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Christus (Messias) - Der Gesalbte

Matthäus 16,16

"Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes"

 

Johannes 1,41

"Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden - was übersetzt ist: Christus"

 

Daniel 9,25

"So sollst du denn erkennen und verstehen: Von dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten, sind es sieben Wochen..."

 

Lukas 2,11

"Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt"

 

Apostelgeschichte 2,36

"Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt"


Das Wort "Christus" geht zurück auf das neutestamentliche griechische Wort "christós", was ganz einfach "gesalbt" bedeutet. Es bezieht sich auf eine Salbung mit Öl. "Christós" ist die griechische Variante eines Wortes, das im hebräischen Alten Testament gebräuchlich ist – das hebräische Wort "maschiach", was exakt dasselbe bedeutet, nämlich "gesalbt". Davon leitet sich unser deutsches Wort "Messias" her.

 

Die Titel "Christus" im Neuen und "Messias" im Alten Testament bedeuten demnach ein und dasselbe: "der Gesalbte". Außerdem beziehen sie sich auf ein und dieselbe Person: Jesus.

 

Beide Begriffe bezeichnen demnach den durch Salbung mit Öl im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels (1Sam 12,316,624,7), sowie den von Gott versprochenen Retter der Menschheit (Lk 2,11Jud 1,25). In diesem Titel schwingt im Alten wie im Neuen Testament die Betonung des Wesens Gottes als Herr, König und Retter mit.

 

Die Salbung versinnbildlicht ausnahmslos die Heiligung und die Bevollmächtigung durch Gott. Eines der Worte für "Salbung", hebr. "maschach" (Wurzel des Wortes "maschiach" = Messias für "Gesalbter"), bezeichnet eine sakrale Handlung an Menschen und Gegenständen, wobei man das Salböl, welches nach den Anweisungen Gottes hergestellt wurde (2Mo 30,30; 40,13), aus einem Gefäß, meist einem Widderhorn, über das Haupt goss.

 

Bestimmte Gegenstände und Personen (Könige, Priester und Propheten) wurden von Propheten oder Priestern bei ihrer Amtseinsetzung in einer feierlichen Weihzeremonie gesalbt und damit für den Dienst Gottes geweiht (2Mo 40,9ff): Heilige Steine (1Mo 28,18), die Stiftshütte, der Altar (2Mo 30,26-29), Propheten (1Kön 19,15-16), Priester (2Mo 30,30) und Könige (1Sam 10,1; 16,1.13).

 

Das Wort "Gesalbter" (Messias), wurde im Alten Testament prophetisch gebraucht, um von einem verheißenen König und Retter zu sprechen, der Gottes Plan mit Israel und der ganzen Menschheit erfüllen werde (Ps 2,2-9; Jes 61,1-3; Dan 9,25-26).

 

Jesus, der Gesalbte Gottes, vereint König, Priester und Prophet in einer Person. Der Titel "Christus" (Messias) versinnbildlicht also, dass Jesus Christus von Gott mit königlicher und priesterlicher Vollmacht ausgestattet und gesandt ist und meint, dass Er der Gesalbte und somit der rechtmäßige König Israels ist.

 

Gesalbt, um zu befreien und zu herrschen

Im Buch Richter schickte Gott Männer, die er ausgewählt hatte, damit sie Israel befreiten und für eine gewisse Zeit regierten. Jeder dieser Richter verdankte seine Fähigkeit, Israel zu befreien, der Salbung des Heiligen Geistes, die auf ihm war. Später dann, als Gott Israel Könige gab, wurden diese Könige in einer Zeremonie ausgesondert, indem sie mit Öl gesalbt wurden. So war es zum Beispiel auch bei Saul, dem ersten König Israels. Samuel hatte ein Gefäß mit Öl bei sich. Er goss das Öl Saul auf den Kopf, küsste ihn und sagte: "Hiermit hat der Herr dich zum Anführer seines Volkes Israel gesalbt".

 

1. Samuel 10,1

"Und Samuel nahm den Krug mit Öl und goss es auf sein Haupt, und er küsste ihn und sagte: So hat der HERR dich nun zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt!"

 

Um Anführer des Volkes Gottes zu sein, musste man mit Öl gesalbt werden. Das Öl ist natürlich ein Bild bzw. Sinnbild für den Heiligen Geist.

 

Noch deutlicher wird dies bei David, dem zweiten König Israels. Gott sandte Samuel zum Haus des Jesse, damit er den König salbe. Der von Gott festgesetzte König war David, der jüngste Sohn des Hauses. Wir lesen in 1. Samuel 16,13:

 

"Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn [David] mitten unter seinen Brüdern und der Geist des Herrn geriet über David von diesem Tag an und darüber hinaus"

 

Hier sehen wir, wie David durch die Salbung mit Öl als Befreier und König Israels ausgesondert wird. Die tiefere Bedeutung der Salbung wird im zweiten Teil des Verses deutlich, wo es heißt: "und der Geist des Herrn geriet über David von diesem Tag an und darüber hinaus". Analog dazu kann man sagen: Der Christus bzw. Messias ist derjenige, der, um ein Befreier und Herrscher zu sein, mit der Kraft des Heiligen Geistes gesalbt wird.

 

Der größte Befreier und König

An verschiedenen Stellen des Alten Testaments, wie zum Beispiel in Jesaja 11, ist zu lesen, dass ein größerer Befreier und Herrscher kommen sollte – sogar noch größer als David:

 

Jesaja 11,1-4

"1 Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schössling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. 2 Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN; 3 und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, und nicht zurechtweisen nach dem, was seine Ohren hören, 4 sondern er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit und die Elenden des Landes zurechtweisen in Geradheit. Und er wird den Gewalttätigen schlagen mit dem Stab seines Mundes und mit dem Hauch seiner Lippen den Gottlosen töten"

 

Hier wird Gottes gerechter König beschrieben. Er ist absolut fair, unparteiisch und voller Unterscheidungskraft in seinen Schiedssprüchen und in der Führung seines Reiches.

 

Dieselbe Verheißung finden wir noch einmal an späterer Stelle im Buch Jesaja, wo uns der Messias vorgestellt wird. Er sagt hier über sich in der ersten Person:

 

Jesaja 61,1

"Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen"

 

Auch hier steht und fällt alles mit der Salbung des Heiligen Geistes. Derjenige, der in dieser Art und Weise vom Heiligen Geist gesalbt ist, ist derjenige, der von Gott mit einer Botschaft der Barmherzigkeit, der Liebe, der Gnade und der Heilungskraft ausgesandt wird, um die zu verbinden, "…die gebrochenen Herzens sind  [und] Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen". Das war die Verheißung des Messias, des Christus, des Gesalbten. Alle Verheißungen Gottes über den gesalbten Messias, den Christus, den Befreier und König, erfüllten sich in Jesus von Nazareth.

 

Jesus ist vom Heiligen Geist gesalbt

Vertiefen wir dieses Thema nun mit drei Passagen aus dem vierten Kapitel des Lukasevangeliums. Als der Heilige Geist am Jordan über Jesus kam, wurde dieser zum Gesalbten bzw. Messias. Er war von Ewigkeit her dazu bestimmt, der Gesalbte zu sein, doch an einem bestimmten Punkt der Menschheitsgeschichte, als der Heilige Geist auf ihn kam, wurde er tatsächlich zum Gesalbten. Was mit Jesus geschah, nachdem er von Johannes dem Täufer im Jordan getauft worden war, beschreibt Lukas wie folgt:

 

Lukas 4,1

"Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt"

 

Beachte: Er war voll Heiligen Geistes und er wurde vom Heiligen Geist geführt. Die Salbung war auf ihm.

 

Nach seiner Versuchung in der Wüste heißt es:

 

Lukas 4,14

"und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und die Kunde von ihm ging hinaus durch die ganze Umgegend"

 

In Vers 1 heißt es, er sei voll des Geistes gewesen und vom Geist geführt worden; in Vers 14 heißt es, er sei voll der Kraft des Geistes gewesen. Er war definitiv "der maschiach", "der Messias", "der christos", "der Gesalbte".

 

In den darauffolgenden Versen erklärt Jesus selbst, dass er die Erfüllung der Verheißung Gottes sei. Er ging in die Synagoge von Nazareth, las aus der Schriftrolle Jesaja 61,1 vor (eine Passage, die wir uns bereits angesehen haben) und bezog die Worte auf sich selbst:

 

Lukas 4,17-18

"17 Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben war: 18 "Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden"

 

Daraufhin rollte Jesus die Schriftrolle wieder zusammen und sprach zu den Anwesenden die folgenden Worte, die von enormer historischer Bedeutung sind: "Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt" (V. 21). Er sagt damit mit anderen Worten: "Ich bin es; ich bin der Gesalbte; der Geist des Herrn ist auf mir". Ab diesem Augenblick wirkte er als der Befreier; er setzte Gefangene frei und gab Blinden ihr Augenlicht wieder; er rettete die, die unter die Räder gekommen waren und verkündete den Armen die frohe Botschaft.

 

Der Gesalbte

Dieses wunderbare Wirken Jesu, des Gesalbten, des Christus, des Messias, fasst Petrus in einem einzigen Vers zusammen. Er spricht zu den Angehörigen des Kornelius und beschreibt, wie er das Wirken Jesu erlebt hatte:

 

Apostelgeschichte 10,38

"Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit heiligem Geist und mit kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm"

 

Das ist eine Zusammenfassung des Wirkens Jesu als Messias (Gesalbter, Christus). Gott salbte ihn mit dem Heiligen Geist. Gott war mit ihm. Und in der Kraft dieser Salbung ging er umher, tat Gutes und heilte alle "…die von dem Teufel überwältigt waren".

 

Außerdem erscheinen in diesem einen Vers alle drei Personen der Dreieinigkeit: Gott, der Vater, salbte Jesus, den Sohn, mit dem Geist; das Resultat war Heilung und Befreiung für die Menschen. Was für eine grandiose Botschaft – die Botschaft vom Christus!

 

Bedeutung der Salbung anhand von Kyrus

Die Bedeutung der "Salbung" und des "Gesalbten" möchten wir am Beispiel des Perserkönig Kyrus etwas näher erörtern:

 

1. Er ist der von Gott Auserwählte und Erweckte (Jes 41,25)

 

2. Er ist berufen zum Erlösungsauftrag am Volk Gottes (Jes 45,11-13) und erfüllt ihn (ein als von grundsätzlicher Bedeutung für später zu beachtender Hinweis)

 

3. Er ist als Gesalbter des Herrn (Jes 45,1) auch gleichzeitig der vollstreckende Richter über die Gegner des Volkes (Jes 47)

 

4. Der Gesalbte ist berufen zum Herrscher über die Nationen (Jes 45,1-3)

 

5. ln und durch den Gesalbten handelt Gott selbst (Jes 45,1-7)

 

Wenn diese fünf Punkte die Bedeutung des Gesalbten für den Herrn am Beispiel des irdischen Königs Kyrus illustrieren, wie vollkommen treffen sie dann erst auf den Herrn Jesus Christus zu!

 

Er ist in allem der Christus, der Messias, der einzigartige Gesalbte des Herrn.

 

Messiasverheißungen im Alten Testament

Die Messiasverheißung des Alten Testaments zeichnet sich dadurch aus, dass die anfangs unscharfen Angaben über den zu erwartenden Messias immer präziser werden. Hier zeigt sich etwas von der fortschreitenden Offenbarung Gottes.

 

Abraham erfuhr, dass durch seine Nachkommen alle Völker der Erde gesegnet werden sollten (1Mo 12,3); diese Verheißung wurde seinen Nachkommen gegenüber bestätigt (1Mo 26,4; 28,14). Jakob weiß, dass der kommende Herrscher aus dem Hause Juda kommen wird (1Mo 49,10); Nathan verkündet, dass ein Nachkomme Davids ein ewiges Königtum besitzen werde (2Sam 7,11ff). Jesaja verheißt die wunderbare Geburt des Messias (Jes 7,14) und verkündet sein Friedensreich (Jes 9,5f). Sein Zeitgenosse Micha weissagt den Geburtsort des Messias, Bethlehem in Juda (Mi 5,1). Hesekiel erinnert aus dem Exil an die bleibende Gültigkeit der Botschaft von einem Hirten aus dem Hause Davids, der Israel weiden wird (Hes 34,23; 37,24). Der nachexilische Prophet Sacharja erinnert an die Weissagung Jesajas vom "Spross" (Jes 11,1f.) und sieht in der Krönung des Hohepriesters Jeschua eine Vorschattung des Messias (Sach 3,8; 6,12); auch weist er auf den siegreichen, aber demütigen Einzug des Messias in Jerusalem hin (Sach 9,9) und zeigt den Messias als davidischen König der Endzeit, der ins Leiden geht (Sach 13,7; vgl. Mt 26,31; Mk 14,27).

 

Aufgrund dieser und weiterer Verheißungen erwartete man einen glorreichen König Israels als einen Nachkommen Davids. Dieser erschien jedoch in der zwischentestamentlichen Zeit nicht. Dennoch blieb die Hoffnung auf einen König, der ein "Gesalbter des Herrn" und ein "Sohn Davids" sein würde, lebendig.

 

Der Messias im Neuen Testament

Wie der Herr Jesus Christus schon im Alten Testament in Prophezeiungen als Gesalbter vorgeschattet und angekündigt war, so offenbart und erfüllt es sich im Neuen Testament vollständig. In der Person Jesus Christus treffen die alttestamentlichen messianischen Verheißungen eines davidischen Gottes- und eines Menschensohnes zusammen. Sein Titel "Christus" (der Gesalbte) weist ihn als den lang erwarteten Messias und König Israels aus.

 

Der Messias war der eine, nachdem die Juden Ausschau hielten. Zurzeit, als Jesus geboren wurde, war diese Messiaserwartung durch die Lehre der Propheten vorhanden. Deshalb auch die Feststellung der Samariterin: "Ich weiß, dass der Messias (genannt der Christus) kommt" (Joh 4,25). Deswegen berichtete Andreas auch seinem Bruder Petrus freudig aufgeregt: "Wir haben den Messias gefunden" (Joh 1,41). Der Hohe Rat forderte Jesus auf: "Wenn Du der Messias bist, dann sag es uns" (Lk 22,67).

 

In Johannes 1,41 und Johannes 4,25 wird dieser Titel mit dem Messias des Alten Testament verbunden und Jesus nahm für sich in Anspruch, dieser Christus zu sein (Joh 4,26; Lk 4,17-21).

 

Die Hoffnungen, die sich zur Zeit von Jesus mit dem Titel des "Gesalbten" verbanden, waren überwiegend machtpolitischer Art. Der Messias werde vor allem einmal das Joch der heidnischen Weltmacht Rom zerbrechen. Wo Jesus den Titel aus dem Mund anderer akzeptiert, stellt er immer zugleich die Bedeutung klar, die er für ihn hat (Mt 11,2-6; Mk 8,29-33; 14,61-62; Joh 18,36-37). Die kurzschlüssigen politischen Hoffnungen werden von ihm abgewiesen (Mk 12,13-17; Lk 13,1-3).

 

Die Messianität Jesu bestimmt sein gesamtes öffentliches Wirken. Sowohl seine Verkündigung wie auch sein Handeln in Zeichen und Wundern weisen ihn unter anderem als den von Gott in einmaliger Weise beauftragten und bevollmächtigten Messias aus.

 

Die Bibel spricht von Ihm, dem Gesalbten des Herrn, dem Christus (Joh 5,39). Das heißt, dass die gesamte Bibel letztlich nur das eine Thema hat, nämlich die Herausstellung der Person des Herrn Jesus als den Gesalbten, der Gott verherrlicht und die Erlösungsmöglichkeit für Menschen darstellt.

 

Aber es war nicht genug, dass Jesus den Titel des Messias für sich beanspruchte. Er musste sich auch dadurch ausweisen können, dass Er die göttlichen Verheißungen erfüllte. Und das ist unwiderlegbar geschehen. Alles passte auf Jesu Leben und Dienst. Die alttestamentlichen Weissagungen auf den Messias hin bestätigen Christi atemberaubenden Anspruch: "Ich bin es" (Joh 4,26).

 

Als Jesus während des Verhörs vom Hohepriester unter Eid gefragt wurde: "Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?", antwortete er bejahend (Mk 14,61f). Nach seiner Auferstehung lehrte Jesus ausdrücklich, dass er der im Alten Testament verheißene Messias sei (Lk 24,26ff). Er ist der priesterliche Messias nach der Ordnung Melchisedeks (Hebr 7), der sich selbst als das letztgültige Opfer dem lebendigen Gott darbringt (Hebr 9,14f).

 

Die frühe christliche Gemeinde hat den Titel von Jesus her neu verstanden. Er ist besonders mit seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung verbunden. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus den Menschen die Rettung gebracht: Durch ihn kann jeder Mensch von seiner Schuld frei werden und im Frieden mit Gott versöhnt leben. Die Auferweckung von Jesus durch Gott war für die Christen die Bestätigung, dass Jesus wirklich der von Gott gesandte Christus ist (Apg 2,36; Röm 1,3-4).

 

Die Herrschaft dieses Christus (Messias) breitet sich aus, wenn Menschen weltweit die Gute Nachricht, das Evangelium von Jesus weitersagen (Apg 1,6-8). Sie wird sich am Ende der Geschichte endgültig durchsetzen, wenn Jesus für alle sichtbar wiederkommt (Apg 3,20-21; 1Kor 15,24-28).

 

Gott stellt jedem Menschen daher nur die eine Frage in den Weg; an der Antwort darauf entscheidet sich alles:

 

1. Johannes 5,1

"Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren..."

 

Glauben bedeutet hier nicht einfach ein verstandesmäßiges Akzeptieren einer von Gott festgestellten Tatsache. Glauben meint viel mehr, nämlich die totale Auslieferung der ganzen Persönlichkeit aus dem vollen Überwältigtsein an diesen Christus, der unser Lebensinhalt sein und unser Leben zur Sinnerfüllung bringen will.


Quellen:

  • Derek Prince - Jesus - Das letzte Wort Gottes
  • Derek Prince - Das Wesen Gottes entdecken
  • bibelkommentare.de
  • Ulrich Laepple - Biblisches Wörterbuch
  • David H. Stern - Kommentar zum jüdischen Neuen Testament
  • Henry Gariepy - 100x Jesus Christus - Die Namen Jesu Christi im Alten und Neuen Testament
  • John A. Witmer - Immanuel - Wahrer Mensch und wahrer Gott
  • Dieter Boddenberg - Einzigartig - Unvergleichlich - Namen und Titel Jesu Christi
  • Jerusalemer Bibellexikon
  • eigene Anmerkungen

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen