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Ewiges Gericht

Bevor wir uns mit der letzten Grundlagenlehre beschäftigen, möchten wir noch eine Definition festlegen, was das "ewige Gericht" meint.

 

Definition:

Gemeint ist hier das Endgericht, das Gericht vor dem großen weißen Thron in Offenbarung 20,11-15. Das ist das Ende aller Sünde und Rebellion gegen die Autorität und Heiligkeit des allmächtigen Gottes. Nur diejenigen werden diesem Verdammungsurteil entgehen, deren Namen im Buch des Lebens geschrieben sind. Das sind die Namen derer, die während ihres Erdenlebens durch den Glauben Gottes Gnade und Erbarmen in Anspruch genommen haben. Das "ewiges Gericht" bezeichnet also Formen von Gericht, die den zeitlichen Rahmen übersteigen. Das Wort "ewig" bezeichnet etwas, das jenseits der Zeit liegt und sich in einem anderen Bereich befindet.

 

Gehen wir nun weiter zur nächsten Grundlagenlehre, dem ewigen Gericht. Es ist schon komisch, aber viele Leute wollen sich nicht mit dem ewigen Gericht auseinandersetzen, aber es gehört dazu. Da führt kein Weg daran vorbei!

 

Wir möchten euch zunächst darauf hinweisen, dass es in der Bibel zwei verschiedene Arten von Gericht gibt; wenn ihr das nicht versteht, werdet ihr verwirrt sein.

 

Nummer 1: Gericht im zeitlichen Rahmen bzw. historisches Gericht. Die Bibel ist voll davon. Die Zerstörung von Jericho war ein historisches Gericht. Die Zerstörung von Sodom und Gomorra war ein historisches Gericht. Einige dieser Gerichte sind wie ein Bild oder Muster. Gott offenbart darin seine Haltung zu bestimmten Dingen. Er wiederholt zwar das Gericht nicht, aber an seiner Haltung ändert sich nichts. Auch Hananias und Saphira war ein beispielhaftes Gericht. Es gibt viele Hananiasse und Saphiras, die ungeschoren davon kommen, ohne zu sterben, aber an Gottes Haltung hat sich nichts geändert.

 

In 2. Mose 20,3-6 lesen wir, dass Gott in den Zehn Geboten etwas verkündigt, was ich als "historisches Gericht" bezeichnen würde. Er sagt in Vers 3 folgende:

 

"3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen…"

 

Das ist Gottes Gericht im zeitlichen Rahmen. Kinder leiden tatsächlich wegen den Sünden ihrer Eltern. Es hat keinen Zweck, dies abzustreiten. Nehmen wir zum Beispiel den extremen Fall eines Babys, das von einer Mutter zur Welt gebracht wird, die AIDS hat. Das Baby wird darunter leiden. Oder auch das Kind einer Alkoholikerin. Es gibt viele verschiedene Formen von Leid. Die meisten von uns müssen bestimmte Dinge in ihrem Leben ertragen, weil ihre Vorfahren bestimmte Sünden begangen haben.

 

Im Buch von Derek Prince mit dem Titel "Segen oder Fluch – Sie haben die Wahl" beschäftigt er sich mit diesem ganzen Bereich des historischen Gerichts. Es gibt Möglichkeiten, wie wir die Auswirkungen dieses Gerichts zum Teil hinter uns lassen können, aber nicht in allen Fällen. Das ist allerdings nur das historische Gericht.

 

Nummer 2: Als Nächstes kommen wir auf das zu sprechen, was die Bibel als "ewiges Gericht" bezeichnet, Formen von Gericht, die den zeitlichen Rahmen übersteigen. Das Wort "ewig" bezeichnet etwas, das jenseits der Zeit liegt und sich in einem anderen Bereich befindet.

 

Das Prinzip des ewigen Gerichts wird in Hesekiel 18,20 formuliert, wo es ganz einfach heißt:

 

"Die Seele, welche sündigt, die soll sterben! Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen, und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen. Auf dem Gerechten sei seine Gerechtigkeit, und auf dem Gottlosen sei seine Gottlosigkeit!"

 

Wenn wir den zeitlichen Bereich verlassen und in die Ewigkeit hineingehen, sind wir für kein anderes Leben rechenschaftspflichtig außer für unser eigenes. Unsere eigene Gerechtigkeit wird auf uns sein, aber auch unsere eigene Sünde. Sie wird keine Auswirkungen auf irgendjemand anderen haben als auf uns selbst. Wir werden als Einzelpersonen vor Gott Rechenschaft ablegen.

 

Die Bibel zeichnet in diesem Zusammenhang zwei verschiedene Szenen eines Gerichts.

 

Das erste ist der so genannte "Richterstuhl Christi". Das griechische Wort hierfür lautet "bema". Es bezeichnet auch den Stuhl, auf dem Pontius Pilatus saß, als er über Jesus zu Gesicht saß. Es geht dabei im Kern um den Stuhl eines Richters. Es gibt diesen Ort, an dem wir alle uns treffen werden. Das wird ein Termin sein, zu dem wir alle erscheinen werden. Niemand wird diesen Termin versäumen. Selbst wenn du im zeitlichen Rahmen jeden Termin versäumst – bei diesem wirst du anwesend sein!

 

Lesen wir dazu Römer 14,10-13:

 

"Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen."

 

Mit "wir" sind wir Christen gemeint. Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi stehen.

 

"…denn es steht geschrieben: „So wahr ich lebe, spricht der Herr: Mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen“."

 

Jeder einzelne von uns wird für sich selbst vor Gott Rechenschaft ablegen – für sich selbst und nicht für jemand anderen. Wir alle müssen für uns selbst geradestehen.

 

Dann sagt Paulus: "Warum richtest du dann überhaupt andere Menschen?"

 

"Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!"

 

Die meisten Leute, die ihre Zeit damit verbringen, andere zu kritisieren, übersehen, dass sie selbst vor dem Richterstuhl Christi stehen werden; wenn ihnen das klar wäre, würden sie es nicht tun.

 

Dieselbe Wahrheit finden wir in 2. Korinther 5,9-11:

 

"Darum suchen wir auch unsere Ehre darin, dass wir ihm wohlgefallen, sei es daheim oder nicht daheim."

 

Ob wir in diesem Körper sind oder nicht – wir haben ein Ziel: Wir wollen Gott gefallen. Vers 10:

 

"Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat…"

 

Wir werden für alles, was wir getan haben, Rechenschaft ablegen müssen.

 

"…es sei gut oder böse."

 

Beachte, dass es nur diese beiden Kategorien gibt: gut oder böse. Was nicht gut ist, ist böse. Was nicht positiv ist, ist negativ. Jesus sagt: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich." Es gibt nur diese beiden Formen von Beziehung. Er sagt auch: "Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." Und viele Christen zerstreuen: Sie vergeuden Zeit, Geld und Talente für Dinge, die trivial und vergänglich sind. Und wir werden über das Rechenschaft ablegen müssen, was wir getan haben.

 

Ich möchte ausdrücklich sagen, dass vor dem Richterstuhl Christi niemand verdammt werden wird. Es heißt: "Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind" (Röm 8,1). Vor dem Richterstuhl Christi wird uns unser Lohn zugeteilt werden. Und selbst wenn du keinen Lohn bekommst, wirst du entkommen wie eine Seele, die durch das Feuer geht. Du wirst nichts in den Händen haben, aber du wirst errettet sein. Aber das ist nicht das eigentliche Ziel; das sollte nicht unser Bestreben sein. Es sollte unser Bestreben sein, etwas zu haben, das Jesus wohlgefällt.

 

Dann sagt Paulus in Vers 11:

 

"In dem Bewusstsein, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir daher die Menschen zu überzeugen, Gott aber sind wir offenbar; ich hoffe aber auch in eurem Gewissen offenbar zu sein."

 

Wie viele von uns wissen, dass der Herr zu fürchten ist? Ich glaube, in dem, was heutzutage so gepredigt wird, wird nie davon gesprochen, dass der Herr zu fürchten ist. Und wenn wir nicht wissen, dass der Herr zu fürchten ist, werden wir auch nicht versuchen, die Menschen zu überzeugen. Seht ihr: Das Predigen ist eine ernste Sache. Ich frage mich selbst – und ich möchte damit niemand anderen herausfordern – aber ich frage mich selbst: Ist mir bewusst, was es bedeutet, wenn ein Mensch verloren geht? Auch das ist etwas, worüber heute nur sehr selten geredet wird. Aber die meisten wirklich erfolgreichen Evangelisten haben ein sehr klares Bild davon, welches entsetzliche Schicksal auf die Verlorenen wartet. Daran hat sich nichts geändert. Wir reden vielleicht nicht darüber, aber es ist immer noch da.

 

Denken wir nun kurz einmal über den Lohn nach. In Lukas 19 finden wir das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden. Das "Pfund" war eine Währungseinheit. Der Edelmann in diesem Gleichnis ging weg. Er hatte zehn Knechte und gab jedem von ihnen jeweils ein Pfund. Das war ziemlich viel. Und er sagte: "Treibt Handel damit, bis ich wiederkomme." Bei seiner Rückkehr machte er bei seinen Knechten dann eine Bestandsaufnahme. Und es werden nur drei von ihnen genannt. Es ist sehr interessant, weil die Angaben hier sehr exakt sind. Es heißt in Vers 15:

 

"Und es geschah, als er wiederkam, nachdem er die Königswürde empfangen hatte, da ließ er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor sich rufen, um zu erfahren, was jeder erhandelt habe. Da kam der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen…"

 

Ich halte es für sehr wichtig, dass er nicht sagte: "Ich habe zehn Pfund dazugewonnen." Er sagte vielmehr: "Dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen." Mit anderen Worten: Nur mit dem, was Gott in dich hineingelegt hat, kannst du etwas dazugewinnen.

 

"Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben!"

 

Mit anderen Worten: Für jedes Pfund, das er dazugewonnen hatte, bekam er eine Stadt. Der Lohn wird also proportional zum Zuwachs zugeteilt.

 

"Und der zweite kam und sprach: Herr, dein Pfund hat fünf Pfund erworben! Er aber sprach auch zu diesem: So sollst auch du über fünf Städte gesetzt sein!"

 

Beachte, dass er bei diesem Knecht nicht mehr "Recht so, du guter Knecht" sagte. Er wurde befördert, aber er bekam nicht mehr diese spezielle Anerkennung.

 

"Und ein anderer kam und sprach: Herr, siehe, hier ist dein Pfund, das ich im Schweißtuch aufbewahrt habe! Denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist; du nimmst, was du nicht eingelegt, und erntest, was du nicht gesät hast. Da sprach er zu ihm: Nach dem Wort deines Mundes will ich dich richten, du böser Knecht! Wusstest du, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich nehme, was ich nicht eingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe? Warum hast du dann mein Geld nicht auf der Bank angelegt, sodass ich es bei meiner Ankunft mit Zinsen hätte einziehen können?"

 

Wie würdet ihr diese Aussage deuten? Ich deute sie so: Wenn du keinen eigenen Dienst hast, dann investiere in jemanden, der einen hat. Investiere in einen Dienst, der Frucht bringt. Investiere dein Gebet. Investiere deine Gabe. Bring es auf die Bank und es wird automatisch Zinsen bringen. Aber vergrab es nicht in der Erde.

 

"Und zu den Umstehenden sprach er: Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem, der die zehn Pfunde hat! Da sagten sie zu ihm: Herr, er hat schon zehn Pfunde!"

 

Ich kann ihre Reaktion sehr gut verstehen. Dieser Mann hat doch schon mehr als die anderen. Warum soll man ihn noch mehr geben? Die Antwort lautet: Weil er derjenige ist, der mit dem, was er hatte, am besten umgegangen war. Gott ist sehr pragmatisch. Er ist ein Realist. Wenn du Geld investieren möchtest, würdest du es dann in einen Mann investieren, der das Fünffache daraus macht oder der das Zehnfache daraus macht?

 

"Denn ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das genommen werden, was er hat."

 

Das sind wirklich sehr wichtige Prinzipien.

 

Und im anderen Gleichnis, dem von den anvertrauten Talenten in Matthäus 25, sagt der Herr schließlich über den Mann, der nichts dazugewonnen hat:

 

"Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis!"

 

Wir wissen nicht, was mit diesem Mann geschah; die Bibel sagt es uns nicht. Vielleicht habt ihr etwas dagegen, aber es steht hier in der Bibel.

 

Der Edelmann ist ohne jeden Zweifel ein Bild für Jesus, nicht wahr? Und als Letztes sagt er im Gleichnis von den anvertrauten Pfunden:

 

"Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König über sie werde – bringt sie her und erschlagt sie vor mir!"

 

Gibt es dafür Raum in deinem Gottesbild? Er ist nicht nur der Heiland, sondern auch der Richter. Und als Richter ist er genauso treu und effizient wie als Heiland. Wir haben die Wahl: Werden wir ihm als Heiland begegnen oder werden wir ihm als Richter begegnen? So viel zu den Prinzipien des Lohnes.

 

Dann haben wir noch die Szene des letzten Gerichts, auf das wir nicht im Detail zu sprechen kommen werden – der große weiße Thron in Offenbarung 20,11-15.

 

"Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden."

 

Stellt euch vor, wie es sein muss, vor einem Gott zu stehen, vor dessen Angesicht die Erde und der Himmel fliehen. Das muss einem einen Schrecken einjagen.

 

"Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet…"

 

Im Griechischen heißt es wörtlich, dass "Schriftrollen" geöffnet wurden. Damals gab es noch keine Bücher mit Seiten, sondern Schriftrollen. Ich denke, wir werden darauf die Wiedergabe unseres ganzen Lebens sehen. Es wird dann sinnlos sein zu sagen: "Gott, das habe ich gar nicht getan" oder: "Jenes hab ich auch nicht getan", denn wir werden es direkt vor unseren Augen sehen.

 

"…und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen."

 

Das ist meines Wissens das Ende des Gerichts.

 

Jeder von uns muss sich also die Frage stellen: "Steht mein Name im Buch des Lebens?" Doch wir als Gläubige werden nicht vor diesem Gericht stehen. Wenn wir gläubig sind, werden wir zu diesem Zeitpunkt unser Gericht bereits durchlaufen haben, und es wird keine Verdammnis für wahre Gläubige geben.

 

Ich möchte euch zum Abschluss noch darauf hinweisen, wie vollkommen diese Liste mit den sechs Grundlagenlehren ist, denn sie beginnt mit Buße und führt uns dann den ganzen Weg durch die Zeit, hinein in die Ewigkeit, und endet schließlich mit dem letzten Gericht. Ich glaube nicht, dass irgendjemand ohne die Inspiration des Heiligen Geistes etwas so durch und durch Vollkommenes hervorbringen hätte können.

 

Ich möchte euch diese Lehren ganz besonders ans Herz legen, weil ich glaube, dass sie unsere Grundlage sind. Ihr könnt viele Konferenzen besuchen und an Treffen teilnehmen und viele gute Predigten hören, aber wenn ihr kein Fundament habt, dann könnt ihr nicht bauen, d.h. dann wird Gott euch keine Baugenehmigung geben. Dann wirst du hier vielleicht eine Badewanne aus Marmor haben und dort eine Tür aus Eiche und an einer anderen Stelle einen Fernseher, aber du wirst kein Bauwerk haben. Etwas bauen, ist harte Arbeit.

 

Bist du dabei, an deinem Bau zu arbeiten? Hast du ein Fundament gelegt? Du kannst erst zu bauen beginnen, wenn du ein Fundament gelegt hast.

 

Ich glaube, dass gewaltige Prüfungen auf die Welt zukommen werden. Ich glaube, du und ich, wir müssen für uns die Frage beantworten: Habe ich ein Fundament, das diese Stürme überstehen wird? Das ist die Frage, die ich dir gerne mitgeben möchte.

 

Eigentlich möchte ich gerne an dieser Stelle schließen, aber ich denke, ich sollte das nicht tun. Ich möchte dir jetzt noch Gelegenheit geben, wenn du dich so geführt fühlst, auf die Botschaft, die ich gebracht habe, zu reagieren. Ich möchte dich gerne fragen: Bist du zuversichtlich, dass du auf ein festes Fundament ein Leben baust, das die Prüfungen bestehen wird? Die zweite Frage lautet: Bist du bereit, vor dem Richterstuhl Christi zu stehen? Es gibt nur eine Person, die diese Frage beantworten kann, und das bist du selbst.

 

Aber wenn du durch diese Lehre mit der Tatsache konfrontiert worden bist, dass du geistlich nicht dort stehst, wo du stehen solltest, aber dort nicht stehenbleiben möchtest, dann möchte ich hier und jetzt für dich beten, dass Gott dir die Gnade gibt, etwas daran zu ändern.

 

Es gibt einen Unterschied zwischen Mitgefühl und Erbarmen. Mitgefühl ist etwas Seelisches. Man sagt: "Du Armer. Alle sind gegen dich." Doch das Erbarmen sagt: "Ich liebe dich, aber du musst dich ändern." Gott wirkt nicht aus Mitgefühl an dir, sondern aus Erbarmen. Wenn du jetzt vor Gott anerkennen möchtest, dass du in geistlicher Hinsicht nicht dort stehst, wo du stehen solltest, und mit Gottes Hilfe etwas daran ändern möchtest, und wenn du Gebet dafür haben möchtest, dann möchte ich jetzt für dich beten. Das ist ein ernster Moment. Er kann zu einer wirklich tiefgreifenden Veränderung führen, aber diese Veränderung wird sich nur dann vollziehen, wenn du es zulässt.

 

Darf ich nun für dich beten?

 

"Vater, wir kommen zu dir im kostbaren Namen Jesu, unseres Heilands, der uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat, damit er uns von allen gesetzlosen Taten erlöse und sich selbst ein Eigentumsvolk reinige, das eifrig sei zu guten Werken. Herr, wir wollen, dass diese Menschen zu jenen zählen, die du als dein Eigentumsvolk bezeichnest, die eifrig sind zu guten Werken. Und wo sie Buße tun müssen und sich ändern müssen und wo sie etwas in ihrem Denken im Hinblick auf ihr Leben ändern müssen, bitten wir dich, Vater, jetzt durch den Heiligen Geist, dass du ihnen die Gnade gibst, die sie brauchen, um die Veränderung vorzunehmen, deren Notwendigkeit sie erkannt haben. Herr, sie können das nicht ohne dich. Aber du wirst es nicht ohne sie tun. Deshalb beten wir für ein tiefes, dauerhaftes Werk des Heiligen Geistes im Leben dieser Menschen. Gott, hab Erbarmen. Hab Erbarmen. Denke in deinem Zorn an deine Barmherzigkeit. Hab Erbarmen. Wir danken dir, Herr, für all das Gute, das du uns gibst. Wir geben dir alle Ehre dafür. Amen"


Quellen:

Mein besonderer Dank geht an den Internationalen Bbellehrdienst für die Bereitstellung der entsprechenden Botschaft.

 

Gottes Segen Euch allen!

 

 1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen und Amen