Gott uns durch Jesus, den Erretter, gegeben hat. Das ist die große, allumfassende Errettung, die Jesus bringt.

 

Zum Beispiel wird das Verb verwendet bei der Heilung einer unheilbaren Krankheit. Eine Frau, die eine unaufhörliche Blutung hatte, die nicht medizinisch geheilt werden konnte, kämpfte sich durch die Menschenmenge hindurch bis sie hinter Jesus stand und berührte im Glauben Sein Gewand und wurde geheilt. Und dann wurde sie von Jesus gesehen. In Matthäus 9,22:

 

Jesus aber wandte sich um, sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet! Und die Frau war geheilt von jener Stunde an.

 

Das griechische Wort dort ist gerettet: Dein Glaube hat Dich gerettet. Es war nicht nur die Errettung ihrer Seele, sondern auch die Heilung ihres Körpers.

 

Und dann wird das gleiche Wort für die Befreiung von Geisteskrankheit und dämonischer Unterdrückung verwendet. In Lukas 8 lesen wir von einem Besessenen, der eine Legion von Dämonen hatte, aber er kam zu Jesus, und Jesus trieb die Dämonen aus und heilte den Besessenen. Und dies ist das Ende der Geschichte in Lukas 8,35-36:

 

Da gingen sie hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu sitzen, und sie fürchteten sich. Die aber, welche es gesehen hatten, erzählten ihnen auch, wie der Besessene gerettet [gesund gemacht] worden war.

 

Das griechische Wort hier bedeutet wieder gerettet, also ist die Befreiung von Geisteskrankheiten und Dämonenunterdrückung alles Teil der Errettung, die in Jesus ist.

 

Es wird auch dafür verwendet, wenn jemand vom Tod zurückgeholt wird. Jesus ging zum Haus von Jairus, dem Herrscher der Synagoge, dessen Tochter gerade gestorben war. Jesus sagte: "Hab keine Angst, glaub einfach, dass sie geheilt wird", aber das griechische Wort heißt eigentlich: dass sie gerettet wird.

 

Auch Paulus verwendet das Wort, wenn er von seinem Vertrauen in die Kraft Gottes spricht, um ihn bis zum Ende seines Lebens zu bewahren. In 2. Timotheus 4,18 sagt er: „Der Herr wird mich auch von jedem boshaften Werk erlösen und mich in sein himmlisches Reich retten.

 

Es geht also auch um die fortwährende Erhaltung Gottes. Wie wir sehen, ist die Errettung die totale Versorgung Gottes für jedes Bedürfnis der Menschheit in Zeit und Ewigkeit.

 

Christus aufnehmen – Wie man errettet wird

In Johannes 1 ist das Wort, das der Apostel Johannes benutzt, um diese aktive Reaktion auf das Evangelium zu bezeichnen, „aufnehmen“. In diesen drei Versen schreibt Johannes, in Bezug auf Christus:

 

Johannes 1,11-13

Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

 

Hier ist der Schlüsselgedanke der, Christus persönlich in sein Leben aufzunehmen. Das Ergebnis dieser Antwort des Glaubens wird von Johannes beschrieben als ein Kind Gottes zu werden, oder „aus Gott geboren zu werden“. Christus selbst bezieht sich auf die gleiche Erfahrung in Johannes 3, wo Er es „von Neuem geboren“ nennt. Er macht deutlich, dass ohne diese konkrete, persönliche Erfahrung, kein Mensch jemals hoffen kann, in Gottes Reich zu gelangen, denn Er sagt:

 

Johannes 3,3

Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!

 

Wieder einmal wird diese Aufforderung, auf das Evangelium zu reagieren, indem man Christus persönlich annimmt, durch eine eindeutige Verheißung von Christus selbst unterstützt.

 

Offenbarung 3,20

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.

 

Hier spricht Christus direkt zu jeder einzelnen Seele, die das Evangelium gehört hat und die darauf reagieren möchte, indem sie die Tür des Herzens öffnet und Christus in sich aufnimmt.

Jeder Seele, die diese Antwort geben wird, gibt Christus ein klares und eindeutiges Versprechen: „Ich werde zu dir hineingehen“ und Gemeinschaft mit dir haben.

 

Um die Erlösung zu empfangen, muss jede einzelne Seele eine direkte, persönliche Antwort an Christus geben. Diese Antwort kann auf eine der folgenden Arten beschrieben werden: den Namen Christi als Herrn zu nennen; zu Christus zu kommen; Christus zu empfangen; vom Wasser des Lebens zu trinken, das nur Christus allein geben kann.

 

Jedem Menschen, der bis hierher gelesen hat, möchten wir diese Frage stellen: Hast Du diese Tatsachen geglaubt? Hast Du diese eindeutige, persönliche Antwort gegeben? Wenn nicht, bitte ich dich dringend, es jetzt zu tun. Bete mit uns und sprich diese Worte laut hörbar:

 

Herr Jesus Christus, ich glaube, dass Du für meine Sünden gestorben bist; dass Du begraben wurdest; dass Du am dritten Tag auferstanden bist. Ich tue Buße über meine Sünden und bitte Dich um Gnade und Vergebung. Im Glauben an Deine Verheißung nehme ich Dich persönlich als meinen Retter an und bekenne Dich als meinen Herrn. Komm in mein Herz, schenke mir das ewige Leben und mache mich zu einem Kind Gottes. Amen.

 

Könntest du das Evangelium weitergeben?

Wir haben gesehen, dass in jedem Fall, in dem das Evangelium präsentiert wird, der Glaube gefordert ist, um eine einfache, persönliche Reaktion darauf zu geben. Das Wort, das verwendet wird, um diese Reaktion zu beschreiben, kann variieren, aber die wesentliche Natur der Reaktion ist immer dieselbe. In den Fällen, die wir betrachtet haben, werden die folgenden Worte oder Handlungen verwendet, um diese Reaktion zu beschreiben:

 

•rufen •kommen •trinken •empfangen.

 

Wie wir bereits erwähnt haben, bezeichnet jedes dieser Worte eine einfache, vertraute Handlung, die jeder verstehen und ausführen kann. Es gibt noch ein weiteres wichtiges Merkmal, das all diese Handlungen gemeinsam haben: Jede ist eine Handlung, die die Person für sich selbst tun muss; niemand kann eine dieser Handlungen im Namen einer anderen Person ausführen. Jeder Mensch muss für sich selbst rufen; jeder Mensch muss für sich selbst kommen; jeder Mensch muss für sich selbst trinken; jeder Mensch muss für sich selbst empfangen.

 

So ist es auch mit der Reaktion auf das Evangelium. Jeder Mensch muss seine eigene Antwort geben; kein Mensch kann die Antwort geben, die von einem anderen verlangt wird.

Jeder Mensch wird allein durch seine eigene Antwort entweder gerettet oder verloren. Es ist die Pflicht eines jeden verantwortlichen Christen – ob Pastor, Prediger oder Laie –, mit diesen einfachen Tatsachen des Evangeliums gründlich vertraut zu sein und auch mit den verschiedenen Arten, in denen das Neue Testament die Notwendigkeit einer persönlichen Antwort auf das Evangelium von jeder Seele darstellt.

 

Es würde dem Bau des Reiches Christi zum großen Segen gereichen, wenn jeder Diener Gottes den feierlichen Entschluss fassen würde, diese Tatsachen des Evangeliums in jede seiner Predigten mit einzubeziehen. Wo diese Tatsachen regelmäßig fehlen, da ist es sehr fraglich, ob überhaupt etwas von bleibendem Wert bei der Verkündigung herauskommt.

 

Das Wichtigste ist, dass man weiß, dass man errettet ist. Oh! Wenn diese Worte doch nur irgendwie jeder Person eingeprägt werden könnten, die eine Gemeinde besucht, die sich zum christlichen Glauben bekennt: „Das Wichtigste ist, dass man weiß, dass man errettet ist.

 

Die Verkündigung des Evangeliums ist die Hauptaufgabe der Gemeinde

Viele Menschen haben noch nie die grundlegenden Fakten des Evangeliums gehört und waren noch nie mit der Notwendigkeit konfrontiert worden, eine persönliche Antwort auf diese Tatsachen zu geben.

 

Das oberste Ziel für jede wahre christliche Gemeinde, die vornehmste Pflicht jedes christlichen Verkündigers, die erste Verantwortung jedes christlichen Laien ist es, allen, mit denen er in Kontakt kommt, auf die deutlichste und eindrücklichste Weise die grundlegenden Tatsachen des Evangeliums von Christus nahezubringen und sie mit allem Nachdruck aufzufordern, persönlich auf diese Tatsachen zu reagieren, so wie Gott es verlangt. Jede andere Aufgabe und Aktivität ist zweitrangig und muss dieser ersten und vornehmsten Pflicht untergeordnet sein.

 

Legen wir noch einmal diese grundlegenden Tatsachen des Evangeliums und die Antwort, die jeder Mensch geben muss, dar:

 

1. Christus wurde von Gott dem Vater zum Tode überliefert, um die Strafe für unsere Sünden zu tragen;

2. Christus wurde begraben;

3. Gott hat Ihn am dritten Tag aus den Toten auferweckt;

4. Gerechtigkeit wird von Gott durch den Glauben an diese Tatsachen empfangen.


Quellen und weiterführendes Material

  • Derek Prince - Fundamente des christlichen Glaubens
  • IBL - geistlich-fit Programm
  • eigene Anmerkungen

Dieser Lehrartikel basiert auf einer Lehrbotschaft von Derek Prince und beinhaltet einige Ergänzungen und Anmerkungen von uns.

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen