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3800 Jahre jüdische Geschichte in Eretz Israel

Eretz Israel (ארץ ישראל), wörtlich übersetzt: Land Israel(s), ist eine traditionelle hebräische Bezeichnung für das Land, das in der Bibel meist Land Kanaan genannt wird, in dem die Israeliten nach biblischer Darstellung sesshaft wurden und mehrere Jahrhunderte neben Kanaanäern, Philistern und anderen Völkern lebten. Verwandte biblische, religiöse und historische Begriffe umfassen das Land Kanaan, das verheißene Land, das Heilige Land und Palästina.

 

Die Chronologie der wichtigsten Daten in der langen Geschichte Israels vor und nach seiner Widerherstellung dokumentieren mit wenigen Erläuterungen recht eindrucksvoll, dass kein Land in der Geschichte dieser Welt so umkämpft war oder ist, wie das Land Israel, dieses Volk vollkommen anders ist als alle anderen Völker und ihr unglaublicher Überlebenskampf mit dem keines anderen Volkes vergleichbar ist. Auch die heutige enge Einbettung Israels in eine große Zahl umliegender moslemischer Länder und die Kleinheit Israels, im Vergleich zu diesen Ländern, zeigt deutlich, dass die Unabhängigkeit Israels weiterhin umkämpft und ständigen Bedrohungen ausgesetzt sein wird.

 

Das jüdische Volk hat während den letzten 3800 Jahren, seit den Tagen Abrahams, eine untrennbare Beziehung zum Land Israel gehabt, und auch in den langen Jahrhunderten, als die Mehrheit des jüdischen Volkes im Exil leben musste, hat es, seit den Tagen Josuas, niemals eine Zeit gegeben, zu der alle Juden aus dem Land vertrieben worden waren. Das jüdische Volk erhielt in all den Jahren seiner Zerstreuung eine ununterbrochene Präsenz in Eretz Israel aufrecht. Mit der Errichtung des Staates Israel, im Jahre 1948, wurde nach 2 Jahrtausenden die jüdische Unabhängigkeit wieder hergestellt.

 

GESCHICHTE:

 

• 17. - 6. Jh. v.Chr. – Das Zeitalter der hebräischen Bibel 

 

• ca. 17. Jh. v.Chr. – Abraham, Isaak und Jakob, die Erzväter des jüdischen Volkes, lassen sich, entsprechend der Weisung GOTTES, im Land Israel (Eretz Israel) nieder; Eine Hungersnot zwingt die Israeliten zur Auswanderung nach Ägypten

 

• ca. 13. Jh. v.Chr. – Mose führt die Israeliten aus Ägypten, danach 40 Jahre Wüstenwanderung

 

• 1312 v.Chr. – Der Auszug aus Ägypten (Pessach) und die Gesetzgebung am Berg Sinai (Shawuot) bilden die Geburt Israels als Volk

 

• 13. - 12. Jh. v.Chr. – Besiedelung des Landes Israel durch die Israeliten

 

• 1272 v.Chr. – Josua führt das Volk Israel in das verheißene Land

 

• ca. 1020 v.Chr. – Beginn der Monarchie/Richterzeit; erster König: Saul

 

• ca. 1011 v.Chr. – David wird zum König von Israel gesalbt

 

• ca. 1000 v.Chr. – König David erklärt Jerusalem zur Hauptstadt Israels

 

• 967 v.Chr. – Der Sohn Davids, Salomo, wird in Jerusalem zum 3. König von Israel gesalbt

 

• ca. 960 v.Chr. – Bau des Ersten Tempels, des nationalen und geistlichen Zentrums des jüdischen Volkes in Jerusalem, durch König Salomo

 

• ca. 930 v.Chr. – Teilung des Reiches in ein Nordreich Israel und ein Südreich Judäa. Jerusalem bleibt die Hauptstadt Judäas

 

• 722-720 v.Chr. – Zerstörung Israels durch die Assyrer; Verschleppung der 10 Stämme

 

• 586 v.Chr. – Eroberung Judas durch Babylon; Zerstörung Jerusalems und des Ersten Tempels; Beginn des babylonischen Exils, auch als Diaspora* bezeichnet

*Die jüdische Diaspora begann mit der ersten babylonischen Eroberung des Reiches Juda im Anschluss an die Zerstörung des Ersten Tempels (586 v.Chr.), die für viele Juden das Exil bedeutete. Hier begann der Judaismus zu einem religiösen Gefüge und zu einer Lebensweise außerhalb des Landes Israel zu werden, was letztlich das nationale und spirituelle Überleben des Volkes sicherte und ihm so viel Lebenskraft vermittelte, dass seine Zukunft als Nation gewahrt blieb (vgl. Gal 3,22-24)

 

• 538-142 v.Chr. – Persische und hellenistische Zeit

 

• 537 v.Chr. – Erste Rückkehr aus Babylon. Perserkönig Kyrus erlaubt den Juden die Rückkehr nach Israel. Nur ca. 5% kehren zurück (Esra 1,3)

 

• 537-515 v.Chr. – Rückkehr vieler Juden aus Babylon; Wiederaufbau des Tempels; Beginn der Wiedererrichtung des Tempels unter Serubbabel

 

• 516 v.Chr. – Tempeleinweihung durch Nehemia in Jerusalem, genau 70 Jahre nach dem ersten babylonischen Exil, wie durch Jeremia vorausgesagt (Jer 25,9-12)

 

• 452 - 445 v.Chr. – Zweite Rückkehrwelle aus Babylon. Nehemia und Esra kommen aus Babylon und bauen die Mauern Jerusalems wieder auf

 

• ca. 400 v.Chr. – Sieg der Juden in Persien durch Mordechai und Esther und König Ahasveros

 

• 332 v.Chr. – Eroberung durch Alexander den Großen; Beginn der hellenistischen Zeit

 

• 312 - 198 v.Chr. – Herrschaft der Ptolemäer

 

• 301 v.Chr. – Jerusalem kommt unter ptolemäische (ägyptische) Herrschaft

 

• 198 - 167 v.Chr. – Herrschaft der Seleukiden

 

• 198 v.Chr. – Jerusalem kommt unter seleukidische (syrische) Herrschaft

 

• 169 v.Chr. – Epiphanes, Antiochus IV, plündert und schändet den Tempel

 

• 166-160 v.Chr. – Aufstand der Makkabäer (Hasmonäer) gegen die Beeinträchtigungen der Ausübung der jüdischen Religion und die Entweihung des Tempels

 

• 165 v.Chr.– Judas Makkabäus erobert Jerusalem und läßt den entweihten Tempel reinigen. Neueinweihung des Tempels und Chanukka-Wunder

 

• 160-129 v.Chr. – Jüdische Autonomie (Unabhängigkeit) unter Hasmonäer-Dynastie

 

• 63 v.Chr.- 313 n.Chr. – Römische Herrschaft

 

• 63 v.Chr. – Der römische Feldherr Pompejus erobert Jerusalem und besetzt den Tempel

 

• 40 - 37 v.Chr. – 2. Zeit der Hasmonäer. Hasmonäerkönig Mattathias Antigonus kann mit Hilfe der Parther die Römer für kurze Zeit vertreiben

 

• 37 - 4 v.Chr. – Herodes, römischer Vasallenkönig, regiert das Land Israel; Renovierung des Tempels in Jerusalem

 

• 37 v.Chr. – Herodes der Große wird König von Judäa

 

• 26 - 36 n.Chr. – Pontius Pilatus, römischer Prokurator, in Judäa

 

• 30 n.Chr. – Kreuzigung Jesu Christus unter Pontius Pilatus

 

• 41 - 44 n.Chr. – Agrippa, König von Judäa, baut die dritte Stadtmauer von Jerusalem

 

• 66 n.Chr. – Die große Revolte - Jüdischer Aufstand gegen die Römer

 

• 70 n.Chr. – Niederschlag des jüdischen Aufstandes, Eroberung Jerusalems und Zerstörung des 2. Tempels durch den römischen Feldherrn Titus

 

• 73 n.Chr. – Römische Eroberung Massadas, des letzten Bollwerkes des jüdischen Widerstandes

 

• 132-135 n.Chr. – Bar-Kochba-Aufstand gegen Rom (Freiheitskampf gegen Rom) – Jerusalem wird wieder jüdische Hauptstadt

 

• 135 n.Chr. – Kaiser Hadrian zerstört Jerusalem vollständig und errichtet mit neuen Mauern eine neue Stadt, die er Aelia Capitolina nennt. Die Provinz Judäa tauft er nach den Erzfeinden Israels (die Philister) auf den Namen Philistäa, was auf Griechisch und lateinisch Palästina heißt

 

• 313-636 n.Chr. – Byzantinische Herrschaft

 

• 614 n.Chr. – Persische Invasion und Eroberung Jerusalems durch den Perser Chosroes II

 

• 636-1099 n.Chr. – Arabische Herrschaft

 

• 636 n.Chr. – Mohammed erobert Palästina und Jerusalem

 

• 691 n.Chr. – Kalif Abd eI-Malik erbaut am Standort des Ersten und Zweiten Tempels in Jerusalem den Felsendom

 

• 1099-1291 n.Chr. – Kreuzfahrerzeit (lateinisches Königreich Jerusalem)

 

• 1096-1099 n.Chr. – 1. Kreuzzug, bei dem unter König Gottfried Balduin Jerusalem erobert wird und Tausende Juden und Moslems durch Christen ermordet werden

 

• 1147-1149 n.Chr. – 2. Kreuzzug unter dem Franken König Ludwig VII

 

• 1187 n.Chr. – Saladin erobert Jerusalem und schlägt die Kreuzritter bei Hittin

 

• 1189-1192 n.Chr. – 3. Kreuzzug unter Führung von Kaiser Friedrich I. Barbarossa und nach dessen Tod unter Richard I. König Löwenherz

 

• 1202-1204 n.Chr. – 4. Kreuzzug unter Führung der Venezianer

 

• 1228-1229 n.Chr. – 5. Kreuzzug unter Kaiser Friedrich II

 

• 1229 n.Chr. – Kaiser Friedrich II. krönt sich zum König der Juden

 

• 1244 n.Chr. – Auf päpstlichen Befehl hin soll überall der Talmud verbrannt werden

 

• 1248-1252 n.Chr. – 6. Kreuzzug unter Ludwig IX, der Heilige, von Frankreich

 

• 1270 n.Chr. – 7. Kreuzzug und Tod von Ludwig IX

 

• 1291-1516 n.Chr. – Mameluckische Herrschaft

 

• 1517-1917 n.Chr. – Osmanische Herrschaft

 

• 1517 n.Chr. – Die Ottomanen erobern durch Sultan Selim I. Jerusalem

 

• 1538-1540 n.Chr. – Sultan Suleiman I. baut die Stadtmauern Jerusalems neu auf

 

• 1838 n.Chr. – Das erste (das britische) Konsulat in Jerusalem eröffnet

 

• 1860 n.Chr. – Bau des ersten jüdischen Viertels außerhalb der Stadtmauern Jerusalems

 

• 1878 n.Chr. – Am 3. November wird Petach Tikwa als erste jüdische Siedlerstadt gegründet

 

• 1882-1903 n.Chr. – Erste Alijah (jüdische Einwanderung), hauptsächlich aus Russland

 

• 1891 n.Chr. – Arabische Proteste gegen jüdische Siedler in Palästina

 

• 1897 n.Chr. – Theodor Herzl beruft den ersten Zionistenkongress in Basel ein, Gründung der zionistischen Weltorganisation

 

• ab 1900 n.Chr. – Beginn des Nahostkonflikts

 

• 1904-1914 n.Chr. – Zweite Alijah, hauptsächlich aus Russland und Polen

 

• 1909 n.Chr. – Gründung des ersten Kibbuz, Degania, und Gründung von Tel Aviv durch 60 Juden 3 km nördlich der Hafenstadt Jaffa

 

• 1914-1918 n.Chr. – Erster Weltkrieg (Araber und Juden unterstützen die Briten, um die türkische Herrschaft über Palästina zu beseitigen)

 

• 1917 n.Chr. – Im März vertreiben Türken alle Juden aus Tel Aviv und aus Jaffa

 

• 1918-1948 n.Chr. – Britische Herrschaft (Britische Mandatszeit)

 

• 1917 n.Chr. – England schlägt die Türkei in der Schlacht von Jerusalem. Durch den Sieg der Briten wird die 400-jährige osmanische Herrschaft beendet. Der britische General Allenby marschiert in Jerusalem ein. Der britische Außenminister Balfour sichert die Unterstützung Großbritanniens bei der Errichtung einer Nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina zu

 

Britisches Mandatsgebiet Palästina Festgelegtes Gebiet als Heimstätte für den neuen jüdischen Staat, San Remo Konferenz 1920 Balfour-Erklärung (2.Nov.): „Die Regierung seiner Majestät betrachtet die Errichtung einer nationalen Heimat für das jüdische Volk in Palästina mit Wohlwollen und wird alles in ihren Kräften Stehende unternehmen, um die Verwirklichung dieses Zieles zu erreichen, wobei sie deutlich verstanden wissen will, dass nichts unternommen wird, was die bürgerlichen und religiösen Rechte in Palästina vorhandener nichtjüdischer Gemeinschaften oder Rechte und den politischen Status, den die Juden in irgendeinem anderen Land genießen, beeinträchtigen könnte.“ Nach der Balfour-Erklärung 1917, der Pariser Friedenskonferenz 1919 und der San Remo Friedenskonferenz 1920 war eindeutig geklärt worden, dass das ganze Land zu beiden Seiten des Jordans die nationale jüdische Heimstätte werden soll. Es entsprach dem ganzen palästinensischen Mandatsgebiet, das Großbritannien im Jahre 1920 übertragen wurde

 

• 1919-1923 n.Chr. – 1. Masseneinwanderung (Alijah) aus Russland

 

• 1922 n.Chr. – Der Völkerbund überträgt Großbritannien das Mandat für Palästina; drei Vierteln des Mandatsgebietes wird zu Transjordanien, so dass für die von Großbritannien versprochene nationale jüdische Heimstätte noch ein Viertel des Gebietes verbleibt.

 

1. Teilung des Landes, das Israel zugesprochen war. In Saudi-Arabien herrscht ein Hashemiten-Scheich. Er hat viele Söhne und nicht genügend Land für sie alle. Im 1. Weltkrieg kämpften Araber und Ägypter mit den Engländern Seite an Seite gegen die Türken. Schon aus diesem Grund waren sie „freundschaftlich“ miteinander verbunden. Hinzu kam, dass Großbritannien in Saudi-Arabien politische und für ihre Industrie wirtschaftliche Vorteile witterte. So kommen sie mit den Arabern zusammen und bieten ihnen Land an. Ohne Skrupel teilen sie 1922 das den Juden zugesagte Palästina. 76% davon werden jenseits des Jordan ein neuer arabischer Staat: das Emirat Transjordanien. 24% bleiben jetzt noch westlich des Jordans als „Restpalästina“ übrig. Alle Juden, die in der Zwischenzeit östlich des Jordans wohnten, mussten auf der Stelle und sofort das Land verlassen, während im restlichen Palästina sehr wohl Araber und Juden weiter zusammen wohnen konnten. Von dieser Teilung spricht heute kaum noch jemand, auch nicht von dem Verrat der Engländer.

 

• 1923 n.Chr. – Teilung des Mandatsgebietes 1922. Nach der 1. Teilung des Landes 1922, gehörte der Golan noch zu jenem Teil, der dem jüdischen Volk zugewiesen war. Da der Golan kein Öl zu bieten hat, war er für die Briten unwichtig. So tauschten sie den Höhenzug gegen das Gebiet von Mosul mit seinen Erdölquellen in Nordsyrien ein (1925 wurde es vom Völkerbund dem Irak zugesprochen). Die Franzosen, als damalige Mandatsträger dieses Gebietes, ließen sich auf den Handel ein und gaben für den Golan jeglichen Anspruch auf Palästina auf. Für die Juden bedeutete dies eine weitere Teilung des ihnen zugesicherten Landes, da der Golan nun französisches Mandatsgebiet geworden war. Im verbliebenen kleineren Palästina, kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Juden. Es kommen immer mehr Juden ins Land und überall, wo sie siedeln, wird es grün. Das ärgert die Araber. Sie wollen haben, was die Juden haben. Hass wird durch Hetze seitens der Engländer und opportuner Araber gegen die Juden geschürt.

 

• 1924 - 1927 n.Chr. – Vierte Alijah, hauptsächlich aus Polen

 

• 1933 - 1939 n.Chr. – Fünfte Alijah, hauptsächlich aus Deutschland

 

• 1936 n.Chr. – Evakuierung aller Juden aus Hebron durch die Engländer und ein Generalverbot für Juden, sich weiterhin dort anzusiedeln, obwohl diese Stadt der älteste dokumentierte Landbesitz der Israelis ist. Abraham kaufte das Land (1. Mose 23, 16-20)! Später wurde es unter Josua dem Stamm Juda zugesprochen (Jos 15,13). König David herrschte die ersten 7 ½ Jahre als König von Juda in Hebron.

 

• 1945 n.Chr. – Am 22. März wird die Arabische Liga in Kairo als Vereinigung gegen Israel gegründet.

 

• 1947 n.Chr. – Am 29. November rief die Vollversammlung der Vereinten Nationen zur Teilung des Britischen Mandatsgebiets Palästina auf (Resolution 181). Das Land sollte in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufgeteilt werden. Die mehrheitliche Empfehlung einer Teilung wurde mit 33 zu 13 Stimmen bei zehn Stimmenthaltungen entschieden. Die Resolution wurde von den Juden in Palästina angenommen, von den Arabern in Palästina und den arabischen Staaten jedoch abgelehnt und drohen ganz Palästina mit Waffengewalt erobern zu wollen

 

• 1948 - 1951 n.Chr. – Periode der Masseneinwanderung (Alijah). Wichtigste Punkte:

1. Die Knesset beschließt das Rückkehrer-Gesetzt: Jeder Jude hat das Recht, als Einwanderer nach Israel zu kommen.

2. Mit 684.000 neuen Einwanderern wird die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Aus Europa kommen die Überlebenden der Nazi-Verfolgung; Flüchtlinge kommen aus den islamischen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens; durch Luftbrücken kehren komplette jüdische Gemeinschaften zurück - aus dem Jemen 43.000 - aus dem Irak 113.000.

3. Menschen ganz verschiedener Kulturen kommen. Europäische Askenasi, orientalische Sephardim; Gewohnheiten, Tradition, Bildungsniveau und Kultur sind völlig unterschiedlich.

4. Die unmittelbar entstehenden Probleme: Wohnungen, Nahrung und Arbeit für die Einwanderer.

5. Israel stellt in diesen drei Jahren 78.000 neue Wohnungen her und errichtet 345 neue Siedlungen (zum Vergleich: in den vorhergehenden 70 Jahren waren es 293 Siedlungen).

6. Die Juden in den westlichen Ländern tragen durch große Geldspenden und Leihgelder zum Aufbau des Staates Israel bei. Doch aus diesen Ländern kommen während der Zeit nur wenige Einwanderer.

 

• 1948 n.Chr. – Gründung des Staates Israel

14. Mai: Beendigung des Britischen Palästinamandats; Der Staat Israel proklamiert seine Unabhängigkeit. Ausrufung des Staates Israel. Eine provisorische Regierung wird ernannt;

15. Mai: Die Israel umgebenden arabischen Nationen - Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon, Irak - greifen Israel an; Gründung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF); Israels Unabhängigkeitskrieg dauert von Mai 1948 bis Juli 1949

 

• 1949 n.Chr. – Am 7. Januar wird der Unabhängigkeitskrieg durch einen Waffenstillstand mit den Arabern siegreich beendet. Unter Vermittlung der Vereinten Nationen kamen Waffenstillstandsverträge mit Ägypten (24. Februar 1949), Libanon (23. März 1949), Jordanien (3. April 1949) und Syrien (20. Juli 1949) zustande. Trotzdem schließt die Arabische Liga ihre Grenzen Israel gegenüber und erklärt sich „in fortwährendem Kriegszustand“ mit Israel.

25. Januar: Die ersten regulären Wahlen werden in Israel abgehalten.

17. Februar: Die erste Knesset (Parlament) versammelt sich in Jerusalem. Chaim Weizmann wird zum ersten Präsidenten gewählt. Er beruft David Ben-Gurion am 25. Februar 1949 zum ersten Ministerpräsidenten, der seine Regierung zusammenstellt. Die provisorische Regierung tritt zurück.

3. April: Teilung Jerusalems. Waffenstillstandsabkommen mit Jordanien; wonach Jerusalem durch eine Waffenstillstandslinie ("City Line") geteilt wird. Ostjerusalem ist nun Teil des Königreiches Jordanien (mitsamt der Klagemauer), Westjerusalem gehört zu Israel. Somit blieb den Juden der Besuch ihrer heiligsten Stätte über 19 Jahre verwehrt. Mit der Eroberung der Altstadt im Sechs-Tage-Krieg wurden Alt- und Neu-Jerusalem wiedervereinigt (1967).

11. Mai: Israel wird 59. Mitglied der UNO

 

• 1951 n.Chr. – Der Zionistische Weltkongress versammelt sich zum ersten Mal in Jerusalem

 

• 1952 - 1956 n.Chr. – Fortwährende Feindseligkeiten der Araber:

1. Laufend Attentate durch arabische Terroristen. Mehr als 400 Israelis werden getötet, mehr als 900 verwundet.

2. In diesen Jahren gibt es mehr als 3000 Zusammenstöße zwischen bewaffneten Arabern und israelischen Soldaten.

3. Ägyptische Terroristen dringen wiederholt tief in israelisches Gebiet ein.

4. Israelische Vergeltungsmaßnahmen werden von der UNO missbilligt.

5. Ägypten schließt 1949 den Suez-Kanal für israelische Schiffe. Später verbietet es auch den Schiffen aller anderen Nationen, israelische Waren durch den Suez-Kanal zu transportieren und missachtet die Beschlüsse der UNO deshalb.

6. Ab 1951 beginnt Ägypten die israelische Schifffahrt vom Hafen Eilat (im Süden) aus zu stören, vor allem die Tankschiffe mit Öl.

7. 1955 schließen Ägypten und Syrien ein Militärbündnis, dem einige Zeit später auch Jordanien beitritt.

 

• 1952 n.Chr. – Die Bundesrepublik Deutschland schließt mit Israel das Wiedergutmachungsabkommen ab. Die Bundesrepublik will an Israel 715 Millionen US-Dollar für materielle Schäden der Juden, die durch das Nazi-Regime verursacht wurden, bezahlen, und 100 Millionen Dollar als Wiedergutmachung für Schäden an jüdischen Menschen.

 

• 1956 n.Chr. – Oktober: Mit Unterstützung durch Großbritannien und Frankreich (diese beiden Staaten sorgten sich um die freie Schiffsdurchfahrt durch den Suez-Kanal) greift Israel Ägypten militärisch an. Der "Sinai Krieg". Waffenstillstand am 5. November.

 

• 1957 n.Chr. – März - Israel zieht sich aus dem Sinai zurück. Die UNO verhindert weitere ägyptische Infiltrationen nach Israel bis 1967

 

• 1958 n.Chr. – Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Staates. Große Fortschritte wurden auf folgenden Gebieten gemacht:

1. Die riesige Zahl der Einwanderer wurde aufgenommen. Alle lernten Hebräisch und fanden Arbeit.

2. Der Lebensstandard der orientalischen Juden (Sephardim), die sehr arm waren, stieg steil an.

3. Israel kann sich nun selbst ernähren. Die bewässerten und wieder anbaufähig gemachten Flächen haben um 400 Prozent zugenommen. Ein großes Aufforstungsprogramm wird durchgeführt.

4. Die Zahl der jüdischen Einwohner erreicht 1,8 Millionen, bei einer Arbeitslosigkeit von 1,4 Prozent.

5. 150 000 neue Wohnungen werden fertiggestellt.

6. Nahezu 100 Prozent der zweiten Generation besucht die Schule. Die Schülerzahl ist von 130 000 auf 550 000 angestiegen. Auf den vier Universitäten studieren 10 00 Studenten, verglichen zu 1500 im Jahre 1948.

7. Immer mehr Gewicht wird auf jüdische Kultur und das geistige Erbe der Nation gelegt; z. B. wird eine Welt-Bibel-Konferenz in Jerusalem abgehalten und von der Regierung unterstützt.

8. Arabische und drusische Bevölkerungsteile nehmen an dem Fortschritt teil, ihre landwirtschaftliche Produktion nimmt um 600 Prozent zu, ihre Kinder bekommen kostenlosen Schulunterricht, sie werden an der nationalen Rentenversicherung, sowie am Wohlfahrtssystem und der Gesundheitsfürsorge beteiligt; Straßen, Wasserleitungen, Versorgung mit Elektrizität, sanitäre Einrichtungen und Bewässerungsanlagen werden für sie errichtet; sie erhalten Sitze in der Knesset.

 

• 1958 - 1959 n.Chr. – Beziehungen zu unterentwickelten Staaten:

1. Israel beginnt den unterentwickelten Staaten Afrikas und Südamerikas technische und wissenschaftliche Hilfe zu geben, vor allem auf dem Gebiet der Landwirtschaft und der Schulausbildung.

2. Als Reaktion verlegen viele afrikanische und südamerikanische Staaten ihre Botschaften von Tel Aviv nach Jerusalem und unterstützen Israel in der UNO.

 

• 1964 n.Chr. – Die Syrer beginnen einen Damm zu bauen, der Israels Frischwasserzufuhr aus dem Norden abschneiden soll. Unter dem Kommando von Generalstabschef Jitzchak Rabin verhindern die Israelis das Bauvorhaben der Syrer gewaltsam

 

• 1964 n.Chr. – Gründung der PLO (Palestine Liberation Organisation) von der Arabischen Liga in Ägypten. Ihre Charta von 1968 fordert die Vernichtung Israels.

 

• 1965 - 1966 n.Chr. – Weiterer Fortschritt auf folgenden Gebieten:

1. Export von landwirtschaftlichen Produkten - vor allem Zitrusfrüchten - steigt auf 86 Millionen US-Dollar.

2. Eine große Wasserleitung wird fertiggestellt, die Wasser aus der oberen Hälfte des Jordans in die Negev-Wüste im Süden leitet. 3. Die wachsende Industrie beginnt mit der Herstellung vieler Erzeugnisse (Radios, Kühlschränke usw.) für die Bevölkerung. Auf der anderen Seite lässt die Einwanderung nach (1965 noch 30 000; 1966 nur noch 16 000), dadurch geht die Bauindustrie zurück.

 

• 1967 n.Chr. – Vorspiel zum Sechs-Tage-Krieg:

1. Die Al-Fatah, eine palästinensische Terrororganisation, schickt immer mehr ausgebildete Terroristen zu Sabotage zwecken nach Israel.

2. Syrische Artillerie beschießt israelische Siedlungen in Galiläa.

3. Am 14. Mai lässt Nasser starke ägyptische Militär-Einheiten in das Sinai-Gebiet einrücken.

4. Am 16. Mai vertreibt Nasser die UNO Beobachtertruppe aus dem Sinai.

5. Am 24. Mai blockiert Nasser die Meerenge von Tiran, die der Eingang für die israelischen Schiffe zum Hafen Eilat ist, für alle Schiffe Israels.

6. Am 26. Mai gibt Nasser bekannt, Ägypten sei auf einen Krieg mit Israel vorbereitet.

7. Am 30. Mai stellt König Hussein die jordanische Armee unter Nassers Befehl.

8. Am 4. Juni folgt der Irak dem Beispiel König Husseins.

 

• 1967 n.Chr. – Der Sechs-Tage-Krieg

4. Juni - Israel mobilisiert seine Armee. Ältere Männer, Frauen und Kinder halten die lebenswichtigen Versorgungen im Land aufrecht, bringen die Ernte ein und halten die Exportindustrie in Gang.

5. Juni - Israel bombardiert Flughäfen in Ägypten, Syrien, Jordanien und dem Irak. Innerhalb von drei Stunden werden 452 Flugzeuge zerstört.

- 1. Israelische Armee Einheiten rücken von vier Punkten aus gegen die ägyptischen Truppen auf dem Sinai vor.

- 2. Israel sendet eine Note an König Hussein, dass es Jordanien nicht angreifen wird, wenn seine Truppen Frieden halten. Doch die jordanischen Truppen eröffnen das Feuer an der gesamten Grenze und besetzen das UNO Hauptquartier in Jerusalem.

6. Juni - Israel erobert im Gegenangriff auf die jordanischen Truppen das gesamte Jerusalem außer der Altstadt.

7. Juni - Israel erobert die Altstadt Jerusalems. Zum ersten Mal seit 70 nach Christus ist sie damit wieder im Besitz der Juden.

9. Juni - Israel vertreibt die Syrer von den stark befestigten Golan-Höhen.

10. Juni - Alle kriegführenden Staaten stimmen dem Waffenstillstand zu. In vielerlei Weise hat es im Sechs-Tage-Krieg ähnlich wunderbare Ereignisse gegeben wie im Unabhängigkeitskrieg.

 

• 1967 - 1968 n.Chr. – Die Juden in den anderen Ländern begreifen in dieser Zeit in besonderer Weise, wie wichtig der Staat Israel für das gesamte Weltjudentum ist. Viele Einwanderer kommen aus den westlichen Ländern, vor allem junge Leute. Juden aus den anderen Ländern spenden dem Staat Israel in diesen beiden Jahren rund 400 Millionen US-Dollar.

 

• 1968 - 1973 n.Chr. – Zermürbungskrieg

1. Ägypten provoziert an der Grenze zum Sinai ständig Zwischenfälle.

2. Immer mehr zunehmende Unterstützung Ägyptens durch die Sowjetunion. Sowjetische Piloten fliegen sowjetische Maschinen, Boden-Luft-Raketenbatterien werden von sowjetischen Soldaten bedient.

3. Auch Syrien erhält sowjetische Unterstützung. Regelmäßig werden Israels nördliche Grenzgebiete von Syrien aus mit russischen Katjuscha-Raketen beschossen.

4. Die Aktivitäten der palästinensischen Terroristen, die vom Libanon her in Israel eindringen, nehmen ständig zu.

5. Außerhalb Israels nimmt der arabische Terrorismus ebenfalls zu. Flugzeuge werden entführt; bei der Olympiade in München im Jahre 1971 werden israelische Sportler von arabischen Terroristen getötet und verwundet.

 

• 1973 n.Chr. – Vorspiel zum Jom-Kippur-Krieg

5. Oktober:

1. Ägyptische und syrische Truppenmassierungen an den Waffenstillstandslinien.

2. Israel beginnt am Vorabend von „Jom Kippur“ (dem großen Versöhnungstag) seine Reserven zu mobilisieren.

3. Ministerpräsidentin Golda Meir, der unmissverständliche Anzeichen eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs mitgeteilt werden, beschließt, den Arabern nicht durch einen eigenen Angriff zuvorzukommen, damit „eindeutig klar wird, wer für diesen Krieg verantwortlich ist“.

 

• 1973 n.Chr. – Am 6. Oktober begann der Jom-Kippur-Krieg. Nach einem syrischen Überraschungsangriff erobert Israel neue Waffenstillstandslinien bis 35 km vor Damaskus. Zuvor konnten 150 israelische Panzer die syrischen Truppen mit 1400 Panzern 48 Stunden lang aufhalten.

 

• 1974 n.Chr. – 18. Januar: Ägypten und Israel unterschreiben ein Abkommen, wodurch die beiderseitigen Armeen auseinanderrücken.

Mai - Auch Syrien unterzeichnet ein solches Abkommen mit Israel. - Die israelischen Truppen ziehen sich auf den Golan-Höhen ein wenig zurück.

 

• 1974 n.Chr. – September: Israel zieht sich aus einem Teil des Sinai zurück. Ägypten öffnet den Suez-Kanal wieder für israelische Schiffe. Von dieser Zeit an nehmen die Terrorüberfälle palästinensischer Guerillas, die vom Libanon aus eindringen, in Israel immer mehr zu.

 

• 1975 n.Chr. – UN-Vollversammlung-Resolution 3379 setzt am 11. November Zionismus mit Rassismus gleich

 

• 1976 n.Chr. – Syrien nimmt den Bürgerkrieg im Libanon zum Vorwand, um mit Truppen in diesem Land einzurücken. Juli - In einem kühnen Unternehmen befreien israelische Soldaten 100 Geißeln, die von arabischen Terroristen in Entebbe in einem Flugzeug festgehalten werden.

 

• 1977 n.Chr. – Ministerpräsident Begin legt dem amerikanischen Präsidenten Carter einen Friedensplan für den Nahen Osten vor. November - Verhandlungen zwischen Ägypten und Israel. Der ägyptische Präsident Anwar Sadat besucht Jerusalem, um Friedensverhandlungen einzuleiten.

 

• 1978 n.Chr. – 14. März - (Operation Litani) Die israelische Armee marschiert mit 25.000 Soldaten in den Libanon ein und besetzte das Gebiet südlich des Flusses Litani. Dabei wurden zwischen 1.000 und 2.000 Personen getötet und nach Schätzungen der libanesischen Regierung rund 280.000 vertrieben.

 

• 1978 n.Chr. – September - Ministerpräsident Begin, Präsident Sadat und Präsident Carter treffen sich in Camp David, Maryland, und handeln einen Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten aus.

 

• 1979 n.Chr. – 26. März - Israel und Ägypten unterzeichnen einen Friedensvertrag.

 

• 1979 n.Chr. – Die Überfälle der arabischen Terroristen, die aus dem Libanon kommen, nehmen immer mehr zu, deshalb rücken israelische Truppen im Südlibanon ein und zerstören eine Anzahl Lager der Terroristen. Außerdem helfen sie christlichen libanesischen Streitkräften unter Major Saad Haddad einen Teil des Libanon von Terroristen völlig frei zu machen. Anschließend ziehen sich die israelischen Truppen wieder zurück.

 

• 1980 n.Chr. – Das wiedervereinigte Jerusalem wird nach Knessethbeschluß am 30. Juni zur ewigen, ungeteilten Hauptstadt Israels erklärt

 

• 1981 n.Chr. – Israel annektiert am 14. Dezember die Golanhöhen per Gesetzesbeschluß

 

• 1980 - 1981 n.Chr. – Das nördliche Israel liegt weiter unter fortwährendem Beschuss der PLO-Terroristen. Zerstörungen werden angerichtet und Menschen getötet und verletzt. Die israelische Luftwaffe antwortet 1981 mit schweren Bombenangriffen auf Lager der Terroristen sowie auf das PLO Hauptquartier in Beirut. Im Juli 1981 wird ein neuer Waffenstillstand abgeschlossen, der aber sehr unsicher bleibt.

 

• 1982 n.Chr. – Gründung der schiitischen Hisbollah, inspiriert und gefördert von iranischen Revolutionsgarden

 

• 1982 n.Chr. – Neue starke Angriffe der PLO-Terroristen auf Nordisrael. Ende Juni / Anfang Juli 1982 rücken israelische Truppen wieder in den Südlibanon ein und stoßen bis Beirut vor. Sie zerstören alle Terroristenlager und Waffenarsenale in Südlibanon und vertreiben die Terroristen von dort, damit es ihnen nicht mehr möglich ist, mit ihren Geschützen und Raketenwerfern den Norden Israels zu beschießen. Israel erklärt, so lange im Libanon bleiben zu wollen, bis die letzten Terroristen aus dem Lande vertrieben sind.

 

• 1982 n.Chr. – Feldzug "Friede für Galiläa": Nach jahrelangem Beschuss der Städte und Dörfer in Nordisrael marschieren israelische Truppen im Libanon ein, treiben die PLO-Streitkräfte zurück und belagern Beirut.

 

• 1983 n.Chr. – Israelische Streitkräfte halten weiterhin die Südhälfte des Libanon besetzt. Vom Iran gefördert beginnt die “Hisbollah” (Partei Allahs) ihre Terroraktivitäten. Dutzende israelischer Soldaten und 241 US-Marinesoldaten finden durch Anschläge in Tyrus und Beirut den Tod.

 

• 1984 n.Chr. – Neuwahlen in Israel: Eine Einheitsregierung wird abwechselnd von Jitzchak Shamir (Likud) und Shimon Peres (Arbeiterpartei) geführt. Jitzchak Rabin ist Verteidigungsminister. Die israelische Armee zieht sich bis auf eine 8 bis 15 km breite Sicherheitszone aus dem Südlibanon zurück.

 

• 1985 n.Chr. – Die hohen Kosten des Libanonkrieges führen zu einer Hyperinflation von fast 1000%. Ministerpräsident Peres sucht durch harte Maßnahmen die Wirtschaft zu sanieren.

 

• 1986 n.Chr. – Die Wirtschaft erholt sich. Eine neue Währung (Neuer Israelischer Schekel) wird eingeführt. Shamir wird Regierungschef.

 

• 1987 n.Chr. – Heftige Unruhen im Gazastreifen. Bis zur Weihnachtszeit hat sich die "Intifada" auch auf ganz Judäa und Samaria ausgebreitet.

 

• 1988 n.Chr. – Im Januar wird die Hamas gegründet. Ihre Charta beruft sich auf das alte antisemitische Pamphlet „Die Protokolle der Weisen von Zion“ und fordert Israels Zerstörung

 

• 1988 n.Chr. – Am 15. November ruft der palästinensische Nationalrat (PNC) in Algier Palästina als den Palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt aus.

 

• 1988 n.Chr. – Die "Intifada" wird immer heftiger. Die weltweite Verurteilung Israels nimmt zu. Durch Neuwahlen kommt die Likud-Partei an die Macht. Ministerpräsident Shamir entscheidet sich für eine Neuauflage der Einheitsregierung. Shimon Peres wird Außenminister. Arafat erklärt auf einer PLO-Sitzung, dass er für eine Zweistaatenlösung eintrete und bereit sei, Israel als Staat anzuerkennen.

 

• 1989 n.Chr. – Der russische Staatschef Mikhail Gorbatschov gibt bekannt, dass die Juden aus der Sowjetunion ausreisen dürfen. Beginn einer Masseneinwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion.

 

• 1990 n.Chr. – Die Einheitsregierung bricht auseinander. David Levy wird Außenminister und Benjamin Netanyahu sein Stellvertreter. Die “Intifada” geht in unverminderter Härte weiter. Auf dem Tempelberg kommen 17 Palästinenser ums Leben. UNO, EU und USA verurteilen Israel. Die Einwanderungswelle aus der Sowjetunion schwillt stark an.

 

• 1991 n.Chr. – Während des Golfkrieges wird Israel mit Skud-Raketen vom Irak angegriffen, obwohl Israel nicht am Krieg beteiligt war

 

• 1992 n.Chr. – Neuwahlen in Israel. Jitzchak Rabin (Arbeiterpartei) wird Ministerpräsident.

 

• 1993 n.Chr. – Oslo-Abkommen = Grundsatzerklärung zur vorläufigen Selbstverwaltung der Palästinenser; Unterzeichnung von Vereinbarungen für die Palästinenser durch Israel und die PLO als Vertreterin des palästinensischen Volkes, gegenseitige Anerkennung Israel-PLO, Absage an Gewalt seitens der PLO, PLO Führung und J. Arafat kehren nach Gaza zurück, Einteilung der Palästinensergebiete in A, B und C-Zonen

 

• 1994 n.Chr. – Die Terrorangriffe auf Israel nehmen weiter zu. Im Mai werden der Gazastreifen und die Stadt Jericho im Jordantal an die Palästinenserbehörden Arafats übergeben.

 

• 1995 n.Chr. – Das zweite Osloer Friedensabkommen wird unterzeichnet. Ministerpräsident Rabin fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Shimon Peres übernimmt vorübergehend die Regierungsgeschäfte.

 

• 1996 - 1997 n.Chr. – Hamas, PLO und islamischer Dschihad-Terror mit Selbstmordattentaten auf Busse und Einkaufszentren erschüttern Israel. Die Verhandlungen mit Syrien werden abgebrochen. Benjamin Netanyahu wird im Mai zum neuen israelischen Ministerpräsidenten gewählt. Im September kommt es zu heftigen Unruhen mit mehreren Dutzend Toten, weil Netanyahu die Öffnung eines Tunnels am Rande des Tempelbergs genehmigt.

 

• 1997 n.Chr. – Das "Hebron-Abkommen" wird unterzeichnet und Israel zieht sich aus Hebron zurück.

 

• 1998 n.Chr. – Im Oktober wird das Wye-Abkommen von Arafat und Netanyahu unterzeichnet, weiterer israelischer Truppenabzug und Ausweitung der palästinensischen Autonomie vereinbart, gleichzeitig Forderung an Arafat gegen Terrorismus und illegale Waffen vorzugehen und PLO-Charta hinsichtlich anti-israelischer Forderungen zu ändern.

 

• 1999 n.Chr. – Im Mai wird Ehud Barak zum neuen Ministerpräsidenten Israels gewählt. Im September treten die Verhandlungen mit den Palästinensern in ein entscheidendes Jahr.

 

• 2000 n.Chr. – Rückzug Israels aus dem Libanon im Mai und Flüchtlingselend der Nordlibanesischen Christen, die vom Zeitpunkt des Rückzugs völlig überrascht wurden.

 

Mai 2000: Israelische und christliche Milizen ziehen sich vom Süd-Libanon zurück und verlassen damit ihre „Sicherheits-Zone“, um die UN-Resolution 425 zu erfüllen. Trotzdem halten die Angriffe und Infiltrationsversuche der Terroristen weiter an.

Juli-August 2000: Arafat lehnt das Angebot von 94% der umstrittenen Gebiete einschließlich einem Teil von Ost-Jerusalem ab. Ein Teil dieses Angebots ist die Genehmigung für mehrere Zehntausend von Palästinensern wieder einzureisen, um mit ihren Familien wieder vereint zu sein.

September 2000: Am 13. September, dem 7. Jahrestag des Oslo-Abkommens, entgegnen die Palästinenser dem Angebot der Israelis, indem sie inhaftierte Terroristen freilassen, israelische Siedlungen, Militärstützpunkte und Patrolien angreifen und weitere Autobomben sprengen und Selbstmordattentate verüben.

9. Dezember 2000: Premierminister Barak tritt im Angesicht der eskalierenden Gewalt frustriert zurück.

 

• 2001 n.Chr. – Januar - Februar 2001: Der palästinensischen Autorität (PA) werden fast 100% der umstrittenen Gebiete angeboten - Ost-Jerusalem eingeschlossen und eine Abmachung bzgl. der Wiedereingliederung der im Exil lebenden Palästinenser. Das Angebot wird wieder abgelehnt. Die Gewalt durch palästinensische Extremisten nimmt weiter zu.

Februar 2001: Ariel Sharon wird als Premierminister gewählt. Er ernennt Shimon Peres, Leiter der Oppositionspartei und einer der Architekten des Oslo-Abkommens, als Außenminister in eine „National Unity“ Regierung.

11. September 2001: Durch entführte Passagierflugzeuge zerstören islamische Extremisten (Al-Qaeda), die in Verbindung mit den palästinensischen Gruppen Hisbollah und Hamas stehen, die „Twin Towers“ des World Trade Center in New York und beschädigen das Pentagon in Washington DC. Über 3000 Menschen kommen ums Leben. Auf den Straßen in Gaza und in der „West Bank“ tanzen die Palästinenser vor Freude und bejubeln ihre Unterstützung dem Leiter des Al-Qaeda, Osama Bin Laden.

 

• 2002 n.Chr. – 3. Januar 2002: Die „Karine A“, ein Schiff unter palästinensischer Autorität unterwegs nach Gaza, wird von der israelischen Marine angehalten und durchsucht. Das Schiff ist voll beladen mit Waffen aus Iran gekauft von einem leitenden Leutnant Arafats. Verkäufer – die Regierung Irans.

29. März 2002: Israelische Verteidigungskräfte (Israeli Defense Forces - IDF) setzen „Operation Defensive Shield“ in Gang. Größere Gebiete, die vorher der PA überlassen waren, werden wieder eingenommen. Arafat ist in seinem Hauptquartier in Ramallah umzingelt und sitzt fest. Überzeugende Beweise werden entdeckt, die Arafats aktive Unterstützung von Selbstmordattentaten und anderen Angriffen auf israelische Staatsbürger bezeugen. In einem Versuch, die Kampffähigkeit der Terrorzellen des Hamas, Fatah und Hisbollah zu zerstören, dringen die IDF in die Flüchtlingslager in Jenin und Nablus ein.

Mai 2002: Geschwächt durch Offenbarungen aus dem Inneren der PA, dass er mehr als eine Milliarde US-Dollar von den Geldern der PA gestohlen und auf Schweizer Bankkonten untergebracht hatte, und unter starkem Druck für demokratische Reformen, unterschreibt Arafat das „Basic Law“ oder Grundgesetz bzw. Verfassung des „Palestinian transitional state“. Darin wird gesetzlich festgehalten, dass das palästinensische Gesetz auf den Prinzipien des islamischen Gesetzes Sharia gegründet wird.

Juni 2002: US Präsident Georg W. Bush ruft das palästinensische Volk auf, „neue Leiter zu wählen, die keine Kompromisse mit Terror und offizieller Korruption schließen“. Zeitgleich empfiehlt er den Israelis, nachdrücklich in Richtung „Zwei Staaten, die in Frieden und Sicherheit nebeneinander leben“ zu arbeiten.

 

• 2004 n.Chr. – November: Arafat stirbt – die Gewalt geht weiter. Die Welt erlebt Tag für Tag neue Entwicklungen in Israel.

 

• 2005 n.Chr. – Februar: Die UN gedenkt der Ermordung von über sechs Millionen Juden während des Holocausts unter Hitler. Die deutsche Regierung steht zu dieser Tat und bekräftigt erneut den Entschluss: „Nie wieder dürfen solche Unmenschlichkeiten hier zu Stande kommen“. Deutschland bekräftigt seine besondere, unterstützende Beziehung zu Israel und dem jüdischen Volk.

 

• 2006 n.Chr. – Im Juni erfolgt ein Hamas-Überfall auf israelische Grenzposten. Zwei israelische Soldaten werden ermordet und ein Dritter (Gilad Shalit) entführt, die israelische Armee marschiert in Gaza ein, um Shalit zu befreien und die fortwährenden Kassamraketenangriffe zu beenden.

 

Im Juli findet ein Hisbollah-Überfall an der israelischen Nordgrenze statt. 3 israelische Soldaten werden ermordet, 2 weitere (Ehud Goldwasser u. Eldad Regev) entführt. Nach gescheitertem Befreiungsversuch beginnt die israelische Luftwaffe im August Hisbollah-Stellungen im Südlibanon und Beirut anzugreifen, von Seiten der Hisbollah erfolgen Raketenangriffe auf Nordisrael. Beginn des 2. Libanonkrieges.

 

Am 14. August wird unter dem Druck der UN ein Waffenstillstand auf Grundlage der UN-Sicherheitsratsresolution 1701 abgeschlossen. Ende des 2. Libanonkrieges.

 

Im November wird ein Waffenstillstand in Gaza vereinbart, das Kassamraketenfeuer auf Israel wird jedoch fortgesetzt.

 

• 2007 n.Chr. – Am 15. Juli wird Schimon Peres neunter israelischer Staatspräsident.

 

Im Juli vertreibt die Hamas mit brutaler Gewalt die als etwas "gemäßigter" eingeschätzte Fatah und übernimmt damit die Macht in Gaza.

 

• 2008 n.Chr. – Im Januar durchbricht die Hamas die Grenze nach Ägypten, tausende Menschen bewegen sich für 2 Wochen frei zwischen Ägypten und Gaza, u. a. werden von Ägypten auch schwere Waffen nach Gaza geschmuggelt.

 

Im Februar erreicht der Raketenbeschuss Südisraels neue Dimensionen mit bis zu 50 Raketen am Tag. Katjusha-Raketen treffen sogar Ashkelon.

 

Im Mai feiert Israel den 60. Geburtstag.

 

• 2009 n.Chr. – Im Januar wird der Gaza-Krieg frühzeitig auf internationalen Druck und 2 Tage vor der Einsetzung des neuen amerikanischen Präsidenten B. Obama abgebrochen, ohne die von Israel erklärten Ziele auch nur annähernd erreicht zu haben. Weltweit wird Israel vollkommen unbegründet schlimmster Kriegsverbrechen beschuldigt.

 

Am 31. März wird Benjamin Netanjahu als 17. israelischer Ministerpräsident vereidigt.

 

• 2010 n.Chr. – Im März verfügt der europäische Gerichtshof, dass Waren aus Judäa und Samaria mit Zöllen zu belegen sind, da diese Gebiete nicht zu Israel gehören.

 

• 2010 - 2011 n.Chr. – Ende Dezember beginnt der sogenannte "Arabische Frühling", zuerst in Tunesien, dann in Ägypten, danach im Jemen, in Bahrain, in Libyen, im Iran und ab Mitte 2011 in Syrien.

 

• 2011 n.Chr. – Nach einem Aufruf in Facebook versuchten Tausende Araber aus den umliegenden Ländern die Grenzen Israels zu stürmen.

 

• 2012 n.Chr. – Zwischen dem 9. und 14. März werden mehr als 200 Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert.

 

Im März beendet Israel die Zusammenarbeit mit dem UN-Menschenrechtsrat.

 

• 2014 n.Chr. – 8. Juli: Israel startet eine Militäroffensive (Operation Protective Edge) gegen den Gazastreifen, um Raketenbeschuss von dort zu unterbinden und Schmugglertunnel zu zerstören. 2251 Palästinenser und 74 Israelis sterben.

 

• 2015 n.Chr. – 14. Juli: UN-Sicherheitsrat (USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Russland und China) und Iran unterzeichnen in Wien den "Joint Comprehensive Plan of Action" (JCPOA) Atomabkommen nach 13-jährigen Verhandlungen.

 

• 2017 n.Chr. – Am 6. Dezember bestätigte US-Präsident Donald Trump als erster westlicher Staatschef die politische Realität, indem er Jerusalem offiziell als Hauptstadt des Staates Israel anerkannt. Trump ordnete an, die US-Botschaft zum 14. Mai 2018, dem 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels, nach Jerusalem zu verlegen. Weitere Staaten wollen dem US-Beispiel folgen.

 

• 2018 n.Chr. – 8. Mai: Trump kündigt Atomabkommen mit Iran

 

14. Mai: 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels, Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Gegen die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem protestieren Tausende Palästinenser bei denen, an der Grenze zum Gazastreifen, mindestens 40 Palästinenser sterben und Tausende verletzt werden.


13. Juli: Radikale Palästinensergruppen feuern 220 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen in Richtung Israel. Als Antwort fliegt die israelische Luftwaffe massive Luftangriffe auf Dutzende Ziele im von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifen. Es war eine der größten Operationen der vergangenen vier Jahre. Armeesprecher Jonathan Conricus sprach vom "größten Angriff bei Tageslicht" seit dem Gaza-Krieg im Sommer 2014.


Quellen:

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen

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