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Das Abendmahl - Die Fülle Gottes

Lukas 22,19-20

"19 Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! 20 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird."

 

Das Abendmahl ist das vom Herrn Jesu am Abend vor seinem Kreuzestod eingesetzte Mahl, woher auch die Bezeichnung "Abendmahl" stammt, da auch das Passahlamm am Abend geschlachtet wurde (2Mo 12,6.18). Das Mahl sollte seinen Jüngern den Sinn des Kreuzes aufschließen und seiner Gemeinde die Frucht seines Sterbens übermitteln. Es war gleichzeitig auch ein Passahmahl.

 

Der Schatten, der dem Abendmahl im Alten Testament vorausfiel, ist das Passahmahl (vgl. 2Mo 1224,8Joh 1,361Kor 5,7). Jesus selbst ist die Erfüllung beider symbolischer Feiern. Er wird bildhaft repräsentiert sowohl durch das Passahlamm als auch durch das Brot und den Kelch und das Mahl selbst.

 

Jesus hat nicht jeden zum Abendmahl eingeladen. Viele Gemeinden praktizieren das so, wir halten es aber für nicht-biblisch. Das Abendmahl war und ist eine private und intime Versammlung zwischen Jesus und seinen Nachfolgern, seiner Gemeinde, seinem Leib, die in einer Bundesbeziehung mit ihm leben und repräsentiert den größten Ausdruck der Liebe Gottes für sein Volk. Immer wenn man das Abendmahl feiert, erinnert man sich daran, dass es aufgrund dessen geschieht, was Jesus am Kreuz getan hat, nämlich Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederherzustellen. Wir wurden versöhnt mit Gott und haben vollen Anteil an seinen Verheißungen erhalten (Kol 1,12-13Röm 8,17Eph 3,6). Der höchste Ausdruck der Liebe ist ein Selbstopfer bis hin zur Opferung des eigenen Lebens (1Joh 3,16).

 

Hebräer 12,2

"indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat."

 

Das Abendmahl ist ein Bild auf das was gekommen und vorhanden ist, nämlich die Fülle Gottes – Jesus selbst!

 

Kolosser 2,9

"Denn in ihm (Anm. Jesus) wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig"

 

Epheser 4,13

"bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christi"

 

Bibelstellen zum Abendmahl

Praktischer Ablauf, Einsetzung, Bedeutung

 

• Praktischer Ablauf

Gesamter Ablauf des letzten Abendmahls

Lk 22,7-20; Mk 14,12-26; Mt 26,17-30

 

• Einsetzung

Mein Leib, Blut=neuer Bund für euch

Lk 22,17-20; Mk 14,22-25; Mt 26,26-29

 

• Bedeutung

Abendmahl ist Gemeinschaft mit Christus und dem Leib Christi - Unvereinbarkeit mit Götzendienst

1Kor 10,16-17

 

Mein Leib, Blut=neuer Bund; zum Gedächtnis; Verkündigung Tod Christi

1Kor 11,23-26

 

Christus Brot des Lebens: Wer nicht Fleisch isst und Blut trinkt, hat kein Leben

Joh 6,30-59

 

Sie verharrten in Lehre, Gemeinschaft, Brotbrechen, Gebet

Apg 2,42

 

Sie waren tägl. im Tempel, brachen zuhause Brot mit Freude, Schlichtheit

Apg 2,46

 

Missstände bei der Feier des Abendmahls

1Kor 11,17-22

 

Warnung vor unwürdiger Teilnahme, Aufforderung zur Selbstprüfung

1Kor 11,24-34

 

Andere Bezeichnungen für das Abendmahl

• Herrenmahl oder Mahl des Herrn (1Kor 11,20)

• Tisch des Herrn (1Kor 10,21)

• Brotbrechen (Apg 2,42.46; 20,7.11; 1Kor 10,16; 11,24)


- Eucharistie

Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Danksagung". Er entstammt aus dem, was Jesus bei seinem letzten Pessachmahl tat. In Mt 26,2; Mk 14,23; Lk 22,17.19; 1Kor 11,24 steht, dass Jesus dankte. Aufgrund dieses Handelns hat man dem Abendmahl den Namen gegeben.


- Kommunion

Dieser Name rührt von dem Begriff "koinonia" aus 1Kor 10,16 und bedeutet "Gemeinschaft" und wird sowohl mit dem Kelch (und dem Blut Christi) als auch mit dem Brot (und dem Leib Christi) in Verbindung gebracht.


- Eulogia

Der weniger geläufige Begriff kommt in 1Kor 10,16 vor und bedeutet "Segen". "Wir segnen den gesegneten Kelch" (den Kelch des Segens), weil die Juden bei der Pessachfeier tatsächlich einen Kelch hatten, der von ihnen als der "Kelch des Segens" bezeichnet wird.

 

Von der Bezeichnung hängt oftmals ab, was man darunter versteht. Wo immer es möglich ist, gilt ein Grundsatz, und zwar dass man die ganz normalen biblischen Begriffe verwendet. Dies führt immer dazu, dass man nach der biblischen Definition fragt und genau das schützt vor Missverständnissen und Irrlehren. Wenn man Begriffe benutzt, die unterschiedlich interpretiert werden können, ist damit zu rechnen, das es Missverständnisse gibt.

Hintergrund: Abendmahl ist ein Bundesmahl & Warum Blut fließen muss

• Das Abendmahl ist ein Bundesmahl

Zu allererst ist das Abendmahl ein Bundesmahl, weil es den neuen Bund einleitet. Der Begriff Bund steht für eine Beziehung in der eine Seite Forderung stellt, die die andere Seite annehmen oder zurückweisen kann. Im Mittelpunkt des alten Bundes stand das geschriebene (2Mo 24,1-8), im Mittelpunkt des neuen Bundes das lebendige Wort (Joh 1,14-18).

 

Ein Bund erfordert ein Opfer. Eine Opfer erfordert Blutvergießen. Blutvergießen spricht davon, dass ein Leben hingegeben wird. Bündnisse wurden in der Bibel immer mit dem Blut eines Opfertieres bestätigt und besiegelt (1Mo 8,20; 15,9.10). Wenn Bündnisse mit Blut geschlossen werden, dann bedeutet dies, dass die Bundespartner sich mit ihrem Leben, ihrem Sein, den vereinbarten Bundesinhalten verpflichten.

 

• Warum Blut fließen muss

Matthäus 26,28

"Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden."

 

Dieses Prinzip zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel: Wo auch immer es einen Bund gibt, muss es ein Opfer geben. Wo auch immer es ein Opfer gibt, muss es Blutvergießen geben, das davon zeugt, dass ein Leben hingegeben wird. Das ist ein bleibendes, dauerhaftes und unveränderliches Prinzip der Bibel.

 

Hesekiel 18,20a

"Die Seele, die sündigt, sie soll sterben..."

 

Die Seele, die sündigt, sie soll sterben. Statt dem Wort "Seele" steht in den Bibelausgaben häufig "Person" oder "Mensch", doch das Urwort lautet "Seele". Wo Sünde ist, muss eine Seele sterben, denn das Leben der Seele liegt im Blut (3Mo 17,11). Das Blut repräsentiert demnach den Tod der Seele. Das ist ausnahmslos die Strafe für und Konsequenz von Sünde. Das ist sehr, sehr wichtig. Das gilt universell und ausnahmslos. Eine Seele, die sündigt, soll sterben. Es gibt keine Alternative. Wir müssen das verstehen.

 

Römer 6,23

"Denn der Lohn der Sünde ist der Tod..."

 

Wo Sünde begangen wird, fordert die Gerechtigkeit Gottes ausnahmslos den Tod. Es gibt keine Vergebung für Sünden, ohne dass Blut vergossen wird, denn die Strafe muss bezahlt werden, da Gott gerecht ist.

 

In unserer heutigen Kultur haben wir manchmal ein falsches Verständnis von Gerechtigkeit. Wir meinen, Gerechtigkeit bedeute lediglich, sicherzustellen, dass unschuldige Menschen nicht bestraft werden. Aber Gerechtigkeit bedeutet nicht weniger, dass man sicherstellt, dass die Schuldigen bestraft werden. Gottes Gerechtigkeit kann es nicht zulassen, dass ein Schuldiger nicht bestraft wird. Es muss eine Strafe bezahlt werden; es muss ein Leben hingegeben werden; deshalb muss Blut vergossen werden.

 

Das Geheimnis des Evangeliums und die geheime, verborgene Weisheit Gottes, die Jahrhunderte und Generationen lange verborgen gewesen war, sieht so aus, dass Jesus Christus der Stellvertreter jeder Seele wurde, die sündigt, und sein Leben hingab. Er vergoss sein Blut am Kreuz für die, die mit ihm diesen neuen Bund eingehen.

 

• Was ist der neue Bund?

Die Worte Jesu aus Matthäus 26,28 "mein Blut, das des neuen Bundes" sind die Erfüllung dessen, was Mose in 2Mo 24,8 sagte. Das Blut des neuen Bundes ist kein Tierblut, sondern Christi eigenes Blut, das er zur Sündenvergebung vergossen hat. Man darf nie vergessen, dass die Opfer des alten Bundes lediglich eine Vorschau auf das waren, was Gott durch das Opfer Jesu getan hat (Hebr 10,3-4; Kol 1,19-22).

 

Epheser 1,7

"In ihm (Anm. Jesus) haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade"

 

Wenn wir Vergebung der Sünden haben, haben wir Erlösung. Das Wort "Erlösung" bedeutet "auslösen", "freikaufen" oder "für jemanden ein Lösegeld bezahlen". Somit wurden wir zum Preis des Blutes Jesu, das für uns als Opfer gebracht wurde, von Satan freigekauft und fielen zurück an Gott.

 

lm alten Bund konnten die Menschen nur durch die Priester und das Opfersystem vor Gott treten. Der Tod von Jesus am Kreuz leitete den neuen Bund zwischen Gott und uns ein. Nun können alle Menschen persönlich zu Gott kommen und mit ihm in Beziehung treten. Das Volk Israel trat nach dem Auszug aus Ägypten zuerst in Gottes Bund ein (2Mo 24), der auf den Tag vorausdeutete, an dem Jesus Christus kommen würde. Der neue Bund vervollständigt den alten Bund eher, als dass er ihn ersetzt; er erfüllt all das, was im alten Bund vorausgesagt wurde (vgl. Jer 31,31-34). Indem wir im Abendmahl "das Brot essen" und "aus dem Kelch trinken", zeigen wir, dass wir uns an den Tod Christi für uns erinnern und unsere Hingabe an ihn erneuern.

 

Durch die Worte "Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut" (Lk 22,20; 1Kor 11,25) bringt Jesus das Abendmahl in direkte Beziehung zu den alttestamentlichen Bundesmahlzeiten, mit denen üblicherweise Verträge besiegelt wurden (1Mo 26,26-30; 31,44ff; Jos 9,1ff). Auch der Sinai-Bund wurde mit einer Opferung im Angesicht Gottes besiegelt (2Mo 24,1-8). Die alttestamentlichen Verheißungen eines "neuen Bundes" (Jer 31,31-34) waren ebenfalls mit der Erwartung eines Festmahls verknüpft (Jes 25,6-8; 34,6; 55,1ff; 65,13f; Zef 1,7). Auf diesem Hintergrund wird das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern als ein vorweggenommenes Bundesmahl erkennbar, das auf das Golgatha vergossene Bundesblut des Opferlammes Jesus hinwies und in dem der neue Bund vollzogen wurde.

 

Das Abendmahl der urchristlichen Gemeinde – wie auch aller späteren Epochen – muss von daher im Sinne einer immer wiederkehrenden Bekräftigung und "Erneuerung" des "neuen Bundes" verstanden werden, die den durch Golgatha wirksamen Bund feiert und besiegelt. In dieser Bundesfeier ist Jesus der Gastgeber und Tischherr, der seiner Gemeinde im Bild von Brot und Wein die Bundesgaben der Vergebung und Annahme bei Gott zusichert, während die Gemeinde als Bundesvolk ihre Hingabe an ihren Bundesherrn erneuert und die Teilnahme an diesem Gnadenbund feiert.

 

Bedeutung des Abendmahls - Sinn und Zweck

Die umfassende und tiefere Bedeutung des Mahles wird uns in 1. Korinther 11,23-26 von Paulus erläutert. Hier finden wir eine Reihe von Hinweisen, die zum Teil gar nicht näher erklärt werden, weil es ganz eindeutige Aussagen sind.

 

"23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm 24 und, als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis! 25 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis! 26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt."

 

Wir erkennen hier folgende Hinweise:

1. Gedächtnismahl, 2. Verkündigungsmahl, 3. Glaubensmahl, 4. Hoffnungsmahl, 5. Gemeinschaftsmahl

 

• Bedeutung Nr. 1 - Gedächtnismahl

Beginnen wir mit dem Hinweis, welcher zweimal erwähnt wird: "Dies tut zu meinem Gedächtnis" (Vers 24-25). Das Abendmahl ist ein Gedächtnismahl der Gemeinde Jesu, bei dem das, was getan wird, zum besonderen Gedenken an eine Person erfolgt.

 

Es geht um das Gedächtnis des Herrn Jesus, und zwar konkret auf dem Hintergrund der beiden Aussagen "mein Leib, für euch gegeben und mein Blut für euch vergossen". Daher auch die beiden Symbole "Brot für Leib" und "Wein für Blut". Das Gedächtnismahl feiern bedeutet also, dass es geschieht, weil Jesus sich freut, wenn nach seinem Wunsch an ihn gedacht wird. Das Abendmahl sollte unser Herz bewegen, um uns an das Opfer Christi am Kreuz zu erinnern.

 

Wie Israel die stete Erinnerung an den Auszug aus Ägypten durch das Passah geboten war (2Mo 12,24f.42) so soll auch die neutestamentliche Gemeinde immer wieder des Todes ihres Herrn gedenken.

 

Wird das Abendmahl gefeiert, so wird im Vollzug des Mahles an die große Heilstat Gottes in Christus erinnert. Trotzdem bleibt das Opfer Jesu ein einmaliges, ein für allemal abgeschlossenes Geschehen: "So ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil" (Hebr 9,28). Jesu Tod ist unwiederholbar; aber die Gemeinde soll sich immer wieder an das Opfer Jesu erinnern, indem sie sich um den Tisch des Herrn versammelt.

 

• Bedeutung Nr. 2 - Verkündigungsmahl

In Vers 26 steht: "Sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn". Das Mahl des Herrn ist also auch ein "Verkündigungsmahl". Hierbei geht es aber nicht einfach um eine verbale Verkündigung, etwa durch Wortbeiträge, Lieder und Vorlesen von Bibelabschnitten. Diese Verkündigung ist uns eher bei anderen Gelegenheiten aufgetragen, etwa in Markus 16,15 oder in Kolosser 3,16.

 

Beim Abendmahl geschieht Verkündigung vor allem in der Handlung des "Essens und Trinkens". Dieses Prinzip gab es schon damals bei den Juden. Wenn sie nach den Geboten Gottes das Passah feierten, dann verkündigten sie durch diese feierliche Handlung die Befreiung ihres Volkes aus der Knechtschaft Ägyptens durch Gott.

 

Den Tod des Herrn verkündigen was bedeutet das?

Nun zunächst kann man grundsätzlich sagen: Der Tod Jesu damals für viele vermeintlich das Ende seines "gescheiterten" Erdenlebens war in Wirklichkeit sein großer Triumph. Er hat durch seinen Tod "den zunichte gemacht, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel" (Hebr 2,14b), und hat dabei "alle die befreit, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren" (Hebr 2,15). Durch den "Tod seines Sohnes hat Gott uns mit sich selbst versöhnt" (Röm 5,10). Glaubende sind im biblischen Sinn mit hineingenommen in den Tod Jesu (Röm 6, besonders Vers 8). Der Tod des Herrn Jesus ist der Abschluss seines Versöhnungswerkes, denn unmittelbar vor seinem Tod rief er aus: "Es ist vollbracht" (Joh 19,30). Er ist auch das Ende seines "Erniedrigungsweges" auf dieser Erde (Phil 2,8) und eine entscheidende Station auf dem Weg zurück zum Vater (Joh 14,28).

 

Jesus selbst beschreibt seinen Tod und dessen Wirkung so: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht" (Joh 12,24).

 

Die Verkündigung seines Todes hat mehrere Adressaten:

1) Der Herr Jesus selbst ist einer davon. Ihm gegenüber bezeugen wir: "Herr Jesus, wir haben etwas erkannt von deinem Erlösungswerk bis hin zum Tod am Kreuz."

 

2) Dann verkündigen wir uns selbst den Tod als eine besondere Ermunterung: "Christus starb für mich!"

 

3) Die Verkündigung dieses Todes erfolgt aber auch für eine ungläubige Menschheit als Botschaft der für sie notwendigen und möglichen Rettung. Das Abendmahl symbolisiert so selbst die Botschaft des Evangeliums.

 

4) Schließlich noch verkündigen wir der Engelwelt die "mannigfaltige Weisheit Gottes" (Eph 3,10).

 

Der Tod des Herrn Jesus ist sein Sieg und diesen gilt es vor der sichtbaren sowie unsichtbaren Welt zu proklamieren. Wenn wir unsere Identität in Christus proklamieren, wird der Feind von seinen Versuchen blockiert, unser geistiges Erbe zu stehlen (Jak 4,6-7).

 

• Bedeutung Nr. 3 - Glaubensmahl

Das Abendmahl besitzt auch den Aspekt des "Glaubensmahls".

Es spricht in Bezug auf die Symbolik des Weines "von dem neuen Bund im Blut des Herrn Jesus" (1Kor 11,25). Dieser Bund steht allerdings zunächst mit dem Volk Israel in Verbindung. Mit diesem Volk hatte Gott am Berg Sinai einen Bund gemacht, der mit dem Blut von Tieropfern besiegelt wurde (2Mo 24,7-8). Dieser Bund mit allen seinen Geboten und Gesetzen besagte: "Meine Ordnungen und Rechtsbestimmungen [Gebote] sollt ihr halten [tun]. Durch sie wird der Mensch, der sie tut, Leben haben" (3Mo 18,5). Mit anderen Worten: "Das musst du tun, damit du ewiges Leben haben kannst." Statt aber zum Leben zu führen (das Gesetz ist durch das Fleisch [des Menschen] kraftlos, Röm 8,3), führte es zu der erschütternden Feststellung: "Ich elender Mensch, wer wird mich retten von diesem Leib des Todes" (Röm 7,24). Oder anders gesagt: "Ich schaffe es nicht, diese Gebote und damit das Bündnis mit Gott zu halten!"

 

Der "alte Bund" redet also von der Notwendigkeit des Tuns durch den Menschen. Der "neue Bund" sagt: "Es ist vollbracht", "der Gerechte wird aus Glauben leben" (Joh 19,30; Röm 1,17) und "der Glaubende ist für immer vollkommen gemacht" (Hebr 10,14). Hier geht es also darum, dass der Herr Jesus alles getan hat und dass es "nur noch" um die Annahme seines Erlösungswerkes geht, nämlich an ihn und an sein vollbrachtes Werk am Kreuz zu glauben. Dies ist auch das Evangelium, wovon die Bibel spricht:

 

1. Korinther 15,3-5

"3 Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; 4 und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften; 5 und dass er Kephas erschienen ist, dann den Zwölfen"

 

Römer 4,24-25

"24 sondern auch unsertwegen, denen es zugerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat, 25 der unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist"

 

Mit der Teilnahme am Abendmahl bekundet also der Gläubige: "Ich glaube an das stellvertretende und vollgültige Opfer des Herrn Jesus, das einzig meine Rechtfertigung bewirkt." Wenn man Jesus als seinen Herrn und Retter angenommen hat, dann tritt man in einen Bund mit Gott ein. Das Abendmahl erinnert an diesen Bund. Durch das Opfer Christi hat man jetzt Zugang zu seiner Auferstehungskraft (Eph 1,17-20).

 

• Bedeutung Nr. 4 - Hoffnungsmahl

Dann ist zu erwähnen, dass das Abendmahl auch ein "Hoffnungsmahl" ist, eine Zusicherung der Wiederkunft Christ. Die Verkündigung des Todes des Herrn Jesus geschieht bis er kommt (Mt 26,29; 1Kor 11,26). Das Mahl wird gefeiert in dem Bewusstsein: "Unser Herr kommt wieder" (1Thes 4,13-18). Das Erinnern an den Herrn Jesus beim Mahl des Herrn ist also gleichzeitig eine Ausrichtung auf diesen Zeitpunkt seines Wiederkommens. Das Mahl blickt vorwärts, dem Tag des Herrn entgegen. Wir können uns somit auf seine Rückkehr und das Hochzeitsmahl des Lammes freuen (Offb 19,9)!

 

Das Abendmahl bezieht sich also auf ein vergangenes Geschehen, nämlich auf den Tod Christi. Es bezieht sich ebenso gegenwärtig auf unsere jetzige Teilhabe an Christus durch den Glauben und überdies hat es einen Bezug auf die Zukunft, da es ein Unterpfand der Wiederkunft Jesu ist.

 

• Bedeutung Nr. 5 - Gemeinschaftsmahl

Eine letzte Bedeutung bleibt noch zu nennen: Abendmahl ist auch ein "Gemeinschaftsmahl" und zwar mit Christus und seinem Volk (1Kor 10,16.21).

 

1. Korinther 10,16-17

"16 Der Kelch der Segnung [Danksagung], den wir segnen [für den wir danksagen], ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? 17 Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot"

 

Dieser Text spricht weniger von der Praxis des Mahles, sondern eher von der engen Verbindung mit dem Herrn Jesus durch sein Opfer und den Glauben daran. Es wird gesagt, dass wir durch sein Opfer in eine untrennbare Einheit mit ihm gekommen sind und dass es deshalb unmöglich ist, auch noch andere (unheilige) Gemeinschaft zu pflegen. Durch die Teilnahme am Mahl drücken wir diese enge Gemeinschaft mit ihm und untereinander aus. Man kann auch sagen: Wir machen deutlich, dass alle "Glieder am Leib Christi" (1Kor 12,12.27) diese Einheit bilden und darstellen.

 

Das Wort "Gemeinschaft", (griech. "koinónia") in 1. Korinther 10,16 bedeutet "gemeinsam haben", "teilhaben", "Partnerschaft haben mit", "geistige Gemeinschaft", "eine Gemeinschaft im Geist". Dasselbe griechische Wort wird auch verwendet in 1Kor 1,9; 2Kor 8,4; Phil 2,1; 3,10. Das Gedächtnismahl des Herrn war in der Urgemeinde eine regelmäßige und beliebte Gewohnheit. Dadurch erinnerten sich die Gläubigen an den Tod des Heilands und gedachten feierlich ihres gemeinsamen Heils und ewigen Lebens. So drückten sie ihre vollkommene geistliche Einheit aus.

 

Mit dieser Mahlgemeinschaft erlebt die Gemeinde sowohl ihre Teilhabe am göttlichen Geschehen der Vergebung, wie auch die Verbundenheit untereinander als Glieder am Leib Christi (1Kor 10,16f). Das eine Brot ist Zeichen dafür, dass die Gemeinde ein Leib ist. In dem "ein Brot ein Leib" liegt ein Ansatzpunkt für das Bild von der Gemeinde als Leib Christi, an dem Paulus besonders auch die Einheit untereinander verdeutlicht (1Kor 12,12ff). Durch die Wiedergeburt werden wir Glieder am Leibe Christi, in der Nachfolge zu einer unlösbaren Lebens- und Opfergemeinschaft mit unserem Haupt Jesus Christus verbunden. Gemeinschaft heißt, dass man wieder zusammenkommt und das Mahl hält (Hebr 10,25).

 

Aus allen diesen Bedeutungen geht hervor, dass die HandIung des Mahles das Eigentliche ist.

 

Einsetzung des Abendmahls

Jesus Christus selbst hat in der Nacht vor seinem Opfertod am Kreuz (in der Nacht als er verraten wurde) dieses Mahl eingesetzt, was gleichzeitig auch ein Passahmahl war (Mt 26,18ff; Mk 14,12ff; Lk 22,7ff). Dies geschah im Rahmen der sogenannten Passah-Feier, bei der sich die Juden an den Auszug aus Ägypten und die damit von Gott herbeigeführte Befreiung aus der Knechtschaft erinnerten.

 

Mit großer Sehnsucht hat Jesus danach verlangt, mit seinen engsten Vertrauten, den Jüngern, zu feiern (Lk 22,15). Mit dem Tod Jesu am folgenden Tag wurden die Symbole des Passahmahls erfüllt. Das Passah war sowohl ein Gedächtnismahl an die Befreiung aus Ägypten als auch ein prophetische Vorschattung auf das Opfer Christi. Viele Jahrhunderte lang hatten die Juden das Passah gefeiert und dabei der herrlichen Befreiung aus Ägypten und der Erlösung vom Tod durch das Blut des fehlerlosen Lammes gedacht. Wie lebhaft muss das alles vor den Augen Jesu gestanden haben, als er sich mit den Aposteln versammelte, um dieses Fest ein letztes Mal mit ihnen zu feiern. Er war das wirkliche Passahlamm, dessen Blut bald für alle vergossen werden sollte, die ihm vertrauen.

 

Das Passahfest als Hintergrund

Das Abendmahl weist zurück auf das Passah Israels, das vor dem Auszug aus Ägypten von Gott angeordnet wurde (2Mo 12,3-24; 1Kor 5,7). Die Passahfeier Israels bildet den Hintergrund für ein Verständnis des Abendmahls.

 

• Das Passahfest Israels

Als das Volk Israel nach 430jähriger Knechtschaft in Ägypten (2Mo 12,40) seinen Weg durch die Wüste in das verheißene Land antrat, musste in der Nacht des Auszugs in jedem israelitischen Haushalt ein fehlerloses Lamm geschlachtet werden. Mit dem Blut des Lammes wurden dann die Türpfosten und die obere Schwelle bestrichen. Das gebratene Fleisch aß man zusammen mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern. Wo Gott das Blut an den Schwellen der Türen sah, ging er in der Nacht, in der er die Erstgeburt in ganz Ägypten tötete, vorüber.

 

• Das Passahfest des neutestamentlichen Gottesvolkes

Das Passahfest verlief in allen Häusern nach einem festen Schema ab. In Anlehnung an diese Feier hat Jesus das Abendmahl eingesetzt. Die Einsetzung des Abendmahls beim Höhepunkt der Passahfeier zeigt seine Bedeutung. Jesus sieht sich selbst als das Passahlamm, das für die Erlösung der Menschen dahingegeben wird. Paulus schreibt: "...Denn als unser Passahlamm ist Christus geopfert worden." (1Kor 5,7). Wie das Blut des Passahlammes in der Nacht vor dem Auszug aus Ägypten die Rettung Israels erwirkte, so rettet das Blut Jesu die Gemeinde des neuen Bundes als Ausdruck des von Jeremia prophezeiten neuen Bundes (Jer 31,31-34; Mt 26,26-28; Hebr 9,14-15). Christus ist das Passahlamm des neuen Bundes. Nach Joh 19,30f darf angenommen werden, dass Jesus am Kreuz in den Stunden starb, in denen die Israeliten im Tempel das Passah schlachteten. Mit seinem Blut gab Jesus uns sein Leben (3Mo 17,11; 1Petr 1,18f). Das Blut Jesu Christi reinigt unser Leben von der Sünde (1Joh 1,7) und heiligt uns (Hebr 9,13f; 13,12). Mit diesem Opfertod Jesu eröffnet sich den Glaubenden auch wieder der direkte Zugang zum Heiligtum, d.h. zu Gott selbst (Mt 27,51; Hebr 10,19). So ist uns durch das Blut Jesu, also durch sein für uns dahingegebenes Leben, alles geschenkt: Erlösung, Reinigung, Heiligung und Anteil an der Herrlichkeit Gottes.

 

Abendmahl in Bezug auf die Wüstenwanderung

Paulus bezieht das Abendmahl in einer allegorischen Auslegung auf Ereignisse während der Wüstenwanderung Israels (1Kor 10,3f). Er spricht von einer geistlichen Speise und von einem geistlichen Trank aus dem Felsen, wobei er den Felsen auf Christus deutet. Was für Israel das Manna in der Wüste war, wird für alle Heiligen die Abendmahlsgemeinschaft: Eine lebendige Quelle der Kraft in Erinnerung an das Erdulden der Schmach und die Siege des Herrn. Auch, dass es sich um ein gemeinschaftsstiftendes Mahl handelt, ist hier angedeutet "und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen... und denselben geistlichen Trank getrunken" (1Kor 10,3-4).

 

Bedeutung von Brot und Wein

Jesus hat sich auf zwei Elemente für diese Mahlfeier beschränkt, nämlich Brot und Wein und beide als Zeichen auf ihn selbst gedeutet (Mt 26,26-28; Lk 22,19-20). Er selbst ist das Brot des Lebens (Joh 6,35.48) und der wahre Weinstock (Joh 15,1).

 

Lukas 22,19-20

"19 Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! 20 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird."

 

Das Brot steht für den Leib (Körper) des Herrn, der vor und während seiner Kreuzigung gegeißelt und zerbrochen wurde und den er letztendlich am Kreuz für unsere Sünden in den Tod gegeben hat. Der Wein in dem Kelch steht für das Blut des Herrn Jesus, das er für uns vergossen hat, um Sühnung für unsere Sünden zu bewirken. Beides erinnert uns also daran, dass der Herr Jesus sein Leben für uns gegeben hat. Das Feiern des Mahles geschieht, wie Jesus selbst sagt, "zu seinem Gedächtnis". Brot und Wein sind dabei anschauliche Mittel, an denen wir unsere Erinnerung festmachen können und durch deren Essen und Trinken wir uns vergegenwärtigen, dass wir zusammen mit allen Heiligen Anteil an dieser Erlösung haben. Paulus hat im 1. Korintherbrief diesen Gedanken der gemeinschaftlichen Anteilnahme mit dem Brechen des Brotes und dem Trinken aus dem Kelch verknüpft:

 

1. Korinther 10,16-17

"16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? 17 Denn es ist ein Brot, so sind wir, die Vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot."

 

Teilnehmer am Abendmahl

Voraussetzungen für das Abendmahl

1. Wiedergeburt - Nur Gläubige können am Abendmahl teilhaben (Lk 22,19-20)

2. Unbußfertige Gläubige, welche der Gemeindezucht unterworfen sind, bleiben vom Abendmahl ausgeschlossen (1Kor 5,11-13; 2Thes 3,6.11-15)

3. Geistliche Reinigung vor dem Abendmahl [geheiligter Lebensstil] (1Kor 11,27-32)

 

Von Anfang an gehörte es in den Urgemeinden zur festen Praxis der Gemeinschaft der Heiligen, das Abendmahl zu feiern (Apg 2,42.46; 20,7; 1Kor 11,20-34). Dadurch dass der Herr Jesus selbst den Wunsch äußert, dass die, die zu ihm gehören, das Abendmahl feiern sollen, und durch die besondere Offenbarung, die er dem Apostel Paulus gegeben hat, wird deutlich, welchen hohen Stellenwert dieses Mahl hat. Auch die Tatsache, dass Gott in der Gemeinde in Korinth eingegriffen hat, als dieses Mahl missachtet und unwürdig gefeiert wurde, bestätigt, wie wichtig dem Herrn Jesus dieses Mahl ist.

 

Es ist darum für jeden Christen von großer Bedeutung, dass er über das Mahl des Herrn, dessen Zusammenhänge und verschiedene Aspekte sowie über das, was ihn selbst dabei betrifft, in Kenntnis ist.

 

Die Begründung der Teilnehmer am Abendmahl ergibt sich leicht, wenn man die Bedeutung des Mahles richtig erkannt hat. Viele halten das Abendmahl für ein Mittel, ihre Sache mit Gott in Ordnung zu bringen, also ihre Sünden abzuwaschen. Wir haben gesehen, dass dieses Mahl weder zur Vergebung der Sünden da ist noch eine evangelistische Veranstaltung ist, durch die Menschen zum Herrn Jesus gerufen werden. 

 

Der Hintergrund, weshalb viele Gemeinden so verfahren, indem sie auch Unbekehrte zum Tisch des Herrn laden, ist ein ökumenischer. Nirgendwo im Neuen Testament werden wir aufgefordert, uns mit denen zu verbinden, die dem Wort Gottes widerstehen und es verdrehen, und haben keine Anweisungen der Apostel, uns mit ihnen zu versöhnen und eine Einheit zu suchen.

 

Die Mahlfeier ist für solche, die bereits durch ihre Bekehrung und Neugeburt Kinder Gottes geworden sind. Der Apostel Paulus spricht in 1. Korinther 11,18 die an, die "als Gemeinde zusammenkommen" und in 1. Korinther 10,15 redet er "als zu Verständigen...". Es geht also um solche, die zur Gemeinde dazugehören. Und das sind nur die Erretteten. Man könnte sagen, dass es sich bei der Zusammenkunft zum Abendmahl um eine interne Feier der "Familie Gottes" handelt.

 

Deshalb sollte zu diesem Zusammenkommen auch nicht öffentlich eingeladen werden. Sonst könnten Ungläubige in die Verlegenheit kommen, von Brot und Wein zu nehmen, und dadurch "sich selbst zum Gericht essen und trinken" (1Kor 11,29).

 

Die Teilnahme am Abendmahl hängt von einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus ab und jeder der am Mahl teilnimmt, muss sich selbst prüfen (1Kor 11,28). Worin prüfen? Wenn man die Bedeutung des Abendmahl kennt, weiß man worin man sich prüfen muss. Aber die Antwort finden wir einen Vers vorher, im Vers 27:

 

"Wer also unwürdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein".

 

"Unwürdig" bedeutet in diesem Fall ritualistisch, gleichgültig, unbußfertig oder in irgendeiner Gott nicht gefälligen Haltung am Abendmahl teilzunehmen.

 

"Schuldig" bedeutet am Mahl des Herrn teilzunehmen, wenn man an seiner Sünde festhält. Dies entehrt nicht nur die Feier, sondern entehrt auch den Leib und das Blut Christi, weil man mit seinem gnadenreichen Opfer leichtfertig umgeht.

 

Jesus sagte: "Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis!". Man bekennt also, dass Jesus kam und für die Sünde des Menschen starb. Wenn ein Mensch nicht bereit ist ernsthaft seine Sünde aufzugeben, hat er auch kein Recht am Abendmahl teilzunehmen.

 

In gewisser Weise ist jeder Mensch unwürdig, an diesem ehrwürdigen Mahl teilzunehmen, da wir alle gesündigt haben, jedoch ist es so, dass wiedergeborene Menschen durch das Blut Christi vollständig gereinigt sind (1Petr 1,18; Röm 5,9).

 

Wir erinnern uns an Jesus Christus, der für uns starb. Warum musste Jesus sterben? Der Grund war Sünde. Er gab seinen Leib, damit er zerbrochen würde und sein Blut damit es am Kreuz fließen würde, damit Sünde vergeben werden konnte, so dass die Forderung der Gerechtigkeit von einem Heiligen Gott erfüllt werden konnte. Am Kreuz wurde Sünde gesühnt.

 

Wenn man also am Abendmahl teilnimmt ohne ein Verständnis von Sünde zu haben, kreuzigt man Jesus abermals. Es wäre total bedeutungslos (im Hinblick auf ein Seelenheil) wenn man ohne dieses Verständnis am Abendmahl teilnehmen würde. Das Abendmahl ist nicht für Sünder, die mit ihrer Sünde fortfahren wollen. Die richtige Einstellung zum Abendmahl sollte keinen rituellen Charakter haben, sondern den Charakter eines Lebensstils.

 

Das Abendmahl ist ebenso ein Symbol für dem Leib Christi, also der Gemeinde (1Kor 10,10-17). Denn man ist nach der Wiedergeburt nicht nur in einen Bund mit Jesus eingetreten, sondern auch mit all denen, die einen Bund mit Jesus haben!

 

Das Abendmahl ist also für Gläubige eingesetzt. Wie kann nun ein Unbekehrter, Nichtwiedergeborener, der das Opfer des Christus noch gar nicht im Glauben für seine eigene Person angenommen und demnach noch gar nicht für sich wirksam gemacht hat, an dieses Opfer, als für sich vollbracht, zurückdenken und dafür danken? Wie könnte ein solcher mit den Erlösten glücklichen Herzens diesen Tod verkünden, in der sichern Hoffnung des ewigen Lebens, so lange er diese noch gar nicht besitzt? Wie könnte er die Gemeinschaft mit Jesu und Seinen Gliedern verwirklichen, so lange er noch gar nicht zu diesen gehört? Wie kann er für etwas danksagen, das er noch gar nicht besitzt? Wie kann er das "Fest der Erlösung" feiern, da er noch gar kein Erlöster ist? Und wie vermöchte einer, der noch in seiner Sünde und mit Sünden beladen ist, das Abendmahl würdig zu essen? (1Kor 11,27-32).

 

Voraussetzung zur Teilnahme ist also die Gotteskindschaft.

 

Wir feiern das Abendmahl – aber entscheidend ist nicht, dass wir etwas tun, sondern dass einer für uns etwas getan hat und tut.


Was das Abendmahl nicht ist


• Transsubstantiation

Diese Lehre ist vorwiegend die der römisch-katholischen Kirche. Sie lehrt, dass sich die elementaren Bestandteile von Brot und Wein durch priesterliche Weihe tatsächlich in den Leib und das Blut Christi verwandelt. Also wird durch die Transsubstantiation jedesmal, wenn das Abendmahl gehalten wird, Christi Opfer aufs neue dargebracht.


• Konsubstantiation

Diese Lehre meint, dass sich die Bestandteile von Brot und Wein selbst nicht verändern, wie bei der Transsubstantiationslehre. Jedoch seien der Leib und das Blut Jesu in Brot und Wein physisch vorhanden. Daher ist es keine TRANS-Substantiation, wobei sich die Substanz zum Leib und Blut Christi verwandelt, sondern eine KON-Substantiation - der Leib und das Blut Christi sind tatsächlich in Brot und Wein vorhanden (trans lat. = hinüber zu | con lat. = zusammen mit).


Oft gestellte Fragen zum Abendmahl

 

1. Werden durch das Abendmahl Sünden vergeben? Ist das Abendmahl ein Sakrament?

In der katholischen Kirche wird mit dem Mahl des Herrn der Gedanke der Sündenvergebung verbunden. Dort wird dieses Mahl auch als Sakrament ("heilvermittelnd" oder "heilspendend") bezeichnet. Das Heil erlangt der Mensch nach dem Wort Gottes jedoch einzig und allein durch den Glauben an den Herrn Jesus:

 

Römer 10,9-11

"9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht; und wer mit dem Munde bekennt, wird selig. 11 Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16): »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.«"

 

Apostelgeschichte 16,31

"Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus"

 

Sündenvergebung kommt nur durch das Bekennen der Sünde im Gebet und durch die Umkehr (1Joh 1,9; Apg 3,19), nicht aber durch eine "sakrale" oder gar "sakramentale" Handlung.

 

1. Johannes 1,9

"Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er um die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit."

 

Apostelgeschichte 3,19

"So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn."

 

Es bedarf also keiner zusätzlichen oder immer wiederkehrenden Handlung, um das Heil zu erlangen, vielmehr ist es so, dass man geheiligt und gereinigt am Mahl des Herrn teilnehmen soll (vgl. 1Kor 11,28), anstatt durch dieses Mahl erst zur Reinigung und Heiligung zu gelangen.

 

Konkret: Erhält man durch das Abendmahl Sündenvergebung?

Nein. Wir sollten Sünde bekannt haben und Vergebung zugesprochen bzw. empfangen haben. Wer am Abendmahl teilnimmt, ohne sich vorher seiner Sündenvergebung gewiss zu sein, der lädt Schuld auf sich: "27 Wer also unwürdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein. 28 Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch." (1Kor 11,27-28).

 

Das Wort "unwürdig" in Vers 27 bedeutet in diesem Fall ritualistisch, gleichgültig, unbußfertig oder in irgendeiner Gott nicht gefälligen Haltung am Abendmahl teilzunehmen.

 

Das Wort "schuldig" bedeutet am Mahl des Herrn teilzunehmen, wenn man an seiner Sünde festhält. Dies entehrt nicht nur die Feier, sondern entehrt auch den Leib und das Blut Christi, weil man mit seinem gnadenreichen Opfer leichtfertig umgeht.

 

2. Muss man getauft sein, um am Abendmahl teilzunehmen?

Nein und Ja! Zunächst einmal ist zu sagen, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Die Taufe ist nicht zwingend eine Angelegenheit der Gemeinde. Denken wir z.B. an den Kämmerer aus Äthiopien (Apg 8). Er wurde von Philippus getauft, weil dieser durch seine Taufe deutlich machen wollte, dass er jetzt zum Herrn Jesus gehörte. Die Frage nach der "Gemeindezugehörigkeit" stellte sich dabei nicht. Die Taufe ist ein persönlicher Bekenntnisakt.

 

Bei der Mahlfeier jedoch kommen der Gläubige und die versammelte Gemeinde dem Wunsch und der Einladung des Herrn Jesus nach, zu seinem Gedächtnis zusammenzukommen und seinen Tod vor der sichtbaren sowie unsichtbaren Welt zu proklamieren. Dabei kommt beim Mahl des Herrn zum Ausdruck, dass "wir, die vielen, ein Leib sind" (1Kor 10,16-17).

 

Jetzt kommt aber die Einschränkung das "Nein" als Antwort auf diese Frage: In der ersten Christenheit gehörte es zu den unmittelbaren Folgen der Bekehrung, sich taufen zu lassen (z.B. Mk 16,16). Das war, neben dem Zeugnischarakter der Taufe (Röm 6,1-10), ganz einfach auch ein Verhalten des Gehorsams. Der Herr Jesus wünscht das so:

 

Matthäus 28,19

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes"

 

Kann man sich da vorstellen, das Gedächtnismahl zu feiern, gleichzeitig sich selbst aber eingestehen zu müssen: Ich bin ja (in Bezug auf die Taufe) noch nicht gehorsam?

 

Es ist also nahe liegend, sich vor der Teilnahme am Gedächtnismahl des Herrn Jesus taufen zu lassen.

 

3. Was bedeutet "würdig" bzw. "unwürdig" im Zusammenhang mit dem Abendmahl?

Dieser Begriff (allerdings in der negativen Form "unwürdig") findet sich in 1. Korinther 11,27:

 

"Wer also unwürdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein"

 

Zum richtigen Verständnis beachten wir den Zusammenhang. Man feierte in der korinthischen Gemeinde nach der Übernahme einer griechischen Gepflogenheit so genannte "Agape-Mahle" (Gemeinschaftsmahle od. Liebesmahle). Diese "Liebesmahle" waren im Grunde eine gewöhnliche Mahlzeit, die regelmäßig und gemeinsam von der Gemeinde eingenommen wurde und diente dazu, sich innerlich auf das Abendmahl vorzubereiten. Diese Liebesmahle sind in der Urgemeinde von selbst entstanden und waren ein Ausdruck inniger-intimer Zusammengehörigkeit. So war es für die erste Gemeinde ein ganz natürlicher Vorgang, dass sie nicht nur täglich einmütig im Tempel waren, sondern auch das Brot in den Häusern brachen und die Speise mit Freude und lauteren Herzen nahmen (Apg 2,46f). Natürlich sahen die Gläubigen in diesen gemeinsamen Mahlzeiten einen Ausdruck besonderer Gemeinschaft der Gotteskinder. Judas spricht im 12. Vers seines kurzen Briefes auch von solchen "Liebesmahlen".

 

In Korinth ging es dabei allerdings nicht immer im Sinne der biblischen Lehre zu. Die zunehmende verweltlichte, fleischliche Gemeinde in Korinth hatte diese Mähler in völlereihafte und alkoholreiche Festivitäten verwandelt (2Petr 2,13). Neben den Parteiungen, die schon in den ersten Kapiteln des Briefes angesprochen und angeprangert wurden, traten auch soziale Unterschiede auf (Reiche bildeten eine besondere Gruppe und grenzten sich dadurch zwangsläufig von den Armen ab, die hungern mussten). Wohlhabende Gläubige brachten sich selbst reichlich zu essen und zu trinken mit, weigerten sich aber, mit anderen zu teilen und ließen ihre ärmeren Brüder hungrig nach Hause gehen (V. 21). Man hatte dann die Angewohnheit, an diese "Liebesmähler" noch das Mahl des Herrn als "krönenden Abschluss" anzuhängen.

 

Das Abendmahl soll der Erinnerung an eine von äußerster Selbstlosigkeit getragene Handlung, den Tod Christi für die Menschen, dienen. Die Korinther aber haben diese Erinnerung in ein Zeichen ihrer grenzenlosen Selbstsucht und damit das Symbol der Einheit in einen Anlass für Uneinigkeit verkehrt.

 

Die Tatsache der Ausschweifungen, der Parteiungen und der Gruppenbildungen von Reichen und Armen, aber besonders das "Anhängen" des Abendmahles wird in 1. Korinther 11 als "unwürdige Form" stark kritisiert. Gott hatte sogar einen Teil der Geschwister krank werden lassen und einige waren sogar verstorben ("entschlafen", vgl. 1Kor 11,30).

 

Natürlich hat sich die Gemeinde auch heute zu fragen, in welcher Verfassung sie am Abendmahl teilnimmt. Unbereinigte Sünde führt zur Störung der Gemeinschaft mit Gott und auch untereinander. Wenn man gegen Geschwister etwas im Herzen hat, dann muss das zuvor bereinigt werden (Mt 5,24).

 

Nun könnte jemand auf die Idee kommen: "Dann bleibe ich lieber zu Hause", oder: "Dann nehme ich nicht teil". Diese Möglichkeit räumt 1. Korinther 11,28 ("Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch") aber nicht ein. Vielmehr wird gesagt: "prüfen und essen" (nicht etwa wegbleiben oder nicht teilnehmen)! Dazwischen zu setzen ist wohl dann das Bereinigen, damit man teilnehmen kann.

 

4. Hat es Folgen, wenn man das Abendmahl "unwürdig" feiert?

Paulus deutet das im Zusammenhang von 1. Korinther 11 an:

 

1. Korinther 11,29-34

"29 Denn wer isst und trinkt, isst und trinkt sich selbst Gericht, wenn er den Leib des Herrn nicht richtig beurteilt. 30 Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen. 31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet. 32 Wenn wir aber vom Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden. 33 Daher, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander! 34 Wenn jemand hungert, der esse daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Übrige aber will ich anordnen, sobald ich komme."

 

Er macht den einzelnen Gläubigen dafür verantwortlich, würdig am Mahl des Herrn teilzunehmen. Aus seinen Ausführungen wird deutlich, dass der Herr darüber wacht und auch zum Mittel der Züchtigung greifen kann, um Fehlverhalten zu korrigieren.

 

Die Tatsache, dass einige bereits gestorben waren, stellt ein besonderes, übernatürliches Gericht über die korinthische Gemeinde dar. Ein solches Strafgericht unterstreicht den Ernst der Abendmahlsfeier. Das Mahl des Herrn darf nicht leichtfertig genommen werden, dieser neue Bund kostete Jesus das Leben. Es ist kein bedeutungsloses Ritual.

 

Wenn man unwürdig zum Tisch des Herrn kommt, wird man schuldig am Leib und Blut des Herrn. Auf unserer Landesfahne herumzutrampeln, ist nicht eine Verachtung eines Stücks Stoff, sondern des Landes, das sie darstellt. Unwürdig zum Abendmahl zu kommen, verachtet nicht die Zeremonie, sondern den, zu dessen Ehre es gefeiert wird. Wir werden schuldig der Verachtung seines Leibes und Blutes, welche sein gnädiges Leben und Wirken für uns darstellen, sein Leiden und seinen Tod an unserer Stelle. Wir werden der Verhöhnung und Gleichgültigkeit gegenüber der Person Jesu Christi schuldig (vgl. Apg 7,52; Heb 6,6; 10,29).

 

Jedes Mal, wenn ein Mensch zum Abendmahl kommt, prüfe er aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Bevor wir teilhaben, sollen wir uns einer ernsten Selbstprüfung unterziehen, aufrichtig in unseren Herzen nach etwas suchen, was nicht dort sein sollte, und alles Böse aussieben. Unsere Motive, unsere Gesinnung gegenüber dem Herrn und seinem Wort, gegenüber seinem Volk und gegenüber dem Abendmahl selbst sollten einer persönlichen Prüfung vor dem Herrn unterzogen werden. Der Tisch wird so ein besonderer Ort der Reinigung der Gemeinde. Das ist eine unerlässliche Bedeutung des Abendmahls, und Paulus’ Ermahnung bekräftigt dieses Ideal.

 

Jeder, der nicht mit der richtigen Haltung teilnimmt, isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Gericht (krima) hat an dieser Stelle die Bedeutung von "Züchtigung", weil "es jetzt keine Verdammnis mehr für die [gibt], welche in Christus Jesus sind" (Röm 8,1). Der große Unterschied zwischen Paulus’ Verwendung von krima (Gericht) an dieser Stelle und von katakrima (verurteilen) wird in Vers 32 deutlich, wo es klar ist, dass sich krima auf die Züchtigung der Gläubigen bezieht und katakrima auf die Verurteilung der Verlorenen. Diese Züchtigung erfolgt, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet, d.h. das Blut und den Leib während des Abendmahls. Um Gottes Gericht zu entgehen, muss man die Heiligkeit der Situation entsprechend erkennen und darauf reagieren. Die verschiedenen Arten der Züchtigung des Herrn werden in Vers 30 erläutert.

 

Man darf aber hier keinen Umkehrschluss ziehen und etwa sagen, dass solche, die krank sind, vielleicht unwürdig am Mahl des Herrn teilgenommen haben. Paulus zieht diese Schlussfolgerung auf Grund seiner apostolischen Autorität und seiner besonderen Einsicht in die korinthischen Verhältnisse, zumal die Missstände im Zusammenhang mit der Mahlfeier offensichtlich waren.

 

Auch darf man trotz der Ernsthaftigkeit der Angelegenheit keine übertriebene Furcht vor der Teilnahme am Mahl des Herrn entwickeln, die sich etwa so äußern kann, dass man die Teilnahme auf einen Zeitpunkt hinausschiebt, wo man endlich würdig genug zu sein glaubt. Diesen Gedanken kennt die Bibel nicht.

 

5. Was bedeutet die Aufforderung "Ein jeder aber prüfe sich selbst!" im Zusammenhang mit dem Abendmahl?

Dieser Satz in 1. Korinther 11,28 ist oft missverstanden und manchmal sehr missbräuchlich angewandt und auch zitiert worden. Zunächst geht es hier um eine grundsätzliche Anweisung an die Gläubigen aus Korinth, die unwürdig gegessen und getrunken haben. Der Brief als solcher mit der Offenlegung von Missständen hätte ja dazu führen können, dass man generell in allen Gemeinden eine offizielle Prüfung einführte, um künftig Entgleisungen wie in Korinth zu vermeiden. Doch der Geist Gottes legt in diesem Brief die Verantwortung zur Prüfung auf jedes Gotteskind selbst. Die Selbstprüfung betont die geistliche Mündigkeit des Gläubigen und soll dazu führen, dass alles, was nicht in die Gegenwart des Herrn Jesus passt und der Würde dieses besonderen Mahles widerspricht, ausgeräumt wird.

 

Die durch das "Und" hergestellte Verbindung zum zweiten Satzteil "und so esse er" besagt: Man soll von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken als jemand, der sich selbst untersucht (geprüft) hat. Dieses Selbstgericht muss bei einem aufrichtigen Gotteskind dazu führen, dass alles, was die Gemeinschaft zwischen ihm und dem Herrn Jesus und seinen Glaubensgeschwistern trübt oder einschränkt, weggetan wird. Erst dann kann man mit reinem und gutem Gewissen der Einladung des Herrn zu seinem Gedächtnismahl folgen und teilnehmen.

 

Es gibt aber auch die andere Seite der Prüfung, die uns in 1. Korinther 5 vorgestellt wird: Da war einer, der offen in Sünde lebte, der eine Selbstprüfung nicht vornahm oder auf Grund seiner Sünde sogar so verblendet war, dass er sein Verhalten gar nicht als Sünde erkannte und empfand. Hier ist dann natürlich die Gemeinde gefordert, einen solchen zu prüfen und, wie in 1. Korinther 5,13 angeordnet, hinauszutun, wenn keine Bereitschaft zur Buße vorhanden ist.

 

Bei dieser Zuchtmaßnahme geht es aber nicht nur um ein "Hinaustun" von der Mahlfeier, sondern es geht um einen grundsätzlichen Abbruch aller Beziehungen zu dieser Person, damit Gott an ihr "arbeiten" kann; Gott selbst richtet den Betreffenden (1Kor 5,11-13).

 

Einen Hinweis auf die "Prüfung" durch die Gemeinde finden wir auch in Hebräer 10,24:

 

"und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen"

 

Oder im gleichen Brief, Kapitel 12,15-16:

 

"15 und achtet darauf, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch zur Last werde und durch sie viele verunreinigt werden; 16 dass nicht jemand ein Hurer oder ein Gottloser sei wie Esau, der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte!"

 

Wir sind "ein Leib und Glieder voneinander" (1Kor 12,27). Wenn Sünde eines Gliedes dieses Leibes vorkommt, sind alle Glieder davon betroffen. Auch deshalb liegt auf der ganzen Gemeinde eine Verantwortung füreinander.

 

6. Ab welchem Alter kann man am Abendmahl teilnehmen? Was ist mit Kindern und ungläubigen Ehepartnern? Sollen Kinder bei der Mahlfeier anwesend sein?

Dazu sagt die Bibel zunächst nichts konkretes. Allerdings gibt es eine Aussage im weiteren Zusammenhang. In 1. Korinther 10,15 steht: "Ich rede als zu Verständigen ..." Danach folgen die Gedanken über Gemeinschaft mit dem Tisch der Dämonen und Gemeinschaft mit dem Tisch des Herrn, so dass man diese Aussage in diesen Zusammenhang hineinstellen könnte. Die Bezeichnung "zu Verständigen" bedeutet auch "zu Einsichtsvollen" oder "zu Urteilsfähigen". Man kann daraus ableiten, dass also ein gewisses Grundverständnis über Sinn und Bedeutung des Gedächtnismahles vorhanden sein muss, um an dem Mahl teilzunehmen. Im Volk Israel setzte man dieses wohl etwa ab dem 12. Lebensjahr voraus (vgl. Lk 2,42).

 

Sollen die Kinder bei der Mahlfeier anwesend sein? Wir meinen Ja! Wir denken, dass hierher auch die Gedanken aus dem Vorwort gehören: "Wenn eure Kinder euch fragen: Was soll euch dieser Dienst...?" (2Mo 12,26). Solche Fragen sollten aus der Praxis kommen und auch anhand der Praxis beantwortet werden.

 

Auf jeden Fall aber sollten Eltern ihre Kinder, auch wenn das Bewusstsein der Gotteskindschaft bei ihnen erkennbar ist, niemals zu "geistlichen Schritten", wie z.B. Taufe oder "Teilnahme", drängen. Wichtig sind hier sicherlich zur rechten Zeit hilfreiche Gespräche, aber der Wunsch zu solchen Schritten soll immer, vom Geist Gottes gewirkt, aus dem Herzen der Kinder und Jugendlichen kommen und nicht drängend herbeigeführt werden.

 

Wir halten es für absolut nicht-biblisch das Abendmahl mit Unbekehrten zu nehmen, seien es Kinder oder Erwachsene. Bei der Teilnahme von Kindern am Abendmahl wird vorausgesetzt, dass die Kinder von ihren Eltern oder anderen Personen in einer altersgemäßen Weise an das Verständnis des Abendmahls herangeführt werden. 

 

Einem ungläubigen Ehepartner kann das Erleben der Zusammenkünfte und besonders der Mahlfeier eigentlich nur nützlich sein, indem es ihn hinweist auf die Notwendigkeit der Errettung auch für ihn.

 

7. Muss es Brot und Wein sein?

Oft wird die Frage gestellt, ob man zum Abendmahl gesäuertes oder ungesäuertes Brot verwenden solle, Traubensaft oder Wein. Auch dazu gibt es keine Vorschrift. Es bleibt uns nur das biblische Vorbild als Maßstab. Es gibt kaum Zweifel daran, dass der Herr ungesäuertes Brot und vergorenen Traubensaft verwendet hat (damals war jeder Traubensaft vergoren, d.h. zu Wein geworden).

 

Bei der Einsetzung durch den Herrn Jesus war es eindeutig Brot, denn davon spricht die Bibel. Da das Mahl des Herrn im Anschluss an eine Passahfeier eingeführt wurde, ist anzunehmen, dass es ungesäuertes Brot war (2Mo 12,8). Dazu kommt, dass in der Bibel der Sauerteig immer negativ erwähnt wird, wohl als ein Bild der sündigen menschlichen Natur (Mt 16,6.11-12; Mk 8,15; Lk 12,1; 1Kor 5,6-7; Gal 5,9).

 

Beim Symbol für das Blut des Herrn Jesus ist die Bibel noch zurückhaltender mit der Beschreibung. Da gibt es zwei Aussagen. Die eine spricht vom "Kelch" (Mt 26,27; Mk 14,23; Lk 22,17.22; 1Kor 11,25-27) bzw. auch vom "Kelch der Segnung" (1Kor 10,16) und vom "Kelch des Herrn (1Kor 10,21). Die andere ist: "Gewächs des Weinstocks" (Mt 26,29; Mk 14,25; Lk 22,18). Bei dem Begriff "Kelch" liegt eindeutig die Verbindung zum Passahmahl vor, denn dort wurde aus verschiedenen "Kelchen" getrunken. Beim "Gewächs des Weinstocks" muss man eigentlich von Wein ausgehen, da unvergorener Traubensaft wohl damals nicht länger als nur wenige Tage haltbar war. Das biblische Vorbild ist also Wein.

 

Aber auch hier gilt: Es gibt kein "Gesetz"! Es kommt nicht auf die Substanz an, sondern auf ihren Symbolcharakter. Von daher ist auch gegen die Verwendung von Traubensaft bei der Mahlfeier etwa aus Rücksicht auf Alkoholiker nichts einzuwenden.

 

Diejenigen, die argumentieren, dass gesäuertes Brot den Symbolcharakter zerstört (Sauerteig als Bild der Sünde), sollten bedenken, dass das Gleiche für die Gärung gilt. Es ist tragisch, wenn wir uns mit den materiellen Dingen beschäftigen, statt auf den Herrn selbst zu sehen. Paulus betonte, es gehe um die geistliche Bedeutung des Brotes, nicht um das Brot an sich. "7 Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet. 8 Darum lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit" (1Kor 5,7-8). Es geht nicht um den Sauerteig im Brot, sondern um den Sauerteig in unserem Leben!

 

Zum Symbolcharakter der Elemente der Mahlfeier kann man Folgendes noch hinzufügen:

 

Das Brot damals wurde gebrochen. Deshalb meinen wir, dass weder kleingeschnittene Brotstücke noch Gebäck in Form von Hostien angemessen sind. Das eine Brot symbolisiert neben dem Leib des Herrn Jesus, den er hingegeben hat, auch den einen geistlichen Leib, den die Gemeinde bildet und den sie beim Brotbrechen darstellt (vgl. 1Kor 10,17).

 

Damals haben der Herr Jesus und seine Jünger aus einem Kelch getrunken; das wäre auch heute für uns die Form, die dem biblischen Bild am nächsten kommt. Aus praktischen Gründen, je nach Zahl der teilnehmenden Geschwister, nimmt man deshalb einen oder mehrere große Trinkgefäße, aus denen die Gläubigen trinken. Die Gewohnheit einiger Gemeinschaften, jedem Einzelnen einen eigenen kleinen Becher zu geben, nimmt etwas von der Symbolik der Einheit weg.

 

Manche Gemeinden lassen Brot und Kelch so lange "durch die Reihen gehen", bis alles aufgegessen und leergetrunken ist. Andere halten es so, dass Reste übrig bleiben. Auch darüber kennt die Bibel keine Vorschriften, höchsten indirekt in Anlehnung an das Passahmahl. Dort sollte zumindest das Fleisch des Opferlammes vollständig aufgegessen werden (2Mo 12,10).


Bibelstellen zur Bündnisbeziehung

Zu allererst ist das Abendmahl ein Bundesmahl, weil es den neuen Bund einleitet. Es war und ist eine private und intime Versammlung zwischen Jesus und seinen Nachfolgern, seiner Gemeinde, seinem Leib, die in einer Bundesbeziehung mit ihm leben und repräsentiert den größten Ausdruck der Liebe Gottes für sein Volk. Man ist nicht nur in einen Bund mit Jesus eingetreten, sondern auch in einen Bund mit all denen, die einen Bund mit Jesus haben!

 

Diese Bibelstellen sollen uns helfen, unsere gegenseitige Bündnisbeziehung zu verstehen.

"Lasst uns", "einander", "gegenseitig" bedeutet gemeinschaftlich, wir alle. Das ist die Anforderung an uns im Neuen Bund.

 

■ LASST UNS = GEMEINSCHAFTLICH

 

Lasst Euch versöhnen mit Gott! (2Kor 5,20)

 

Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten! (Gal 5,1)

 

Lasst uns die Gnadengaben gebrauchen! (Röm. 12,6)

 

Lasst uns die Waffen des Lichts anziehen! (Röm 13,12)

 

Lasst uns anständig wandeln. (Röm 13,13)

 

Lasst uns nach Frieden und gegenseitiger Erbauung streben! (Röm 14,19)

 

Lasst uns nicht mehr einander richten! (Röm 14,13)

 

Lasst uns durch den Geist wandeln! (Gal 5,25)

 

Lasst uns im Gutes tun nicht müde werden! (Gal 6,9)

 

Lasst uns gegenüber allen Gutes wirken! (Gal 6,10)

 

Lasst uns die Wahrheit reden! (Eph 4,15)

 

Lasst uns nicht schlafen! (1Thes 5,6)

 

Lasst uns eifrig sein, in Gottes Ruhe einzugehen! (Hebr 4,11)

 

Lasst uns unser Bekenntnis festhalten! (Hebr 4,14)

 

Lasst uns mit Freimütigkeit und wahrhaftigem Herzen hinzutreten zum Thron der Gnade! (Hebr 4,16; 10,22)

 

Lasst uns das Bekenntnis unserer Hoffnung unwandelbar festhalten! (Hebr 10,23)

 

Lasst uns aufeinander achten, zur Liebe und zu guten Werken anreizen! (Hebr 10,24)

 

Lasst uns dankbar sein! (Hebr 12,28)

 

Lasst uns Gott stets ein Lobpreisopfer bringen! (Hebr 13,15)

 

Lasst uns lieben in Tat und Wahrheit! (1Joh 3,18)

 

Lasst uns einander lieben! (1Joh 4,7)

 

Lasst uns fröhlich sein und jubeln und IHM die Ehre geben! (Offb 19,7)

 

 

■ EINANDER = GEGENSEITIG 

 

Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. (Joh 13,14)

 

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. (Joh 13,34)

 

einander lieben...

- meint die Ausrichtung des Willens, des Sich Freuens an etwas

- zufrieden sein mit

- gemeinsame Interessen haben

- sich jemandes annehmen, lieben

 

Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. (Joh 15,12)

 

Am folgenden Tag erschien er bei ihnen, als sie sich stritten, und trieb sie zum Frieden, indem er sagte: Ihr Männer, ihr seid Brüder, warum tut ihr einander unrecht? (Apg 7,26)

 

Dies gebiete ich euch, dass ihr einander liebt. (Joh 15,17)

 

Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. (Röm 13,8)

 

Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet Vielmehr das für recht, dem Bruder keinen Anstoß oder kein Ärgernis (Anlass zur Sünde) zu geben. (Röm 14,13)

 

Deshalb nehmt einander auf, wie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit! (Röm 15,7)

 

Grüßt einander mit heiligem Kuss dient einander durch die Liebe. (Röm 16,16)

 

Grüßt einander mit heiligem Kuss! (2Kor 13,12)

 

Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, indem wir einander herausfordern, einander beneiden. (Gal 5,26) 

 

Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen. (Gal 6,2)

 

... mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander in Liebe ertragend. (Eph 4,2)

 

Seid/werdet aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander/schenkt einander Gnade, so wie auch Gott in Christus euch Vergeben hat! (Eph 4,32)

 

Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. (Eph 5,21)

(sich freiwillig unter etwas/jemanden stellen)

 

Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr. (Kol 3,13)

(ertragt: aushalten, etwas aushalten, ertragen, zulassen, Milde, Nachsicht, Geduld, Langmut)

 

Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen habt. (Kol 3,9)

 

Was aber die Bruderliebe betrifft, so habt ihr nicht nötig, dass man euch schreibt, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben. (1Thes. 4,9)

 

Deshalb ermahnt (tröstet, ermuntert) einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut. (1Thes 5,11)

(erbaut: bauen, geistlichen Gewinn bringen, bestärken, ermutigen, Reich Gottes bauen)

 

So ermuntert/tröstet nun einander mit diesen Worten. (1Thes 4,18)

 

Indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen (oder im Stich lassen), wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht! (Hebr 10,25)

(trösten, aufrichten, ermahnen, ersuchen, zurufen, anrufen)

 

Sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es heute heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde! (Hebr 3,13)

 

Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! (Jak 5,16)

 

Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes! (1Petr 4,10)

 

Und dies ist sein Gebot, dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie er es uns als Gebot gegeben hat. (1Joh 3,23)

 

Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. (1Joh 4,7)

 

Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. (1Joh 4,11)

 

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. (1Joh 4,12)

 

Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr. (Kol 3,13)

 

Das Wort des Christus wohne reichlich in euch/unter euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern. Singt Gott in euren Herzen in Gnade! (Kol 3,16)

 

Ermahnt:

- immer aufbauend

- bez. die Unterweisung durch das Wort der Ermutigung und Ermunterung

- tröstend

- ermunternd

- Sinn, Verstand zurecht bringen

- Mit Worten anweisen, warnen, zurechtweisen

- Durch Schelte und Tadel in Liebe zurechtweisen, wenn das Wort der Ermutigung, Ermunterung nicht ausreicht.


Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen