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Wurde die Bibel lange Zeit nur mündlich überliefert und veränderte sich währenddessen?

Dies ist eine Theorie bzw. eine Annahme, welche immer wieder aufkommt und unbewiesen ist. Die Berichte des Neuen Testaments wurden noch zur Zeit der Augenzeugen Jesu aufgeschrieben. Es gibt auch keinen vernünftigen Zweifel daran, dass die Berichte des Neuen Testaments von den Jüngern Jesu aufgeschrieben wurden. Selbst für die Texte des Alten Testaments ist es sehr unwahrscheinlich und jedenfalls unbewiesen, dass diese je über längere Zeit mündlich überliefert worden sind. Immer wieder sagt Gott im Alten sowie Neuen Testament, dass seine Apostel/Propheten aufschreiben sollen, was er ihnen sagt/zeigt:

  • 2. Mose 17,14: "Da sprach der Herr zu Mose: Schreibe das zum Gedenken in ein Buch"
  • 2. Mose 34,27: "Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf!"
  • Jesaja 30,8: "Geh du nun hin und schreibe ihnen das auf eine Tafel und verzeichne es in ein Buch"
  • Jeremia 30,2: "So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch!"
  • Jeremia 36,10: "Nimm dir eine Buchrolle und schreibe alle Worte darauf, die ich zu dir geredet habe"
  • Hesekiel 24,2: "Menschensohn, schreibe dir den Namen dieses Tages auf, ja, eben dieses heutigen Tages"
  • Habakuk 2,2: "Da antwortete mir der Herr und sprach: Schreibe die Offenbarung nieder und grabe sie in Tafeln ein, damit man sie geläufig lesen kann!"
  • Offenbarung 1,19: "Schreibe, was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen soll"

 

Was die mündliche Weitergabe betrifft, so ist noch folgendes zu sagen:
Die unmittelbaren Nachfolger Jesu, der engste Kreis, Petrus, Jakobus, Johannes usw. mussten nach der Himmelfahrt Jesu - so berichtet es Lukas in der Apostelgeschichte 1,22 - nach dem Tod Judas, der sich erhängt hatte, für die Verkündigung und Verbreitung der neuen Nachricht einen Ersatz finden. Dieser Posten musste durch jemanden nachbesetzt werden, der eine Bedingung zu erfüllen hatte: Er musste Augen- und Ohrenzeuge Jesu gewesen sein. Es kamen zwei Männer in Frage, von denen einer durch das Los ermittelt wurde. Daraus können wir schließen, dass es den ersten Jüngern ganz wichtig war, die neue Botschaft nicht aus zweiter Hand weiterzugeben.

Der Apostel Johannes sagt dazu folgendes:

 

1. Johannes 1,1-5
"1 Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – 2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist –, 3 was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und dies schreiben wir, auf dass unsere Freude vollkommen sei. 5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis."


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen

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