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Wie wurden Menschen gerettet bevor Jesus für unsere Sünden gestorben ist

Eine Frage die oft gestellt wird ist, wie Menschen gerettet wurden, bevor Jesus für ihre Sünden gestorben ist. Diese Frage beantwortet uns der Herr Jesus selbst gleich mehrfach im Evangelium.


Seit dem Sündenfall war die Grundlage der Errettung des Menschen immer der Tod von Christus. Kein Mensch, entweder vor dem Kreuz oder seit dem Kreuz, würde je gerettet werden ohne diesen zentralen Punkt in der Geschichte der Menschheit. Christus Tod hat die Strafe für vergangene Sünden der Heiligen des Alten Testaments und zukünftige Sünden der Heiligen des Neuen Testaments bezahlt.


Die Bedingung für die Errettung war immer der Glaube. (vgl. Habakuk 2,4b "Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben") Der Glaube für die Errettung des Einzelnen war immer auf Gott gerichtet.


Adam hat dem Versprechen Gottes geglaubt, dass im 1. Moses 3,15 gegeben wurde, dass der Samen der Frau Satan besiegen würde. Adam glaubte und demonstrierte es durch die Namensgebung Evas (Vers 20) Anm.: Eva, hebr "chavvah / Leben". Der Herr hat seine Bestätigung gegeben indem er ihnen sofort Fell als Bekleidung gab (Vers 21). Zu diesem Zeitpunkt war das alles was Adam wusste, aber er glaubte es.


Im 1. Moses 15,6 steht, dass Abraham Gott geglaubt hat und dass das für Gott ausreichend war und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde (vgl. Römer 4,3-8).

Vor Moses waren keine Schriften geschrieben, aber die Menschheit war verantwortlich für das, was Gott offenbart hatte. Durch das ganze Alte Testament kamen Gläubige zur Errettung da sie glaubten, dass Gott sich eines Tages dem Problem der Sünde annehmen würde. Heute schauen wir zurück und glauben, dass er bereits auf Golgatha das Problem beseitigt hat (vgl. Joh 3,16; Hebr 9,28).


Das Opfersystem des Alten Testaments hat die Sünde nicht weggenommen, wie es deutlich im Hebräerbrief 9,1 – 10,4 gelehrt wird. Es war aber eine Vorschattung und deutete auf den Tag, wenn der Sohn Gottes sein Blut für die sündige Menschheit vergießen würde.


Was sich durch die Zeitalter geändert hat, ist der Inhalt des Glaubens eines Gläubigen. Gottes Bedingung für das was geglaubt werden muss basiert auf der Menge an Offenbarung, die er bis zu dem jeweiligen Zeitpunkt den Menschen gegeben hat. Dies wird auch "progressive Offenbarung" genannt.


Was ist mit den Gläubigen während der Tage von Christus, vor dem Kreuz und der Auferstehung, was glaubten sie? Haben sie das komplette Bild vom Sterben Christus am Kreuz für ihre Sünden verstanden? In Matthäus 16,21 erfahren wir:


"Von der Zeit an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse."


Was war die Reaktion seiner Jünger auf diese Nachricht? 


Matthäus 16,22

"Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln, indem er sagte: Gott behüte dich, Herr! Dies wird dir nicht widerfahren."


Petrus, und die anderen Jünger, kannten noch nicht die komplette Wahrheit, waren aber gerettet da sie Gott geglaubt haben, dass er sich des Problems der Sünde annehmen würde. Sie wussten nicht genau, wie Gott dies umsetzen würde, nicht mehr als Adam, Abraham, Moses oder David es wussten, aber sie glaubten Gott.


Heute haben wir mehr Offenbarung als die Menschen es hatten, die vor der Auferstehung Christus gelebt haben, wir haben ein klareres Bild.


Hebräer 1,1-2

"1 Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, 2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn"


Unsere Rettung basiert noch immer auf dem Tod von Christus, unser Glaube ist noch immer die Bedingung für Errettung, und der Mittelpunkt unseres Glaubens ist noch immer Gott.


Heute ist der Inhalt unseres Glaubens, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, dass er begraben wurde und dass er am dritten Tag auferstanden ist (1Kor 15,3-4).


Außerdem:

Die Propheten des Alten Testaments haben alle von Jesus, dem Messias und kommenden Erlöser, gesprochen. Das bedeutet, wer den Propheten geglaubt hat, der würde Ihn auch erkennen - und Ihm ebenfalls glauben. So sagte Jesus zu den Juden als sie ihn töten wollten, weil Er sich Gott gleich machte:


Johannes 5,46

"Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben; denn von mir hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?"


Johannes 5,39

"Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben."


Johannes 12,38

"auf dass erfüllt werde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagte (Jesaja 53,1): »Herr, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Herrn offenbart?«"


Jesus sagt also, dass die Schriften auf Ihn hinweisen, dass die Propheten von Ihm, dem Erlöser und Messias schrieben, und ER das ewige Leben gibt. Jesus berief sich mehrfach auf die Propheten, um zu bezeugen dass Er derjenige ist, der die messianischen Prophezeiungen erfüllte. Immer wieder heisst es im Neuen Testament: "...damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht:..."


In Apostelgeschichte 3,18 lesen wir:

"Gott aber hat so erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten vorher verkündigt hat, dass sein Christus leiden sollte."


Da Jesus die Erfüllung der Propheten ist, also der Messias und Erlöser auf den die Propheten hinwiesen, dann sind alle, die den Propheten glaubten, auch erettet.


Jesus ist das Zentrum der Heiligen Schrift - und der gesamten Gottesoffenbarung! In jedem biblischen Buch, sei es im Alten sowie Neuen Testament, ist Jesus Christus der Mittelpunkt. Alles weist auf Ihn, und Er starb für alle, die an Ihn glauben, für die Menschen aller Zeiten!


Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen