Die Endzeitreden Jesu (Matthäus 24 & 25) von Harald Eckert

Auf der 20. Jubiläumskonferenz von Christen an der Seite Israels“  im Juni 2018 in Würzburg, sprach der Leiter Harald Eckert über die Endzeitreden Jesu aus Matthäus 24 und 25. In vier Gleichnissen spricht der Messias zur letzten Generation in der wir gegenwärtig leben. Er setzt Prioritäten, spricht vier Zielgruppen an und hat für jede dieser vier Zielgruppen eine Hauptbotschaft!

 

Unser besonderer Dank geht an Harald Eckert für die freundliche Erlaubnis der Transkription seiner Videobotschaft. Mehr zur Person, sowie den Vortrag in Videoform, findet Ihr weiter unten.

 

Die Endzeitreden Jesu beginnen im Matthäus-Evangelium am Ende des Kapitels 23 und enden bei Kapitel 25. Wenn wir diese zwei Kapitel durchlesen, merken wir, dass Jesus als Prophet spricht. Eben in diesen beiden Kapiteln Matthäus 24 und 25 spricht Jesus in kompaktester und dichtester Weise von der Endzeit. Wenn wir die beiden Kapitel aufmerksam lesen und Jesus richtig zuhören, bemerken wir, dass er insbesondere zu zwei Generationen spricht, nämlich zu seiner Generation und zur letzten Generation. Zu seiner Generation sagt er schlimme Dinge voraus die Zerstörung des Tempels, die Zerstörung Jerusalems, die Zerstreuung des jüdischen Volkes über alle Welt. Dies sind alles Dinge die in den alttestamentlichen Propheten auch bereits vorhergesagt sind. Angefangen von 5. Mose 28. Über alle prophetischen Aussagen hinweg sagen sie voraus, dass wenn das jüdische Volk sein Herz verhärtet und der Tora gegenüber ungehorsam ist, dass es eine weltweite Zerstreuung geben wird. Und in Matthäus 24-25 bezieht sich Jesus darauf. Aber alle Propheten, angefangen von Mose, angefangen von 5. Mose 30 über alle anderen Propheten hindurchgehend bis zu Jesus hin, sagen dass diese Zeit begrenzt sein wird und es eine Wende geben wird, dass eine Heilszeit anbrechen wird und das jüdische Volk aus allen Ländern der Erde, wohin Gott sie verstreuen lassen, wieder zurückholen in das verheißene Land und sie werden dort aufblühen und aufgebaut werden. Für die letzte Generation, von der Jesus spricht, wird sich alles, was ihr an schicksalhaften und gerichtshaften widerfahren ist, zum Guten wenden. Es wird eine neue Zeit, ein neues Zeitalter anbrechen. Und in dieser Perspektive macht sich Jesus eins mit den Propheten des Alten Testaments. An Israel können wir beobachten, wie die Heilsverheißungen, die der letzten Generation zugedacht sind, vor unseren Augen in Erfüllung gehen.

 

In Matthäus 24,32 hört es sich wie folgt an:

"Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist"

 

Diese Aussage ist sehr bildhaft und nennt sich prophetische Bildsprache. Der Feigenbaum ist das Symbol für Israel und wenn hier vom Sommer die Rede ist, ist von der Ankunft des Messias, oder aus neutestamentlicher Perspektive von der Wiederkunft, das zweite Kommen des Messias die Rede und dies ist gleichzeitig auch die Überschrift und das Hauptthema der Kapitel 24 und 25 des Matthäus-Evangeliums, der Endzeitrede Jesu: Die Wiederkunft Jesu.

 

Jesus sagt in Matthäus 24,14 folgendes voraus:

"Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen"

 

In diesem Vers spricht Jesus von der Erfüllung des Missionsbefehls aus Matthäus 28,19-20. Erst dann wird das Ende kommen, nämlich das Ende dieses Zeitalters.

 

In ähnlicher Weise heißt es am Ende in Matthäus 23,39, wo das Haus Davids und die Einwohner Jerusalems angesprochen wird, von denen Jesus voraussagt:

"denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: "Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!"

 

Worauf ich hinaus möchte ist, eine Passage die uns vielleicht nicht so sehr als Endzeitlehre bewusst ist, welche aber hochaussagekräftig für uns als Gläubige ist, nämlich die vier Gleichnisse in der zweiten Hälfte der beiden Kapitel 24-25. Diese vier Gleichnisse beginnen am Ende von Kapitel 24. Alle vier Gleichnisse haben eine Gemeinsamkeit, nämlich das Kommen des Messias. Obwohl in allen vier Gleichnissen dasselbe Thema angesprochen wird, spricht doch jedes dieser Gleichnisse, eine ganz bestimmte Zielgruppe an und hat für jede dieser Zielgruppe eine Hauptbotschaft. Diese Prioritätensetzung in diese vier Zielgruppen hinein, mit einer Hauptbotschaft für jede Zielgruppe, hilft uns, als Teil dieser letzten Generation, eine ganz wichtige Orientierungshilfe zu bekommen.

 

Zum ersten der vier Gleichnisse steht in Matthäus 24,44:

"Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen"

 

 

Dieser Vers ist eine Art Überschrift, ein Bindeglied zwischen der Prosaprophetie Jesu in dem Kapitel davor und den vier Gleichnissen danach.

 

Erstes Gleichnis: Endzeitrede - Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht

Matthäus 24,45-51

"45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit? 46 Glückselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! 47 Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über seine ganze Habe setzen. 48 Wenn aber jener als böser Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr lässt auf sich warten, 49 und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, und isst und trinkt mit den Betrunkenen, 50 so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht weiß, 51 und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil festsetzen bei den Heuchlern; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein."

 

Drastische Sprache. Die Überschrift ist klar: Es geht um die Wiederkunft des Herrn. Dies ist wie bereits gesagt, bei allen vier Gleichnissen der Fall. Nun, die Frage ist erstens, und diese Frage wird bei allen vier Gleichnissen die erste Frage sein; welche Zielgruppe spricht Jesus in diesem Gleichnis an? Die Zielgruppe, die Jesus anspricht ist der Knecht oder die Knechte welche über andere Knechte gesetzt sind. Hier werden also geistliche Leitung oder geistliche Leiterschaft angesprochen. Die Knechte, welche Verantwortung für andere Knechte haben. Was ist die Hauptaufgabe der Knechte, der Diener, welche über die anderen Knechte gesetzt sind? Ihre Hauptaufgabe ist es, den anderen Knechten Speise zu geben. Die Hauptaufgabe einer geistlichen Leiterschaft ist es, das Volk Gottes, die Nachfolgerschaft Jesu, mit geistlicher Speise zu versorgen, sie zu stärken, oder wie es in Epheser 4,12 heißt, als Hauptaufgabe des fünffältigen Dienstes, der Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer:

"zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus"

 

Im Alten Testament, in Hesekiel 34, das große alttestamentliche Kapitel über die Hirten, finden wir dieselben Prinzipien. Dort ist die Rede davon, dass die Hirten, die guten Hirten in alttestamentlicher Zeit und Sprache, die Hirten Israels herausgefordert sind, das Schwache zu stärken und dem Starken Rückhalt und Freiraum zu verleihen.

 

Dies sind alles dieselben Prinzipien und worüber hat Jesus Gericht vorausgesagt? Wenn die Hauptknechte gegenüber ihren Mitknechten nicht ihrer Aufgabe nachkommen, die Mitknechte zu stärken, die Heiligen zuzurüsten zum Dienst, sondern sie dahingehend zu missbrauchen, dass ihre eigenen Bedürfnisse, ihr Ansehen und ihr Wohlergehen erfüllt werden und die Mitknechte im Missbrauch ausgenutzt werden. Das bringt Gericht über die Hauptknechte. Das Thema ist die Wiederkunft Jesu und die Zielgruppe ist die geistliche Leiterschaft und das Kriterium für Gericht ist, ob die geistliche Leiterschaft Ihrer Aufgabe nachkommt, die Heiligen für den Dienst zuzurüsten und sie auf erbaut oder ob er sie für eigene Zwecke missbraucht.

 

Dies ist Jesu wichtigste Botschaft der geistlichen Leiterschaft der letzten Generation!

 

Zweites Gleichnis: Endzeitrede - Gleichnis von den zehn Jungfrauen

Matthäus 25,1-8

"1 Dann wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und hinausgingen, dem Bräutigam entgegen. 2 Fünf aber von ihnen waren töricht und fünf klug. 3 Denn die Törichten nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich; 4 die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. 5 Als aber der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht hinaus, ihm entgegen! 7 Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen. 8 Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl! Denn unsere Lampen erlöschen"

 

Auch in diesem Gleichnis sind das Thema und das Prinzip dasselbe. Es geht um die Wiederkunft Jesu. Diesmal ist Jesus in einer anderen Figur oder einem anderen Bild versinnbildlicht. Im ersten Gleichnisse war Jesus der Aufseher, der Inhaber, welcher seine Hauptknechte beauftragt. Hier, im zweiten Gleichnis erscheint Jesus im Bild des Bräutigams. Dies bedeutet, dass hier die gesamte prophetische Linie des Bräutigams angesprochen wird, samt dem Gottesvolk, die Braut Jesu. Es geht wieder, wie bereits gesagt, um die Ankunft des Messias, das Kommen des Bräutigams und sein Gegenüber ist in diesem Gleichnis nicht der Hauptknecht oder die Hauptknechte, sondern die Braut Jesu, oder vielmehr das Kollektiv, welches die Braut Jesu werden soll, denn in dem Gleichnis sind es noch Jungfrauen, aber Jungfrauen auf dem Weg in das Gemach des Bräutigams, auf dem Weg von einer Jungfrau zu einer Braut. Im Buch der Offenbarung ist vom Hochzeitsmahl des Lammes die Rede! Wer ist also in diesem zweiten Gleichnis die Zielgruppe? Interessant ist die Zahl 10. Zehn Jungfrauen. Zahlen haben in der Bibel eine sehr hohe Bedeutung. Es ist nicht zufällig von zehn Jungfrauen die Rede. Hierbei geht es also um eine Zahl, eine kollektive Vollständigkeit, eine kollektive Größenordnung ausspricht und hier ist demnach die Rede von potentiellen Braut des Bräutigams von der Gemeinde Jesu der letzten Generation, in ihrer kollektiven Größenordnung, angesichts des Kommen Jesu, der Ankunft des Bräutigams. Aber nicht alle zehn werden von einer Jungfrau zur Braut. Was ist das Kriterium für Scheidung, was ist das Kriterium für Gericht für die kollektive Christenheit der Endzeit? Der Umgang mit dem Öl! Die Tatsache, ob die Gemeinde, die kollektive Braut Jesu das Öl schätzt und bereit ist einen gewissen Preis für das Öl zu bezahlen, bereit ist ihr Gefäß zuzubereiten, dass das Öl in das Gefäß eingehen kann und dort bleiben kann und nicht versickert. Es geht um die Präsenz des Heiligen Geistes in der Gemeinde Jesu! Es geht um Heiligung! Es geht um Glaubensgehorsam! Es geht um Nachfolge! Es geht darum einen Preis zu bezahlen, damit die Gegenwart Gottes im Leben der Gemeinde, durch den Heiligen Geist, Präsenz und Wohnung finden darf! Dies ist das Hauptkriterium der Gemeinde Jesu der letzten Generation in der Endzeit vor dem Kommen Jesu. Fünf gehen ein in das Gemach des Bräutigams und fünf bleiben vor der Tür. Es wird eine Scheidung geben der Christenheit in der letzten Generation.

Drittes Gleichnis: Endzeitrede - Gleichnis von den anvertrauten Talenten

Matthäus 25,14-19

"14 Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reiste, seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe übergab: 15 Und einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit; und reiste außer Landes. 16 Sogleich aber ging der, welcher die fünf Talente empfangen hatte, hin und handelte mit ihnen und gewann andere fünf Talente. 17 So auch, der die zwei empfangen hatte, auch er gewann andere zwei. 18 Der aber das eine empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn. 19 Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und rechnet mit ihnen ab."

 

Auch hier dasselbe Thema. Das Kommen des Messias, die Wiederkunft des Herrn. Und hier ist wieder das Bild von den Knechten, aber diesmal geht es nicht um die verantwortlichen Knechte, welche andere Knechte Fürsorge zu Teil werden lassen sollen und anstatt missbrauchen, sondern hier wird eine andere Zielgruppe angesprochen. Hier ist jeder einzelne Gläubige persönlich angesprochen. Jeder von uns hat vom Herrn Talente anvertraut bekommen. Der eine mehr, der andere weniger; völlig egal wer wie viel Talente hat, denn wir dürfen uns nicht miteinander vergleichen und wir brauchen uns nicht miteinander oder aneinander messen, sondern von allen ist dasselbe verlangt, nämlich mit dem, was wir vom Herrn empfangen haben, so umzugehen, dass eine Fruchtbarkeit entsteht, so dass die Talente wirksam werden zum Segen für andere, damit der Herr die Ehre bekommt und die Anliegen des Herrn vorangebracht werden. Jeder einzelne von uns ist allein vor dem Herrn verantwortlich. Was haben wir mit den Talenten gemacht, welche uns anvertraut wurden; mit unserer Lebenszeit, mit meinem Beziehungsfeld, mit meinen Ressourcen, mit meinen Chancen und auch mit meinen Niederlagen und den abgründigen Seiten unseres Lebens, denn auch diese Sachen dürfen wir unter der Fürsorge Gottes uns zum Besten dienen lassen. Auch diese Sachen dürfen und sollen darin einfließen, dass wir fruchtbarer werden, dem Herrn zur Ehre. Wie sind wir mit all dem umgegangen in Jesus?

Viertes Gleichnis: Endzeitrede - Das Gericht über die Völker

Matthäus 25,31-33

"31 Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen; 32 und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken."

 

Hier geht es um das Völkergericht. Dieses Gleichnis wird gewöhnlich wie das Gleichnis des barmherzigen Samariter ausgelegt; tue deinem Nächsten gut, der in Not ist, indem du Barmherzigkeit erweist. Das ist eine tolle Ansicht und Botschaft! Sehr biblisch und evangeliumsgemäß, ich möchte das nicht in Frage stellen, aber wenn man das Gleichnis des barmherzigen Samariter genauer liest und unser viertes Gleichnis genauer liest, muss man auch feststellen, dass es auch Unterschiede gibt zwischen diesen Gleichnissen. Jesus platziert dieses vierte Gleichnis in einen anderen Kontext und über einer anderen Überschrift. Der Kontext ist die Endzeitreden Jesu und die Überschrift ist das Endgericht über die Völker bei der Ankunft des Messias und dies wiederum, wenn man dies im Gesamtkontext der Bibel betrachtet oder einordnet, ist ein Thema das im Alten Testament sehr oft auftaucht. Der Beginn der Offenbarungslinie, was die Völker und Israel betrifft ist wie wir bereits gehört haben 1. Mose 12,3 "Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!" Dies ist der Anfang dieser Offenbarungslinie, die Vorgeschichte ist der Turmbau zu Babel, und die Entstehung der 70 Nationen in 1. Mose 10 unter dem Noah-Bund. Und in diesem Kontext eingeordnet, beruft Gott Abraham und gibt diesen Scheideweg den Nationen, durch die ganze Geschichte hindurch, mit auf dem Weg, bis in unsere Generation hinein, bis in die letzte Generation hinein bis Jesus wiederkommen wird als König der Könige und Herr der Herren; nicht nur als Lamm Gottes, sondern als Löwe von Juda um seinen Thron einzunehmen, den Thron Davids, in der Stadt Davids um Gericht zu halten über die Heidenvölker anhand dieses Kriteriums, ob sie seine geringsten Brüder gesegnet, geehrt und gedient haben, nämlich das jüdische Volk, die Kinder Israels oder sich gegen sie versündigt haben. Das ist die vierte Zielgruppe! Die Nationen.

 

Vielleicht ist das für den, der dies zum ersten Mal hört, herausfordernd. Aber wenn man dieses Gleichnis vom Völkergericht, sowohl in den unmittelbaren Kontext aus Matthäus 24-25 einordnet, als auch in den gesamtbiblischen Kontext vom Völkergericht, dann können wir dieses Gleichnis in seinem vollen Umfang und all seinen Dimensionen schätzen und würdigen, mehr als es in der Regel der Fall ist.

Zusammenfassung:

Jesus sprich zur letzten Generation, insbesondere in seinen Endzeitreden. Am ausführlichsten ist es im Matthäus-Evangelium überliefert. In Kapitel 24-25. In der ersten Hälfte spricht Jesus Prosa, und in der zweiten Hälfte in vier Gleichnissen. Jesus setzt Prioritäten in diesen vier Gleichnissen und spricht vier Zielgruppen an und hat für jede dieser vier Zielgruppen eine Hauptbotschaft:

 

  1. GEISTLICHE LEITERSCHAFT - ZURÜSTUNG DER HEILIGEN
    Er spricht die geistlichen Leiter an und sagt:" Eure wichtigste Aufgabe, bis ich wiederkomme, ist, nährt meine Schafe! Rüstet die Heiligen zu zum Werk des Dienstes."

  2. KOLLEKTIVE GEMEINDE JESU - HEILIGUNG
    Er spricht die kollektive Gemeinde Jesu, im Bild der 10 Jungfrauen, an und die wichtigste Botschaft der Christenheit ist: "Macht Raum für den Heiligen Geist! Heiligt Euch, reinigt Euch, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes in Eurer Mitte bleibend präsent sein kann. Und wenn es einen Preis kostet, dann bezahlt den Preis, damit der Geist Gottes Wohnung nehmen und bleiben kann. Einen Preis der Nachfolge, der Hingabe, des Gehorsams, des Glaubens, der Heiligung und der Reinigung!"

  3. HEILIGE - TREUE
    Die dritte Zielgruppe ist jeder Einzelne von uns. Hier sagt Jesus: "Sei treu, mit dem, was ich dir anvertraut habe. Vermehre es, mach es fruchtbar zum Segen für andere und zu meiner Ehre!"

  4. VÖLKER - UMGANG MIT DEM VOLK ISRAEL
    Die vierte Zielgruppe sind die Völker, die Nationen. Ihr Hauptkriterium ist: "Was habt ihr mit den geringsten meiner Brüdern getan?" Hier redet Jesus von seinen physischen Brüdern. "Was habt ihr mit meinem Volk getan; mit dem jüdischen Volk, in Zeiten wo sie in Bedrängnis und in Not waren?"

 

Dies ist eine Botschaft, für uns, die wir in der letzten Generation leben, die wir in den Zeiten leben wo einerseits Israel wiederhergestellt wird, aber die Wiederherstellung Israels eine Herausforderung ist. Es sind Entscheidungen vor denen wir als Einzelne, als geistliche Leiter, als Christenheit und als Völker gestellt sind. Das Wort Gottes, erleuchtet durch den Heiligen Geist, möge uns helfen, persönlich und miteinander, auf dem Weg ins Tal der Entscheidung die richtigen Entscheidungen zu treffen.

 

Amen


Videobotschaft auf YouTube

Diese Botschaft könnt Ihr euch auch auf dem YouTube-Kanal von Christen an der Seite Israels ansehen. Herzliche Einladung einen Daumen nach oben da zulassen, den Kanal zu abonnieren oder der Bewegung, welche Israel unterstützt, auf Facebook zu folgen.

Harald Eckert - Die Endzeitreden Jesu (Matthäus 24 & 25)


Harald Eckert, Jahrgang 1960, verheiratet, vier Kinder, hat von 1982 bis 1989 die Zeitschrift „Wiederherstellung“ veröffentlicht. Von 1990 bis 1994 war er leitender Mitarbeiter bei Fürbitte für Deutschland und Gründer und Geschäftsführer des Internationalen Bibellehrdienstes von Derek Prince in Deutschland. Seit einigen Jahren leitet er die Arbeit von Christen an der Seite Israels in Deutschland und ist Vorstandsmitglied der Europäischen Koalition für Israel. Als Bibellehrer, geistlicher Pionier, Autor, Netzwerker und Impulsgeber ist er in den letzten Jahren in verschiedenen weg-weisenden Initiativen und Projekten in Deutschland, Europa und Israel involviert gewesen. Harald Eckert ist Autor mehrerer relevanter Publikationen über Israel.

Christen an der Seite Israels (CSI) ist eine Bewegung deutscher Christen, die Israel unterstützen.

Vision ist es, der Christenheit in Deutschland die heilsgeschichtliche Relevanz unserer „jüdischen Wurzeln“ (Römer 11) zu vermitteln, um gemeinsam die reformatorische Kraft dieser Wurzeln zu entdecken und zu entfalten. Unsere Mission ist es, in Deutschland ein Netzwerk und eine Bewegung ins Leben zu rufen und zu entwickeln, die dieser Vision verpflichtet sind und mit geeigneten Partnern zusammenzuarbeiten, die den gleichen Anliegen dienen. Mehr Infos


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen