Der biblische Monat Elul


Nehemia 6,15

Und die Mauer wurde am 25. des Monats Elul, in 52 Tagen fertiggestellt


Bedeutung des Monatsnamens

Elul אֱלוּל = Nichtig, gut für nichts; Traube, Traubenmonat

 

Dauer

29 Tage (August–September)

 

Verbunden mit

Elul entspricht den Monaten August–September und ist mit dem Stamm Gad verbunden.

 

Stamm

Gad ist der 6. Stamm Israels und bedeutet übersetzt „Glück oder Bedrängung“. Als Stammessymbol trägt Gad den Krieger/ das Kriegszelt (vgl. 1Mo 49,19) und ist dem Edelstein „Achlama-Amethyst“ zugeordnet (vgl. 2Mo 1,2-3 i.V.m. 2Mo 28,15-30; 2Mo 39,8-21).

 

Die Produkte bzw. Reifeprozesse des Monats in der Region von Israel sind

• Ernte von Datteln

• Ernte von Sommerfeigen

• Ernte von Granatäpfeln

• Ernte von Oliven

• Allgemeine Weinlese

 

Die Witterung ist

• Nordostwind

• Es herrscht noch Sommerhitze vor (vgl. 2Kön 4,18-20)

• sehr hell

• selten Regen

 

Fest- Fast & Gedenktage

• Leil Selichot (Nacht der Vergebung) Samstagnacht vor Rosch ha-Schana

 

Der Monat Elul selbst weist, außer Leil Selichot, zwar keine Fest-, Fast- und Gedenktage auf, dient aber der Vorbereitung auf die kommenden Hohen Feiertage des neuen biblischen Jahres, im nachfolgenden Monat Tischri (Rosch ha-Schana 1. Tischri & Jom Kippur 10. Tischri).

 

Der biblische Monat Elul – Der Monat der Buße, Gnade und Vergebung

Der biblische Monat „Elul“ ist der sechste Monat im biblischen Kalender und markiert den allmählichen Herbstbeginn in Israel. Es ist der Monat, der auch als „Punktmonat“ bezeichnet wird, mit dem Zweck den Anfang zu verstehen, so dass man damit beginnen kann, sein Ende zu erreichen (Anm.: den endenden Jahreszyklus des Segens Gottes erfolgreich abzuschließen und zum neuen Jahreszyklus des Segens Gottes zu führen).

 

„Elul“ bedeutet „nichtig, gut für nichts, Traube, Traubenmonat“. Er ist der Monat, der mit dem Stamm Gad verbunden ist, welcher der 7. Sohn Jakobs und der erste Sohn von Lea’s Magd Silpa war (Anm.: bedeutet „Schale, Schüssel, Muschel“).

 

Der Name „Gad“ bedeutet „Glück“ oder „Bedrängnis“ (vgl. 1Mo 30,9-11).

 

1. Mose 30,9-11

9 Als nun Lea sah, dass sie aufgehört hatte zu gebären, nahm sie ihre Leibmagd Silpa und gab sie Jakob zur Frau. 10 Und Silpa, Leas Leibmagd, gebar Jakob einen Sohn. 11 Da sprach Lea: Glück zu! Und nannte ihn Gad

 

Charakteristik und Potenzial von Gad

Jakob segnete seinen Sohn Gad, ein Krieger zu sein und im Triumph zu wandeln und zu leben (vgl. 1Mo 49,19).

 

1. Mose 49,19

Gad wird gedrängt werden von Kriegshaufen, er aber drängt ihnen nach auf der Ferse

 

In Gad wird die Fähigkeit zur geistlichen Kampfführung trainiert. In diesem Bereich gibt es Harmonie, Disharmonie und Dissonanzen. Es handelt sich hierbei um eine Phase, in der wir aus Disharmonie, Harmonie und Dissonanz Resonanz lernen.

 

Gad spiegelt die Dimension wider, in der Gott sein Waffenlager platziert. In der Sphäre von Gad gelangen wir mit dem Waffenlager des HERRN in Berührung und begegnen den Engeln, die der geistlichen Kampfführung zugeteilt sind (vgl. Jer 50,25).

 

Jeremia 50,25

Der HERR hat sein Zeughaus aufgetan und die Waffen seines Zorns hervorgeholt; denn Gott, der HERR Zebaoth, hat etwas auszurichten in der Chaldäer Lande

 

Mose segnete den Stamm Gad als einen triumphierenden Krieger, um die Gerechtigkeit des HERRN für all jene zu errichten, die sein Potential erkennen würden (vgl. 5Mo 33,20-21).

 

5. Mose 33,20-21

20 Und über Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum schafft! Gad liegt da wie ein Löwe und zerreißt Schenkel und Scheitel. 21 Und er ersah sich ein Erstlingserbe; denn daselbst war für ihn eines Anführers Teil. Und es versammelten sich die Häupter des Volks und er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte zusammen mit Israel

 

Das Herrschaftsgebiet von Gad impliziert den geistlichen Kampf aus der Ruhe Gottes heraus zu führen, um Gottes gerechten Willen zu vermitteln.

 

Die Aufgabe der Ruhe ist es, eine Erneuerung von Stärke hervorzubringen, wobei die Schwäche von Ruhe Faulheit bedeutet.

 

Die Stärke des Kampfes beinhaltet die Fähigkeit, überall Nachschub zu bekommen und in den Herzen der Feinde Furcht zu erregen, wobei die Schwäche von Kriegern Angst und Zurückhaltung bedeutet.

 

Das Emblem des Stammes Gad

Darüber hinaus ist das Emblem des Stammes Gad ein „Kriegszelt“. Dies weist auf den Ort der Beziehung zu Gott als einem übernatürlichen Krieger hin und darauf, seine Waffen zu verstehen sowie seinen Krieg, der nicht fleischlich ist (vgl. 2Kor 10,3-5).

 

2. Korinther 10,3-5

3 Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. 4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. 5 Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus

 

Der kostbare Besitz

Der Name „Elul“ ist ein Akronym, der den Bibelvers aus Hohelied 6,3a trägt, wo es heißt:

 

Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir; …

 

Im Hebräischen gibt der erste Buchstabe eines jeden Wortes dieses Satzes abgekürzt den Namen des Monats wieder: Elul (buchstabiert Aleph-Lamed-Wav-Lamed)

 

Dieser Satz weist auf das Wissen hin, dass wir Jesu kostbarer Besitz sind und er durch eine wahrhaftige geistliche Liebesbeziehung unser ist. Weiterhin weist der Satz auf das Kommen Jesu als König in die Stadt Jerusalem hin, die im Geistbereich die Struktur der Braut Christi ist (vgl. Offb 21,2.9b-10).

 

Offenbarung 21,2.9b-10

2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. … … 9b Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. 10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, …

 

Der König auf dem Feld

Elul ist der Monat, in dem der König auf dem Feld ist. Es bedeutet, dass der HERR sich uns zugänglich macht und uns mit seiner königlichen Gegenwart überrascht. Es ist die Gegenwart des „Reitens des HERRN Jesus Christus“ (vgl. Mt 21,5-9; Joh 12,13 i.V.m. Offb 19,11-16).

 

Matthäus 21,5-9

5 "Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers." 6 Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, 7 und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und er setzte sich darauf. 8 Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. 9 Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!

 

Johannes 12,13

... nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!

 

Offenbarung 19,11-16

11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit. 12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst. 13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. 14 Und ihm folgte das Heer des Himmels auf weißen Pferden, angetan mit weißem, reinem Leinen. 15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, 16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren

 

Darüber hinaus reflektiert der Monat Elul das Bild des Dienstes von Jesus Christus auf der Erde während er Fleisch wurde und unter den Menschen wandelte (vgl. Joh 1,14).

 

Johannes 1,14

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit

 

In diesem Zeitfenster von Elul sollten wir uns bewusst Jesus Christus als dem König der Könige nähern und ihm erlauben mit seinem Antlitz auf uns zu leuchten.

 

Der „Punkt-Monat“ und der Klang des Schofars

Elul als der „Punktmonat“, der darauf abzielt, den Anfang zu verstehen, um das Ende zu erreichen, gibt uns die Gelegenheit, den zu Ende gehenden Jahreszyklus des Segens Gottes erfolgreich abzuschließen.

 

Es ist der Monat, in dem der Klang des Schofars jeden Tag bis zum Tag vor Rosch ha-Schana geblasen wird. Das impliziert, dass dieser Monat „Elul“ die Zeit ist von den Propheten geweckt zu werden (Klang der Propheten), um sich richtig zu positionieren, um die Segnungen Gottes im neuen Segenszyklus zu empfangen (vgl. Am 3,6-8).

 

Amos 3,6-8

6 Bläst man etwa die Posaune in einer Stadt und das Volk entsetzt sich nicht? Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tut? 7 – Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten. – 8 Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HERR redet, wer sollte nicht Prophet werden?

 

Der Schofarklang trägt das Potential einen neuen Geistbereich zu eröffnen, so ähnlich wie es der Apostel Johannes erlebte (vgl. Offb 4,1).

 

Offenbarung 4,1

Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll

 

Elul und die vierzig Tage der Gunst

Die Herbstfeste beginnen mit einem vierzig Tage dauernden Zeitabschnitt, der im Hebräischen „Teschuwa“ heißt, was „Buße tun“ oder „umkehren“ bedeutet. Dieser Zeitraum beginnt an Rosch Chodesch Elul (1. Elul), und endet am 10. Tischri nach 40 Tagen, an Jom Kippur. Diese 40-tägige Periode wird auch als „Tage der Gunst“ (hebr. Jemei Ratzon) bezeichnet. Daher rückt die Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen in sein Zentrum.

 

Rosch ha-Schana trägt auch den Namen „Jom ha-Din“ (Tag des Gerichts). Somit ist die Botschaft vom 1. Elul bis Rosch ha-Schana klar: „Kehre vor Rosch ha-Schana um! Warte nicht bis nach Rosch ha-Schana“

 

Der Monat Elul gilt daher als eine wichtige Zeit der Besinnung, Selbstbeobachtung und Umkehr vor diesen „Tagen des Gerichts“. Um die ehrfürchtige Natur dieses Monats zu betonen, ertönt bei jedem Morgengebet im Monat Elul das Schofar- oder Widderhorn. Dies ist eine Zeit zum Innehalten und Nachdenken und in uns selbst hinein zu schauen, um herauszufinden, was erneuert und losgelassen werden muss. Wir können unseren Lebensstil reflektieren und überlegen, wo es einer Korrektur bedarf um sich so mit neuen guten Vorsätzen aufs kommende Jahr auszurichten. Dies wird getan, weil man das neue Jahr in voller Frische und Kraft beginnen will. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und jetzt ist die Zeit gekommen, sich von allem loszusagen, was einen daran hindert, mit einem reinen Herzen dem neuen Jahr begegnen zu können. Dieser Prozess gilt als geistliche Rückkehr zu Gott und ist nicht passiv, sondern aktiv. Tatsächlich ist die hebräische Wurzel des Wortes „Schofar“ das Wort „schaper“, was auch „fair“, „gerecht“ oder „sich verbessern“ bedeutet.

 

Die Zeit der Selbstverleugnung

Es ist die Zeit der Selbstverleugnung, was bedeutet, dass wir verstehen müssen, dass wir von Gottes Gnade auserwählt sind, Gottes Wettkampf zu laufen, denn Elul ist der Monat der Vorbereitung auf die „hohen heiligen Tage“ im darauffolgenden Monat Tischri (vgl. Mt 16,24; Gal 2,20 i.V.m. Eph 2,8-10).

 

Matthäus 16,24

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir

 

Galater 2,20

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben

 

Epheser 2,8-10

8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen

 

Gad, der „Krieger der Gerechtigkeit“ – Die Macht des Löwen und der Gazelle

Wie bereits erwähnt ist das Symbol des Stammes Gad ein „Kriegszelt“ oder ein „Kämpfer“, der die Macht hat, die feindlichen raubenden Truppen wegzustoßen (vgl. 1Mo 49,19; 5Mo 33,20-21 i.V.m. 2Kö 13,20-21; 1Chr 12,9).

 

1. Mose 49,19

Gad wird gedrängt werden von Kriegshaufen, er aber drängt ihnen nach auf der Ferse

 

5. Mose 33,20-21

20 Und über Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum schafft! Gad liegt da wie ein Löwe und zerreißt Schenkel und Scheitel. 21 Und er ersah sich ein Erstlingserbe; denn daselbst war für ihn eines Anführers Teil. Und es versammelten sich die Häupter des Volks und er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte zusammen mit Israel

 

2. Könige 13,20-21

20 Als aber Elisa gestorben war und man ihn begraben hatte, fielen streifende Rotten der Moabiter ins Land Jahr um Jahr. 21 Und es begab sich, dass man einen Mann zu Grabe trug. Als man aber einige Leute von ihnen sah, warf man den Mann in Elisas Grab. Und als er die Gebeine Elisas berührte, wurde er lebendig und trat auf seine Füße

 

1. Chronik 12,9

Von den Gaditern gingen über zu David nach der Bergfeste in der Wüste starke Helden und Kriegsleute, die Schild und Spieß führten, und ihr Angesicht war wie das der Löwen und sie waren schnell wie Rehe auf den Bergen

 

Der Zeitrahmen von Gad impliziert eine Phase, in der wir uns darauf vorbereiten müssen, unseren geistlichen Körper zu verwandeln, um die vier Gesichter Gottes so widerzuspiegeln, wie Gott es möchte. Hier geht es um die Verbindung zwischen der Erscheinung und der Bewegung während einer kriegerischen Phase, um das Wesen Gottes zu offenbaren.

 

Die Dimension von Gad ist eine Mischung aus geistlicher Kampfführung (Anm.: Gesicht des Löwen) und Musik (Anm.: Füße der Gazelle; vgl. 1Chr 12,9).

 

David ist ein Beispiel für eine solche Mischung. Er kreierte viele Musikinstrumente und Instrumente der Kampfführung. Der Grund für diese Mischung liegt darin, dass strategische Kampfführung aus der Ruhe heraus erfolgt.

 

Man muss von einem Sitz der Ruhe aus wirken, um ein großer Kämpfer und nicht nur ein zerstörerischer zu sein. Ein Kämpfer muss zudem kreativ sein. Das bedeutet, dass das, was zur Zerstörung bestimmt ist, zerstört wird, so dass das, was produktiv ist, erhalten bleibt. Das ist es, was ein guter Krieger tut.

 

Wahre Kampfführung besteht darin, das Unproduktive, also das, was nicht da sein sollte, zu entfernen und das Produktive aufrechtzuerhalten. Es verhält sich ähnlich wie bei der Berufung des Propheten Jeremia, der durch die Kraft des Wortes Gottes Dinge zerstören und aufrichten konnte (vgl. Jer 1,9-10).

 

Jeremia 1,9-10

9 Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. 10 Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen

 

In dieser Offenbarung wird uns möglich, dass wir all das, was der Heilige Geist bereits als nicht fruchtbringend und unehrbar identifiziert hat in unserem Leben in diesem biblischen Monat strategisch entfernen und in der tieferen Beziehung zu ihm weitergehen.

 

Zusätzliche Geistliche Inputs

Ich gehöre meinem Geliebten und mein Geliebter gehört mir“ (vgl. Hl 6,3a)

 

Da der HERR seine Zeit und zwar jeden Monat mit zunehmenden Segnungen gestaltet hat und möchte, dass wir als sein Volk in den jeweiligen Zeitfenstern diese empfangen und darin wandeln, ist es von Bedeutung zu wissen, dass wir uns im biblischen Monat „Elul“ befinden, der mit dem Stamm „Gad“ im Zusammenhang steht. 

 

Der Monatssegen ist immer mit einem für den Monat bestimmten Stamm Israels verknüpft, weil die Stämme Israels gemäß Offenbarung 21,12 Tore sind, durch die wir in Jesus Christus ein- und ausgehen (vgl. Joh 10,9).

 

Elul ist der Monat der Buße, Gnade und Vergebung.

 

Es ist die Zeit, die uns darauf hinweist, dass wir die Möglichkeit der „zweiten Chance“ oder „Extra-Gnade“ besitzen, die uns befähigt, einen alten Zeitzyklus, in dem wir versagt haben, siegreich abzuschließen und den neuen Zeitzyklus des himmlischen Vaters zu empfangen, so wie Mose die Steintafeln von Gott ein zweites Mal erhielt (vgl. 2Mo 34,1-4).

 

Es ist die Zeit, in der „der König im Feld ist“, was bedeutet, dass sich alle ihm nähern können und er sein Antlitz auf alle scheinen lässt.

 

Normalerweise bleibt ein König in seinem Palast. Wenn die Leute ihn sehen wollen, müssen sie einen Termin vereinbaren und gemäß dem Protokoll vorgehen sowie korrekt gekleidet sein (vgl. Est 4,11 i.V.m. Est 5,1).

 

Doch in einem Monat eines jeden Jahres verlässt der König seinen Palast, um sich in der Nähe des Volkes im Feld aufzuhalten und wo alle, die ihn sehen wollen, willkommen sind.

 

Elul ist das Bild des irdischen Dienstes Jesu als er Fleisch wurde, um unter uns zu wohnen. Deshalb wollen wir uns Jesus Christus als König der Könige nähern und ihm erlauben mit seinem Antlitz auf uns zu leuchten (vgl. 4Mo 6,25 i.V.m. Ps 31,17).

 

In dieser Zeit kann es empfunden werden, dass Gott besonders leicht zu erreichen ist.

Er möchte uns in den alltäglichen Angelegenheiten unseres Lebens begegnen.

 

Es ist sein Verlangen, dass wir uns sehnsüchtig ihm nähern, uns in seiner Umarmung verlieren und uns ihm ganz hingeben (vgl. Lk 15,20).

 

Lasst uns eine Zeit für den HERRN widmen, auch wenn sie nur gering erscheint, damit er sich uns gegenüber in seiner Liebe erweisen kann.

 

Dort, wo wir es erkennen, dass Sorgen und Ängste uns in unserer Kraft berauben, ist es weise, diese ganz auf den HERRN zu werfen, damit er seine Gunst auf uns scheinen lassen kann (vgl. 1Petr 5,6-7).

 

Es ist wichtig, dass wir unseren Platz im Lager zusammen mit anderen Heiligen finden und nicht allein sind. Gott hat in seinem Wort für uns das Prinzip der Stämme festgelegt, die als Kriegseinheit zum Schutz dienen sollen (vgl. 4Mo 2 i.V.m. 4Mo 10). Wenn wir dazu tendieren, uns selbst zu isolieren, kann das ein Zeichen dafür sein, dass eine Wurzel der Ablehnung und des Misstrauens vorhanden ist, die verhindert, dass die kooperierende Dynamik von Pessach (Anm.: Erlösung/Freisetzung) im Leben zur vollen Entfaltung kommt. Das Ergebnis davon ist, dass wir uns allein in der Wüste wiederfinden.

 

Die Wüste ist der Ort, der unser Zeugnis hervorbringt, und sie ist mit der Konfrontation gegenüber dem Widersacher verbunden. Es ist also besser, mit anderen durch die Wüste zu gehen, so wie es das Volk Israel machte, damit wir uns gegenseitig ermutigen und gemeinsam den guten Kampf des Glaubens kämpfen (vgl. 1Tim 6,12 i.V.m. Eph 6,12). Daraus wird deutlich, dass die Sicherheit in der Vielzahl begründet liegt (vgl. Pre 4,12).

 

Elul ist die Zeit, um sicherzustellen, dass unsere Gefühle und Handlungen Gott unterstellt sind.

 

Wenn wir ein Durcheinander in unserem Leben wahrnehmen, ist es ratsam, Gott zu fragen, wie es zu dieser Situation gekommen ist oder wie wir in diese Lage geraten sind und ihn dann bitten, uns zu offenbaren, wo er uns bestimmt hat zu sein.

 

Es gibt eine größere Stärke und einen größeren Frieden, der uns umhüllen kann, wenn wir alles Gott hingegeben haben und wir seine Barmherzigkeit empfangen. Dann kann er neue Dinge in uns hineinströmen lassen.

 

Elul ist der Zeitpunkt, an dem wir wissen sollten, wer uns geistlich ernährt und welche Personen der HERR uns in unsere Verantwortung gegeben hat.

 

Darüber hinaus ist dieser Monat eine Zeit, die wir als „Punktmonat“ bezeichnen und die darauf abzielt, den Anfang zu verstehen, so dass man anfangen kann, sein Ende zu erreichen (Anm.: das Ende des Jahres im Zyklus des Segens und der Übergang ins neue biblische Jahr).

 

Der Name „Elul“ trägt den Satz von Hohelied 6,3a, der lautet:

 

Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir, …

 

In Hebräisch ergibt der erste Buchstabe jedes Wortes im genannten Vers den Namen des Monats: Elul.

Dieser Vers weist auf die Kenntnis hin, dass wir Jesu kostbarer Besitz sind und er uns durch eine echte Liebesbeziehung im Geist gehört. Außerdem weist der Satz auf das Kommen Jesu als der ewige König in die Stadt Jerusalem hin, die im Geistbereich die Struktur der Braut Christi ist (vgl. Offb 21,2.9b-10).


Quellen

Mein großer Dank geht an Daniel Glimm für die Offenbarungslehre über die Zeiten Gottes.

 

Gottes Segen Euch allen!

 

1. Thessalonicher 5,23

„Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und  vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!“

 

Amen