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Der Tod ist eine Person

Gehen wir zunächst auf die Worte Jesu in Offenbarung 1,18 ein: 

"Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades".


Was Hades und Tod betrifft, müssen ein paar Dinge erläutert werden. Zunächst muss man erwähnen, dass mit Tod nicht nur ein physischer Zustand gemeint ist. Es geht hier nicht lediglich um die Abtrennung des Lebens vom Körper. Sowohl Tod als auch Hades sind böse satanische Engel, Repräsentanten Satans, die über ein Königreich der Finsternis regieren. Der Tod fordert den Körper eines Menschen; der Hades dessen Seele. Dies wird in einem späteren Abschnitt der Offenbarung, die Johannes dort auf der Insel Patmos gewährt wurde, sehr deutlich:


Offenbarung 6,8

"Und ich sah: und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, dessen Name ist „Tod“; und der Hades folgte ihm. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Tod und durch die wilden Tiere der Erde."


Ähnlich ist es auch mit dem Hades. Einerseits ist der Hades ein Ort, an dem die Geister der Abgeschiedenen verwahrt werden. Andererseits ist der Hades aber auch eine Person. Genau wie der Tod ist auch er ein Engel der Finsternis, ein Diener Satans, der dem Tod auf dem Fuße folgt. Der Hades übernimmt die Geister der Gottlosen, die der Tod gefordert hat, und bringt sie an den Ort des Gewahrsams für abgeschiedene Geister, von dem er seinen Namen herleitet: Hades.


Der Tod und der Hades sind also beide Engel der Finsternis, Diener Satans, die seinem teuflischen Reich angehören. Der Unterschied zwischen beiden ist folgender: Zunächst fordert der Tod den Geist jedes Menschen, der als Gottloser stirbt. Der Hades nimmt diesen Geist anschließend in seine Obhut und bringt ihn an den Ort in der Unterwelt, an dem er bis zur Auferweckung in Gewahrsam bleibt. Aus diesem Grund sah Johannes die beiden in dieser Reihenfolge: zuerst den Tod, dem der Hades dicht auf den Fersen folgte.


Zwischen Seinem Tod und Seiner Auferstehung stieg Jesus hinab in ihren Bereich. Er nahm ihnen ihre Autorität und ihre Schlüssel. Als Er Johannes erschien, sagte Er: "Ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades." Das ist sehr real, und es ist für jeden von uns wichtig zu wissen, dass Jesus die Kontrolle über diese Schlüssel besitzt!


Uns muss bewusst sein, dass der Tod bereits besiegt, nicht jedoch zerstört ist. Paulus schreibt in 1. Korinther 15,25-26


"25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm 110,1). 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod."


Der Tod ist also besiegt, aber noch nicht zerstört. In der Zwischenzeit wurde ihm jedoch auf jeden Fall bereits von Jesus der Stachel genommen.


1. Korinther 15,53-57

"53 Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen. 54 Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: "Verschlungen ist der Tod in Sieg." 55 "Wo ist, Tod, dein Sieg? Wo ist, Tod, dein Stachel?" 56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!"


Jesus hat dem Tod den Sieg genommen. Durch Seinen Sieg hat Jesus dem Tod auch den Stachel genommen. Der Tod ist nun ein Diener der Absichten Gottes, ein besiegter Feind, der auf seine Zerstörung wartet. In Römer 8 kommt Paulus auf dieses Thema mit den folgenden wunderbaren Worten zurück:


Römer 8,35-39

"35 Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 Wie geschrieben steht: "Deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden." 37 Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, 39 weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."


All dies wird uns durch die Auferstehung zuteil. Paulus ruft uns zu: "Christus ist unser Leben." Der auferstandene, verherrlichte Christus ist unser Leben. Nichts kann dieses Leben antasten. Nichts kann es zerstören. Es ist unzerstörbar und absolut sieghaft.


Im Lichte des Sieges Christi über den Tod kann man einige Verheißungen betrachten, die Jesus in Vorwegnahme Seines Sieges gemacht hat. Wenn Er die Wendung "wahrlich, wahrlich" verwendet, leitet dies eine Aussage ein, die von maßgebender Bedeutung ist.


Johannes 5,24

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen."


Beachte, dass diese Aussage in der Vergangenheitsform gemacht wird. Es handelt sich nicht um etwas, was in der Zukunft einmal geschehen wird. Wenn wir an den Tod und die Auferstehung Jesu glauben, sind wir durch diesen Glauben bereits aus dem Tod ins Leben übergegangen. Der Tod hat keine Macht mehr über uns. Der Tod kann an uns keine Ansprüche mehr geltend machen. Der Tod ist nur noch ein Durchgang zu einem neuen Leben. In Johannes 8,51-52 erhalten wir diese Zusicherung von Jesus selbst:


"51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit. 52 Die Juden sprachen nun zu ihm: Jetzt erkennen wir, dass du einen Dämon hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit."


Kannst Du das glauben? Das ist eine Verheißung aus dem Munde Jesu. Jesus sagt hier nicht, dass der Gläubige nicht den physischen Tod erleiden wird; Er sagt, dass er DEN TOD NICHT SEHEN wird. Hier ist nicht von dem physischen Zustand des Todes die Rede mit seiner Trennung von Leben und Körper. Jesus spricht vielmehr von der Person des Engels der Finsternis, dessen Name Tod ist, und von seinem Genossen, dem Hades. Jesus sagt also nicht, dass wir niemals den körperlichen Tod erfahren werden, doch Er sagt, dass die beiden bösen Engel Tod und der ihm nachfolgende Hades keine Ansprüche mehr gegen uns geltend machen können. Sie sind durch den Namen und das Blut Jesu ausgeschlossen. 


Wenn wir sterben, gehen wir also nicht hinunter in eine andere Welt, in ein Königreich der Finsternis, sondern wir gehen hinauf in die direkte Gegenwart Gottes. Dies wird uns durch den Tod und die Auferstehung Jesu an unserer Statt garantiert.


So erging es auch Stephanus, als er den Märtyrertod starb:


Apostelgeschichte 7,56; 59-60

"56 und er [Stephanus] sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!"


Und kurz danach, als man ihn steinigte, sagte er:


"59 Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60 Und niederkniend rief er mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief er."


Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Heilige Schrift in ihrer Wortwahl sehr sorgsam ist. Sie spricht generell nicht davon, dass Gläubige sterben. Sie spricht vielmehr davon, dass diese "entschlafen." Für sie ist der Tod nur ein vorübergehender Schlaf, aus dem sie am Auferstehungsmorgen aufgeweckt werden.


Quellen:

 
Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen