Die Taufe Johannes des Täufers – Buße und Bekenntnis

Und der Unterschied zwischen der Taufe des Johannes und der christlichen Wassertaufe

Markus 1,4-5

"4 Johannes trat auf und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden 5 Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Einwohner Jerusalems, und sie wurden im Jordanfluss von ihm getauft, indem sie ihre Sünden bekannten"


Johannes bekam seinen Beinamen, der Täufer, ja deshalb, weil er getauft hat. In Markus 1,2-5 finden wir eine Zusammenfassung der Botschaft und des Dienstes Johannes des Täufers und der dazugehörigen Form der Taufe:

 

"2 wie in dem Propheten Jesaja geschrieben steht: "Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg bereiten wird (Mal 3,1)." 3 "Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade! (Jes 40,3)" 4 Johannes trat auf und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. 5 Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Einwohner Jerusalems, und sie wurden im Jordanfluss von ihm getauft, indem sie ihre Sünden bekannten"

 

Das war der spezielle Dienst von Johannes dem Täufer. Er sollte dem Messias vorangehen und dessen Weg bereiten. Seine Botschaft war im Grunde recht einfach. Man kann sie mit zwei Worten zusammenfassen: Tut Buße! Es heißt in Vers 4:

 

"Johannes trat auf und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden"

 

Eigentlich muss es hier "in" die Vergebung der Sünden "hinein" heißen. Die Menschen wurden also mit einer Taufe der Buße getauft, die zur Vergebung ihrer Sünden führte. In Wasser getauft, hinein in die Vergebung der Sünden. Damit sollte dem langersehnten Messias von Israel, Jesus von Nazareth, der Weg bereitet werden. Es ist sehr bezeichnend, dass Jesus erst dann kommen konnte und Gott ihn erst dann freigab zu kommen, als die Herzen des Volkes Gottes durch Buße vorbereitet waren. Man kann zu der Anschauung neigen, dass für die Wiederkunft Jesu dasselbe gilt. Die Herzen von Gottes Volk müssen durch Buße darauf vorbereitete worden sein. In gewisser Hinsicht ist Buße die wichtigste Botschaft, die das Volk Gottes in unserer Zeit braucht. Der Dienst von Johannes war außerdem ein wichtiges Bindeglied zwischen zwei verschieden Zeitphasen im Wirken Gottes. Zwischen der Zeitphase des Gesetzes und der Propheten und der Zeitphase der Gnade und des Evangeliums, die mit Jesus eingeleitet wurde. Johannes ist eine Schlüsselfigur im Rahmen dieses Offenbarwerdens der Absichten Gottes. Wir wissen verhältnismäßig wenig über ihn und man neigt gerne dazu seinen Dienst zu unterschätzen. Dieser Dienst war nur kurz aber sehr entscheidend. Er bereitete Jesus den Weg. Sein Dienst hatte gewaltige Auswirkungen auf die Bevölkerung. Lesen wir nur den nächsten Vers.

 

Markus 1,5

"Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Einwohner Jerusalems, und sie wurden im Jordanfluss von ihm getauft, indem sie ihre Sünden bekannten"

 

• Nur ein Mann, kein Komitee

Johannes erreichte innerhalb kürzester Zeit zweifellos hunderttausende von Menschen, die ganze Bevölkerung Judäas, Jerusalems und so weiter. Wir sollten öfter darüber nachdenken, wie Gott Dinge tut. Er beruft kein Komitee ein. Er mietet kein Stadion an. Er lässt keine Band auftreten und eine große Konferenz ankündigen. Er tut Dinge so wie niemand anderer sie tun würde. Da ging nur ein Mann, in einem Kleid aus Kamelhaaren, hinaus in die Wüste, nur ein Mann. Und alle Menschen gingen zu ihm hinaus. Das spiegelt Gottes liebste Vorgehensweise wider. Er tut oft das unerwartete. Was die Menschen zieht, ist nicht die gute Organisation, obwohl wir Gott für eine gute Organisation danken, nicht die Publicity, nicht die Werbung, sondern das übernatürliche Wirken Gottes.

 

Und wisst ihr was wir brauchen? Wir brauchen heute genau dasselbe. Wo das Feuer Gottes brennt, dort gehen die Menschen hin. Unabhängig vom Ort, vom Prediger, dessen Bildungsstand oder dessen Persönlichkeit. Soweit wir wissen, hatte Johannes der Täufer keine theologische Ausbildung aber er war von Gott in Brand gesetzt worden. Jesus sagte später einmal zu seinen Zeitgenossen: "Jener war die brennende und scheinende Lampe, ihr aber wolltet für eine Zeit in seinem Licht fröhlich sein" (Joh 5,35). Doch leider haben die Menschen, zu denen Jesus sprach, das Feuer nie ergriffen. Sie gingen zur brennenden Lampe und profitierten von ihr, fingen jedoch nie Feuer. Jesus zeichnet ein sehr eindringliches Bild von Johannes. Er war eine brennende und scheinende Lampe. Es ist schon einmal wissenschaftlich Korrekt, dass man brennen muss, wenn man scheinen möchte. Es gibt kein Licht ohne Hitzeentwicklung. Nehmen wir uns das zu Herzen. Wenn wir für Jesus scheinen möchten, müssen wir brennen. Beten wir dafür, dass wir überall dort wo Gott uns hinstellt, eine brennende und scheinende Lampe sind.

 

Wir erwähnten bereits, dass Johannes in die Vergebung der Sünden hinein taufte. Er war das Bindeglied zwischen der Zeitphase des Gesetzes und der Propheten einerseits und dem Evangelium andererseits. Jesus macht dies in Matthäus 11,13 deutlich, wo er über Johannes sagt:

 

"Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis hin zu Johannes"

 

• Die Zeit der Gnade

Johannes beendete diese Zeitphase. Er bildete den Übergang zu einer neuen Zeit. Der Zeit der Gnade des Evangeliums. Aus diesem Grunde ist er ein wichtiger Mann. In gewisser Hinsicht machte er einen Schnitt in der Geschichte des Volkes Gottes. Die Taufe des Johannes forderte drei Dinge von den Leuten, die da kamen um sich taufen zu lassen.

 

Erstens: Es war eine Taufe der Buße.

Buße ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung. Buße tun heißt: Etwas beenden, umkehren, in die entgegengesetzte Richtung schauen und gehen. Johannes forderte von allen, die getauft werden wollten, dass sie diese Bedingung erfüllten. Es war zunächst eine Entscheidung und dann eine Tat.

 

Zweitens: Johannes forderte ein öffentliches Sündenbekenntnis.

Das scheint vielen Leuten im Leib Christi heutzutage nicht mehr gegenwärtig zu sein. Doch es wird sehr viel Kraft und Vollmacht freigesetzt, wenn das Volk Gottes so vom Heiligen Geist überführt wird, dass es seine Sünden bekennt. Das war der Schlüssel zu mehreren Erweckungen in der Vergangenheit, besonders zur Erweckung in Wales im Jahre 1904. Herausragend daran war, dass die Menschen ihre Sünden bekannten. Gott hat sich nur dazu verpflichtet uns die Sünden zu vergeben, die wir bekennen.

 

Johannes, der andere Johannes, der Apostel, sagt in seinem ersten Brief: "Wenn wir unsere Sünden bekennen ist er treu und gerecht, das er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit" (1Joh 1,9).

 

Dieser kleine Satz beginnt mit dem Wörtchen "wenn". Wenn wir unsere Sünden bekennen. Wenn wir sie nicht bekennen, haben wir keine Garantie dafür, dass Gott sie uns vergeben wird. Im Laufe der Jahre, begegnet man vielen, vielen Christen, die einen Berg von Sünden mit sich herumschleppen, die sie noch nie bekannt haben. Dann lassen sie für Heilung beten oder lassen sich segnen und wundern sich warum sie nicht geheilt werden. Sie tragen eine immense Last mit sich herum. David sagte: "Meine Sünden liegen wie eine schwere Last auf mir" (Ps 38,5).

 

Drittens: Der Beweis eines veränderten Lebens.

Die dritte Forderung des Johannes, war ein Beweis in Form eines veränderten Lebensstils. Er forderte den Beweis dafür, dass die Menschen Buße getan hatten. Als Menschen zu ihm kamen, die ganz offensichtlich nicht Buße getan hatten, weigerte er sich sie zu taufen. Was vor allem bei den religiösen Menschen jener Zeit, den Pharisäern und Sadduzäern der Fall war. Jesus sagte zu den Pharisäern: "Die Zöllner aber und die Huren glaubten Johannes, ihr jedoch nicht." Er sagte: "Sie werden euch in den Himmel voran gehen" (Mt 21,31-32). Das war bezeichnend, denn für religiöse Menschen ist es sehr schwer, mit einem neuen wirken Gottes zurechtzukommen.

 

Wenn im Leib Christi ein neues Wirken Gottes beginnt ist das so, als bekäme das Haus ein zusätzliches Stockwerk. Dann setzen die Leute, bildlich gesprochen, ein Dach darauf und sagen: „Das war‘s, nichts anderes mehr.“ Wenn dann der Wind Gottes das nächste Mal weht, muss er als allererstes das Haus abdecken. Die Menschen reagieren ziemlich verärgert und tun sich sehr schwer damit, was Gott als nächstes tun wird. Genauso erging es den Pharisäern. Wir lesen gleich, was Johannes zu ihnen sagte. Er redete nicht um den heißen Brei herum. Wenn man über die Personen und deren Eigenschaften, die in der Bibel als "voll des Heiligen Geistes" bezeichnet werden studiert, wird man folgende Entdeckungen machen. Johannes der Täufer war von Mutterleib an erfüllt mit Heiligen Geist, dann kam Jesus, dann Petrus und Paulus und Stephanus. Hier macht man eine erschreckende Beobachtung. Die meisten von ihnen starben als Märtyrer. Außerdem findet man heraus, dass sie alle deutlich sagten was Sache war. Sie bedienten sich keiner netten religiösen Sprache. Der Heilige Geist hat nichts für verwaschene und verblendete Aussagen übrig. Er will klare, deutliche Worte. Hört euch nur an, was Johannes sagte. In unserer Zeit würden Prediger kaum mehr so sprechen.

 

Matthäus 3,7-9

"7 Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? 8 Bringt nun der Buße würdige Frucht; 9 und meint nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag"

 

Das ist schon eine erstaunliche Aussage oder nicht? Du selbst musst die Bedingungen Gottes erfüllen. Das sind also die drei Anforderung der Taufe des Johannes: Buße, öffentliches Sündenbekenntnis und der Beweis eines veränderten Lebensstils.

 

Wir möchten an dieser Stelle auf etwas hinweisen, dass immer in Zusammenhang mit Taufe gilt:

 

Erstens: Es heißt zwar Johannes taufte in die Buße hinein, aber er taufte erst nachdem man Buße getan hatte. Die Taufe war also nicht der Auslöser für die Buße, sondern Siegel und Beweis dafür, dass die Menschen bereits Buße getan hatten. Ihr werdet feststellen, dass dies für jede Stelle gilt, an der es heißt, jemand wurde in etwas hinein getauft. Diese Formulierung bedeutet nicht, der Akt an sich hätte die Menschen hineingebracht, sondern viel mehr, dass er besiegelt und belegt, dass die Menschen bereits drin sind. Wir werden später noch näher drauf eingehen. Die Taufe des Johannes hatte ihre Grenzen. Sie brachte die Menschen nur ein Stück weiter. Zunächst einmal bewirkte sie keine neue Geburt. Jesus sagt in Matthäus 11,11 über Johannes den Täufer:

 

"Wahrlich, ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Reich der Himmel ist größer als er."

 

Johannes war zwar von einer Frau geboren, aber nie von neuem geboren worden. Er erlebte keine neue Geburt, weil das vor der Ankunft Jesu noch nicht möglich war. Er war also einer der Größten von denen, die von einer Frau geboren worden sind. Doch der kleinste im Reich der Himmel ist größer als er, nicht auf Grund dessen was oder wer wir sind, sondern auf Grund dessen wo Gott uns hingestellt hat. Er verschaffte uns Zugang zum Reich Gottes durch die Neugeburt. Erinnert euch was Jesus sagt: "Ein Mensch kann das Reich Gottes nicht sehen oder betreten, es sei denn er ist von neuem Geboren" (Joh 3,3). Johannes waren Grenzen auferlegt. Grenzen die Gott ihm auferlegt hatte.

 

Zweitens, ein wichtiger Punkt: Nach Pfingsten wurde die Taufe des Johannes nicht mehr als gültige Taufe akzeptiert. Wir entnehmen dies den Anfangsversen von Apostelgeschichte 19.

 

"1 Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höhergelegenen Gebiete durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er einige Jünger fand, 2 sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?"

 

Wir wissen nicht wessen Jünger sie waren. Offenbar war sich Paulus darüber nicht im Klaren. Aber er stellte ihnen eine Frage: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen? Die Frage beweist, dass man durchaus gläubig sein kann, ohne den Heiligen Geist zu empfangen. Dann machte Paulus die Entdeckung:

 

"2 Sie aber antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist! 3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber erwiderten: Auf die Taufe des Johannes."

 

Man kann diese Stelle unterschiedlich verstehen. Doch als sie sagten: "Wir haben nicht gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt", entgegnete Paulus dann: "Worauf seid ihr denn getauft worden?" Warum das Wörtchen "denn"? Wieso hätten sie nicht Christen sein können ohne etwas vom Heiligen Geist gehört zu haben? Eine Erklärung finden wir in den Worten Jesu an seine Jünger in Matthäus 28: "Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, in dem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Wenn diese Leute diese Taufe bekommen hatten, mussten sie unbedingt etwas vom Heiligen Geist gehört haben. Paulus erkannte also, dass sie noch nie als gläubige an Jesus, sondern lediglich mit der Taufe des Johannes getauft worden waren. Er sagt weiter:

 

"4 Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an den Christus Jesus."

 

Paulus sagte damit, die Taufe des Johannes hätte vorbereitenden Charakter gehabt. Doch jetzt da Jesus gekommen, gestorben und auferstanden war, reichte diese Taufe nicht mehr aus. Deshalb heißt es im nächsten Vers:

 

"5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus."

 

Das ist der springende Punkt. Man muss Jesus als Herrn und Messias anerkennen, um sich für eine Taufe zu qualifizieren.

 

"6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten."

 

Paulus war recht gründlich. Er gab sich nicht mit oberflächlichen Dingen zufrieden. Er wollte das Echte und das Eigentliche und ging dabei so gründlich vor, dass diese Menschen an Jesus glauben mussten und in Wasser getauft wurden. Nach ihrer Wassertaufe, machten sie die unverwechselbare Erfahrung, dass Paulus ihnen die Hände auflegte und sie daraufhin in Sprachen redeten und weissagten.

 

Damit wollten wir aufzeigen, welche Grenzen der Taufe des Johannes auferlegt sind.

 

Der Unterschied zwischen der Taufe des Johannes und der christlichen Wassertaufe

Es gibt höchstwahrscheinlich viele Christen, denen der unterschied zwischen der Taufe Johannes des Täufers und der christlichen Wassertaufe nicht ganz klar ist. Deshalb mag es eine Hilfe sein, in diesem  Zusammenhang Apostelgeschichte 19,1-5 zu lesen. Hier stehen sie beide nebeneinander, und der bedeutsame Unterschied zwischen ihnen wird klar herausgestellt.

 

Apostelgeschichte 19,1-5

"1 Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gegenden durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und er fand einige Jünger 2 und sprach zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig geworden seid? Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben nicht einmal gehört, ob der Heilige Geist überhaupt da ist. 3 Und er sprach: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sagten: Auf die Taufe des Johannes. 4 Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er dem Volk sagte, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das ist an Jesus. 5 Als sie es aber gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen"

 

Paulus scheint hier in Ephesus auf eine Gruppe Menschen gestoßen zu sein, die sich ihm gegenüber als "Jünger" ausgaben. Der Apostel hielt sie zunächst für Jünger Jesu Christi – d.h. für Christen –, stellte bei näherer Prüfung aber fest, dass es sich um Jünger Johannes des Täufers handelte.

 

Sie hatten die Botschaft der Buße, die Johannes predigte, kennengelernt und angenommen und damit auch die Form der Taufe, die dazugehörte. Jedoch hatten sie bis jetzt nichts vom Evangelium gehört – in dessen Mittelpunkt Tod, Begräbnis und Auferstehung Jesu Christi stehen – noch von der christlichen Form der Taufe, die ja unmittelbar mit der Annahme der Evangeliumsbotschaft zusammenhängt.

 

Nachdem Paulus ihnen dann das Evangelium gepredigt hatte, gingen diese Leute darauf ein und ließen sich noch einmal taufen – diesmal, so heißt es in der Schrift, auf den Namen des Herrn Jesus.

 

Diese Begebenheit zeigt deutlich, dass die Taufe des Johannes und die christliche Wassertaufe sich ganz klar voneinander unterscheiden, und zwar sowohl in ihrem Wesen als auch in ihrer Bedeutung. Nachdem der Dienst des Täufers zu Ende war und das Zeitalter der Gemeinde begonnen hatte, konnte die Taufe des Johannes nicht länger als gleichwertiger Ersatz für die christliche Wassertaufe betrachtet werden. Im Gegenteil: Jene Menschen, die nur die Taufe des Johannes empfangen hatten, mussten sich noch einmal taufen lassen, und zwar mit der vollständigen christlichen Wassertaufe.


Quellen:

  • Derek Prince - Die Lehre von den Taufen
  • Derek Prince - Fundamente des christlichen Glaubens
  • eigene Anmerkungen

Dieser Lehrartikel basiert auf einer Lehrbotschaft über die Taufen von Derek Prince und beinhaltet einige Ergänzungen und Anmerkungen von uns und den oben genannten Quellen.

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen