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Was Satan derzeit tut - Unsere Antwort in Jesus

Offenbarung 12,10 schenkt uns einen Einblick in die aktuellen Aktivitäten unseres Feindes, worüber jeder von uns Bescheid wissen sollte:


"Hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte".


Satan beschäftigt sich derzeit vor allem mit einem und verwendet viel Zeit darauf: Er verklagt uns - mit "Brüder" sind die Gläubigen gemeint - Tag und Nacht vor dem Thron Gottes. Er macht jeden Makel, jede Schwäche, jede Ungereimtheit und jeden Fehler in unserem Charakter, in unseren Beweggründen und in unserem Verhalten ausfindig und berichtet Gott davon.


Die Bibel sagt klar und deutlich, dass Satan vor seinem Fall ein hochrangiger Engel war. Der biblische Name "Luzifer", der ihm landläufig zugewiesen wird, bedeutet wörtlich "Lichtträger. Damals, als seine Beziehung zu Gott noch ungetrübt war, bestand seine Aufgabe darin, Berichte aus diesem Teil des Universums zu überbringen. Als er fiel und zum Rebellen wurde, versuchte er wie viele andere Rebellen einfach so weiterzumachen wie bisher, so als sei nichts gewesen. Deshalb überbringt er nach wie vor seine Berichte, allerdings sind es extrem unbarmherzige, kritische, verbitterte und zynische Berichte. Mit seinen Beschreibungen der Motive unseres Verhaltens zerreißt er uns in Stücke.

Für diese Berichte braucht er unsere Hilfe nicht. Wir dürfen Gottes Kinder nicht kritisieren, denn das schafft der Teufel ganz gut auch ohne uns. Vor allem dürfen wir uns nicht selbst verdammen. Wenn wir in Selbstverdammnis leben, nehmen wir dem Teufel die Arbeit ab und tun sein Werk in unserem eigenen Leben! Wenn wir ein neues Geschöpf in Christus sind und uns ständig selbst kritisieren, dann kritisieren wir damit das Werk Gottes. Das ist nicht Ihre Aufgabe. Tun wir das nicht!

Unsere Antwort in Jesus
Bei unserem Kampf gegen das Böse geht es im Grunde immer nur um eins: Gerechtigkeit. Wegen der Gerechtigkeit Jesu hat Gott es möglich gemacht, dass der Teufel nun im Himmel nichts mehr gegen uns vorzubringen hat. "Den, der Sünde nicht kannte (Jesus), hat er (Gott) für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm" (2Kor 5,21).

Wir können den besten baptistischen Lebensstil haben, die besten methodistischen Prinzipien oder die beste römisch-katholische Frömmigkeit - er kann all das in Stücke reißen. Aber wenn wir die Gerechtigkeit Jesu Christi vorbringen, schweigt er. Dann hat er nichts mehr zu sagen.

Man könnte fast sagen, dass man den geistlichen Fortschritt einer Person daran messen könne, inwieweit sie im Glauben die Gerechtigkeit Jesu Christi zu ihren Gunsten annimmt und sich zu Eigen macht. Das ist eine ganz zentrale Lektion, die wir als Kinder Gottes lernen müssen. Wir sind angenommen in dem Geliebten, aber nicht aufgrund dessen, was wir selbst sind, sondern aufgrund dessen, was Jesus ist. Die Worte Jesu in Matthäus 6,33 werden häufig falsch verstanden, wo es heißt: "Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit!" Mit anderen Worten: Trachten wir nicht nach unserer eigenen Gerechtigkeit! Paulus schreibt in Römer 10,3, die jüdische Nation habe versucht, ihre eigene Gerechtigkeit zu errichten. Er sagt, sie habe sich nicht der Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus unterstellt.

Es braucht Demut, um die Gerechtigkeit Jesu zu akzeptieren, weil das in erster Linie bedeutet, dass wir bis auf den letzten Rest unsere alte Selbstgerechtigkeit über Bord geworfen haben. "All unsere Gerechtigkeiten sind wie schmutzige Lumpen" (Jes 64,5). Beachte: Nicht unsere Sünden sind in den Augen Gottes wie schmutzige Lumpen, sondern unsere Gerechtigkeiten. Solange wir die schmutzigen Lumpen unserer Gemeindemitgliedschaft, unserer guten Taten oder unseres gottesfürchtigen Lebensstils zur Schau stellen, wird uns der Teufel in der Gegenwart Gottes in Stücke reißen. Doch wenn wir an den Punkt kommen, an dem wir uns nur noch auf das Blut Jesu Christi und seine Gerechtigkeit verlassen, ist nichts mehr in uns, worauf der Teufel mit dem Finger zeigen und weswegen er uns vor Gott anklagen kann.


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen