· 

Warum hat Gott den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen in den Garten Eden gepflanzt?

Jeder Mensch hat schon einmal von den zwei bekanntesten Bäumen gehört:

 

1. dem Baum des Lebens

2. dem Baum der Erkenntnis des Guten und bösen

 

1. Mose 2,9

"Und Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen"

 

Weiter heißt es in 1. Mose 2,16-17

"16 Und Gott, der HERR, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen 17 aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!"

 

Wir haben folgende Situation:

Adam und Eva sind im Garten Eden und haben dieses Wort von Gott. Dort gibt es sehr viele Bäume und von dem einen dürfen sie nicht essen. Von allen anderen dürfen sie essen.

 

Wie lange Adam und Eva dort so verweilten wissen wir nicht, denn gleich im nächsten Kapitel tritt die Schlange (der Satan) hinzu und sagt:

 

1. Mose 3,4-5

"Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses"

 

Adam und Eva sind im Garten Eden und alles ist wunderbar aber sie haben zwei Wörter. Einmal das Wort von Gott, der sagt du darfst alles machen, außer von diesem Baum zu kosten, da du sonst sterben wirst und einmal das Wort von der Schlange welche sagt, nö so stimmt das überhaupt nicht, ihr werdet nicht sterben, sondern sein wie Gott.

 

Nun, zuerst ist anzumerken, dass es gar nicht schlimm ist, sein zu wollen wie Gott. Das Problem ist, dass man es ohne Gott sein will. Wie Gott zu werden ist nicht dasselbe wie der Versuch, Gott zu werden.

 

Als die Schlange dies sagte, schenkte Eva dem Baum der Erkenntnis Beachtung und Adam und Eva aßen davon. Somit haben Adam und Eva diese Wahl getroffen und haben damit für alle Menschen, die nach ihnen kamen, diesen gefallen Zustand bestimmt.

 

Aber was ist dort eigentlich passiert?

Sie haben vom Baum der Erkenntnis gegessen und haben damit die Wahl für sich und ihren Nachkommen getroffen, ihr Leben selbstständig ohne Gott zu leben. Selbst zu entscheiden, selbst zu wählen...und somit war Gott außerhalb von ihnen. Die Lüge hat in ihnen den Platz des Wortes Gottes eingenommen. Diesen Zustand bezeichnet die Bibel als Tod. Ein Leben außerhalb von Gott ist Tod. Sie starben nicht physisch, sondern geistlich; die innige Gemeinschaft starb; ihre Identität, das Bild Gottes starb. Sie wurden geistlich getrennt von Gott. Doch Gott vergaß nie ihren waren Wert und sah immer ihre echte Identität. Genauso sieht Gott heute immer deinen wahren Wert, deine wahre Identität. Statt dich anzuklagen spricht Gott immer zu deinem Potenzial. Immer!

 

Viele Menschen fragen sich, oder bringen den Vorwurf, dass Gott doch wusste, dass Adam und Eva von dem Baum der Erkenntnis essen würden und was dadurch passiert. Wieso hat er dann den Baum in den Garten Eden gepflanzt?

 

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Gott hat den Menschen als freie Personen geschaffen. Freiheit ist nur dann Freiheit, wenn man sich entscheiden kann. Um wählen zu können oder um sich entscheiden zu können brauch es zwei Gegensätze um überhaupt eine Wahl treffen zu können. Gott wollte, dass Adam und Eva gehorchen, aber er gab ihnen die Freiheit, sich selbstständig zu entscheiden. Ohne diese Freiheit wären Adam und Eva wie Gefangene und ihr gehorsam wäre wertlos gewesen.

 

Manchmal geben wir uns der Illusion hin, Freiheit sei, alles zu tun, was man möchte. Doch Gott sagt, dass wahre Freiheit entsteht, wenn ein Mensch gehorsam ist und weiß, was er nicht tun soll.

 

Die Beschränkungen, die Gott uns auferlegt, dienen unserem Wohl und helfen uns, das Böse zu meiden.

 

Wir haben die Freiheit, vor ein schnell fahrendes Auto zu laufen, doch wir müssen nicht erst überfahren werden, um zu wissen, dass dies dumm wäre. Schenke den Versuchungen des Teufels kein Gehör. Du musst nichts Böses tun, um Erfahrungen zu sammeln und mehr über das Leben zu lernen.

 

Gott war nie der Feind des Menschen. Er muss nicht mit Menschen versöhnt werden, sondern der Mensch mit ihm. Christus starb nicht, damit Gott mich lieben kann, sondern dass die Liebe mich erreichen kann.

 

Seit dem Sündenfall ernähren sich alle Menschen, da sie Nachkommen Adam und Evas sind, von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Gott hat Adam und Eva nach diesem Fall sofort den Zugang zum anderen Baum, dem Baum des Lebens verwehrt, was wir in 1. Mose 3,22-24 lesen können. Dies war sowohl eine Konsequenz als auch ein Akt der Barmherzigkeit, damit sie nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und für immer, also ewig, in einem Zustand des Todes und der Entfremdung leben mussten.

 

Es gibt also: Entweder - Oder. Man kann sich von dem Baum des Lebens oder vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen ernähren. Beides gleichzeitig funktioniert nicht. Dies sollte uns immer bewusst sein.

Wenn wir die Menschheit heutzutage betrachten, sehen wir diese beiden Gegensätze überall. Die Menschheit, ohne Gott, befindet sich im Baum der Erkenntnis des Guten und bösen. Sie leben dort und ernähren sich davon. Sie können dort nicht ausbrechen. Es gibt für Menschen ohne Gott nichts außerhalb dieses Baumes. Durch Religion z.B. versucht der Mensch nun korrekt vor Gott zu leben. Welche Taten muss der Mensch vollbringen und welche Regeln muss er befolgen um wieder von Gott angenommen zu werden und Gott zu gefallen? Die Antwort ist der Baum des Lebens, welcher auf Jesus Christus zeigt.

 

Durch Jesus Christus und zwar nur durch Jesus Christus haben wir die Möglichkeit uns neu zu positionieren und die Wahl zu treffen. Wovon willst du dich ernähren? Willst du weiterhin vom Baum der Erkenntnis des Guten und bösen speisen oder wählst du den Baum des Lebens, welcher Jesus Christus ist.

 

Die Lösung ist Johannes 8,36:

"Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein"


Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0