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Humanismus – Die größte Falle der Verführung und Vorreiter des Antichristen

2. Chronik 14,10

"HERR, außer dir ist keiner, der helfen könnte im Kampf zwischen einem Mächtigen und einem Kraftlosen. Hilf uns, HERR, unser Gott! Denn wir stützen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gegen diese Menge gezogen. Du bist der HERR, unser Gott! Kein Mensch kann etwas gegen dich ausrichten"

 

Sacharja 9,13

"Denn ich habe mir Juda zum Bogen gespannt und Ephraim darauf gelegt und will deine Söhne, Zion, aufbieten gegen deine Söhne, Griechenland, und will dich zum Schwert eines Helden machen"

 

Epheser 6,12

"Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt"


Inhalt:

■ Einführung & Definition

■ Die Wurzel des Humanismus

■ Geistliche und kulturelle Quellen des Humanismus

■ Das Ergebnis des Humanismus

■ Weitere Konsequenzen des Humanismus

 • Konsequenzen in der Gesellschaft

 • Konsequenzen in Gemeinde und Familie

■ Warnung vor Verführung

■ Warnung vor "Apostasie"

■ Der Mensch – Von Natur aus gut oder böse? Gottes Wort bringt Klarheit


Einführung & Definition

In diesem Beitrag geht es um Humanismus. Oft denkt man, dass Humanismus etwas relativ Unwichtiges sei und keine Kraft habe. Aber dies ist ein großer Fehler. Einen ersten Hinweis bekommen wir im 1. Brief des Johannes. In Kapitel 5 Vers 19 heißt es:

 

"Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen."

 

Das ist eine erstaunliche Feststellung, dass die ganze Welt in dem Bösen liegt. Und wer ist dieser Böse? Es ist Satan.

 

Aus der Sicht Gottes gibt es also nur zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die unter der Gerechtigkeit Gottes sind, die sich unter Seine rechtmäßige Herrschaft gestellt haben, und diejenigen, die nicht unter seiner Herrschaft stehen, die in Rebellion sind; und das ist die ganze Welt mit Ausnahme der Gläubigen. Satan hat die ganze Welt unter seiner Kontrolle. Wir wollen uns damit beschäftigen, wie er diese Kontrolle ausübt und welche Mittel er einsetzt.

 

Als Nachfolger Jesu Christi befinden wir uns in einem Himmel und Erde umspannenden Konflikt. Die Mächte, denen wir begegnen, sind "Personen ohne Körper" böse, geistliche Mächte im Bereich des Unsichtbaren, die sich jeder wahren Gerechtigkeit widersetzen und danach trachten, die Herrschaft Satans über die ganze Welt zu errichten.

 

Unsere Verantwortung in diesem Konflikt ist einzigartig, weil Christus ganz allein uns den geistlichen Durchblick und die Waffen gegeben hat, die notwendig sind um den Sieg zu erlangen. Die Regierungen und Armeen dieser Welt, die ausschließlich auf natürlicher Ebene operieren, haben keinerlei Verständnis und Einsicht bezüglich dieses Konflikts, und sie haben auch nicht die Kraft und die Macht, um mit den satanischen Mächten im unsichtbaren Bereich angemessen umzugehen. Ganz im Gegenteil: Ohne es wahrzunehmen, werden sie selbst von diesen Kräften manipuliert und kontrolliert.

 

Eine wesentliche Voraussetzung, um den Sieg zu erlangen, ist, das Wesen dieser Kräfte in ihrer Vorgehensweise in jeder Situation zu erkennen.

 

Wenn man die aktuellen weltweiten Entwicklungen verfolgt und darüber nachdenkt, müsste zu erkennen sein, dass es eine Macht gibt, die immer mehr an Kraft gewinnt. Es ist das Wesen einer bösen, betrügerischen Macht, die der Satan in Bewegung setzt, um in der Endzeit, also am Ende dieses Zeitalters, seinen Plan zur Vollendung zu führen. Es ist der HUMANISMUS.

 

Viele sind der Meinung, dass der Humanismus eine verhältnismäßig harmlose Form der Lebenseinstellung sei. Wenn man aber ein Lexikon zur Hand nimmt, um sich die Definition dieses Wortes anzuschauen, wird man überrascht sein, um nicht zu sagen bestürzt:

 

"Die Verneinung jeglicher Kraft oder moralischer Werte, die dem Menschen (der Schöpfung) übergeordnet ist; die Zurückweisung und Ablehnung von Religion zu Gunsten des Glaubens, dass sich die Menschen (die Schöpfung) aus eigenem Antrieb weiterentwickeln wird."

 

Unter Humanismus (Hellenismus) versteht man also die Erhöhung des Menschen und die Abwertung Gottes und Seines Wortes.

 

Die Wurzel des Humanismus

Zwei Worte in dieser Definition müssen besonders aufhorchen lassen: Ablehnung und Zurückweisung. Der Humanismus ist eine äußerst negative starke Kraft, die Gott beiseite schiebt und den Menschen an Seine Stelle setzt. Diese Kraft ist überall in unserer Kultur am Wirken. Wenn wir die Wurzeln des Humanismus verstehen wollen, dann müssen wir ganz an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückgehen. In 1. Mose 3,1-7 lesen wir folgendes über die Versuchung von Adam und Eva im Garten Eden:

 

"1 Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen? 2 Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; 3 aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt! 4 Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses. 6 Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. 7 Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze"

 

Hier ist zu erkennen, dass der Humanismus keine geistlich neutrale Kraft ist. Ganz im Gegenteil, es ist eine vorsätzliche Verneinung und eine Ablehnung der Kraft Gottes und seiner Autorität. Es ist eine antichristliche Religion. Aus diesem Grund kann es sein – und oft ist dies auch der Fall – dass er in Schulsystemen gelehrt wird und somit wird ein Riegel vor die christliche Lehre als solche geschoben.

 

Geistliche und kulturelle Quellen des Humanismus

Man kann den Humanismus durch die Geschichte zurückverfolgen; angefangen beim Traum Nebukadnezars von einem Bildnis, dessen Haupt (Kopf) aus Gold war, seine Arme und seine Brust aus Silber, sein Bauch (Leib) und seine Lenden aus Bronze und seine Beine (Füße) aus Eisen.

 

Der Prophet Daniel deutete dies als Vorschau auf vier heidnische Reiche, die nacheinander entstehen würden. Das Haupt (der Kopf) stand für Babylon, Brust und Arme für Medo-Persien, der Bauch (Leib) und die Lenden für Griechenland und die Beine (Füße) für Rom (Dan 2,31-40).

 

Ein Schlüsselfaktor sollte einen großen Eindruck auf uns haben, nämlich, dass die Organe, die zur Fortpflanzung dienen, in dem Teil des Bildnisses zu finden sind, die mit Griechenland zu identifizieren waren, Leib und Lenden. Mit einem Hintergrundwissen der griechischen Philosophie kommt man zur Erkenntnis, dass es Griechenland ist, mehr als all die anderen angeführten Reiche, das sich durch seine Philosophie in späteren Kulturen fortpflanzen würde.

 

Zwei der frühen griechischen Philosophen, von denen wir noch heute Aufzeichnungen besitzen, sind Heraklitus und Protagoras. Drei der von ihnen überlieferten Aussagen lauten: „Alle Dinge fließen“, „Du kannst niemals zweimal in den selben Fluss steigen“ und „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“. Es ist erstaunlich, in wie weit diese drei Aussagen den Grundgedanken des Humanismus zusammenfassen. Sie behaupten, dass alles relativ sei; es gäbe keine moralischen oder gesetzlichen Absolute; und der Mensch sei die höchste Autorität im Universum.

 

Es ist außerhalb des Blickfeldes dieses Beitrags zu analysieren, inwieweit diese Denkweise sich formgebend ausgewirkt hat, und zwar zunächst auf Europa – als Konzept der zeitgenössischen "Zivilisation". Die Griechen verehrten den menschlichen Geist. Ein perfekter Geist, der sich selber betrachtet, über sich selber nachsinnt – das war Aristoteles’ Konzept von Gott, das er als gültig ansah. Denn er fand, dass nichts Geringeres es wert war, betrachtet zu werden. Aus dieser ganzen Philosophie hat sich der Rationalismus entwickelt.

 

Zusätzlich zu dieser Philosophie beinhaltete die griechische Kultur als ein weiteres Element die Überbetonung von sportlichen Wettkämpfen. Die von ihnen veranstalteten Olympischen Spiele waren in Wahrheit die Vergötterung sportlichen Könnens, was im 20. Jahrhundert wiederbelebt wurde. Heute haben internationale Sportveranstaltungen die höchsten Einschaltquoten im Fernsehen.

 

Die Griechen neigten ebenfalls dazu, die eheliche Beziehung zwischen Mann und Frau herabzuwürdigen, und die homosexuelle Beziehung zwischen zwei Männern als "intellektuell befriedigender oder erfüllender" anzusehen. In ihrer Bildhauerei wurde die ihrem Geschmack nach ideale, männliche Körperform gewöhnlich nackt dargestellt, wogegen die weibliche Form immer mit irgendeiner Form von Kleidung bedeckt war.

 

Die sogenannten "Götter" der Griechen stellten alle die menschlichen, moralischen Unzulänglichkeiten zur Schau: Begierde, Unzucht, Eifersucht, Rachsucht und hinterlistige Täuschung so wird also das völlige Fehlen jedweder bindender, moralischer Grundwerte deutlich erkennbar. Diese Einstellung brachte den Menschen dazu, sich frei zu fühlen, sich selbst als Gott zu sehen, und seine eigenen moralischen Grundwerte festzulegen. Denn selbstverständlich kann man ja von Niemandem erwarten, dass er über dem Niveau seiner eigenen Götter lebt.

 

Das Ergebnis des Humanismus

All diese Auswirkungen dieses griechischen Humanismus wurden in der westlichen Kultur in zunehmendem Maße deutlich sichtbar. Es gibt eine offene und bewusste Ablehnung von Gottes gerechten Gesetzen und von den Bündnissen, die Er mit den Menschen eingegangen ist, zunächst durch Mose und später durch Jesus Christus. Es hat sich gezeigt, dass der Humanismus schlussendlich alles glauben und tolerieren wird, mit Ausnahme der gerechten Wahrheit.

 

Diese Erhebung des Menschen ist die Macht, die letztlich dem Antichristen zum Aufstieg verhelfen wird. Sein Name ist "eines Menschen Zahl" (vgl. Offb 13,18), des Menschen der Sünde (Gesetzlosigkeit), der sich widersetzt und sich selbst über alles, was Gott genannt oder verehrt wird, erhebt, und sich sogar in Gottes Tempel setzt und sich selbst für Gott ausgibt (vgl. 2Thess 2,3-4).

 

Die Heilige Schrift offenbart uns, dass er alle, die die Liebe zur Wahrheit abgelehnt haben, unter seine Herrschaft bringen wird. Aus diesem Grund wird Gott ihnen eine mächtige Verblendung senden, so dass sie "die Lüge" – die Urlüge, glauben werden, mit der Satan unsere Urahnen täuschte: "Ihr werdet wie Gott sein" oder "wie Götter". Diese Erhöhung des Menschen, der den Platz Gottes einnehmen wird, wird die "große Trübsal" herbeiführen – eine Zeit weltweiter Qual, die so schrecklich sein wird, dass sie sogar den Holocaust von 1939 bis 1945 übertreffen wird (vgl. Mt 24,21-22).

 

Vor dieser letzten Zeit der Trübsal will Gott noch in umfassendem Maße Seine Absichten sowohl für Israel als auch für die Gemeinde umsetzen. Der Ernte zum Gericht wird eine Ernte der Gnade vorangehen. Gottes Vorbereitung hierfür wird in Sacharja 9,13 offenbart; "Ich will deine Söhne, Zion, aufbieten gegen deine Söhne, Griechenland."

 

Die "Söhne Griechenlands" sind diejenigen, die die Täuschung des Humanismus annehmen. Die "Söhne Zion" sind diejenigen, die sich auf das unfehlbare Wort Gottes stellen, und sowohl dessen Verheißungen als auch dessen Bündnisse annehmen. Sie werden aus dem natürlichen Israel und der bekennenden Gemeinde Jesu hervorgehen. Von ihnen wird man sagen: "Und sie haben ihn [Satan] überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!" (Offb 12,11). Sie werden Menschen mit einer übergeordneten Priorität sein: den Willen Gottes zu tun wird wichtiger sein als am leben festzuhalten.

 

Wenn wir nun der Herausforderung gegenüber stehen, müssen wir uns folgende Frage stellen: Bin ich bereit, fest zu stehen als einer der Söhne Gottes?

 

Der Anzahl nach sind wir gewaltig in der Unterzahl gegenüber den Mächten des Humanismus. Dennoch können wir Mut fassen, wenn wir Asa, den König aus Juda, als Beispiel betrachten. Als er sich den Eindringlingen einer überragenden Armee gegenüber sah, verwandelte er die sichere Niederlage durch sein verzweifeltes, eindringliches Gebet in einen totalen Sieg. Für uns heute zeigt dieses Gebet ein wunderbares Modell auf, mit dem wir der selbsterhebenden Macht des Humanismus entgegen treten können.

 

Weitere Konsequenzen des Humanismus

• Konsequenzen in der Gesellschaft

Die Bibel spricht ein klares Urteil über den Humanismus, in dem sie sagt:

 

Jesaja 5,20-21

"20 Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem! 21 Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig halten"

 

Besser könnte man den Humanismus nicht beschreiben: Eine totale Ablehnung aller absoluten Werte und eine vollständige Verdrehung der Maßstäbe, die Gott dem Menschen gegeben hat. Genau das finden wir heute. Wir sind umgeben von Leuten, die das Böse gut nennen und das Gute böse, und die die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; Menschen, die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem. Das ist es, was wir heute sehen – genau so, wie es Jesaja damals beschrieben hat. Wir sind so sehr davon umgeben, dass uns oft selbst gar nicht mehr bewusst ist, was hier eigentlich geschieht.

 

Auch in den Psalmen finden wir eine Beschreibung des Zustandes unserer heutigen Gesellschaft:

 

Psalm 94,20

"Sollte mit Dir [Gott] verbündet sein der Thron des Verderbens, der Unheil schafft gegen die Ordnungen?"

 

Hier ist von einem Thron die Rede, der in Rebellion gegenüber Gott aufgerichtet wird. Es ist ein Thron, der Gesetze schafft, die dem Gesetz Gottes widersprechen, und es für ungesetzlich erklären. Statt dessen wird das, was Gottes Gesetz widerspricht, zum Gesetz erhoben. Die Welt ist auf dem besten Weg dorthin. Abtreibung und Homosexualität werden legalisiert und erfahren breite Unterstützung – und Menschen, die darüber anders denken, werden verurteilt. In einigen europäischen Ländern ist Abtreibung etwas, worauf jede schwangere Frau einen legalen Anspruch hat. Dort wird also offiziell unterstützt, dass Menschen das tun, was böse ist. Somit wird das Böse gesetzlich festgeschrieben. Und nicht nur das: Jeder, der diese verwerflichen Gesetze nicht unterstützt, wird als illegal handelnd angesehen. Wir müssen sehr darauf achten, nicht auch Teil dieses Systems zu werden. Es ist also nicht alles in Ordnung und vor Gott akzeptabel, was die Regierungen von ihren Bürgern heutzutage verlangen. Wenn Gesetze von uns etwas verlangen, was dem Gesetz Gottes widerspricht und böse ist, müssen wir als Christen diesen Gesetzen gegenüber ungehorsam sein.

 

Wenn man dies bisher noch nicht erkennen kann, muss man aufwachen. Wir sollen keine Schlafwandler sein, sondern bewusst im Licht des Wortes Gottes Seine Wege gehen. Das Licht des Wortes Gottes ist das einzige Licht, auf das wir uns verlassen können, denn in der Welt wird "Finsternis zu Licht" und "Licht zu Finsternis" gemacht.

 

Ein weiteres Bild für eine Gesellschaft, die vom Humanismus geprägt ist, finden wir in Jesaja 59 ab Vers 14:

 

"So ist das Recht zurückgedrängt, und die Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz, und die Geradheit findet keinen Eingang."

 

Die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz – es gibt keinen Platz mehr für sie. Menschen lügen einander an, und die Wahrheit ist nicht mehr von Bedeutung. Es gibt Menschen, die schreiben die Geschichte neu, indem sie Lügen verbreiten. Manche sagten zum Beispiel, Jesus sei Palästinenser gewesen – und man glaubt ihnen.

 

Im zweiten Teil des Verses heißt es, dass die Geradheit keinen Eingang mehr findet, d.h., die Gerechtigkeit wird gebeugt und es gibt keinen Raum mehr für faires Gericht. Lesen wir weiter in Vers 15:

 

"Und so geschieht es, dass die Wahrheit fehlt, und wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt."

 

Es ist eine sehr bedeutsame Aussage, dass derjenige, der sich vom Bösen fernhält, zum Opfer wird. Es wird eine Zeit kommen, in der wir einfach nur gerecht leben müssen, um zur Beute zu werden, denn das ganze System wird gegen die Gerechtigkeit aufgerichtet werden. Oft ist dies schon heute der Fall. Heutzutage kann man als Kind beispielsweise dafür "bestraft" werden, wenn man mit einer Bibel zur Schule kommt. Andererseits unterweisen manche Lehrer ihre Schüler in okkulten Praktiken und werden nicht dafür bestraft. Eines sollte uns klar sein: Wir werden in Zukunft in einer mehr und mehr antichristlichen Atmosphäre leben müssen.

 

• Konsequenzen in Gemeinde und Familie

Leider müssen wir feststellen, dass der Humanismus auch die Gemeinde Jesu und die Familien unterwandert hat. Wir wollen uns nun damit beschäftigen, welche Konsequenzen dies hat. 

 

In den Gemeinden erkennt man dies daran, dass biblische Wahrheit und Normen abgelehnt und durch kulturelle Werte ersetzt werden. Man passt sich der heutigen kulturellen Umgebung an und versucht, dies zu legitimieren. In Wirklichkeit zensieren wir damit Gottes Wort und Seine Gebote, weil nun wir darüber entscheiden, ob das, was Gott gesagt hat, akzeptabel ist oder nicht. Hier haben wir es mit dem Geist des Antichristen zu tun, der in die Gemeinde eingedrungen ist. Wir müssen also sehr aufpassen, wem wir Glauben schenken, denn es gibt viele Menschen, die in der Gemeinde ein hohes Ansehen genießen, dem Wort Gottes gegenüber aber nicht treu sind.

 

Es gibt nur einen Schutz vor dieser Verführung: Wir müssen die Liebe zur Wahrheit empfangen. Hast du diese Liebe empfangen? Wie wichtig ist dir die Wahrheit?

 

Betrachten wir diese Problematik in Bezug auf das Familienleben. Wenn die Familie aus den Fugen gerät, wird dies schlussendlich den Zerfall der Gesellschaft nach sich ziehen. Deshalb greift Satan als allererstes die Familien an. Viele Menschen behaupten, die Ehe sei nichts weiter als eine kulturelle Einrichtung und das Heiraten lediglich der Abschluss eines Sozialvertrags. Die Ehe ist jedoch keine Erfindung unserer heutigen Kultur, sondern sie wurde vielmehr von Gott initiiert, bevor es überhaupt Menschen gab.

 

Es gibt bezüglich der Ehe sicherlich auch einen kulturellen Aspekt, denn die Hochzeit wird in verschiedenen Kulturen und Ländern unterschiedlich gefeiert. Aber die Bedeutung und der Hintergrund der Ehe verändern sich dadurch nicht, weil die kulturellen Prägungen nicht das Wesen der Ehe sind.

 

Jesus wurde einmal von den Pharisäern gefragt, ob es einem Mann erlaubt sei, sich wegen jeder beliebigen Ursache von seiner Frau scheiden zu lassen (vgl. Mt 19,3). In den darauf folgenden Versen finden wir die Antwort Jesu:

 

"Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf und sprach: ‘Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein’, – so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden." (Mt 19,4-6)

 

Jesus bezog sich also nicht auf die von Menschen geprägten kulturellen Bedingungen, sondern er ging an den Anfang zurück, zur Absicht Gottes. Vielleicht weißt du, dass das hebräische Wort für das erste Buch Mose übersetzt "Am Anfang" bedeutet. Jesus führte die Pharisäer also ganz an den Anfang der Geschichte zurück, und drückte durch Seine Antwort aus: Dies ist der Standard Gottes für die Ehe – und daran hat sich bis heute nichts geändert!

 

Jesus akzeptierte also nur eine Norm für die Ehe – und dies war nicht die Kultur der damaligen Zeit, sondern Gottes ursprüngliche Absicht, als er die Ehe eingesetzt hat. Wir haben kein Recht, uns auf irgendeine andere Norm zu beziehen als auf diese. Das Wort "kulturell" wird von Menschen, die sich für besonders clever halten, verwendet, um die klaren und eindeutigen Aussagen des Wortes Gottes zu untergraben.

 

Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang die Aussage Jesu, dass Gott den Mensch als Mann und Frau geschaffen hat – und nichts "dazwischen". Eine der Verirrungen unserer Zeit ist die große Verwirrung zwischen männlich und weiblich. Ich habe anhand der Bibel festgestellt, dass, wo immer diese Verwirrung beginnt, das Gericht Gottes nicht mehr weit ist. Dies war in Sodom und Gomorrha der Fall, wo man ein drittes "Geschlecht" erfand, das männlich und weiblich in sich vereinigte. Leider ist dies auf ähnliche Weise auch heute wieder in Mode. Im Fall von Sodom und Gomorrha kam irgendwann der Zeitpunkt, an dem Gott dem sündigen Treiben nicht länger zusah und beide Städte ausradierte. Gottes Sichtweise bezüglich Homosexualität und anderen sexuellen Verirrungen hat sich bis heute nicht im Geringsten geändert. Sein Gericht über eine Stadt oder ein Land sieht zwar nicht unbedingt immer gleich aus, aber wir sollten uns vorsehen, denn Sein Standard ist seit Anbeginn der Zeit derselbe!

 

Beschäftigen wir uns nun mit den Ordnungen innerhalb der Familie. Dies ist auch ein Bereich, der stark unter dem Einfluss des Humanismus steht. Zu diesem Zweck möchten wir einen Abschnitt im 1. Brief des Paulus an die Korinther betrachten. Alles, was dort steht, ist noch genau so aktuell und zeitgemäß, wie an dem Tag, an dem es geschrieben wurde. Wir glauben nicht, dass irgendeine Aussage der Bibel aus kulturellen Gründen nicht mehr aktuell sein könnte. Kein kultureller Standard kann den Standard von Gottes Wort verdrängen oder ersetzen. Ließ also die nachfolgenden Verse aus dem Korintherbrief sehr sorgfältig, und frage dich ernsthaft, welche Aussage du für nicht mehr aktuell hältst. Wenn du etwas an diesem Abschnitt für nicht mehr zeitgemäß hältst, dann denke einmal darüber nach, warum dies so ist. Es ist nicht an uns zu entscheiden, welche Aussagen der Bibel noch zeitgemäß sind und welche nicht. Dieser Anspruch ist ein Ausdruck des Humanismus. Gerade auch viele Frauen sind hinsichtlich der Aussagen in diesem Kapitel von den Kräften des Humanismus unterwandert worden. Sie haben gewisse Normen des Wortes Gottes auf die Seite geschoben und versucht, sie durch kulturelle Gepflogenheiten zu ersetzen.

 

Kommen wir aber nun zu den Versen, die in unserer heutigen Gesellschaft solche Kontroversen auslösen. In 1. Korinther 11,3 sagt Paulus:

 

"Ich will aber, dass ihr wisst ..."

 

Man kann beobachten, dass, wann immer Paulus sagt: "Ich will aber, dass Ihr wisst ...", die meisten Christen gerade das, was sie wissen sollen, nicht wissen. Also:

 

"Darum will ich, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jedes Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott."

 

Wie viel an diesen Aussagen ist kulturell bedingt? Inwiefern hat es etwas mit Kultur zu tun, dass Gott das Haupt Christi ist? Diese Hauptschaft Gottes ist durch die Kultur um keinen Deut verändert worden. Genauso wenig sind die anderen Aussagen verändert worden. Das Haupt jeder Frau ist der Mann. Aber leider haben wir heutzutage viele "kopflose" Familien. Die Folge hiervon ist Verwirrung und schließlich der Zerfall der Gesellschaft. In einem großen Teil der Fälle liegt die Hauptverantwortung hierfür bei den Frauen, aber dies entbindet die Männer in keinster Weise von ihrer Verantwortung! Leider haben viele Männer als Haupt der Familie abgedankt. Ihre Frauen haben daraufhin oft die Verantwortung übernommen und den Platz ihres Mannes eingenommen – mit dem Resultat, dass in den Familien Verwirrung herrscht, diese auseinander brechen und Kinder zurücklassen, die nicht in der Unterweisung des Herrn erzogen werden.

 

Ein Teil der Schuld für dieses Desaster liegt aber auch bei den Gemeinden, weil der Stellenwert der Gebote und Ordnungen Gottes oft nicht mehr richtig vermittelt wird. Dazu hat Gott uns niemals autorisiert.

 

Die Beziehungen in der Familie sollen die Beziehung zwischen Gott Vater und Jesus widerspiegeln und sich daran orientieren. Man stellt fest, dass viele Christen heute Angst davor haben, anders zu sein als weltliche Menschen: Sie lassen es zu, dass die Normen der Welt sie diktieren. Weißt du, wie man dies nennt? Man nennt es Feigheit! Hinterfrage dich einmal selbst: Welchen Stellenwert hat es für dich, was andere Menschen über dich denken und wie sie über dich sprechen? Ist es nicht viel wichtiger, was Gott über dich denkt und sagt, als was der Arbeitskollege oder die Nachbarin von dir hält? Die Bibel sagt, dass die Furcht vor Menschen in eine Falle führt (vgl. Jos 23,13).

 

Im Hinblick auf die Familie gibt uns der Prophet Maleachi eine wichtige Beschreibung der Endzeit. Dies sind, chronologisch gesehen, die letzten Worte im Alten Testament, denn im Hebräischen ist der Satzbau anders als im Deutschen. Das letzte Wort im hebräischen Urtext ist das Wort "Fluch". Schon allein deshalb bin ich dankbar für das Neue Testament, denn gäbe es das nicht, wäre "Fluch" das letzte Wort über die Menschheit. Dieses Wort hat im Hebräischen eine schreckliche Bedeutung. Damit wird etwas beschrieben, was dem Herrn ein Greuel ist, womit er nichts zu tun haben will. Lesen wir diesen Abschnitt in Maleachi 3,23-24

 

"Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann [Fluch] schlage."

 

Ist dir aufgefallen, was den Fluch Gottes bringt? Es ist eine zerbrochene Familienbeziehung, insbesondere eine zerbrochene Beziehung zwischen Vätern und Kindern. Mit anderen Worten: Es hängt alles davon ab, wie die Väter darauf reagieren. Das eigentliche Problem ist also nicht bei den Müttern, sondern bei den Vätern zu suchen. Durch die Mütter manifestiert sich dieses Problem oft, aber die Ursache liegt bei den Vätern. Es sind also zu allererst die Väter angesprochen – und man kann nur hoffen, dass jeder Vater, der diesen Beitrag liest, die Sache wirklich ernst nimmt! Dies ist von entscheidender Wichtigkeit, und das weitere Schicksal des Volkes Gottes hängt davon ab, wie wir darauf reagieren. Denn wo die Struktur der Familie auseinander bricht, gibt es nichts mehr, was die Gesellschaft zusammenhalten könnte. Leider leben wir heute tatsächlich in einer Gesellschaft, die aus den Fugen geraten ist. Der Grund hierfür ist, dass die Familienstrukturen zerbröckeln und unzählige Familien auseinander brechen. Es gibt nur eins, was die Gesellschaft aufrechterhalten kann: intakte Familien.

 

Warnung vor Verführung

In Offenbarung 12,9 finden wir eine Beschreibung des Bösen; dort wird er Drache, Schlange, Teufel und Satan genannt. Es wird über ihn folgendes ausgesagt:

 

"Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, ..."

 

Wir sehen also, wie Satan die ganze Welt unter Kontrolle hält, nämlich indem er sie verführt. Seine stärkste Waffe ist Verführung. Er hat die Macht, diejenigen, die Opfer seiner Verführung werden, zu kontrollieren. Jeder gehört entweder zur einen oder zur anderen Gruppe. Diejenigen, die unter der Herrschaft des gerechten Regenten Jesus Christus stehen, gehören zum Königreich Gottes. Alle anderen Menschen (die Welt) stehen unter der Herrschaft Satans. Er übt Kontrolle über sie aus, indem er sie verführt, so dass sie nicht wirklich wissen, was er mit ihnen tut. Verführung ist also Satans stärkste Einzelwaffe. Jeder von uns muss acht darauf haben, nicht Opfer dieser Verführung zu werden.

 

Jesus sagt in Matthäus 24 prophetisch voraus, wie die Welt am Ende des Zeitalters (in der Endzeit) aussehen wird. Ihm wurde die Frage gestellt, was das Zeichen der Wiederkunft und der Endzeit sein werde. Viermal innerhalb von 21 Versen warnt Jesus seine Jünger davor, nicht verführt zu werden. Dieser ganze Text bezieht sich auf die Endzeit, und ich glaube, dass wir in dieser Zeit leben.

 

Wenn selbst die Apostel gewarnt werden mussten, so dürfen wir nicht meinen, dass wir keine Warnung nötig hätten. Ich glaube, die größte einzelne Gefahr, der wir alle ausgesetzt sind, ist diese Verführung. Jesus warnt seine Jünger mit den folgenden Worten:

 

"Seht zu, dass euch niemand verführe! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen ..." (Mt 24,4-5)

 

"... und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen..." (Vers 11)

 

"Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen ..." (Vers 24)

 

Wir möchten betonen, dass niemand meinen soll, er könne nicht verführt werden. Wer so denkt, dem ist es wahrscheinlich bereits widerfahren. Jesus hat gesagt, dass dies geschehen könne, und wenn man diesbezüglich nicht mit Jesus übereinstimmt, dann liegt man falsch.

 

Warnung vor "Apostasie"

Das Wort "Apostasie" bezeichnet etwas sehr Spezifisches. Es wird im ganzen Neuen Testament nur zweimal verwendet. Es bedeutet die bewusste Abkehr von einer offenbarten religiösen Wahrheit. In der ersten Bibelstelle, in der dieses Wort verwendet wird, geht es um Paulus, der von den Juden bezichtigt wurde, er lehre Apostasie, indem er die Menschen vom Gesetz des Mose wegbringe. Die zweite Schriftstelle, in der wir dieses Wort finden, ist 2. Thessalonicher 2,3. Hier warnt Paulus die Gemeinde vor der Apostasie mit den folgenden Worten:

 

"Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag [der Tag des Herrn] kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens"

 

Dann heißt es von diesem Menschen, dem Widersacher, dass er sich über alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist, überhebt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott (vgl. Vers 4). Die Person, um die es hier geht, ist der Antichrist.

 

Er wird der "Gesetzlose" genannt, der Mann, der die Regierung Jesu bewusst zurückweist und sich selbst über Gott erhebt. Aber dies kann nicht geschehen, bevor nicht die Apostasie, der Abfall, eingetreten ist. Ich möchte es noch einmal wiederholen: Jesus wird nicht zurückkehren, bis der Gesetzlose geoffenbart worden ist. Und dieser Mann wird nicht offenbar werden, ehe nicht zuvor der Abfall in der Gemeinde Jesu den Weg dafür geebnet hat.

 

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Antichrist nicht zum Zug kommen kann, bevor nicht ein Abfall in der christlichen Gemeinde stattgefunden hat. Zuerst muss also in der Kirche ein Abfall stattfinden, und dieser wird dem Antichristen den Weg bereiten. Im Grunde genommen ist es das, was im Laufe dieses Jahrhunderts geschehen ist. Die Autorität Jesu Christi und seines Wortes wurde in der Kirche systematisch untergraben.

 

Die Gemeinde soll Gottes Abwehrschild sein, durch das Er die Kräfte des Bösen zurückhält. Gott setzt der Finsternis durch diesen Schild Grenzen, die sie nicht überschreiten kann und darf. Wenn die Gemeinde jedoch abfällt und sich von der Autorität Gottes und seines Wortes abwendet, dann gibt es nichts mehr, was die Kräfte der Gesetzlosigkeit zurückhält. Dies wird heute überall auf der Welt sichtbar.

 

In weiten Teilen ist die Gemeinde abgefallen und hat damit zugelassen, dass die Kraft Satans auf die Bevölkerung losgelassen wird. Die Verantwortung liegt somit bei der Gemeinde. Und darum ist es das primäre Anliegen Satans, den Glauben der Gemeinde zu unterwandern. Wo immer ihm dies gelingt, ist der Weg frei für seine bösen Absichten. Ich möchte es noch einmal wiederholen: Solange die Gemeinde Jesu zum Wort Gottes und zu der darin geoffenbarten Wahrheit steht, wirkt sie wie eine Schranke für den Antichristen. Wenn wir jedoch heute die Gemeinde als Gesamtes ansehen, wird klar, dass der Abfall schon sehr weit fortgeschritten ist. Und indem dies geschieht, wird dem Erscheinen des Antichristen Tür und Tor geöffnet. Wir alle sind mit dieser Situation konfrontiert.

 

Wenn also Satan mit der Menschheit sein Ziel erreichen möchte, muss es ihm gelingen, das jüdisch-christliche Erbe beiseite zu schieben – zuerst einmal in den Völkern und Nationen, die ein jüdisch-christliches Erbe haben. Das sind diejenigen Nationen, deren religiöser Hintergrund in der Bibel zu finden ist. Die beiden Hauptgruppen sind die christlichen Gemeinden und die Juden, die ein kostbares Erbe empfangen haben. Zu diesem Erbe gehört selbstverständlich auch die Umsetzung dieser Offenbarung im Leben des Einzelnen.

 

Humanismus ist sehr vielschichtig. Es durchzieht alle Zeiten und Lebensbereiche und ist eine extrem machtvolle, teuflische Kraft, die Gott beiseite schiebt und den Menschen an Seine Stelle setzt. Es ist die primäre Kraft, die dem Antichristen den Weg bereitet. Deshalb müssen wir sein Wesen und die Funktionsweise kennen um davor geschützt zu bleiben und dagegen vorzugehen.

 

Der Mensch – Von Natur aus gut oder böse? Gottes Wort bringt Klarheit

Gottes Wort sagt:

 

1. Mose 8,21

"Das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an."

 

Das sind harte Worte. Erschütternd und scharf. Aber sie treffen den Nagel auf den Kopf. Die Bibel ist das einzige Buch auf der Welt, das klar und korrekt die Ursache für die Not und das Leid der Menschen diagnostiziert. Sie ist das einzige Buch das unser Problem treffend diagnostiziert. - Unsere Sünde!

 

Nicht die Umwelt ist am Bösen schuld. Jeder von uns ist von klein auf ichbezogen. Die Selbstsucht fließt durch alle Adern unseres menschlichen Lebens. Deshalb gibt es Mord und Totschlag, Lug und Betrug, Lieblosigkeit und Hass. Jeden Tag. Überall. Die Zeitungen berichten davon und wir erleben es viel zu oft hautnah.

 

Der grundlegende Irrtum von Adam und Eva war ihr Wunsch unabhängig von Gott gut sein zu wollen. Sie traten in eine Beziehung, Unabhängigkeit von Gott, ein. Wenn die Bibel vom alten Menschen spricht, dann geht das zurück auf den alten Adam. Adam bekam erst als Rebell Kinder. Jeder Nachkomme Adams wird seither mit Rebellion in seinem Herzen geboren. Das Wesen der Rebellion ist der Wunsch von Gott unabhängig zu sein. Dies ist die Wurzel unser aller Probleme.

 

Manche Menschen reisen um die halbe Welt um vor ihrem Problem zu fliehen, doch sie werden es nie schaffen, weil sie ihr grundlegendes Problem mitschleppen, wohin sie auch gehen. Das grundlegende Problem ist in ihnen. Man kann nicht davor weglaufen. Sie können um die ganze Welt reisen, aber sie nehmen es immer mit.

 

Dieses grundlegende Problem, das die Bibel Fleisch, fleischliches Wesen, alter Mensch, oder alter Adam nennt, ist der Wunsch von Gott unabhängig zu sein.

 

Die Bibel sagt uns nicht nur, wo wir falsch liegen; sie sagt uns auch, wie wir die Dinge wieder bereinigen können. Die Grundausrichtung der Bibel ist immer positiv und nicht negativ. Sie stellt das Negative nur heraus, um uns die Notwendigkeit des Positiven aufzuzeigen.

 

Wir selbst können unseren Egoismus, unsere Ichbezogenheit nicht ablegen. Egal, wie oft wir versuchen, freundlicher, geduldiger und großzügiger zu sein – wir schaffen es nicht. Wir brauchen ein neues Herz.

 

Die Bibel beschreibt es durch Paulus folgendermaßen:

 

Römer 7,14- 24

"Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut ist. Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht. Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist. Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?"

 

• Jesus Christus rettet und erneuert Menschen

Weil jedes Herz böse ist, kann kein Mensch mit dem heiligen Gott Gemeinschaft haben. Doch Gott liebt jeden Einzelnen so sehr, dass er unser Problem des bösen Herzens löst. Er selbst wurde in seinem Sohn Jesus Christus Mensch. Er hatte ein gutes Herz, ein Herz voller Liebe. Jesus zeigte, wie Gott ist. Er starb unschuldig an der Stelle von schuldbeladenen Menschen. Drei Tage nach seinem grausamen Tod erweckte Gott Jesus von den Toten. Wer Jesus Christus um Vergebung bittet, erfährt volle Vergebung seiner Schuld und bekommt ein neues Herz.

 

Die Bibel kommentiert diese Umgestaltung so:

 

2. Korinther 5,17

"Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!"

 

Hesekiel 36,26

"Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben"

 

Alles neu! Mit Jesus Christus beginnt ein neues Leben mit neuen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Mit ganz neuer Perspektive!


Quellen:

  • Derek Prince - C34GE Die Verführung des Humanismus
  • Derek Prince - TL94 - Humanismus - Vorreiter des Antichristen
  • eigene Anmerkungen

Dieser Beitrag basiert auf Lehrartikel von Derek Prince zum Thema "Humanismus". Mein besonderer Dank gilt dem Internationalen Bibellehrdienst für die Bereitstellung der Botschaften!

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

 

Amen