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Jom ha-Zikaron - Nationaler-Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus

Bevor Israel sich freut, trauert es. Bevor es seine Unabhängigkeit feiert, ehrt es die Verstorbenen.


Jom ha-Zikaron ist ein israelischer Nationaler Trauer- und Gedenktag (Volkstrauertag) an dem der gefallenen Angehörigen der Sicherheitskräfte, der Terroropfer und der Versehrten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte gedacht wird.

NAME:

• Jom ha-Zikaron (יוֹם הַזִּכָּרוֹן)
(phonetisch: Yohm Hah-Zee-kah-ROHN)

 

• Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus
(Jom ha-Zikaron LeHalalei Ma'arakhot Yisrael ul'Nifge'ei Pe'ulot HaEivah)
(יוֹם הזִּכָּרוֹן לַחֲלָלֵי מַעֲרָכוֹת יִשְׂרָאֵל וּלְנִפְגְעֵי פְּעוּלוֹת הָאֵיבָה)

WANN:
4. Ijjar

Jom ha-Zikaron findet eine Woche nach dem Holocaust-Gedenktag, Jom ha-Scho’a, statt und ist gleichzeitig der Vorabend für den Unabhängigkeitstag Jom ha-Atzma'ut.

Jom ha-Zikaron wird am 4. des Monats Ijjar abgehalten, immer den Feierlichkeiten des israelischen Unabhängigkeitstages Jom ha-Atzma'ut am 5. Ijjar vorausgehend. An diesem Tag wurde im Jahre 1948 die Unabhängigkeit Israels proklamiert.

Beide Feiertage, Jom ha-Zikaron & Jom ha-Atzma'ut werden um einen Tag vorverlegt (auf den 3. und 4. Ijjar), wenn der 5. auf einen Samstag, den Schabbat, fällt; wenn der 4. auf einen Sonntag fällt, finden die beiden Feiertage am 5. und 6. Ijjar statt.

Historisch gesehen wurde das Datum ausgesucht, weil die Politiker während des ersten Jahres der Existenz Israels sich nicht auf ein Datum für den Gedenktag einigen konnten. Als das Jahr ohne eine Entscheidung zu Ende ging, wurde der Gedenktag am ersten Unabhängigkeitstag (1949) veranstaltet. Das gleiche geschah am zweiten Unabhängigkeitstag 1950, aber durch die Zusammenlegung der Feiertage zeigten sich bald logistische und emotionale Probleme, so dass man auf Anraten einer öffentlichen Kommission den Gedenktag um einen Tag zurückverlegte. Diese Abmachung wurde 1963 zum Gesetz. 1998 wurde entschieden, auch die Terroropfer in das Gedenken des Tages einzuschließen. Seitdem trägt er seinen heutigen Namen.

ALLGEMEIN:
Die bewusste Paarung der beiden Feiertage (Jom ha-Zikaron & Jom ha-Atzma'ut) unterstreicht die Tatsache, dass die Freiheit Israels heute ganz auf den Opfern derer beruht, die für ihre Existenz und ihr Volk gekämpft und ihr Leben dafür geopfert haben.

ZEREMONIE:
Der Tag schließt viele nationale Feierlichkeiten für gefallene Soldaten, an denen hohe Staatsbeamte und Militäroffiziere teilnehmen, ein. Neben offiziellen Gedenkveranstaltungen in der Knesset, an der Kotel und auf dem Herzl‐Berg in Jerusalem werden in zahlreichen Schulen und öffentlichen Einrichtungen Gedenkveranstaltungen abgehalten. Der Tag beginnt am Vorabend um 20 Uhr (nach dem jüdischen Kalender beginnen die Tage mit dem Sonnenuntergang) mit dem einminütigen Signalton einer Sirene. Während dieser Minute verharren die meisten Israelis in Ruhe, gedenken der Opfer und zeigen ihren Respekt. Viele religiöse Juden beten für die Seelen der gefallenen Soldaten in dieser Minute. Ein offizieller Akt, der den Tag einläutet, findet an der Klagemauer in Jerusalem statt. Bei diesem Akt wird die israelische Flagge auf halbmast heruntergehisst. Daran nehmen traditionell unter anderem der Staatspräsident, der Generalstabschef und Angehörige der Opferfamilien teil. Öffentliche Vergnügungsstätten schließen sich (per Gesetz) an diesem Tag.


Ein zweiminütiges Sirenläuten erklingt am folgenden Morgen um 11 Uhr (Israel hält Stille), das die Eröffnung der offiziellen Gedenkveranstaltungen und privaten Erinnerungsversammlungen, meist auf den Friedhöfen, auf denen Soldaten begraben sind, kenntlich macht. Seit 2018 dient eine neuerrichtete Gedenkhalle auf dem Herzl-Berg in Jerusalem als zentrale Gedenkveranstaltung. In der Halle sind die Namen der 23.645 Opfer seit 1860 (Stand bei Neueröffnung) auf Ziegelsteinen eingetragen. Den Tag nutzen viele Menschen dazu, die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen zu besuchen.

Im Laufe des Tages senden Radio- und Fernsehstationen auf frei-empfangbaren Programmen, zu Ehren der Gefallenen. Es werden Geschichten von Helden erzählt und Lieder entsprechend der Stimmung des Anlasses gespielt. Mindestens eine Fernsehstation sendet eine Liste mit Namen von Personen, die im Dienst der Nation Israel gestorben sind. Viele Hochschulen haben Gedenkstätten mit Fotos von gefallenen Absolventen und laden die Familien am Gedenktag zu Gebeten ein.

Der Tag neigt sich zwischen 19 und 20 Uhr dem Ende zu und geht über in die Feierlichkeiten des Jom ha-Atzma'ut auf dem Herzl-Berg, auf dem die israelische Flagge wieder ganz gehisst wird.

Den Gedenktag genau vor dem Unabhängigkeitstag zu feiern, soll die Menschen daran erinnern, welcher Preis für die Unabhängigkeit bezahlt werden musste und was durch das Opfer der Soldaten erreicht wurde. Dieser Übergang zeigt die Wichtigkeit dieses Tages für die Israelis, von denen die Meisten in der Armee gedient haben und in Verbindung stehen zu Menschen, die während ihrer Zeit beim Militär getötet wurden.

So geht der nationale Gedenktag vom Düsteren zur Feier, dem Unabhängigkeitstag, über.

WISSENSWERTES:
Gewisse Gruppierungen des ultraorthodoxen Judentums messen dem Tag keine spezielle Bedeutung bei, andererseits dienen einige von ihnen bei der Armee und feiern den Gedenktag.


Wir erinnern!
Am Israel Chai - עם ישראל חי - Das Volk Israel lebt!
 
Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen