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Kann es bei all dem Leid überhaupt einen Gott geben?

Viele Menschen nehmen an, dass bei all dem Leid und bei all dem Bösen, was um uns herum jeden Tag passiert, kein Gott existieren kann. Dieser müsste doch eingreifen und doch nicht einfach so über all das Elend hinwegsehen. Wenn unschuldige Kinder sterben, würde doch sicherlich auch ein Gott innerlich berührt werden und würde doch zumindest dann solche schlimmen Schicksalsschläge verhindern. Da dies aber offensichtlich nicht der Fall ist, kann kein Gott existieren.

Sind kleine Kinder sündlos?

Die Antwort ist nein. Kein Mensch wird sündlos geboren (vgl. 1Mo 8,21; Röm 3,10; Ps 51,7;58,4; Hi 14,4), was direkt mit dem Sündenfall in Verbindung steht. Die Bibel spricht ganz deutlich davon, dass alle Menschen Sünder sind. Wir werden nicht durch unsere Taten zu Sündern, sondern wir sündigen, weil wir seit dem Sündenfall Adams von Geburt an Sünder sind. Dies gilt ausnahmslos für alle Menschen, auch für Säuglinge und Kinder. Wir brauchen Kindern kein sündiges Verhalten beibringen, denn es ist in ihnen, in ihrem Herzen. Wir wurden mit einer sündigen Natur geboren und nicht als unschuldige und unverdorbene kleine Geschöpfe. Aus diesem Grund herrscht der Tod (Röm 5,12-21), und das Urteil Gottes betrifft alle Menschen (Joh 3,18).

Hierbei begeht man einen entscheidenden Denkfehler, denn wenn das Böse auf dieser Welt vorhanden ist (z.B. der Tod von Kindern), dann existiert auch das Gute.

Um das Böse vom Guten unterscheiden zu können, benötigen wir einen Maßstab – ein absolutes Gesetz. Und ein solches universelles Gesetz kann nur von einem Gesetzgeber (=Gott) kommen. Ich möchte an dieser Stelle diesen Gedankengang nicht näher beleuchten. Es sei nur soweit gesagt, dass ein Gott existieren muss, damit wir Menschen überhaupt objektiv und universell zwischen Gut und Böse unterscheiden können.

 

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die oben erwähnte Annahme, es existiere kein Gott wegen all dem Bösen, nicht stimmen kann und daher falsch ist. Vielmehr muss ein Gott existieren, damit wir überhaupt das Gute von dem Bösen trennen können.

Gottes Wort ist Maßstab für Wahrheit

Johannes 17,17 

"Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit"

 

Wenn jemand diesen Maßstab nicht anerkennt, dann muss er einen anderen Maßstab präsentieren.

Gottes Wort ist Wahrheit

Manche sagen oder meinen, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Ist das wahr? Ist es wahr, dass es keine absolute Wahrheit gibt?

Wenn jemand sagt, es gibt keine absolute Wahrheit, dann beruft er sich selbst auf absolute Wahrheit, denn er geht davon aus, dass seine Aussage "es gibt keine absolute Wahrheit" absolut wahr ist. Er widerlegt sich selbst. Dies ist ein performativer Widerspruch, also selbst-widerlegend. Man setzt das voraus, was man leugnet. Ein einfaches Beispiel wäre: "Ich kann kein Deutsch schreiben".

Ohne Gott ist keine objektive Wahrheit möglich. Man kann keine Wahrheit begründen.

 

Weil der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist und in einer Welt lebt die von Gott erschaffen wurde, verliert ein Atheist, welcher Gott ablehnt, jede Grundlage, jede Begründung oder Rechtfertigung für Wahrheit und Wissen und kommt so zu selbst-widerlegenden Aussagen.

 

Sprüche 26,5

"Antworte dem Toren nach seiner Narrheit, damit er nicht weise bleibt in seinen Augen!"

 

Das was Gott sagt ist Wahrheit. So wie Gott die Dinge interpretiert und wie Gott die Realität deutet ist Wahrheit. Gott ist allwissend und kennt alle Dinge durch und durch. Ohne die Offenbarung Gottes haben wir keinen objektiven Maßstab für Wahrheit.

 

Sprüche 1,7

"Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht verachten nur die Narren"

 

Das eigentliche Problem ist Sünde

Jesaja 59,2

"sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört"

 

(vgl. Eph 2,1.5-6; Kol 2,13)

 

Wie wir oben bereits erwähnt haben, sagen viele Menschen, dass sie nicht an einen guten und gerechten Gott glauben können, angesichts all des Bösen, all des Leides und der Ungerechtigkeit in der Welt. Was sagt die Bibel solchen Menschen? Sie sagt: "Fang bei dir selbst an. Was ist mit deiner Ungerechtigkeit und Schuld vor Gott und den Menschen? Was ist mit deiner Lüge und Unwilligkeit zu vergeben? Was machst du damit und wer setzt dich davon frei?" Die Bibel sagt, dass man ein Schuldproblem, ein Sündenproblem hat und nicht ein Glaubensproblem! Wenn man sich diesem Schuldproblem stellt, gibt Gott auch die Gnade an Ihn zu Glauben (Röm 2,4). Wir alle tun diese Dinge und gleichzeitig verurteilen wir sie bei anderen, womit wir zeigen, dass wir wissen, das sie falsch sind. Die Antwort auf unsere Schuld und unser Sündenproblem ist Jesus Christus. Gott hat unsere Schuld auf Seinen Sohn gelegt, damit wir Frieden mit Ihm haben können (Röm 5,1; 2Kor 5,18; Kol 1,20).


Gottes Segen Euch allen!

1. Thessalonicher 5,23
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!"

Amen