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Warum ist der Satan heute noch aktiv und besitzt Macht, wenn Jesus ihn doch am Kreuz besiegt hat?

Die Bibel sagt klar, dass der Satan ein besiegter Feind ist. Der siegreiche König, unser Herr Jesus Christus, hat seinen Kopf am Kreuz zertreten. Das Neue Testament liefert hinreichende Beweise für diese Tatsache: Römer 8,37; 2. Korinther 2,14-16; Kolosser 2,15; Offenbarung 3,21; 5,5; 12,11. Aber das führt uns zu der praktischen Frage: Warum toben nach wie vor geistliche Kämpfe? Warum ist der Satan noch immer ein so erbitterter Feind, wenn er doch besiegt wurde?

 

Warum sind wir noch immer in einen Konflikt verwickelt, nachdem Christus den Satan vernichtend geschlagen hat? Das Neue Testament bestätigt auf seine eigene klare Weise, dass Jesus den Satan am Kreuz entwaffnete und besiegte, und ebenso alle Fürstentümer und Gewalten unter seinem Kommando. 

 

Den Sieg kann man in sechs Phasen einteilen:

 

1. Der Sieg, der im Garten Eden vorhergesagt wurde (1Mo 3,15)

 

2. Der Sieg, der mit dem irdischen Dienst Jesu begann

 

3. Der Sieg, der am Kreuz errungen wurde (Kol 2,13-15; Hebr 2,14)

 

4. Der Sieg, der bei der Auferstehung bestätigt und verkündet wurde (Eph 1,20-23; 1Petr 3,22)

 

5. Der Sieg, der sich ausbreitet, wenn die Gemeinde ihrem Auftrag nachkommt (Apg 26,18; Kol 1,13; 1Thes 1,9)

 

6. Der Sieg, der beim zweiten Kommen Christi vollendet wird (Ps 110,1; Phil 2,9-11; Offb 20,10)

 

Laut Hebräer 2,14 ist die Macht des Satans gebrochen. Er wurde bezwungen.

 

Der Tod und die Auferstehung Christi waren der entscheidende Wendepunkt im Kampf zwischen dem Satan und Gott. Hier eine Geschichte, die diese aufregende Wahrheit wunderbar illustriert:

 

Von Napoleon Bonaparte erzählt man sich, dass er bei dem Versuch, alle Reiche der bekannten Welt zu erobern, eine Karte auf dem Tisch ausbreitete, auf einen konkreten Punkt zeigte und zu seinen Offizieren sagte: "Meine Herren, wäre da nicht dieser rote Fleck, könnte ich die ganze Welt erobern." Die Stelle, auf die er zeigte, waren die Britischen Inseln genau die Nation, die sich Napoleon bei Waterloo entgegenstellte und ihn zusammen mit einigen alliierten Staaten besiegte.

 

Wenn der Satan mit seinen Handlangern über die Eroberung der Welt redet, sagt er zweifellos dasselbe über den roten Hügel von Golgatha, wo das Blut Christi vergossen wurde: "Wäre da nicht dieser rote Fleck, könnte ich die ganze Welt beherrschen!" Aber dieser rote Fleck macht den entscheidenden Unterschied in unserem geistlichen Kampf. Wir müssen nicht in Furcht vor dem Satan leben. Wir müssen uns nur dem geistlichen Kampf anschließen, zu dem wir berufen worden sind, in dem Bewusstsein, dass er real und subtil ist, und bewaffnet mit der Wahrheit, dass der endgültige Sieg über den Satan bereits errungen wurde.

 

Wir leben heute in der Zeit zwischen der Errungenschaft und Verkündigung des Sieges vom Kreuz und dem leeren Grab und seiner Verwirklichung beim zweiten Kommen Christi.

 

Die Situation des Satans lässt sich folgendermaßen beschreiben: Heute ist der Satan gegen Kaution frei. Bis zu seinem endgültigen Gericht darf er umherziehen. Die Strafe im Feuer- & Schwefelsee ist nur aufgeschoben. Das Urteil ist bereits verlesen worden. Wir haben den Blitz gesehen. Der Donner kommt noch. Der Blitz war auf Golgatha sichtbar. Der Donner wird bei der Rückkehr Christi zu hören sein.

 

Unser Auftrag heute ist es, den Sieg zu erweitern, indem verlorene Männer und Frauen in das Licht Christi geführt werden. Daher ist jedes christliche Gespräch ein Machtkampf, bei dem der Satan gezwungen wird, seinen Griff auf das Leben eines Menschen zu lockern, und sich zeigt, dass Christus größere Macht hat. Satan wurde entwaffnet und gebunden und die Zeit ist reif, seinen Palast anzugreifen und seinen Hausrat zu rauben.

 

Natürlich ist es nicht ganz so einfach. Denn obwohl der Satan besiegt wurde, hat er sich noch nicht geschlagen gegeben. Auch wenn seine Niederlage feststeht, wurde er noch nicht gänzlich ausgeschaltet. Er hat nach wie vor große Macht. Das ist der Grund für die Spannungen in unserer Theologie und unserer Erfahrung.

 

Der Satan wurde bezwungen und entthront. Doch anstatt seinem Wirken ein Ende zu bereiten, lässt ihn sein Zorn, weil er um sein nahe bevorstehendes Schicksal weiß, seine Anstrengungen verdoppeln.

 

Der Satan ist ein besiegter Feind, aber er gibt sich nicht kampflos geschlagen. Er wird sich auch weiter gegen Gott und sein Volk stellen, bis er für 1000 Jahre im Abgrund gebunden und letztlich in den Feuer- & Schwefelsee geworfen wird.


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen